DE1290708B - Verfahren zum Herstellen geschichteten Folienmaterials aus einer fasrigen Traegerfolie und einer darueberliegenden Schicht feinporigen gesinterten Plastikmaterials - Google Patents

Verfahren zum Herstellen geschichteten Folienmaterials aus einer fasrigen Traegerfolie und einer darueberliegenden Schicht feinporigen gesinterten Plastikmaterials

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DE1290708B DE1962R0033007 DER0033007A DE1290708B DE 1290708 B DE1290708 B DE 1290708B DE 1962R0033007 DE1962R0033007 DE 1962R0033007 DE R0033007 A DER0033007 A DE R0033007A DE 1290708 B DE1290708 B DE 1290708B
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Description

  • Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung geschichteten Folienmaterials aus einer fasrigen Trägerfolie und einer darüberliegenden Schicht feinporigen gesinterten Plastikmaterials, bei dem eine gleichmäßige Schicht eines körnigen, thermoplastischen Harzes auf der Trägerfolie verteilt und zusammen mit der Trägerfolie erhitzt wird und bei dem auf die Harzschicht während der Behandlung eine Abdeckschicht aufgebracht wird.
  • Bei der Herstellung der Schichtung von feinporigen Plastik- und fasrigen Trägerfolien ist man bislang so vorgegangen, indem man eine Folie herstellte, bei welcher Plastikmaterial zusammengesintert wurde und dann dieses Produkt mit einer Trägerfolie, etwa einer harz- oder gummiverstärkten gefilzten Faserfolie, kombinierte, wobei dieser Vorgang ständig fortgesetzt wurde.
  • Bei den bekannten Verfahren zur Herstellung gesinterter Plastikfolien wird das Zusammenpressen der erhitzten Harzkörnchen mittels einer metallischen Fläche, beispielsweise mittels eines Streifen rostfreien Stahles, vorgenommen. Diese Methode ist wohl für die Herstellung gleichmäßiger, fortlaufender Längen gesinterter Plastikharzfolien geeignet; für gewisse Zwecke ist jedoch die Porosität des Folienmaterials nicht vollkommen zufriedenstellend. Bei zu Folien gesinterten Harzkörnchen, wobei Druck gegen erhitzte Körnchen durch harte unnachgiebige Flächen von Metallgußteilen oder von einem Metallstreifen ausgeübt wird, erhalten diese Körnchen ein glasiges Aussehen und einen unerwünscht reduzierten Grad an Porosität auf der Oberfläche. Außerdem war es erforderlich, gesinterte Folien, sowohl vorgeformte als auch gänzlich gepreßte Folien, einer aufeinanderfolgenden Schichtungsbehandlung zu unterziehen, bei welcher Hitze und verringerter Druck angewandt wird, um das geschichtete Folienmaterial zu erhalten, welches sich für die Verwendung beispielsweise von Schuhbrandsohlen als besonders geeignet erwiesen hat. Diese zusätzliche Hitze- und Druckeinwirkung wirkt sich auf die Feuchtigkeitsdurchlässigkeit der gesinterten Plastikschicht weiterhin reduzierend aus.
  • Bei einem weiteren bekannten Verfahren werden die Harzkörper auf ein endloses Stahlband aufgeschüttet und mit diesem Band durch eine Heizvorrichtung geführt, in der die Körner zu einer Schicht zusammengesintert werden. Erst nachdem in dieser Weise eine zusammenhängende Harzschicht gebildet worden ist, wird die Trägerfolie mit dem Harz in Berührung gebracht und mittels beheizter Preßplatten die Verbundfolie gebildet.
  • Weiterhin ist eine Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen Kunststoffbahn durch Sinterung einer Kunststoffpulverschicht bekanntgeworden, wobei das Kunststoffpulver auf eine drehbare, beheizte Trommel aufgetragen wird. Obwohl hierbei die Harzkörper sofort auf die Trommel bzw. eine Unterlage aufgeschüttet und zu einer Schicht zusammengesintert werden, wird während des Sinterns überhaupt kein Druck zum Zusammenpressen der Schicht angewandt. Im Endergebnis ist daher der Zusammenhang der Harzkörper untereinander und gegebenenfalls mit der Unterlage sehr locker, was aber vermieden werden soll. Dies macht sich insbesondere bei Verbundschichten aus Harzkörpern und Trägerfolie als nachteilig bemerkbar. Die bei der vorerwähnten bekannten Vorrichtung aufgebrachte und später wieder abgezogene Abdeckschicht dient lediglich dazu, das Herunterfallen der Harzschicht von der Trommel zu verhindern. Hierbei ist besonders darauf zu achten, daß die Abdeckschicht erst aufgebracht wird, nachdem die Harzkörper bereits zu einer Schicht zusammengesintert sind. Die Abdeckschicht hat somit hierbei nicht den geringsten Einfluß auf die Beschaffenheit des Endproduktes, weil kein Zusammenpressen der Sinterschicht stattfindet.
  • Hier Abhilfe zu schaffen, ist das Ziel der Erfindung. Dies wird dadurch erreicht, daß die aus elastischem, zusammenpreßbarem, fasrigem Material bestehende Abdeckschicht vor der Erhitzung auf die Harzkörnerschicht aufgebracht wird und daß das aus der Trägerfolie, den Harzkörnern und der Abdeckschicht bestehende Gebilde zwischen an sich bekannten erhitzten Platten durchgeführt wird, deren Abstand, wie an sich bekannt, an der Eintrittsstelle im wesentlichen der Dicke des Schichtmaterials entspricht und sich nach der Außenseite hin erheblich verringert.
  • Dabei ist es von Vorteil, daß die Abdeckschicht nach dem Durchlauf des Schichtmaterials zwischen den erhitzten Platten von der fasrigen Trägerfolie und der gesinterten Harzschicht abgezogen wird.
  • Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Verfahrens nach der Erfindung wird darin gesehen, daß das gesinterte Schichtmaterial nach dem Durchlauf zwischen den erhitzten Platten, jedoch noch vor dem Abziehen der Abdeckschicht abgekühlt wird. Dabei ist es zweckmäßig, daß die Platten auf eine Temperatur von 150 bis 2000 C erhitzt werden. Ebenfalls kann es von Vorteil sein, daß die untere Platte höher erhitzt wird als die obere Platte.
  • Ein weiteres Merkmal der Erfindung wird darin gesehen, daß die fasrige Trägerfolie noch vor dem Aufbringen der Schicht aus thermoplastischen Harzkörnchen mit einem Bindemittel überzogen wird.
  • Hierbei kann das Bindemittel unzusammenhängend auf die Trägerfolie aufgebracht werden.
  • Eine weitere vorteilhafte Verfahrensweise nach der Erfindung wird darin gesehen, daß auf die Schicht aus Harzkörnchen noch vor dem Einführen zwischen die erhitzten Platten ein Druck ausgeübt wird.
  • Gemäß der Erfindung werden somit Körnchen eines thermoplastischen Harzes in Form einer fortlaufenden Schicht auf die Oberfläche einer nachgiebigen, gefilzten, porösen Faserfolie aufgebracht, und eine zweite zusammenpreßbare Faserfolie wird auf die Schicht der Harzteilchen aufgelegt. Dieses Schichtmaterial wird sodann zwischen erhitzten Platten hindurchgeführt, welche einen Durchlaß mit abnehmender Dicke darstellen und so erhitzt sind, daß die Temperaturen dieser Platten durch die fasrige Folie hindurch bis zu den Harzpartikeln dringt und diese auf Sintertemperatur bringt. Dieses erfolgt innerhalb der erforderlichen Zeitspanne, welche für eine bestimmte Menge Schichtmaterial notwendig ist, um zwischen den Platten hindurchzulaufen. Die erhitzten Platten haben an der Eintrittsstelle einen Abstand, welcher im wesentlichen der Dicke des Schichtmaterials entspricht, während der Abstand an der Austrittsstelle kleiner ist, um außer der Hitze auch einen Druck auszuüben, damit die Harzkörnchen zusammengesintert werden.
  • Durch den wärmeisolierenden Charakter der fasrigen Folie und der dadurch bedingten Reduktion der auf die Harzkörnchen einwirkenden Hitze wird ein steiles Temperaturgefälle vermieden, welches ansonsten zwischen der Temperatur der Harzkörnchen am erhitzten Metall und der Temperatur der vom Metall weiter entfernt liegenden Harzkörnchen vorherrschen würde. Somit haben die Körnchen der Harzschicht nahezu eine einheitliche Temperatur, so daß durch den Sinterdruck eine sehr gleichmäßig gesinterte Folie entsteht.
  • Da außerdem die Oberflächenkörnchen nicht überhitzt werden und die fasrige Folie abschirmend wirkt, werden Oberflächenkörnchen nicht flach gedrückt, wodurch eine größere Porosität der Oberfläche der gesinterten Harzfolie erreicht wird.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung wird an Hand einer Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens in rein schematischer Ansicht darstellt, näher erläutert.
  • Bei der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform einer möglichen Vorrichtung zur Herstellung von Folien nach dem Verfahren gemäß der Erfindung wirkt die nachgiebige gefilzte Trägerfolie 10 als Transportband, um die thermoplastischen Harzkörnchen 12 durch die aufeinanderfolgenden Herstellungsstufen zu transportieren, in welchen die Körnchen zu einer festen feinporigen Schicht 14 umgewandelt werden, innerhalb welcher sie zu einem festen Körper zusammengesintert sind. Brauchbare fasrige Folien für diesen Zweck stellen poröse nachgiebige und zusammenpreßbare fasrige Pappe, insbesondere gummi- und/oder harzimprägnierte Pappe, gewebte und ungewebte Stoffe dar.
  • Es ist jedoch wichtig, daß die fasrigen Folien genügend Festigkeit aufweisen, und dort, wo diese Folien als Trägerfolien des Endproduktes dienen, müssen sie sich fest mit der feinporigen Plastikfolie binden lassen.
  • Weiterhin ist es wichtig, daß die fasrigen Folien den Temperatur- und Druckeinwirkungen während des Sinterns der Plastikkörnchen und des Verbindens mit der Folie mit der gesinterten Folie aus Plastikkörnchen standhalten.
  • Handelsübliches fasriges Folienmaterial, welches mit synthetischem Gummi imprägniert ist und wie es für billige Brandsohlen Verwendung findet, hat sich in den Stärken von 0,51 bis 0,53 mm zufriedenstellend bewährt.
  • Vorteilhafterweise wird auf der Oberfläche der fasrigen Folie ein Binder aufgebracht, welcher aus einer Schicht Harzmaterial bestehen kann, welche Wasserdampf und/oder Luft zwischen der feinporigen Folie und der fasrigen Folie hindurchläßt. Demzufolge sollte dieser Binder in Form eines dünnen, nicht gleichmäßig fortlaufenden Filmes auf das fasrige Material aufgebracht werden, oder er sollte entsprechende chemische Eigenschaften aufweisen, damit der Wasserdampf hindurchdringen kann.
  • Nicht gleichmäßig fortlaufende Filme oder Schichten des Binders können so hergestellt werden, indem der Binder mit Zwischenräumen z. B. als Streifen, Punkte oder in Partikelform aufgebracht wird.
  • Eine bevorzugte Methode zum Aufbringen der Binderschicht ist das Besprühen der fasrigen Folie mit einer wässerigen Lösung des Binders, vorteilhafterweise mit einem Latex, aus welcher anschließend das Wasser verdampft wird, so daß eine unzusammenhängende Schicht des Binders auf der Oberfläche der fasrigen Folie entsteht.
  • Eine mit 40 O/o festem Vinyl-Chlorid versetzte wäs- senge Emulsion von Latex hat sich für diesen Zweck zufriedenstellend bewährt, doch können auch andere Lösungen thermoplastischer Harze, welche Verbindungen mit Harzpartikeln eingehen, Verwendung finden.
  • Wasserdampfdurchlässige Binder enthalten Polyamidharze und die verschiedenen Polyelektrolytharze, beispielsweise Polyacrylate.
  • Der hier verwendete und geeignete Binder kann thermoaktiv oder druckempfindlich sein, und bei einem in unzusammenhängender Form aufgetragenem Binder kann dieser entweder aus wasserdampfdurchlässigem Material oder irgendeinem der bekannten Harz- oder Gummimaterialien bestehen, welche durch die Bedingungen, denen sie während des Sinter- und Binderprozesses unterworfen werden, Haftfähigkeit erhalten. Geeignete Binder sind demzufolge Naturgummizusammensetzungen, synthetische Harze, wie etwa Polystyrol, Polyvinyl-Chlorid und Copolymere des Vinylchlorids und beispielsweise Vinylazetats. Die Auswahl des jeweils geeigneten Binders für ein bestimmtes Anwendungsgebiet ist Sache des Fachmannes.
  • Eine Trägerfolie 10 geeigneter fasriger Art wird von der Rolle 16 abgewickelt und durch die aufeinanderfolgenden Herstellungsstufen mittels Transportrollen 18 und 20 gezogen, welche gegenläufig angetrieben und am Ende der Sinterungs- und Bindestufe angeordnet sind.
  • Von der Rolle 16 läuft die Folie zuerst über einen Tisch 22 unter einer Auftragsvorrichtung 24 hindurch, in welcher die Plastikkörnchen verteilt und zum erstenmal verdichtet werden. Diese Auftragsvorrichtung 24 besteht aus einem bodenlosen Kasten 26, dessen seitliche Unterkanten am Tisch 22 anfliegen. Die Unterkante 28 jedoch, welche am Eintrittsende liegt, weist vom Tisch 22 einen Abstand auf, so daß ein Schlitz entsteht, durch welchen die Trägerfolie 10 hindurchlaufen kann.
  • Ein Trichter30 enthält die Plastikkörnchen und ist oberhalb des Kastens 26 angeordnet. Am Ende des Trichters 30 befindet sich eine Zubringervorrichtung 32, welche Plastikkörnchen in regelbaren Mengen in den Kasten 26 und auf die durchlaufende Trägerfolie 10 innerhalb des Kastens 26 fördert.
  • Die Körnchen auf der Trägerfolie werden durch die Folie vorwärts bewegt und schichtförmig mit gewünschter Dicke durch eine Barre 34 verteilt. Die Barre 34 wird durch einen Träger 36 gehalten und kann mit einer Gewindestange 38 und einer Rändelmutter 40 senkrecht justiert werden.
  • Die Barre 34 regelt die Dicke der Schicht der darunter hindurchlaufenden Körnchen, und die Zubringervorrichtung32 wird so eingestellt, daß eine geringe Anhäufung von Körnchen vor der Barre 34 erfolgt, damit die Trägerfolie 10 gleichmäßig mit gewünschter Tiefe von Körnchen bedeckt ist.
  • Die Dicke der unterhalb der Barre 34 hindurchlaufenden Schicht wird so eingeregelt, daß eine leichte Anhäufung von Körnchen am Austrittsende des Kastens 26 erfolgt, bevor diese Plastikkörnchen der ersten Druckeinwirkung unterworfen werden.
  • Thermoplastische Harze, welche für diese Zwecke geeignet erscheinen, sind Vinylharze, Polyäthylen, Naturgummi und/oder die verschiedenen synthetischen Gummiarten, die verschiedenen Acrylharze oder andere in Wasser unlösliche thermoplastische Harze, sowohl natürlicher als auch synthetischer Zusammensetzung, welche entweder von Natur aus flexibel sind oder durch geeignete Beigaben flexibel gemacht werden.
  • Diese Materialien können entweder untereinander vermischt oder mit Füllstoffen, Weichmachern, Pigmenten oder Farbstoffen versetzt werden, wie dies zum Erhalt geeigneter elastischer Zusammensetzungen bekannt ist.
  • Verschiedene dieser Materialien, z. B. die Vinyl-Chlorid-Polymere, sind in Form sehr feiner Partikelchen erhältlich und für Sinterprozesse geeignet. Ein verfügbarer Kunststoff in körniger Form, welcher für die Herstellung eines feinporigen gesinterten Materials geeignet ist, besteht aus 66,53 Gewichtsteilen eines Copolymers von Vinylchlorid und Vinylacetat im Verhältnis von 95 : 5, 32,25 Gewichtsteilen seines verflüchtigenden Weichmachers, 0,64 Gewichtsteilen eines Farb- und Füllstoffes, 0,22 Gewichtsteilen eines handelsüblichen Netzmittels und 0,36 Gewichtsteilen eines Biphenol-Epichlorhydrin-Kondensats. Dieses Kondensat wirkt wie ein Wärmestabilisator für die Copolymere, und das Netzmittel soll das Hindurchdringen von Feuchtigkeit durch die feinporige gesinterte Folie begünstigen.
  • Wenn Harze in dieser Form nicht zur Verfügung stehen, ist es möglich, die Massen zum Erhalt der gewünschten Partikeln zu zerkleinern. Die an das Endprodukt gestellten Anforderungen bestimmen die Partikelgröße der zu sinternden Partikelchen. Bei Verwendung der beschriebenen plastischen Stoffe haben Teilchen von der Größenordnung den Vorzug, die ein Sieb mit einer Maschenweite von 0,59 noch passieren.
  • Die Schicht mit den Harzkörnchen wird durch die Trägerfolie 10 des formenden ersten Preßteiles 42 hindurchgeführt, welches sich quer über das Austrittsende des Kastens 26 erstreckt. Dieses Preßteil 42 ist ein starres Metallteil mit einer glatten Unterfläche 44, die mit einer leichten Neigung, beispielsweise von 100, gegenüber der Trägerfolie 10 angeordnet ist und gemeinsam eine Durchlaßöffnung mit sich ständig verringerndem Querschnitt bildet. Die Unterfläche 44 ist beispielsweise etwa 50 mm breit, so daß die an dem Kasten 26 anliegende Kante um etwa 11,3 mm weiter von der Trägerfolie entfernt ist als die entgegengesetzte Kante.
  • Entsprechend dem Abstand der Unterfläche 44 von der Trägerfolie kann die Dicke der Körnchen schicht an der Kante am Kasten 26 drei- bis achtmal größer sein als an der entgegengesetzten Kante. Die Verminderung der Dicke entspricht in weitem Umfang der Verminderung der Harzmenge, welche durch das Teil hindurchbewegt wird. Die Körnchenschicht wird jedoch etwas zusammengepreßt und dadurch vorhandene Hohlräume innerhalb der Schicht während des Durchganges unterhalb des Preßteiles 42 ausgefüllt. Das Preßteil 42 wird durch die Stange 46 gehalten, welche mittels einer Einstellmutter 50 am Träger 48 auf- und abbewegt werden kann.
  • Eine Deckfolie 52, für welche sich das gleiche Material eignet wie für die Trägerfolie 10, jedoch vorteilhafterweise an ihrer Oberfläche keinen Binder aufgetragen hat, wird von der Rolle 54 abgewickelt, läuft über die Rollen 56 und 58 und wird durch die Führungskante 60 einer Platte 62 gegen die obere Fläche der Schicht aus Harzkörnchen gepreßt.
  • Das aus der Trägerfolie 10, den Plastikkörnchen und der Deckfolie 52 bestehende Schichtmaterial wird zwischen den Platten 62 und 64 hindurchgezogen. Die Platten 62 und 64 werden mittels elektrischer Heizkörper 66 auf eine Temperatur zwischen 150 und 2050 C erhitzt, damit die erforderliche Hitze für das Sintern der Plastikkörnchen vorhanden ist. Die Platte 62 hat gegenüber der unteren Platte 64 an den beiden Führungskanten 60 und 68 einen größeren Abstand, als dies an den Auslaufkanten 70 und 72 der Platten 62 und 64 der Fall ist, damit die anfängliche Dicke der Schicht von Plastikkörnchen bis zur Dicke am Ende im Verhältnis 4 : 1 reduziert wird.
  • Je größer der Prozentsatz der Zusammenpressung ist, um so größer ist die Zunahme der Dicke und um so kleiner die Porosität.
  • Die Hitze der Heizplatten 62 und 64 muß durch die Folien 52 und 10 hindurchdringen, bevor die Temperatur der Plastikkörnchen so hoch ansteigt, daß die Körnchen unter dem einwirkenden Druck zu einer feinporigen Schicht zusammengesintert werden.
  • Da die Wärmemenge, welche durch die fasrige Deck- und Trägerfolie hindurchdringt, mit der Wärmemenge verglichen werden kann, welche in die Körnchenschicht eindringt, läßt sich eine örtliche Üb erhitzung der Körnchen an den Berührungsstellen der Deck- und Trägerfolie mit der Körnchenschicht verhindern. Außerdem sind die Deck- und Trägerfolien im Gegensatz zu Metallflächen etwas zusammenpreßbar. Diese Faktoren bewirken gemeinsam, daß eine übermäßige Abflachung und Verbreiterung der Körnchen auf der Oberfläche der Schicht aus Plastikkörnchen vermieden wird, wodurch die Porosität der Oberfläche der Plastikschicht erhalten bleibt.
  • Die Länge der erhitzten Platten 62 und 64 hängt ab vom Vorschub des Schichtmaterials, von der Temperatur der Platten, von der Dicke der Harzschicht, von der Dicke der Trägerfolie 10 und der Deckfolie 52 und von der Sintertemperatur des Harzes.
  • Bei Verwendung von Partikelchen eines copolymeren Vinylchlorids und Vinylacetats mit einer Schichtdicke von anfänglich 2,16 mm und einer Enddicke von 0,76 mm, wobei die Platten ungefähr auf 1750 C erhitzt waren, wurden ausgezeichnete Ergebnisse erzielt.
  • Trägt gemäß der bevorzugten Ausführungsform der Erfindung die Trägerfolie einen Binder auf der Oberfläche, so vereinigt die Erhitzung des Schichtmaterials zwischen den Heizplatten die gesinterte feinporige Schicht 14 aus Plastikmaterial mit der Trägerfolie 10 in fester Bindung.
  • Es wurde festgestellt, daß eine bessere Bindung im Zusammenhang mit der gewünschten Aufrechterhaltung der Porosität in der feinporigen Schicht 14 erreicht werden kann, wenn die Temperatur der unteren Platte 64, d. h. der Platte direkt unterhalb der Trägerfolie 10, welche den Binder trägt, etwas, und zwar um 8,5 bis 110 C, gegenüber der oberen Platte 62 erhöht wird.
  • Beispielsweise wird die untere Platte 64 auf ungefähr 1800 C erhitzt, während die obere Platte 62 nur auf etwa 1700 C aufgeheizt wird. Sind die Platten auf diese Temperaturen erhitzt, erreicht die Temperatur der unteren fasrigen Folie unterhalb des Harzes 120 bis 1450 C, während die Oberfläche der oberen fasrigen Folie über dem Harz etwa eine um 5,50 C niedrigere Temperatur aufweisen wird.
  • Das Schichtmaterial, bestehend aus der Trägerfolie 10, der feinporigen, gesinterten Plastikschicht 14 und der Deckfolie 52, wird sodann abgekühlt.
  • Dies erfolgt am besten zwischen kalten Platten 74, welche entsprechend der Dicke der Verbundmasse einen gegenseitigen Abstand aufweisen. Bei der gezeigten Vorrichtung werden beispielsweise die beiden Platten mittels hindurchgeführten Kühlwassers auf einer Temperatur von etwa 10 bis 180 C gehalten.
  • Nach den Kühlplatten 74 läuft das Schichtmaterial über die entgegengesetzt angetriebenen Rollen 18 und 20, welche das Schichtmaterial durch die verschiedenen Fabrikationsstufen ziehen. Nach dem Ablaufen von der zweiten Rolle 20 wird die Deckfolie 52 von der feinporigen Plastikschicht 14 abgezogen und auf einer Rolle 76 aufgewickelt. Die Trägerfolie 10 und die feinporige Harzschicht 14 haften fest aneinander und können gelagert werden.
  • Wenn bei der bevorzugten Ausführungsform die Deckfolie 52 aus dem gleichen Material hergestellt ist wie die Trägerfolie 10, kann die verwendete Deckfolie 52 auf einer Seite mit einem Binder versehen und anschließend bei der Herstellung weiterer Produkte als Trägerfolie verwendet werden.

Claims (8)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Herstellen geschichteten Folienmaterials aus einer fasrigen Trägerfolie und einer darüberliegenden Schicht feinporigen gesinterten Plastikmaterials, bei dem eine gleichmäßige Schicht eines körnigen, thermoplastischen Harzes auf der Trägerfolie verteilt und zusammen mit der Trägerfolie erhitzt wird und bei dem auf die Harzschicht während der Behandlung eine Abdeckschicht aufgebracht wird, d a d u r c h g e -k e n n z ei c h ne t, daß die aus elastischem, zusammenpreßbarem, fasrigem Material bestehende Abdeckschicht vor der Erhitzung auf die Harzkörnerschicht aufgebracht wird und daß das aus der Trägerfolie, den Harzkömern und der Abdeckschicht bestehende Gebilde zwischen an sich bekannten erhitzten Platten durchgeführt wird, deren Abstand, wie an sich bekannt, an der Eintrittsstelle im wesentlichen der Dicke des Schichtmaterials entspricht und sich nach der Austrittsseite hin erheblich verringert.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Abdeckschicht nach dem Durchlauf des Schichtmaterials zwischen den erhitzten Platten von der fasrigen Trägerfolie und der gesinterten Harzschicht abgezogen wird.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das gesinterte Schichtmaterial nach dem Durchlauf zwischen den erhitzten Platten, jedoch noch vor dem Abziehen der Abdeckschicht abgekühlt wird.
  4. 4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten auf eine Temperatur von 150 bis 2000 C erhitzt werden.
  5. 5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Platte höher erhitzt wird als die obere Platte.
  6. 6. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die fasrige Trägerfolie noch vor dem Aufbringen der Schicht aus thermoplastischen Harzkörnchen mit einem Bindemittel überzogen wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Bindemittel unzusammenhängend auf die Trägerfolie aufgebracht wird.
  8. 8. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß auf die Schicht aus Harzkörnchen noch vor dem Einführen zwischen die erhitzten Platten ein Druck ausgeübt wird.
DE1962R0033007 1962-06-27 1962-06-27 Verfahren zum Herstellen geschichteten Folienmaterials aus einer fasrigen Traegerfolie und einer darueberliegenden Schicht feinporigen gesinterten Plastikmaterials Pending DE1290708B (de)

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Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
GB871013A (en) * 1956-08-31 1961-06-21 British United Shoe Machinery Improvements in or relating to the production of microporous sheet material
AT216209B (de) * 1958-05-28 1961-07-10 Jungfer Akkumulatoren Vorrichtung zur kontinuierlichen Herstellung einer mikroporösen Kunststoffbahn

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