DE129737C - - Google Patents
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- DE129737C DE129737C DE1901129737D DE129737DD DE129737C DE 129737 C DE129737 C DE 129737C DE 1901129737 D DE1901129737 D DE 1901129737D DE 129737D D DE129737D D DE 129737DD DE 129737 C DE129737 C DE 129737C
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B01—PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
- B01D—SEPARATION
- B01D3/00—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping
- B01D3/08—Distillation or related exchange processes in which liquids are contacted with gaseous media, e.g. stripping in rotating vessels; Atomisation on rotating discs
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
129737 KLASSE 12«.'·
Zusatz zum Patente 112509 vom 26. Februar
Patentirt im Deutschen Reiche vom 28. März 1901 ab.
Längste Dauer: 25. Februar 1913.
Das Verfahren nach dem Hauptpatent bewirkt nicht nur eine rasche Abführung der durch
Erhitzung einer Flüssigkeit entstehenden Dämpfe, sondern es bewirkt auch eine sehr viel energischere
Verdampfung, als sie sonst den Verhältnissen entspräche, was jedenfalls von der angegebenen Wirkungsweise herrührt, welche
vor den Ventilatorflügeln auf die Flüssigkeitsoberfläche
einen Druck ausübt, während unmittelbar hinter den Ventilatorfiügeln eine ge- .
wisse Luftleere herrscht.
Es ist also nicht nur der fortwährend über die Flüssigkeit hinfegende Gasstrom, sondern
auch das fortwährende Pulsiren des Druckes, was die Menge der verdampften Flüssigkeit
erhöht. Diese Verdampffähigkeit ist so grofs, dafs die Heizfläche ihr nicht entsprechend gestaltet
werden kann, um eine der Verdampfung entsprechende Wärmezufübrung bewirken zu können.
Durch die bewirkte Verdampfung tritt eine Abkühlung der Flüssigkeit ein, und es ist im
allgemeinen nicht möglich, die Ummantelung des Centrifugalapparates so zu construiren, dafs
durch sie eine genügende Wärmezufuhr stattfindet, um die Flüssigkeit auf die Verdampfungstemperatur zu erhitzen und ihr die Verdampfungswärme noch zuzuführen.
Es besteht also in diesem Apparat ein mangelndes Gleichgewicht, insofern seine Verdampfungsfähigkeit, soweit sie durch die . Centrifugalwirkung
bedingt ist, die Verdampffähigkeit, soweit sie durch die Wärrhezuführung bedingt
ist, bei Weitem übertrifft.
Dies hat zu einer Ausgestaltung, des Verfahrens
geführt, welche in einer Combination der genannten Verdampfungsweise mit einer an sich bekannten Erhitzung und Verdampfung
von Flüssigkeiten besteht. -
Das neue Verfahren wird am leichtesten mit Rücksicht auf den verwendeten Apparat beschrieben.
Mit dem Centrifugalapparat, welcher zur Ausführung des im D. R. P. 112509 beschriebenen
Verfahrens dient, wird ein Verdampfapparat beliebiger Construction mit grofser Heizfläche
und starker Wärmezuführüng in folgender Weise verbunden. . . .
Aus dem < Flüssigkeitsraum . dieses Apparates
führt ein Rohr nach dem unteren Theil des Konus des Centrifugalapparates in der Weise,
dafs der Konus in die Flüssigkeit immer eintaucht und sie durch seine Drehung hochhebt.
Ein zweites Rohr führt aus dem Verdampfraum des ersten Apparates nach dem Zwischenraum
zwischen Mantel und rotirendetn Konus, so dafs die hier ausgeübte saugende Wirkung
die Dämpfe aus dem ersten Apparat wegnimmt.
Drittens führt ein Rohr von dem unteren Ende des Mantels nach dem ersten Apparat
zurück, um die nicht verdampfte Flüssigkeit ständig in den ersten Apparat zurückzuführen.
Aus dieser Combination ergiebt sich folgende eigentümliche Wirkungsweise.
In dem ersten Apparat wird die Flüssigkeit hoch erhitzt und zum Theil verdampft.
Die hoch erhitzte Flüssigkeit fliefst nach dem Centrifugalapparat ab, wird hier hochgehoben,
auf den Mantel des Apparates geschleudert, der zweckmä'fsig der Erhitzung durch die Abgase
des ersten Apparates ausgesetzt ist.
Die hoch erhitzte Flüssigkeit wird nun auf dem Mantel des Centrifugalapparates entsprechend
dem Verfahren des D. R. P. 112509 wirkungsvoll verdampft, d. h. es wird eine
weit stärkere Verdampfung erzielt, als wenn die Flüssigkeit in dem ersten Apparat geblieben
wäre, nicht nur infolge der allgemeinen Saugwirkung, die der Centrifugalapparat ausübt,
sondern eben infolge der geschilderten specifischen Wirkung der die Dämpfe abschälenden
Flügel.
Diese Verdampfwirkung wird in der Regel so stark sein, dafs eine merkliche Abkühlung
der Flüssigkeit stattfindet.
Die Menge der in den Centrifugalapparat beförderten Flüssigkeit wird so bemessen, dafs
eine vollständige Verdampfung nicht stattfinden kann, sondern ein erheblicher Theil der Flüssigkeit
in etwas abgekühltem Zustand wieder zurückfliefst.
Aufser dieser Verdampfung wird die Verdampfung in dem ersten Apparat noch durch
Absaugen der Dämpfe in den Centrifugalapparat begünstigt und hier wieder wirken diese Dämpfe
zum zweiten Male günstig auf das Verfahren ein, insofern sie die centrifugirte Gasmasse
vergröfsern und damit den Druck auf die mitbewegte Flüssigkeit und so deren Bewegung
begünstigen.
Es wird also durch den Centrifugalapparat auf den ersten Apparat eine dreifache Wirkung
ausgeübt.
Erstens wird ihm Flüssigkeit an einer Stelle entnommen und an einer anderen wieder theilweise
-zugeführt, so dafs hierdurch eine lebhafte Strömung stattfindet, welche die Wärmewirkung
der Heizgase erhöht.
Zweitens ist die zurückgelangende Flüssigkeit abgekühlt,, wodurch eine weitere Wärmeentnahme
.in dem ersten Apparat stattfindet, und drittens werden die Gase abgesaugt, hierdurch
ein Vacuum erzielt und infolge dessen die Verdampfungsfähigkeit erhöht.
Es kann also dieser Apparat. beliebig stark beheizt werden, ohne dafs irgend eine Gefahr
für die zu verdampfende Flüssigkeit eintritt, und seine Construction kann so gewählt werden,
wie sie unabhängig von der Verdampfung nur für die Erwärmung der Flüssigkeit mafsgebend
ist.
Es bildet so dieser Apparat gerade in dieser Richtung eine Ergänzung des Centrifugalapparates.
In ihm kann die Flüssigkeit eine gröfsere Wärme aufnehmen, als zweckmäfsig in ihm
zur Dampfbildung benutzt werden kann, und diese gröfsere Wärme wird in dem Centrifugalapparat,
der die gröfsere Verdampfungsfähigkeit hat, nutzbar gemacht.
Die Ansaugung von Dämpfen : durch einen Centrifugalapparat, sowie die Beförderung des
Umlaufs durch einen solchen sind an sich bekannte Vorgänge, welche hier in einer neuen
Zusammenstellung mit anderen Vorgängen auftreten.
Der Gesammtapparat hat hiernach eine ähnliche Wirkung wie die Doppel- und Dreifach-Verdampfapparate,
bei welchen die abgehenden Dämpfe des einen Apparates zur Beheizung des anderen benutzt werden.
In den beiliegenden Zeichnungen sind zwei Ausführungsformen solcher Apparate dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Ausführungsform im Längsschnitt,
Fig. 2 eine andere Ausführungsform im Längsschnitt,
Fig. 3 eine Seitenansicht, theilweise im Schnitt.
In Fig. ι ist der Kessel α mit directer Feuerung
versehen. Aus ihm führt das Flüssigkeitsrohr b in den unteren Theil des Centrifugalapparates
c, um welchen die Abgase durch den Raum d um den Mantel e herum streichen.
Das Rohr f dient zur Rückführung der vom Mantel e abströmenden Flüssigkeit, welche durch
den Flantsch g an dem Rückströmen in den unteren Apparattheil verhindert wird.
Das Rohr h reicht von dem Dampfraum des Kessels α nach dem Centrifugalapparat, wo
es oberhalb des Flüssigkeitsstandes mündet.
Die Wirkungsweise des Apparates ist nun folgende:
Die Flüssigkeit wird in α hoch erhitzt und
durch das Rohr b fiiefst ein Theil nach dem Centrifugalapparat über, wobei der Umlauf
durch den etwas geringeren Druck in dem Centrifugalapparat begünstigt wird; dort wird
die Flüssigkeit in bekannter Weise durch den sich drehenden Kegel hochgehoben, auf den
Mantel e geschleudert und bei dem Herablaufen auf demselben durch die Flügel k gemäfs dem
im D. R. P. 112509 beschriebenen Verfahren
verdampft.
Bei dem Herablaufen tritt eine weitere Wärmeaufnahme von den Abgasen ein, die
jedoch in der Regel nicht genügt, um die Abkühlung zu verhindern.
Die aus dem Centrifugalapparat durch das Rohr/ abfliefsende Flüssigkeit wird dementsprechend
nicht nur, weil sie gegenüber der Flüssigkeit in dem Kessel α etwas eingedickt
ist, sondern auch wegen ihrer geringeren Temperatur rasch nach unten sinken und zu einer
lebhafteren Wärmeentnahme in dem Gefäfs a beitragen.
Bei sehr starker Wirkung des Centrifugalapparates kann der Druck in ihm wirklich
niedriger sein wie in dem Kessel a, so dafs die Verdampfung in ihm. auch dadurch begünstigt
wird, dafs die in ihn einlaufende Flüssigkeit im Verha'ltnifs zu dem herrschenden Druck,
überhitzt ist.
Der sich in dem Gefäfs α bildende Dampf
wird durch das Rohr h abgesaugt und in dem Centrifugalapparat dem dort gebildeten Dampf
beigemischt und mit ihm abgeführt.
Bei der in den Fig. 2 und 3 dargestellten Construction ist eine Abänderung nur insofern
getroffen, als die ursprüngliche Beheizung durch Dampf stattfindet.
Der Kessel α wird von Dampfröhren m durchzögen, welche in Gruppen von Dampf von
verschiedener Temperatur getheilt sind. Ebenso wird der sich unmittelbar anschliefsende Centrifugalapparat
c durch einen Dampfmantel η beheizt. Hier entnimmt der Kegel des Cenlrifugalapparates
die Flüssigkeit unmittelbar an der Oberfläche des ersten Apparates α und läfst sie
unmittelbar in diesen zurücklaufen.
Um den Umlauf zu befördern, ist der Kessel a durch eingestellte Wände jp so abgetheilt, dafs
die bei q aus dem Gentrifugalapparat zurückströmende Flüssigkeit einen Zickzackweg nach
der Mitte des Apparates, wo die Entnahme durch den Centrifugalapparat stattfindet, ausführen
mufs.
Claims (2)
1. Verdampfungsverfahren nach D.R.P. 112509,
dadurch gekennzeichnet, dafs einerseits die zu verdampfende Flüssigkeit in einem Verdampfungsgefäfs
beliebiger Construction und starker Heizwirkung hoch erhitzt und event,
zum Theil verdampft wird und dafs andererseits die hoch erhitzte Flüssigkeit von dem
Centrifugalapparat angesaugt, in ihm nach dem Verfahren des D. R. P. 112509 theilweise
verdampft wird und der unverdampfte Rest in das erste Gefäfs zurückläuft, aus welchem der dort entstehende Dampf durch
die centrifugirende Wirkung des Centrifugalapparates abgesaugt wird.
2. Eine besondere Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dafs die Flüssigkeit in dem Centrifugalapparat durch die heftige Verdampfung unter die Temperatur des ersten
Verdampfungsgefäfses heruntergebracht wird, so dafs in diesem auch hierdurch der Umlauf
der Flüssigkeit verstärkt und eine gröfsere Wärmeentnahme stattfindet.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE112509T | 1898-02-26 | ||
| DE129737T | 1901-03-28 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE129737C true DE129737C (de) | 1902-04-15 |
Family
ID=34436158
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1901129737D Expired DE129737C (de) | 1898-02-26 | 1901-03-28 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE129737C (de) |
-
1901
- 1901-03-28 DE DE1901129737D patent/DE129737C/de not_active Expired
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