DE1299191B - Reversier-Sperrklinkenwerk - Google Patents

Reversier-Sperrklinkenwerk

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DE1299191B
DE1299191B DE1967N0030212 DEN0030212A DE1299191B DE 1299191 B DE1299191 B DE 1299191B DE 1967N0030212 DE1967N0030212 DE 1967N0030212 DE N0030212 A DEN0030212 A DE N0030212A DE 1299191 B DE1299191 B DE 1299191B
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DE
Germany
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ratchet wheel
pawls
ratchet
feed
pawl
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DE1967N0030212
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English (en)
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Koudelka Vladimir
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Naradi Narodni Podnik
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Naradi Narodni Podnik
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16HGEARING
    • F16H29/00Gearings for conveying rotary motion with intermittently-driving members, e.g. with freewheel action
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16DCOUPLINGS FOR TRANSMITTING ROTATION; CLUTCHES; BRAKES
    • F16D41/00Freewheels or freewheel clutches
    • F16D41/12Freewheels or freewheel clutches with hinged pawl co-operating with teeth, cogs, or the like
    • F16D41/16Freewheels or freewheel clutches with hinged pawl co-operating with teeth, cogs, or the like the action being reversible

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft ein Reversier-Sperrklinkenwerk, welches aus einem Klinkenrad mit einer beiderseits wirkenden Klinke besteht, welche als zylindrischer Körper mit einer in Klinkenlängsrichtung verlaufenden Aussparung, deren Längskanten zwischen die Zähne des Klinkenrades greifen, ausgebildet ist und die in einem das Klinkenrad umhüllenden Körper von einer der zylindrischen Klinkenform entsprechenden Form gelagert ist und an welche zu ihrer Rückstellung federnde Vorschubzapfen angreifen.
  • Bekannte Klinkenmechanismen können in Ausführungen unterteilt werden, die nur in einer Richtung eine Arretierung der Drehbewegung durchführen, und in Ausführungen, welche die Drehbewegung abwechselnd in der einen oder anderen Richtung besorgen. Mechanismen, welche die Drehbewegung nur in einer Richtung zulassen und die Arretierung nur in der entgegengesetzten Richtung ausführen, sind praktisch durch eine einzige klassische Art der Klinke gekennzeichnet, deren einzelne Ausführungen sich voneinander nur unbedeutend durch ihre Gestalt unterscheiden, die den besonderen Ansprüchen je nach der Anwendung entsprechen (Klinken mit oder ohne Zapfen, einfache oder mehrfache Klinken usw.). Von dieser bekannten Klinkentype sind meistens auch Ausführungen abgeleitet, bei welchen die Klinke in der Stirnverzahnung des Klinkenrades eingreift oder bei denen die Klinke durch einen Vorschubmechanismus betätigt wird, . welcher ihre Ausschaltung ermöglicht. Der Nachteil dieser Mechanismen besteht darin, daß die Drehbewegung bloß in einer Richtung verhindert werden kann, nicht aber in der entgegengesetzten Richtung.
  • Mechanismen, welche die Reversierung (Um- ; kehrung) der Wirkung der Arretierung ermöglichen, schließen sich in ihrer Anordnung und Gestaltung der Klinken direkt an die vorherbesagten Mechanismen an und bestehen im Prinzip aus zwei Sätzen von Klinken, die für den Eingriff nur in einer Richtung konstruiert sind, so daß für die eine Arretierrichtung der Drehbewegung sich stets nur ein Klinkensatz in Tätigkeit befindet, während der zweite Satz, der für die entgegengesetzte Richtung bestimmt ist, durch einen Hilfsmechanismus aus der Tätigkeit ausgeschaltet wird. Solche Lösungen haben verschiedene Nachteile, wie doppelte Anzahl von Klinken und damit höhere Störungsmöglichkeiten, höhere Herstellungskosten, Kompliziertheit der ganzen Einrichtung und geringe Lebensdauer, sofern es sich um ein Arbeiten im Schwerbetrieb handelt (z. B. im Grubenbetrieb bei Bohrhämmern, wo die klassische Gestalt der Klinken eine robuste Ausführung nicht zuläßt), sowie auch die Tatsache, daß die Klinken aus einem hochwertigen Werkstoff hergestellt werden müssen und oft ein kompliziertes Profil besitzen und schließlich auch der Umstand, daß bei dem Zusammenbau des Mechanismus eine höhere Sorgfalt nötig ist (besonders dort, wo die beiden Klinkensätze unterschiedliche Gestalt haben).
  • Bekannt ist auch ein Reversier-Sperrklinkenwerk, welches aus einem Klinkenrad mit einer beiderseits wirkenden Klinke besteht, welche als zylindrischer Körper mit einer in Klinkenlängsrichtung verlaufenden Ausnehmung, deren Längskanten zwischen die Zähne des Klinkenrades greifen, ausgebildet ist und die in einem das Klinkenrad umhüllenden Körper von einer der zylindrischen Klinkenform entsprechenden Form gelagert ist und an welche zu ihrer Rückstellung federnde Vorschubzapfen angreifen. Die zylindrische Sperrklinke weist außer der Ausnehmung, deren Längskanten in. das Klinkenrad eingreifen, noch zwei weitere Ausnehmungen auf, in welche je nach der gewünschten Sperrichtung ein Vorschubzapfen eingreift. Diese Ausnehmungen haben eine größere Weite als die abgerundete Oberkante des Vorschubzapfens. Dieser Vorschubzapfen drückt die Klinke immer wieder in die gleiche Winkelstellung zurück. Hier ist der Klinkenkörper infolge der kompliziert geformten Aussparung nicht leicht herstellbar. Bei dem unvermeidlichen Abrieb der Klinkenflanken verschlechtert sich der Eingriff der Klinke in die Zähne des Klinkenrades, weil die Winkelstellung der Klinke immer wieder den gleichen Wert annimmt. Dadurch wird auch die Sicherheit der Wirkung des Sperrklinkengetriebes mit zunehmendem Abrieb schlechter.
  • Eine Klinke, welche eine zyhndersegmentförmige Aussparung aufweist, ist bei einem Umlaufrädergetriebe bekanntgeworden, welches einstellbare, nicht reversierbare Schaltwerke aufweist, die zur Regelung der Umdrehungszahl an einem Umlaufrädergetriebe ohne Verschlechterung des mechanischen Wirkungsgrades durch Bremsen dienen. Hier weist die Klinke dieselbe Breite wie das Schaltrad auf und ist auf einer Welle gelagert, welche die Arbeitsmittel zur Rückstellung der Klinke trägt. Auch hier ist es so, daß der Eingriff der Klinke in die Zähne des Klinkenrades sich bei Abnutzung der Klinke ständig verschlechtert.
  • Weiter ist ein Reversier-Sperrklinkenwerk bekanntgeworden, bei welchem die einzelnen Klinken die Form eines Flacheisens aufweisen, bei welchem zu beiden Seiten für die Lagerung zylindrische Teile vorgesehen sind. Diese Klinke trägt auf der dem Klinkenrad zugewandten Seite eine Nase, welche für die einwandfreie Funktion notwendig ist. Durch eine Verschwenkung der Vorschubzapfen gegenüber der Klinke ist eine Reversiermöglichkeit geschaffen.
  • Bei dem Klinkenmechanismus der vorliegenden Erfindung werden die angeführten Nachteile beseitigt. Es ist die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einfachen und billigen Klinkenmechanismus zu schaffen, welcher trotz des unvermeidlichen Abriebes immer gleich gut in das Klinkenrad eingreift und daher immer mit gleicher Sicherheit die Sperrung erreicht.
  • Die Erfindung besteht darin, daß, wie an sich bekannt, auf dem Zapfen des Klinkenrades gleichachsig eine die Vorschubzapfen radial lagernde Verstellscheibe angeordnet ist, daß die Aussparung in der Klinke, wie weiterhin an sich bekannt, zylindersegmentförmig ausgebildet ist und daß die Vorschubzapfen an dieser zylindersegmentförmigen Aussparung angreifen.
  • Diese Ausführung des Reversier-Sperrklinkenwerkes verbürgt auch trotz des unvermeidlichen Abriebes immer einen gleich guten Eingriff der Klinke in das Klinkenrad. Denn durch die besondere Gestaltung der Klinke ändert sich die Form der in das Klinkenrad eingreifenden Längskante nicht. Durch die besondere Lagerung des Vorschubzapfens wird erreicht, daß sich mit zunehmender Abnutzung die Klinke um einen größeren Winkel verdreht und so immer gleich gut in das Klinkenrad eingreift. Hierbei greifen die Vorschubzapfen an der Seite der zylindersegmentförmigen Ausnehmung an, und zwar an der Seite, welche der in das Klinkenrad eingreifenden Längskante abgelegen ist.
  • Die Vorschubzapfen können in an sich bekannter Weise mit Hilfe von Spiralfedern den notwendigen Anpreßdruck erhalten. Spiralfedern weisen jedoch den Nachteil auf, daß sie mit der Zeit einer Ermüdung unterliegen. Sie weisen den weiteren Nachteil auf, daß die Größe des Druckes auf die Klinke von der Länge der Spiralfeder abhängig ist. Diese Nachteile lassen sich dadurch vermeiden, daß die Vorschubzapfen als Druckluftkolben ausgebildet sind. Bildet man in dieser Weise die Vorschubzapfen aus, so wird in besonders guter Weise erreicht, daß trotz des unvermeidlichen Abriebes die Klinke immer gleich gut in das Klinkenrad eingreift und daher immer mit gleicher Sicherheit die Sperrung erreicht.
  • Ein Ausführungsbeispiel ist in den Figuren dargestellt. Es zeigt F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Einrichtung, F i g. 2 einen Querschnitt nach Linie B-B in F i g. 1, F i g. 3 einen teilweisen Querschnitt nach Linie A-A in F i g. 1, F i g. 4 einen teilweisen Querschnitt nach Linie B-B in F i g.1, F i g. 5 einen teilweisen Querschnitt nach Linie A-A in F i g. 1 bei der entgegengesetzten Lage des Vorschubzapfens, F i g. 6 einen teilweisen Querschnitt nach Linie B-B in F i g. 1, ebenfalls bei der entgegengesetzten Lage des Vorschubzapfens, F i g. 7 eine axonometrische Ansicht auf die Klinke, F i g. 8 einen Querschnitt analog der F i g. 2.
  • Der Körper 1 der Klinkeneinrichtung ist durch Schrauben 2, 3 zwischen zwei Stirnen 4, 5 eingespannt, welche den Zweck haben, das axiale Spiel der Innenteile der Einrichtung zu begrenzen und eine Führung für einen Schraubenmitnehmer zu bilden, welcher gleichzeitig als Zapfenteil 6 des Klinkenrades 7 mit Zähnen 7 a im Innern des Körpers 1 dient. In der ganzen Breite des Körpers 1 sind in der inneren zylindrischen Fläche Aussparungen in Form eines unvollständigen Zylinders ausgebildet, die als Lagerungen 8 für die drehbar gelagerten Klinken 9 ebenfalls in Form eines unvollständigen Zylinders (F i g. 7) dienen, welche Zylinder der Form der Lager 8 entsprechen. Auf dem Zapfenteil 6 des Klinkenrades 7 ist zwischen dem Klinkenrad 7 und der Stirn 4 gleichachsig mit dem Klinkenrad 7 drehbar und einstellbar eine ringförmige Verstellscheibe 10 angeordnet, die sich an die Stirnseite des Klinkenrades 7 anlehnt und in welcher radiale Bohrungen 10 a für die Vorschubzapfen 11 angeordnet sind, die in der Richtung von der Mitte der Verstellscheibe 10 gegen die zylindrischen Aussparungen 9 a verdrängt werden, welche Aussparungen in der ganzen Länge der Klinken 9 verlaufen und durch die Längskanten 9 b und 9 c begrenzt sind. Die Vorschubzapfen 11 sind mit ihren abgerundeten Stirnflächen 11 a gegen jene Teile der zylindrischen Aussparungen 9 a abgestützt, die auf den dem Klinkenrad 7 abgewendeten Enden der Klinken 9 vorgesehen sind. Zum Einstellen der Verstellscheibe 10 durch Verdrehung ist an der dem Klinkenrad 7 abgewandten Stirnfläche ein Einstellhebel 12 angeordnet, dessen Endlagen 12 a und 12 b durch zugehörige Anschläge in der Stirnwand 4 bestimmt sind und den Einwirkungsstellen der Vorschubzapfen 11 auf die Aussparungen 9 a der Klinken 9 in der Nähe der Kanten 9 b bzw. 9 c entsprechen, wobei zum Einstellen der Verstellscheibe 10 in die besagten Endlagen 12 a und 12 b außerhalb der Verstellscheibe 10 in der Stirnwand feste Anschläge vorgesehen sind, welche mittels des Einstellhebels 12 die Verstellscheibe 10 gegen Verdrehung in bezug auf den Körper sichern. Auf dem Umfang der Verstellscheibe 10 sind in ihrer ganzen Breite Ausnehmungen 13 a und 13 b ausgeführt, die symmetrisch zu den Achsen der Vorschubzapfen 11 liegen und größer sind als die Zahnlücken des Klinkenrades 7, in welche die Klinken 9 mit ihren Kanten 9 b bzw. 9 c einschnappen, wobei zwischen den Teilen dieser Kanten 9 b bzw. 9 c, welche in die Aussparungen 13 a bzw. 13 b der Verstellscheibe 10 eingreifen, und diesen Aussparungen 13 a,13 b ein Spiel besteht. Die Länge der Vorschubzapfen 11 sowie die Tiefe der Bohrung 10 a in der Verstellscheibe 10 ist so bemessen, daß bei einer maximalen Verschiebung der Vorschubzapfen 11 die Klinke 9, welche infolge der Abdrückung der Kante 9 b durch den Kopf des Zahnes 7 a verdreht wurde, mit ihrer Kante 9 c in die Zahnlücke 14 zwischen den Zähnen 7 a nicht eingreift, und umgekehrt. Um die nötige Verschiebung der Vorschubzapfen 11 zu ermöglichen, sind in dem Körper 1 der Klinkeneinrichtung Aussparungen 15 entlang der ganzen Breite der Verstellscheibe 10 und symmetrisch zu den Achsen der Lager der Klinken 9 beiderseits und in der Form eines Zylinderabschnittes vorgesehen. Für die Zuführung von Druckluft sind die Hohlräume 10 a unterhalb der Vorschubzapfen 11 durch radiale Kanäle 16 - die in eine Ringnut 17 auf der zylindrischen Innenfläche der Reversationsscheibe 10 einmünden - mit einem radialen Kanal 18 in dem Zapfenteil 6 der Klinke 7 verbunden, wobei der Kanal 18 in den ringförmigen Raum 19 führt, welcher zwischen der Ausweitung der Längsbohrung in dem besagten Zapfenteil 6 und dem Spülrohr 20, welches durch diese Bohrung geht, vorgesehen ist. Dieser ringförmige Raum 19 steht durch den radialen Kanal 21 auf der anderen Seite des Zapfenteils 6 der Klinke 7 und durch die anliegende Ringnut 22 auf der zylindrischen Innenfläche der Stirn 5 mit den Kanälen 23 in Verbindung, welche an die Zuleitung der Druckluft angeschlossen sind. Zur Abführung der Luft aus dem Innenraum der Klinkeneinrichtung, die sich hier durch die Undichtheiten in der Führung der Vorschubzapfen und in dem Spiel zwischen der Verstellscheibe 10 und dem Zapfenteil 6 der Klinke 7 ansammeln könnte, steht dieser Innenraum mit der Atmosphäre durch einen Entlüftungskanal 24 in der Nähe der Zähne 7 a des Klinkenrades 7 in Verbindung.
  • Mit der Klinkeneinrichtung wird wie folgt gearbeitet: Die Verstellscheibe 10 wird mittels des Einstellhebels 12 gegen den Uhrzeigersinn (nach links) in die Lage 12 a verdreht, wie es in den F i g. 2 und 4 dargestellt ist, so daß die Vorschubzapfen 11 sich in der linken Endlage befinden und mit ihren abgerundeten Stirnflächen 11 a sich gegen die zylindrischen Aussparungen 9 a der Klinken 9 in der Nähe ihrer Kanten 9 b stützen. Da die Klinken 9 sich in ihren Lagern um ihre eigene Achse verdrehen können, wird die unterhalb der Vorschubzapfen 11 zugeführte Druckluft das Hinausschieben der abgerundeten Stirnflächen 11 a bewirken und dadurch das Abdrücken der Kanten 9 b der Klinken 9 außerhalb der Reichweite der Zahnköpfe 7 a des Klinkenrades 7 herbeiführen, so daß die Kanten 9 c in die Zahnlücken 14 eingedrückt werden. Wenn nun bei dieser Einstellung der Verstellscheibe 10 auf den Zapfenteil 6 und somit auch auf das Klinkenrad 7 eine Drehkraft im Sinne der Uhrzeiger wirkt (bezeichnet mit dem Buchstaben P), so gleiten die Köpfe der Zähne 7 a auf den zylindrischen Aussparungen 9 a der Klinken 9, wodurch die Kanten 9 c der Klinken 9 weggedrückt werden und die Klinken 9 sich gegen den Uhrzeigersinn verdrehen. Die zylindrischen Aussparungen 9 a und Kanten 9 b der Klinken 9 drücken infolgedessen die Vorschubzapfen 11 in die Bohrungen 10 a in der Verstellscheibe 10 so lange ein, bis die Köpfe 7 a der Zähne 7 über die Kanten 9 c der Klinken 9 wegkommen. Nach dem übergang der Zahnköpfe 7 a über diese Kanten 9 c beginnen die Vorschubzapfen 11- auf welche von unten unaufhörlich die Druckluft in den Bohrungen 10 a einwirkt - durch ihre abgerundeten Stirnflächen 11 a die Kanten 9 b der Klinken 9 wegzudrücken, so daß die Klinken 9 sich im Uhrzeigersinn zurückverdrehen und mit ihren Kanten 9 c in die weiteren Zahnlücken 14 einschnappen. Sobald auf den Zapfenteil 6 und somit auch auf das Klinkenrad 7 eine Drehkraft in der entgegengesetzten Richtung (bezeichnet mit Buchstabe L) einzuwirken beginnt, stützen sich die Zahnflanken 7 a des Klinkenrades 7 auf die äußeren Zylinderflächen der Klinken 9 bei der Kante 9 c. Die resultierende Kraft wird in der Richtung gegen die Mittelpunkte der Klinken 9 übertragen und verteilt sich auf ihren ganzen äußeren Flächen, die mit den Lagern 8 im Körper 1 in Berührung sind. Nachdem die Kraftreaktion gegen die Mittelpunkte der Klinken 9 gerichtet ist, sind die Klinken 9 selbsthemmend und können sich nicht so verdrehen, daß die Kanten 9 c von dem Klinkenrad 7 abgeschwenkt würden und eine Verdrehung desselben in einer unerwünschten Richtung (d. h. in der Richtung L) ermöglichen könnten. Die Klinken 9 in dieser Lage halten außerdem die Vorschubzapfen 11 fest, durch welche die Kanten 9 b von dem Klinkenrad 7 weggedrückt werden. Die Klinken 9 gestatten daher die Verdrehung des Klinkenrades 7 in der Richtung P, aber blockieren verläßlich die Verdrehung des Klinkenrades 7 in umgekehrter Richtung (L).
  • Falls aber die Verstellscheibe 10 mit Hilfe des Einstellhebels 12 in die Lage 12 b gebracht wird, rutschen die Vorschubzapfen mit ihren abgerundeten Stirnflächen 11 a über die zylindrischen Aussparungen 9 a in die Lage nahe den Kanten 9 c der Klinken 9 (F i g. 6). Infolgedessen beginnt die Abdrückkraft der Vorschubzapfen 11 über einem bestimmten Hebelarm auf die Achsen der Klinken 9 einzuwirken und verdreht die Klinken 9 um ihre eigene Achse so, daß ihre Kanten 9 b in die Zahnlücken 14 eingedrückt werden, wodurch analog, jedoch in umgekehrter Richtung, die Funktion der ganzen Klinkeneinrichtung ermöglicht wird, wie es oben beschrieben wurde, d. h.,. die Verdrehung des Klinkenrades 7 erfolgt in der Richtung L und das Blockieren in der Richtung P. Die Tätigkeit der Klinken 9 deckt sich in diesem Falle mit der bereits beschriebenen Tätigkeit, nur mit dem Unterschied, daß die Klinken 9 in die Zahnlücken nicht mit Kanten 9 c, sondern mit Kanten 9 b eingreifen. Der Grund dafür liegt in dem Umstand; daß sämtliche Funktionselemente symmetrisch ausgeführt sind (Klinken 9, ihre Lager 8, Vorschubzapfen 11, Zähne 7 a des Klinkenrades 7, Verstellscheibe 10, Aussparungen 13 a, 13 b). Für den Fall, daß die Klinken 9 sich in ihren Lagern infolge Verschmutzung oder aus einem anderen Grund festfressen sollten, werden die Klinken 9 beim Verstellen (Reversieren) der Verstellscheibe 10 nicht nur durch die Einwirkung der Andrückkraft der Vorschubzapfen 11, sondern auch dadurch verdreht, daß die Kanten 13 a oder 13 b der Aussparungen in der Verstellscheibe 10 (je nach der vorherigen Einstellung) beim Verdrehen der Verstellscheiben 10 in Berührung mit den zylindrischen Aussparungen 9 a der Klinken 9 kommen und auf jene Teile der besagten Aussparungen 9 a drücken, die sich in der Nähe entweder der Kanten 9 b oder der Kanten 9 c in der Bewegungsrichtung des Einstellhebels 12 befinden. Dadurch wird das Festfressen zum Teil gelockert, und die Vorschubzapfen 11 kommen unter die Kanten 9 b oder 9 c der Klinken je nach der vorherigen Einstellung der Verstellscheibe 10. Sodann kann schon die oben beschriebene Tätigkeit der Klinken 9 wieder zustande kommen.
  • An Stelle von Druckluft, die auf die Vorschubzapfen 11 Andrückkräfte ausübt, kann man Spiralfedern 25 anwenden, die im Innern der Bohrungen 10 a der Verstellscheibe 10 angeordnet sind (F i g. 8). Bei dieser Lösung entfallen dann sämtliche Druckluftleitungen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Reversier-Sperrklinkenwerk, welches aus einem Klinkenrad mit einer beiderseits wirkenden Klinke besteht, welche als zylindrischer Körper mit einer in Klinkenlängsrichtung verlaufenden Aussparung, deren Längskanten zwischen die Zähne des Klinkenrades greifen, ausgebildet ist und die in einem das Klinkenrad umhüllenden Körper von einer der zylindrischen Klinkenform entsprechenden Form gelagert ist und an welche zu ihrer Rückstellung federnde Vorschubzapfen angreifen, dadurch gekennzeichnet, daß, wie an sich bekannt, auf dem Zapfen (6) des Klinkenrades (7) gleichachsig eine die Vorschubzapfen (11) radial lagernde Verstellscheibe (10) angeordnet ist, daß die Aussparung (9a) in der Klinke (9), wie weiterhin an sich bekannt, zylindersegmentförmig ausgebildet ist und daß die Vorschubzapfen (11) an dieser zylindersegmentförmigen Aussparung (9 a) angreifen.
  2. 2. Reversier-Sperrklinkenwerk nachAnspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorschubzapfen (11) als Druckluftkolben ausgebildet sind.
DE1967N0030212 1966-03-23 1967-03-22 Reversier-Sperrklinkenwerk Pending DE1299191B (de)

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