DE1299408B - Vorrichtung zum Einfuehren eines Schlauchrohlings aus einer vulkanisierbaren Kautschukmischung in einen Gewebeschlauchrohling zur Herstellung eines Gewebeschlauchs mit einer Innenschicht aus Gummi - Google Patents
Vorrichtung zum Einfuehren eines Schlauchrohlings aus einer vulkanisierbaren Kautschukmischung in einen Gewebeschlauchrohling zur Herstellung eines Gewebeschlauchs mit einer Innenschicht aus GummiInfo
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Description
- Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einführen eines Schlauchrohlings aus einer vulkanisierbaren, insbesondere halbvulkanisierten Kautschukmischung in einen Gewebeschlauchrohling zur Herstellung eines Gewebeschlauchs mit einer Innenschicht aus Gummi.
- Innen gummierte, gewebte Schläuche werden in bekannter Weise so hergestellt, daß ein Schlauchrohling aus einer Natur- oder Kunstkautschukmischung in der gewünschten Abmessung des fertigen Schlauchs auf einer Spritzmaschine gespritzt und dann in einem Kessel mit Wasserdampf anvulkanisiert wird. Auf diesen anvulkanisierten Schlauchrohling wird in seiner gesamten Länge auf der Außenseite eine Klebschicht zur Herstellung einer innigen Verbindung mit einem Gewebeschlauchrohling aufgebracht.
- Auch ist es bekannt, den gespritzten, vulkanisierbaren Schlauchrohling nur auf seiner Innenseite anzuvulkanisieren, um dem Schlauchrohling die für die weitere Verarbeitung notwendige Festigkeit zu verleihen. Die Außenschicht bleibt hierbei unvulkanisiert und ermöglicht die zuverlässige Verbindung beider Schlauchrohlinge.
- Es ist weiter bekannt, das Entlüften eines aus Kautschukmischung und Gewebe bestehenden Rohlings während der Vulkanisation dadurch zu erleichtern, daß der Rohling vor der Vulkanisation durch Nadelwalzen mit Punktierlöchern versehen wird.
- Sowohl bei der Verwendung eines zusätzlichen Klebemittels als auch bei Verwendung eines Schlauchrohlings, der nur zum Teil vulkanisiert ist, ist die Außenseite des SchIauchrohlings, der beachtliche Längen aufweist, beim Hindurchziehen durch den Gewebeschlauchrohling beachtlichen Reibungskräften ausgesetzt, die große Zugkräfte erforderlich machen, welche zu einer allzu großen Dehnung des Schlauchrohlings und möglicherweise zu einem Reißen desselben führen können.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das Einführen eines Schlauchrohlings aus einer vulkanisierbaren, insbesondere halbvulkanisierten Kautschukmischung in einen Gewebeschlauchrohling zu erleichtern.
- Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch einen in seiner Längsrichtung offenen hohlen Dorn für den darin einzulegenden Schlauchrohling, dessen Außenabmessung wesentlich kleiner als der Durchmesser des Schlauchrohlings ist, gelöst.
- Ein solcher Dorn ermöglicht es, den in gewisser Hinsicht klebrigen, noch nicht ausvulkanisierten Schlauchrohling großer Länge in einen Gewebeschlauchrohling einzuführen, in dem der Schlauchrohling in gefaltetem Zustand längs der gesamten Länge des Dorns durch die Öffnung in diesen eingelegt und zusammen mit dem Dorn in den Gewebeschlauchrohling eingeführt wird. Der in seiner Längsrichtung offene hohle Dorn ist vor allen Dingen deshalb in seinem Außendurchmesser kleiner als der Durchmesser des Schlauchrohlings, um die zusätzliche Einführung eines Kalibrierdorns für den Gewebeschlauchrohling zu ermöglichen, auf den der Gewebeschlauchrohling aufgeschrumpft wird. Außerdem besteht ein wesentlicher Vorteil des geringen Durchmessers des Dorns darin, daß der Schlauchrohling nur in zusammengefaltetem Zustand eingelegt werden kann, was zu einem gewissen Verklemmen des Schlauchrohlings innerhalb des Dorns führt, wo- durch ein Herausfallen des Schlauchrohlings aus dem offenen Dorn vermieden wird.
- Gemäß einer vorteilhaften weiteren Ausgestaltung derErfindung nimmt die inLängsrichtungverlaufende öffnung des hohlen Dorns nur einen geringen Teil des Umfangsmantels des Dorns ein und ist durchnach innen gebördelte Kanten begrenzt.
- Durch die schmale Öffnung, die bis zu 450 des Umfangs des Dorns betragen kann, ist in Verbindung mit den nach einwärts gebördelten Kanten ein Herausfallen des eingelegten Schlauchrohlings mit Sicherheit vermieden.
- Die Vorrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine schematische Ansicht einer Anlage zur Herstellung von innen gummierten Gewebeschläuchen, bei der die Vorrichtung zur Anwendung kommt, Fig. 2 bis 4 Querschnitte durch die die Anlage durchlaufenden Schlauchrohlinge in verschiedenen Fertigungsstufen entsprechend den Schnittlinien 2-2, 3-3 und 4-4inFig. 1.
- Die nachfolgende Beschreibung bezieht sich auf die Herstellung eines Gewebeschlauchs mit einer Innenschicht aus Gummi auf der Anlage gemäß F i g. 1.
- Der dargestellte Gewebeschlauchrohling 12 besteht aus gewebten oder geklöppelten Polyesterfäden von hoher Zugfestigkeit oder einem ähnlichen Kunststoff, einem in das Innere des Gewebeschlauchrohlings eingelegten Schlauchrohling 11 aus einer vulkanisierbaren, insbesondere halbvulkanisierten Kautschukmischung und einem Deckmantel 21 für den Gewebeschlauch aus natürlichem oder synthetischem Kautschuk oder aus einer Kautschukmischung, die mit einem dünnen Überzug aus thermoplastischem Kunstharz beschichtet ist.
- Im Innern weist der Gewebeschlauchrohling 12 als Auskleidung den Schlauchrohling 11 auf, der mit dem Gewebeschlauchrohling 12 verbunden ist, und zwar an voneinander distanzierten Parallelstreifen, an denen er zu diesem Zweck mit Streifen 22 aus vulkanisierbarem Kautschuk versehen ist. Im übrigen hat der innere Schlauchrohling 11 keinerlei Verbindung mit dem Gewebeschlauchrohling 12.
- Bei der Herstellung des Gewebeschlauchs findet ein in seiner Längsrichtung offener hohler Dorn 10 Verwendung, wie er in F i g. 2 dargestellt ist. Der Dorn 10 ist in Höhe des Gewebeschlauchrohlingsinneren gelagert, und in ihn wird ein Schlauchrohling 11 aus halbvulkanisierter Kautschukmischung eingelegt, der ein Paar in Umfangsrichtung weit voneinander distanzierter Streifen 22 aus vulkanisierbarem Kautschuk aufweist. Die Streifen 22 dienen späterhin dazu, den Schlauchrohiing 11 mit dem Gewebeschlauchrohling 12 zu verbinden. Der Schlauchrohling 11 wird von einer Haspel in passenden Abschnitten (z. B. von 25 bis 30 Meter) abgezogen. Der Gewebeschlauchrohling 12 wird in gleicher Weise, wie dargestellt, von einer Haspel abgewickelt und über die Außenfläche des Dorns 10 gezogen, so daß er den im zusammengefaltetem Zustand darinliegenden Schlauchrohling 11 umgibt.
- Der Dorn 10 fluchtet, wie in den F i g. 3 und 4 dargestellt, mit einem Hohlzylinder-Kalibrierdorn 13 von kreisförmigem Querschnitt so, daß er in seinem Innern den noch im zusammengefalteten Zustand befindlichen Schlauchrohling 11 und außen den Gewebeschlauchrohling 12 aufnimmt. Wie aus dem zweiten Abschnitt der F i g. 1 ersichtlich ist, ist der Gewebeschlauchrohling über dem Kalibrierdorn 13 balgartig gefaltet, um an dieser Stelle einen Längenvorrat zu bilden, der dann im weiteren Verlauf der Herstellung zur Verfügung steht.
- Von dem Kalibrierdorn 13 getragen, wird der Gewebeschlauchrohling 12 durch einen Ofen 14 geführt, wo er so stark erhitzt wird, daß er auf den Kalibrierdorn 13 aufschrumpft und dabei seinen endgültigen Durchmesser erhält. Wenn die Fäden des Gewebeschlauchrohlings aus Polyester bestehen, beträgt die Temperatur für diesen Verfahrensschritt etwa 100 bis 1600 C.
- Nach dem Durchgang durch den Ofen 14 erhält der noch über dem Kalibrierdorn 13 befindliche Gewebeschlauchrohling auf seiner Außenoberfiäche einen dünnen Überzug aus Kautschuklösung, indem er, wie im zweiten Abschnitt der Fig. 1 gezeigt, durch den Kautschuklösungstank 15 hindurchgeführt wird.
- Der aufgeschrumpfte und mit Kautschuklösung überzogene Gewebeschlauchrohling 12 - immer noch auf dem Kalibrierdorn 13 - wird dann durch eine Umpressungsdüse 16 gezogen, wo der verhältnismäßig dicke Deckmantel 21 aus Kautschuk oder einem anderen Elastomer auf seine Außenoberfläche aufgebracht wird. Hierbei kann auf den Deckmantel 21 jedes gewünschte Muster mit aufgeformt werden.
- Nach dem Durchlauf durch die Düse 16 wird der vorgeformte Gewebeschlauchrohling - immer noch auf dem Kalibrierdorn 13 - zwischen einem Paar Punktierrollen 17 hindurchgeführt.
- Der vorgeformte Gewebeschlauchrohling wird nun vom Ende des Kalibrierdorns 13 mit Hilfe eines Paars von umlaufenden Raupen-Zugbändern 18 abgezogen und flachgedrückt, nachdem vorher der Dorn 10 herausgezogen wurde. Der Schlauchrohling 11 bleibt bis zu dieser Herstellungsphase und auch noch weiterhin in seinem zusammengefalteten Zustand.
- Nach dem Verlassen eines Behälters 19, der eine Kühlflüssigkeit enthält, kommt der flache Schlauchrohling auf einen Vulkanisiertisch 20 zu liegen, und es wird Dampf von etwa 1460 C und entsprechendem Druck in das Innere des Schlauchrohlings 11 gegeben, wodurch dieser aufgebläht und in innige Berührung gegen die Innenfläche des Gewebeschlauchrohlings gepreßt wird. Dabei werden auch die von dem Gewebeschlauchrohling 12 getragenen Streifen 22 mit diesem in innige Berührung gebracht. Hierbei werden dann auch alle elastomeren Anteile des Schlauchs völlig durchvulkanisiert bzw. vernetzt.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Einführen eines Schlauchrohlings aus einer vulkanisierbaren, insbesondere halbvulkanisierten Kautschukmischung in einen Gewebeschl auchrohling zur Herstellung eines Gewebeschlauchs mit einer Innenschicht aus Gummi, gekennzeichnet durch einen in seiner Längsrichtung offenen hohlen Dorn (10) für den darin einzulegenden Schlauchrohling (11), dessen Außenabmessung wesentlich kleiner als der Durchmesser des Schlauchrohlings (11) ist.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die in Längsrichtung verlaufende Öffnung des hohlen Dornes (10) nur einen geringen Teil des Umfangsmantels des Dorns (10) einnimmt und durch nach innen gebördelte Kanten begrenzt ist.
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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