-
Die Erfindung betrifft einen Konverter zur Stahlerzeugung mit losem
Tragring und auf diesem ruhenden Tragflansch, der radial verschieblich mit dem Tragring
verbunden ist und dessen Querschnitt so dimensioniert ist, daß bei erstmaligem Erreichen
der zulässigen Höchsttemperaturen des Gefäßmantels die Streckgrenze des Tragflanseh-Werkstoffes
überschritten wird, nach Patentanmeldung P 12 91345.0-24.
-
Aufgabe der Erfindung ist es, bei einem solchen Konverter eine möglichst
einfache, betriebssichere Verbindung zwischen dem Tragring und dem Tragflansch zu
schaffen.
-
Dies wird dadurch erreicht, da.ß erfindungsgemäß als Verbindung zwischen
Tragring und Tragflansch mehrere über den Tragflansch greifende Halteböcke am Tragring
befestigt und den Tragflansch gegen Verdrehen in Umfangsrichtung sichernde Gleitführungen
in der Ebene der Konverterzapfen angeordnet sind. Die Halteböcke sichern das Konvertergefäß
im Tragring beim Kippen des Konverters, ohne während des Betriebes die wegen der
stärkeren Dehnung des heißer werdenden Tragflansches sich ergebende Verschiebung
desselben gegenüber dem kühleren und sich daher weniger ausdehnenden Tragring zu
behindern. Eine Bewegung des Gefäßes im Tragring während des Kippens wird dagegen
durch die Gleitführungen verhindert, die besonders seitliches Abrutschen des Gefäßes
zu der beim Kippen untenliegenden Tragringseite hin unmöglich machen.
-
Vorteilhaft besteht jeder Haltebock aus einem rechtwinklig abgebogenen,
sich zu seinem unteren Rand hin verbreiternden Untergurt, auf den mindestens ein
dazu .senkrecht stehender Steg aufgeschweißt ist. Nachl, dem. Einsetzen des Konvertergefäßes
in den Traging"-werderi die unteren Ränder der Halteböcke auf dem Tragring festgeschweißt.
-
Die Halteböcke sind in ihrer einfachen Form leicht herzustellen und
anzubringen, ohne daß der Tragring oder der Tragflansch durch Öffnungen für die
Durchführung von Befestigungselementen geschwächt wird oder an den Befestigungsstellen
besonders, gestaltet sein muß. Beim Kippen des Konverters tritt nur im Untergurt
der Halteböcke Zugspannung auf, während die Stege Druckspannung auf den Tragring
übertragen. Durch die Verbreitung des Untergurts und die damit geschaffene breite
Auflage auf dem Tragring wird jedoch die Zugspannung in der Schweißnaht an dieser
Stelle niedrig gehalten. Es kann sogar erreicht werden, daß bereits ein oder zwei
Halteböcke das, Gesamtgewicht des .Konverters gefahrlos tragen können. -In weiterer
Ausbildung- der Erfindung sind unter den Halteböcken zwischen Tragflansch und Tragring
Flachkeile angeordnet, , deren den Tragflansch tragende Oberfläche parällel zur
Tragringoberfläche und durch Verschieben des Flachkeils auf einer entsprechend abgeschrägten
Führung einstellbar ist.
-
Hierdurch kann in einfacher Weise eine gleichmäßige Auflage des Tragflansches
an allen Befestigungsstellen erreicht werden. Wenn sich der Tragflansch während
des Betriebes verzieht, werden die Flachkeile, wo es erforderlich ist, nachgestellt.
-
Vorteilhaft sind die Flachkeile tangential geführt. Nach dem Einstellen
werden zyeckmäßigerweise die Flachkeile durch ein am Keil und am Haltebock befestigtes,
z. B. angeschweißtes Sicherungsstück fixiert. Zum Nachstellen lassen sich diese
angehefteten Sicherungsstücke leicht wieder losschlagen. Eine gleichmäßige Einstellung
der Auflageflächen für die Kopfstellung des Konverters ist meist nicht erforderlich,
weil die Kopfstellung seltener ist und das Gefäßgewicht dann um das Chargengewicht
leichter ist. Eine derartige Einstellung und Korrektur kann jedoch gegebenenfalls
durch Einschieben von Blechstreifen zwischen Tragflanschoberseite und Haltebockauflage
bei aufrecht stehendem Konverter vorgenommen werden.
-
Gemäß der Erfindung bestehen die Gleitführungen aus je einem,
auf der Oberseite des Tragrings über dem Xonvärterzapfen angeordneten Führungsstück
mit einem zum Konverterzapfen achsparallelen, durchgehenden Führungsschlitz und
einem in dem Schlitz geführten Gleitstein auf der Unterseite des Tragflansches.
Die Gleitführungen bestehen also ebenfalls aus einfachen, leicht herzustellenden
Teilen, die an den entsprechenden Stellen des Tragrings und .des Tragflansches -
ohne daß eine besondere Ausbildung derselben hierfür erforderlich ist - aufgeschweißt
werden.
-
Zur Erhöhung der Sicherheit gegen Verschieben des Konvertergefäßes
im Tragring während des Kippens können erfindungsgemäß die gleichen Gleitführungen
auch an der Unterseite des Tragrings vorgesehen sein, wobei die Führungsstücke mit
den zu den Konverterzapfen achsparallelen Führungsschlitzen an der Tragringunterseite
unter jedem Konverterzapfen angeordnet sind und die zugehörigen, Gleitsteine von
unter dem Tragring auf den Gefäßmantel geschweißten Konsolen getragen sind, die
auch zu einem unteren, -das Gefäß umgebenden Flansch verbunden sein können.
-
Um das seitliche Spiel der Gleitführungen möglichst klein zu halten,
aber gleichzeitig die infolge Wärmedehnung notwendigen radialen Verschiebungen nicht
zu stark zu behindern, ist erfindungsgemäß das Spiel der Gleitführungen durch flache,
in die Führungsschlitze einseitig oder beidseitig neben dem Gleitstein eingeschöbene
und am Führungsstück fixierte Keile einstellbar.
-
In der folgenden Beschreibung wird die Erfindung unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen, in denen Ausführungsbeispiele dargestellt sind, näher erläutert.
Es zeigt F i g.1 einen Schnitt durch eine der Halterungen, von denen der Tragflansch
auf dem Tragring gehalten wird, F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II in F
i g.1 - F i g. 3 eine Draufsicht (Schnitt nach der Linie III-III in F i g. 2), F
i g. 4 eine Ansicht einer Halterung vom Konvertergefäß aus gesehen (Schnitt nach
der Linie IV-IV in F i g.1),. . -F i g. 5 - einen Schnitt durch einen Konverterzapfen
und auf der Tragringoberseite und -unterseite angeordnete Gleitführungen, F i g.
6 ,eine Ansicht zu F i g. 5, F i g. 7 eine Draufsicht auf eine Gleitführung (Schnitt
nach der Linie VH-VII in F i g. 6), F i g. 8 einen Schnitt durch eine Gleitführung
nach der Linie VIH-VIII in F i g. 6, F i g. 9 einen Schnitt durch einen Flachkeil
nach der Linie IX-IX in F i g. 8, F i g. 10 die Anordnung der Halterungen und Gleitführungen
bei einem Konverter mit rundem Tragring, F i g. 11 die Anordnung der Halterungen
und
Gleitführungen bei einem Konverter mit polygonalem Tragring.
-
In F i g.1 bis 4 ist auf einem das Konvertergefäß 1 mit einem Abstand
umgebenden Tragring 2 ein Haltebock 3 angeordnet. Eine Anzahl solcher Halteböcke
3 ist auf dem Tragring 2 um das Konvertergefäß 1 verteilt (vgl. F i g.10 und 11).
Der Haltebock 3 besteht aus einem kräftigen, rechtwinklig abgebogenen, zum auf dem
Tragring 2 befestigten unteren Rang hin verbreiterten Untergurt 4 und zwei auf dem
Untergurt 4 festgeschweißten parallelen Stegen 5. Die Unterkanten des Untergurts
4 und der Stege 5 des Haltebocks sind auf dem Tragringobergurt festgeschweißt. Das
freie, rechtwinklig abgebogene Ende des Untergurts 4 des Haltebocks greift klammerartig
über einen auf dem Mantel 6 des Konvertergefäßes 1 festgeschweißten Tragflansch
7. In Aufrechtstellung des Konverters ruht der Tragflansch 7 auf an der Oberseite
des Tragrings 2 unter den Halteböcken angeordneten, einstellbaren Auflagern, die
jeweils aus einem Flachkeil 8 und einem auf dem Tragring 2 festgeschweißten
Führungsstück 9 bestehen. Der Flachkeil 8 ist in seinem auf der Oberseite entsprechend
dem Keilwinkel abgeschrägten Führungsstück 9 in einer tangential zum Konvertergefäß
1 verlaufenden Nut 10 durch eine Feder 11 geführt, so daß durch Verschieben des
Keiles eine einfache Höhenverstellung erreicht wird, wobei die Keiloberseite, die
die Auflagefläche für den Tragflansch 7 bildet, stets parallel zur Oberseite des
Tragrings bleibt. Der Flachkeil 8 ist in seiner eingestellten Lage durch ein Sicherungsstück
12 gesichert, das seitlich am Flachkeil und am Untergurt 4 des Haltebocks angeheftet
ist.
-
An Stelle von einfachen Flachkeilen 8 können auch je zwei .gleichgeformte,
mit ihren geneigten Flächen aufeinauderliegende Keile verwendet werden. Die horizontale
Oberfläche des oberen Keiles ist hierbei die Auflagefläche für den Tragflansch 7,
die durch Gegeneinanderverschieben der Keile in ihrer Höhe eingestellt wird. An
den Führungsstücken 9 sind bei Verwendung von Doppelkeilen keine abgeschrägten Oberflächen
erforderlich.
-
Um beim Verschieben des Tragflansches 7 gegenüber dem Tragring 2 infolge
unterschiedlicher Wärmedehnung die Reibungsflächen und damit die wirksam werdenden
Reibungskräfte möglichst klein zu halten, sind an den Stellen des Tragflansches
7, an denen er auf einem Keil 8 aufliegt, sowie an den über den Tragflansch greifenden
Enden der Untergurte 4 der Halteböcke 3 und jeweils darunter auf der Tragflansch-Oberseite
Auflageplatten 13 aufgeschweißt.
-
Es kann zweckmäßig sein, .die Stellen des Tragrings 2, an denen die
Halteböcke 3 befestigt werden sollen, durch Rippen 14 zu versteifen.
-
Um das durch die Halteböcke gehaltene Konvertergefäß gegen Verdrehen
in Umfangsrichtung und besonders gegen seitliches Verschieben im Tragring beim Kippen
des Konverters zu sichern, sind Gleitführungen vorgesehen, deren Einzelheiten aus
den F i g. 5 bis 9 zu ersehen sind.
-
Auf der Oberseite und der Unterseite des Tragrings 2 ist jeweils über
bzw. unter einem der Konverterzapfen 15 ein Führungsstück 16 angeordnet mit einem
zum Konverterzapfen 15 achsparallelen, durchgehenden Führungsschlitz 17.
In dem Führungsschlitz 17 ist ein Gleitstein 18 geführt, und zwar greift in das
Führungsstück 16 auf der Tragring-Oberseite von oben ein auf der Unterseite des
Tragflansches 7 festgeschweißter Gleitstein 18 ein, während in das Führungsstück
auf der Tragring-Unterseite ein Gleitstein 18 von unten eingreift, der auf einem
auf den Mantel 6 des Konvertergefäßes 1 geschweißten unteren Flansch 19 befestigt
ist. Zum Einstellen des seitlichen Spiels der Gleitsteine 18 in den Führungsschlitzen
17 ist seitlich neben dem Gleitstein 18 ein Flachkeil 20 eingeschoben, der nach
dem Einstellen mittels einer Stellschraube 21 fixiert wird. Wie in F i g. 11 dargestellt
ist, kann auch an beiden Seiten des Gleitsteins je ein Keil eingeschoben sein. Zur
Führung sind die Flachkeile 20 jeweils mit einer Fe-der 22 versehen,
die in eine Nut 23 in., der Seitenwand des Führungsschlitzes 17 eingreift
(F i g. 9).
-
Die F i g. 10 und 11 zeigen zweckmäßige Anordnungen der Halteböcke
3 und Gleitführungen 16,18
bei einem Konverter mit rundem Tragring
2 und bei einem Konverter mit polygonalem Tragring. In F i g.11 sind die Halteböcke
3' auf den aus U-Profilen bestehenden geraden Stücken des Tragrings 2' so angeordnet,
daß der Mittelpunkt der Auflageflächen auf den Flachkeilen 8' jeweils genau über
dem Schubmittelpunkt des U-Profils liegt, so daß die U-Profile torsionsfrei bleiben.