DE130314C - - Google Patents

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DE130314C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B28/00Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements
    • C04B28/02Compositions of mortars, concrete or artificial stone, containing inorganic binders or the reaction product of an inorganic and an organic binder, e.g. polycarboxylate cements containing hydraulic cements other than calcium sulfates
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/18Waste materials; Refuse organic
    • C04B18/24Vegetable refuse, e.g. rice husks, maize-ear refuse; Cellulosic materials, e.g. paper, cork
    • C04B18/28Mineralising; Compositions therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02WCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO WASTEWATER TREATMENT OR WASTE MANAGEMENT
    • Y02W30/00Technologies for solid waste management
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    • Y02W30/91Use of waste materials as fillers for mortars or concrete

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand vorliegenden Patentes bildet ein Verfahren zur Vorbereitung organischer Zusatzmittel, wie Holz, Stroh, Holzmehl und dergl. für die Einbettung in Cement- oder Gipsmassen zum Zwecke der Herstellung von Baumaterialien.
Man hat bisher die für den obigen Zweck bestimmten organischen Stoffe entweder in natürlichem Zustande benutzt, oder aber sie mit desinficirenden organischen Stoffen getränkt, oder schliefslich sie mit wasserlöslichen anorganischen Salzen imprägnirt.
Durch alle diese Verfahren werden bestimmte Nachtheile herbeigeführt. Bei der Verwendung in natürlichem Zustande vermögen sich die Oberflächen der organischen Zusatzmaterialien nicht in Wünschenswerther Weise mit dem Umhüllungs- oder Bindemittel, dem Cement- oder dem Gipsmörtel zu vereinigen", es wird, statt dafs eine feste mechanische Bindung eintritt, im Gegentheil durch den Zusatz des organischen Körpers die Festigkeit des fertig gestellten Baumaterials vermindert und der Zusammenhang gelockert. Dieser Uebelstand tritt in noch viel höherem Mafse ein, wenn die Einlagen mit organischen antiseptischen Mitteln getränkt sind, insbesondere, wenn solche Mittel öliger, wasserabstofsender Natur sind. Die Imprägnirung mit anorganischen löslichen Salzen ist insofern zu verwerfen, als diese Salze aus den Baumaterialien auswittern und sie in Bezug auf Haltbarkeit ungünstig beeinflussen.
Demgegenüber giebt nun das vorliegende Verfahren eine Methode an die Hand, welche man gewissermafsen MineralisirtnTg bezeichnen kann. Das nachfolgende Verfahren bildet eine Combination mehrerer Verfahren und wird als Combination beansprucht. Das Verfahren besteht darin, dafs die vegetabilischen Stoffe, wie Holz, Holzspäne, Stroh oder dergl., zunächst 2 bis 3 Stunden mit einer siedenden Lösung von Borax behandelt werden; es hat für diesen Zweck sich eine Lösung von 1 Th. Borax und 60 Th. Wasser brauchbar gezeigt. Hierauf wird das so behandelte Material in Centrifugen vollkommen entwässert, damit die Zellen der vegetabilischen Gebilde für die weiteren ihnen zuzuführenden Chemikalien frei werden. Das entwässerte Material wird nunmehr weiter behandelt, indem es 1 Y2 bis 2 Stunden der Einwirkung einer siedenden Lösung von Eisenchlorür und essigsaurer Thonerde unterworfen wird. Es hat sich für die zweite "Stufe der Behandlung eine Lösung von 3Y2 kg Eisenchlorür und 2 kg essigsaurer Thonerde in 100 1 Wasser brauchbar gezeigt, welcher man, um gegebenenfalls ihre Durchdringungsfähigkeit zu steigern, etwas Borsäure zusetzen kann.
Das so behandelte Material ist nach nochmaliger Centrifugirung zur Mischung mit den mineralischen Bindematerialien, als Cement, genügend vorbereitet. Das Gemisch der mineralischen und vegetabilischen Materialien wird mit einer verdünnten Lösung von schwefelsaurer Thonerde (nicht Alaun) angefeuchtet und in Formkästen gestampft.
Die chemischen Vorgänge bei diesem Verfahren erklären sich die Erfinder in folgender Weise (wobei bemerkt werden soll, dafs diese Erklärungen, welche sich aus dem Verhalten der fertigen Baumaterialien ergeben haben, lediglich Erklärungsversuche zu sein bean-
Sprüchen und für die Durchführung des Verfahrens, so wie es oben beschrieben ist, nicht mafsgebend sind):
Das borsaure Natron, mit welchem die vegetabilischen Materialien zunächst behandelt werden, kann nach zweierlei Richtungen wirken. Es werden einzelne Bestandtheile der vegetabilischen Materialien, z. B. Harze, Eiweifs und dergl., in Lösung übergeführt und durch die erste Abkochung des Borax extrahirt. Ein Theil der vom Borax gelösten Stoffe wird infolge der Kochung coagulirt und bekleidet die Zellenwandungen. Die nachfolgende Behandlung mit Eisenchlorür und essigsaurer Thonerde führt zunächst die noch in dem Material enthaltenen Borsäureverbindungen, löslichen Eiweifsverbindungen und Harzverbindungen in die entsprechenden unlöslichen Eisen- bezw. Thonerdesalze über, so dafs die Zellenwandungen mit mineralischen unlöslichen Boraten und anderen Verbindungen von Eisen und Thonerde überzogen werden, während die löslichen Stoffe durch die Kochung und nachträgliche Centrifugirung entfernt werden.
Auf diese Weise wird gewissermafsen eine Mineralisirung der Zellenwandungen der Einlagsmaterialien erreicht, auf welchen die zuzusetzenden Bindematerialien, Cement, Gips oder dergl. ebenso fest haften, wie auf natürlichen mineralischen Körpern; es wird also ermöglicht, in dem gebräuchlichen Cementmörtel den Sand durch ein leichtes, aber sich bezüglich seiner Oberfläche ebenfalls wie Mineral verhaltendes Material zu ersetzen. Die schwefelsaure Thonerde dient dazu, auch die letzten Spuren löslicher Borate in unlösliche überzuführen.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    Verfahren zur Herstellung von Baumaterialien aus Gemischen von vegetabilischen Einlagen (Holz, Holzspäne, Stroh oder dergl.) mit mineralischen Bindematerialien, wie Gips, Cement oder dergl., dadurch gekennzeichnet, dafs die vegetabilischen Einlagen zunächst durch Kochen mit einer Boraxlösung und nach Entfernung des Ueberschusses derselben durch eine weitere Abkochung mit Eisenchlorür und Thonerdeacetat behandelt und nach Entfernung des Ueberschusses der zweiten Behandlungsflüssigkeit mit dem Bindematerial (Gips, Cement u. s. w.) gemischt und unter Zusatz von Aluminiumsulfatlösung in eine formbare Masse umgewandelt und geformt werden.
    Eine Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs der zweiten Imprägnirungsflüssigkeit zwecks leichter Durchdringung der vegetabilischen Stoffe etwas Borsäure zugesetzt wird.
DENDAT130314D Expired DE130314C (de)

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DE130314C true DE130314C (de) 1900-01-01

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