DE13253C - Neuerungen an Aufziehwerken der Uhren mit Federgehäusen, welche ein Aufziehen ohne Gangunterbrechung gestatten - Google Patents

Neuerungen an Aufziehwerken der Uhren mit Federgehäusen, welche ein Aufziehen ohne Gangunterbrechung gestatten

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DE13253C
DE13253C DENDAT13253D DE13253DA DE13253C DE 13253 C DE13253 C DE 13253C DE NDAT13253 D DENDAT13253 D DE NDAT13253D DE 13253D A DE13253D A DE 13253DA DE 13253 C DE13253 C DE 13253C
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DENDAT13253D
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E. WRIGHT in Northampton (England). Vertreter : C. KESSELER in Berlin W., Mohrenstr. 63
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    • GPHYSICS
    • G04HOROLOGY
    • G04BMECHANICALLY-DRIVEN CLOCKS OR WATCHES; MECHANICAL PARTS OF CLOCKS OR WATCHES IN GENERAL; TIME PIECES USING THE POSITION OF THE SUN, MOON OR STARS
    • G04B1/00Driving mechanisms
    • G04B1/10Driving mechanisms with mainspring
    • G04B1/18Constructions for connecting the ends of the mainsprings with the barrel or the arbor
    • G04B1/20Protecting arrangements against rupture or overwinding of the mainspring located in the barrel or attached to the barrel

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Springs (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 83: Uhren.
EDWIN WRIGHT in NORTHAMPTON (England).
Gangunterbrechung gestatten.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 5. September 1880 ab.
Die Neuerungen erstrecken sich sowohl auf Taschen- als auf Wanduhren und bezwecken, die von den Uhrfedern auf das Gangwerk übertragene bewegende Kraft möglichst constant zu erhalten, auch wenn durch Unachtsamkeit die Triebfedern gegen das Ende des Aufziehens einen zu starken Anzug erleiden sollten. Ueberdies wird durch nachstehend verzeichnete Neuerungen erzielt, dafs die einzelnen Theile des Werkes nicht so leicht Beschädigungen und Brüchen ausgesetzt sind.
Fig. ι ist ein Boden oder auch ein Deckel des Federgehäuses und bezeichnet darin A einen versenkten Theil, dessen Tiefe ungefähr bis auf die halbe Boden- oder Deckenstärke aiif der äufseren Seite sich erstreckt; in einer Ecke dieser Versenkung, bei A1, ist ein stählerner Arm B mit der Decke oder dem Boden um einen Bolzen drehbar befestigt, und entspricht die Dicke dieses Armes genau der Tiefe der Versenkung; bei B1 hat der Arm eine nach aufwärts gehende Abstufung, wie Fig. 1 a im Schnitt zeigt.
Den curvenförmigen seitlichen Begrenzungen der Versenkung entsprechend ist auch der Arm B gekrümmt, so dafs er bei jeder Drehung um den Bolzen an die Seitenränder jener Versenkung genau sich anlegt.
Deckel und Boden haben am Rand des Federgehäuses einen correspondirenden Schlitz C, in welchen. die Ansätze E1E1 der Blattfeder, Fig. 2, sich einlegen und dadurch diese Feder innerhalb des Triebfedergehäuses halten. Diese Blattfeder ist am vorderen Ende mit einem Haken D1 versehen. An der Stelle bei E hat diese Feder ungefähr die Breite und Stärke der spiralförmigen Triebfeder des Gehäuses, doch ist dieselbe gegen das Ende bei D bedeutend verschwächt; die Länge der Blattfeder entspricht in der Regel dem halben Umfang des Federgehäuses. Mit dem Haken Dx wird das eine Ende der spiralförmigen Triebfeder verbunden, während das andere Ende derselben wie gewöhnlich an den Drehstift des Gehäuses anschliefst.
Fig. 3 zeigt eine gewöhnlich aus Stahl hergestellte Scheibe, die an ihrer unteren Seite eine spiralförmige Nuth F hat, welche, von der Peripherie ausgehend, bis nahe an den Mittelpunkt der Scheibe sich erstreckt. Die Zahl der Windungen der Spiralnuth ist gleich der Zahl der Umdrehungen, welche der Drehstift zu machen hat, um die Triebfeder vollständig anzuziehen. Der Durchmesser der Scheibe ist etwas geringer als der des Gehäuses. Die obere Fläche derselben hat gewöhnlich in der Mitte einen runden vorspringenden Theil J, Fig. 3, so dafs die Stärke der Scheibe an der Peripherie geringer ist. Der innere Theil der spiralförmigen Nuth endigt in einem Schlitz G, der sich in dem runden, vorspringenden Theil der Scheibe befindet. Das äufsere Ende der Spiralnuth F läuft in die Peripherie der Scheibe aus und bildet eine schräge Brüstung bei F1.
Die mit Spiralnuth versehene Scheibe wird mit dem Drehstift auf passende Weise verbunden. Die Spiralnuth ist derjenigen Seite des Federgehäuses zugekehrt, welche die erwähnte
Versenkung A, Fig. ι, hat. Die Scheibe kommt indessen nicht zur völligen Auflage und die vortretende Abstufung B1 des Armes B greift in die Spiralnuth F, deren Windungen beim Anziehen der Feder die Abstufung erfafst halten und den Arm um A1 drehen. Fig. 4 ist eine Oberansicht der Scheibe Fig. 3 und des darauf angebrachten Mechanismus. H ist eine Deckplatte, J ein in einer Oeffnung der Deckplatte liegender runder, vorspringender Theil, der sich mit dem Drehstift längs der inneren Verzahnung der Scheibe K drehen kann. Diese verzahnten Scheiben können entweder getrennt hergestellt und dann mit der Grundplatte des Uhrgehäuses verbunden, es können aber auch die Zähne in die Platte ganz durchtretend oder nur bis auf eine passende Tiefe sich erstreckend eingearbeitet werden.
Z und M sind Sperrklinken, N eine Blattfeder. Bei Z1 ist die Sperrklinke Z mit einem Drehstift versehen, der durch den Schlitz G der Scheibe tritt, Fig. 3 und 4. Dieser Stift ist nach der dem Ende der Spiralnuth zunächst gelegenen Seite etwas ausgekerbt, um der Abstufung B1 des Armes B,^ Fig. 1, einen sicheren Kalt zu gewähren, wenn dieselbe mit dem Stift zusammentrifft und die Klinke Z nach links dreht, so dafs der Zahn Z2 derselben in die Verzahnung greift.
Der 1 Mechanismus functionirt nun wie folgt:
Nachdem man das Federgehäuse und die zugehörigen Theile zusammengesetzt hat, wird der Stift gedreht, um die Triebfeder aufsetzen zu können, und dann wird die mit der Spiralnuth versehene Scheibe aufgesetzt, so dafs die Abstufung B1 des Armes B, Fig. 1, in das äufsere Ende der Spiralnuth tritt und durch den Druck gegen den Theil F1 der Nuth Fig. 3 verhindert, dafs der Drehstift zurückgeht. Diese Anordnung der Theile ist aus Fig. 1 und 2, zu ersehen.
Wenn die Deckplatte H aufgesetzt ist, tritt der runde Theil J innerhalb der verzahnten Scheibe K durch die Oeffnung der Platte, bis der obere Theil der Scheibe auf dem unteren Theil der Platte aufliegt. Scheibe und runder vorspringender Theil J können nun frei mittelst des Stiftes gedreht werden und bilden an sich eine sichere Lagerung, ohne dafs ein besonderer Drehbolzen erforderlich wäre. Die Sperrklinken L und M und die Klinkenfeder N werden nun auf dem vorspringenden Theil in ihre gehörige in Fig. 4 punktirte Lage gebracht, und das Aufziehen der Uhr kann alsdann stattfinden. Wenn man mittelst des Schlüssels den Drehstift herumdreht, so dreht sich die die Spiralnuth enthaltende Scheibe nebst ihrem auf der anderen Seite vorspringenden runden Theil/ mit. Da hierbei die Zähne Z3 und M1 der Sperrklinken Z und M durch die Feder N nach aufsen gedrückt werden, so schlagen sie über die Zähne der verzahnten Scheibe fort und in die Zahnlücken hinein und verhindern dadurch das Zurückgehen des Drehstifts. Das Spiel der Klinken beim Aufziehen der Uhr kann man aus Fig. 4, Blatt I, sich klar machen. Da die Klinkenfeder N in der punktirten Stellung derselben und der Klinke Z die letztere fortwährend nach rechts umzudrehen strebt, so wird der Zahn Z3 abwechselnd in eine Zahnlücke einspringen, durch den Anzug des Drehstifts aber wieder herausgezogen werden, das Aufziehen der Uhr also in keiner Weise behindern. Der Arm N2 der stets in Spannung erhaltenen Klinkenfeder N erfafst mit seiner Nase die Kerbe der Klinke M derart, dafs er diese ebenfalls nach rechts umzudrehen strebt. Der Abstand und die Form der Zähne M1 und M2 dieser Klinke M ist nun so gewählt, dafs ein Aufhalten der Drehung der Scheibe durch den Zahn M2 nicht stattfinden kann, weil derselbe in dem Augenblick, wo er gegen die betreffende Flanke eines Scheibenzahnes anstofsen will, durch den Druck der Feder JV rechts herumgedreht wird, denn in demselben Augenblick rückt der Zahn jW1 von der Spitze des betreffenden Scheibenzahnes ab und in die folgende Zahnlücke ein. Die bei fortschreitendem Aufwinden immer stärker werdende Spannkraft der Triebfeder bringt die Feder D F, Fig. 2, in eine immer mehr gebogene Form, wobei das lose Ende derselben mit dem Haken Z?1 von dem Rand des Federgehäuses immer mehr sich entfernt und dem Drehstift genähert wird. Die Folge hiervon ist, dafs die Windungen der Triebfeder sich dichter um den Drehstift gruppiren, und ferner, dafs die von ihr auf das Getriebe übertragene Kraft weniger ungleichmäfsig ist, als bei einer auf die gewöhnliche Art mit dem Federgehäuse direct verbundenen Feder. Gleichzeitig wird die vorspringende Abstufung B1 des Armes B, Fig. 1, innerhalb der Spiralnuth F, Fig. 3, fortgerückt, bis sie gegen den Stift Z1 der Sperrklinke Z stöfst, welcher Stift, wie bereits erwähnt wurde, durch den Schlitz G, Fig. 3 und 4, in die Spiralnuth auf der unteren Seite der Scheibe tritt. Während die Drehung des Drehstifts der damit verbundenen Scheibe und des vorspringenden Theiles J derselben noch andauert, wird der Stift Z1 den Schlitz G entlang gegen die Abstufung B1 des Armes B getrieben und dreht dadurch die Sperrklinke Z, bis der abgeschrägte Theil L1 derselben aufser Contact mit dem Ende N1 der Feder N kommt. Dadurch schlägt die Sperrklinke nach links um und wird nun durch das Eingreifen des Zahnes Z2 in eine Lücke der Verzahnung der gezahnten Scheibe, Fig. 4, verhindert, dafs das Aufziehen der Uhr noch weiter fortgesetzt werden kann. Bei dieser Einrichtung wird also ein plötzlicher heftiger Ruck bei zu weitem Aufziehen
der Uhr von der Platte H oder einem anderen soliden Theil der Uhr aufgenommen und überträgt sich nicht, wie bei der gewöhnlichen Einrichtung, auf das Gangwerk. Hierin liegt ein Hauptvortheil der Neuerungen.
Fig. 4 zeigt die Lage der einzelnen Theile des Mechanismus nach vollendetem Aufziehen, und ■ es erübrigt nun noch, den Zahn Z2 der Sperrklinke aus der Verzahnung der Scheibe K aus- und den Zahn Z3 derselben wieder einzuklinken, um das folgende Aufziehen der Uhr zu bewirken.
Dies geschieht ohne alle Störung des Ganges der Uhr. Sobald die Ausspannung durch den Schlüssel aufhört, zieht die Spannkraft der Feder den Drehstift in umgekehrtem Sinne an, der Zahn Z2 der Sperrklinke Z geht von dem Zahn K2 der Scheibe zurück, der Zahn M1 der Sperrklinke M indessen schlägt in die Lücke K1 und gleichzeitig tritt das Ende JV1 der Feder N über die schräge Partie Z4, drückt auf dieselbe und bewirkt eine entgegengesetzte Drehung der Klinke Z, wobei die Partie Z4 unter dem Federende hingleitet und die Klinke ihre ursprüngliche Lage wieder einnimmt, sobald der Vorsprung B1 des Armes B vor dem Schlitz G zurückgeht.
Die Klinkenfeder JV verdankt ihre eigenthümliche Bewegung der Art und Weise ihrer Befestigung mit dem Gehäuse und ihrer Verbindung mit der Klinke M. Um dieselbe richtig adjustiren zu können, ist es zu empfehlen, den Theil JV2 der Feder weich zu halten, damit man diesen Theil nach irgend einer Richtung bequem biegen und dadurch ein präcises Ein- \virken der Feder auf den abgeschrägten Klinkentheil Z4 erreichen kann.
Zu diesem Behufe zieht man mittelst des Schlüssels die Triebfeder etwas an, so weit, dafs der Drehstift durch die Klinke M gehalten wird, d. ti. nicht zurückschlägt, rückt dann die Klinke Z in die Höhe, so dafs der Zahn Z2 derselben sich auf die Spitze eines der Zähne der Scheibe legt und stellt endlich durch einfaches Biegen die Feder N so ein, dafs ihr Ende 'JV1 eben eine sichere Auflage auf der Partie Z4 der Klinke Z hat. Ist die Uhr im Gange, so dreht sich auch der Arm B um seinen Zapfen, indem das mit dem Vorsprung B1 versehene Ende die spiralförmige Nuth infolge der Drehung des Federgehäuses passirt, bis er endlich infolge der Drehung der Scheibe an die die Nuth begrenzende Brüstung F1, Fig. 3, stöfst.
Aus Fig. ι ersieht man, dafs,. wenn der Arm B nahe an der Peripherie des Gehäuses liegt, er mit der. Randkante des versenkten Theils A in Berührung kommt, und zwar wird die dem Bolzen A1 zunächst gelegene Stelle zuerst getroffen werden. Wenn in dieser Stellung die Ecke des Vorsprungs B1 mit dem äufsersten Ende der Spiralnuth abschneidet und der Vorsprung B1 noch weiter an die äufserste Kante der Vertiefung A gerückt wird, so wird die Biegungselasticität des Armes in Anspruch genommen.
Wenn aber der Vorsprung B1 den Anschlag F1 berührt, wie das beim gewöhnlichen Ablaufen der Uhr der Fall sein wird, so genügt dieser Widerstand zum sofortigen Anhalten der Uhr; sollte aber der Aufziehstift der Uhr aus irgend einem Grunde, etwa infolge des Bruches einer Klinke, plötzlich zurückschnellen, so gleitet der Vorsprung B1 über den Theil F1 nach der äufseren Peripherie der Scheibe hin, und durch die dann auf der Scheibe entstehende Reibung wird die Wucht des Schlags allmälig geschwächt. :
Sollte die Klinkenfeder JV brechen, so kann der Aufzieh- oder Drehstift nicht zurückschnellen, auch nicht gedreht werden, denn die Klinke M ist so eingerichtet, dafs, wenn das eine Ende auf der Spitze eines Zahns aufliegt, das andere in die von zwei Zähnen gebildete Lücke hineinragt, wie aus Fig. 4 zu ersehen, und wofern nicht irgend eine Kraft, wie beispielsweise die Spannung der Klinkenfeder JV, das betreffende Ende aushebt, so stöfst es gegen den nächstgelegenen Zahn und verhindert dadurch das Zurückschnellen des Aufziehstiftes.
Wenn man die Klinke Z in einer ähnlichen Weise functioniren läfst, so kann man die Klinke M ganz in Fortfall bringen, und . in diesem Falle würde ein Abheben der Klinkenfeder -JV von der Klinke Z durch den Vorsprung B1 des Armes B genügen, was dann ein augenblickliches Aufhören des Zurückschnellens zur Folge haben würde. Da indessen das Functioniren unter diesen Verhältnissen minder präcise ist als unter den bereits erörterten, so ist die angeführte Anordnung der Klinke M um so mehr noch vorzuziehen, als dadurch die Widerstandsfähigkeit der Sperrvorrichtung nur erhöht wird.
Hält man es für wünschenswert]!, während des Aufziehens nur eine Klinke functioniren zu lassen, so macht man den Schlitz G kürzer, so dafs der Zahn Z3 der Klinke Z über den Zahnspitzen erhalten wird und nicht zum Eingriff gelangt; die Klinke Z . wird dann auf dem Gehäuse ruhig liegen bleiben, - bis sie durch den Vorsprung B1 in Bewegung gebracht wird. Der Theil Z5 der Klinke wird ebenfalls . zweckmäfsig weich gelassen, um durch Abbiegung bequem adjustirt werden zu können.
Es darf hier nicht unerwähnt bleiben, dafs der dünne, federnde Theil der Klinkenfeder JV sich nach der 'Klinke Z hin an einem Punkt abzweigt, welcher innerhalb der Strecke zwischen dem Bolzen der Klinkenfeder und der Berührungsstelle mit Klinke M liegt, und ferner, dafs die Klinke Z derart eingerichtet ist, dafs,
wenn das eine Ende von der Verzahnung entfernt wird, die Klinke noch eine kleine Drehung machen mufs, bevor das andere Ende die Verzahnung erreicht. Die Klinkenfeder JV übt je nach der Auflage auf der einen oder anderen der beiden Schrägen der Klinke Z, welche oberhalb ihres Drehpunktes sich befinden, einmal auf Drehung nach rechts, das andere mal auf Drehung nach links, bringt also einmal den Theil Z3, das andere mal den Theil Z3 zum Eingriff in die Verzahnung.
Der Aufzieh- oder Drehstift für die Triebfeder wird gesperrt durch die Klinke M oder durch ein gewöhnliches Sperrwerk, und wenn der Vorsprung B1 des Armes B, Fig. i, auf den Stift Z1 der Klinke Z stöfst, wie vorbeschrieben, so wird die Klinke Z herübergezogen, und da jetzt der Zahn Z3 von der Verzahnung der Scheibe abgerückt ist, so kann das Aufziehen der Uhr weiter von Statten gehen, ohne dafs das Triebwerk irgend eine Ueberanspannung erfährt. Sollte dann noch nicht das Weiterdrehen eingestellt werden, so dreht sich das Stiftrad einfach auf dem runden Theil J herum, bis endlich der leichte Gang des Stiftes anzeigt, dafs die Uhr genügend weit aufgezogen ist. Der Zahn Z3 der Klinke Z, sowie der Schlitz G liegen concentrisch zum Drehpunkt der Klinke.
Die Feder kann man gewöhnlich so einsetzen, dafs der Vorsprung B1 des Armes B, Fig. i, nach der Peripherie des Federgehäuses gerückt wird, wenn die Uhr während des Ganges abläuft. Doch kann die Richtung der Spirale der Triebfeder auch eine umgekehrte sein und dementsprechend auch die der damit in Verbindung kommenden Theile des übrigen Mechanismus. Natürlich kann man auch noch viele andere Anordnungen treffen, einige Theile doppelt einführen, wie das gerade der specielle Fall wünschenswerth erscheinen läfst. Scheibe und Federgehäuse können mit dem Drehstift aus einem Stück bestehen etc. Gewöhnlich ordnet man für die Klinken und Klinkenfedern in dem Gehäuse oder der Scheibe passende Versenkungen an. Scheibe und mittlerer, rund vorspringender Theil können an jedem Ende des Federgehäuses gelagert werden. Sollte es wünschenswerth sein, selbige an derselben Seite mit dem Drehstifttriebrad zu placiren, so kann der runde, vorspringende Theil der Scheibe unten mit einer Nuth von passender Tiefe versehen werden, in der sich der Rand des Triebrades drehen kann. Arm B ist gebogen; seine Länge soll gewöhnlich den Radius des Federgehäuses nicht überschreiten. Es kann mitunter wünschenswerth sein, im Innern des Gehäuses diesen Arm zu befestigen und den Vorsprung B1 durch einen passenden Schlitz treten zu lassen, in welchem Falle das Armende dann ein wenig nach aufwärts gebogen und dann von einer um den Schlitz an der Oberfläche des Gehäuses angebrachten Vertiefung getragen wird. Diese Anordnung ist durch die Punktirung Ä1, Fig. i, verdeutlicht. Ein anderer in Fig. ι punktirter Arm B'2 (auch aus Fig. ι a zu ersehen) kann mit seiner Breite die ganze Höhe des Gehäuses ausfüllen und an dessen Boden drehbar gelagert werden. Wenn dann der Arm B durch die Spiralnuth bewegt wird, so wird die innere Kante von B~ dem Centrum des Gehäuses genähert oder davon entfernt werden. Drückt in diesem Falle die äufsere Windung der Trieb-r feder unmittelbar an die innere Seite von B2 (wobei die Feder quer gegen den Drehpunkt des Armes drückt), so wird die Federkraft durch den Arm B auf das Gehäuse übertragen, der als ein variabler Hebelarm wirkt, indem der Vorsprung B1 durch die Spiralnuth der Scheibe zwischen dem Centrum und der Peripherie des Gehäuses hin- und hergeschoben wird, wodurch eine theilweise Adjustirung erzielt werden kann. Wiewohl indessen diese Anordnung bei langen, schwachen Federn genügen wird, dürfte sie doch nicht so zweckmäfsig wie die vorbeschriebene Anordnung sein.
Der Arm B2 kann gleichwohl mit der Feder D E, Fig. 2, zugleich angeordnet werden. Es hat dies den Vortheil, dafs im Falle eines Bruches der Triebfeder der Rückschlag erheblich geschwächt werden wird, da der Arm B2 nach aufsen hin nachgiebt. Weil aber der Arm B, der mit dem Arm B2 fest verbunden ist, von der Spiralnuth zurückgehalten wird, so kann dieser sich nicht plötzlich nach aufsen bewegen; dadurch wird das plötzliche Auseinanderschnellen der Windungen der gebrochenen Triebfeder verhütet und das Gehäuse sowohl als auch der Drehstift vor Beschädigungen bewahrt.
Die gezahnte Scheibe K kann auch mit einer kleineren Anzahl von Theilen, als der beschriebene Mechanismus enthält, combinirt werden, in Fällen nämlich, wo man die Triebfeder frei und ohne jede äufsere Hemmung in dem Gehäuse anordnen will. In Fig. 5 bezeichnet P die gezahnte Scheibe und R das Haupttriebrad. Durch P tritt der Drehstift des letzteren hindurch und an dem dem Rad zunächst gelegenen Theil springen Theile P1 der Scheibe (4 oder 5 genügen für gewöhnlich) vor. Diese Theile sind sperrzahnartig geformt, und eine gleiche Anzahl von Oeffnungen Ji1 sind unter passender Neigung in dem Rad Ji angebracht.
So lange der Druck einer schwachen Feder S, welche mit der Bodenplatte der Uhr verbunden ist, nach einer bestimmten Umdrehungsrichtung stattfindet, arbeiten Drehstift und Scheibe geschlossen zusammen, sollte aber nach entgegengesetzter Umdrehungsrichtung ein Druck stattfinden, was im Falle des Bruchs der Triebfeder eintritt, so schlägt die gezahnte

Claims (8)

Scheibe zurück auf den Drehstift, indem die Schrägen der Sperrzähne der Scheibe sich aus den Oeffnungen Ji1 des Triebrades, unter Zurückbiegung der schwachen Feder S, herausgleiten. Die Feder S soll ohne Spannung auf der Scheibe ruhen, wenn die letztere mit dem Rad zusammenarbeitet. Die Adjustirung kann ■in diesem Falle entweder durch Abbiegen der Feder oder mit Hülfe von passenden Regulirungsschrauben bewirkt werden. Die Form der Scheibe ist leicht hergestellt, sie setzt sich, ob für Rechts- oder Linksumdrehung eingerichtet, dicht auf das Triebrad auf, um das Zusammenarbeiten mit einem passenden Fänger auf der Bodenplatte zu ermöglichen. Patenτ-Ansprüche:
1. Bei Federgehäusen der Uhren, welche ein Aufziehen ohne Gangunterbrechung gestatten, die Combination der spiralförmigen Triebfeder mit einer besonderen, an der inneren Peripherie des Gehäuses liegenden Blattfeder D E, deren eines Ende mit dem Gehäuse und deren anderes Ende mit der Triebfeder der Uhr verbunden ist, behufs einer dichteren Gruppirung der Windungen der Triebfeder um den Drehstift und einer gleichmäfsigeren Uebertragung der Kraft der Triebfeder auf das Triebwerk.
2. Der aufsen oder innen mit einer Versenkung A versehene Boden oder die Decke des Gehäuses mit darin liegendem Arm B, der an einem Ende verbolzt oder sonstwie drehbar gelagert ist, so dafs er in der Versenkung hin- und herschwingen kann.
3. Bei Federgehäusen der Uhren die auf einer Seite mit Spiralnuth F versehene Scheibe mit oder ohne auf der anderen Seite vorspringendem runden Theil J, welche Spiralnuth dem Vorsprung B1 des erwähnten Armes B als Führung dient.
4. Derartige Scheiben mit dem Dreh- oder Aufziehstift der Uhr in fester Verbindung in Verbindung mit dem Federgehäuse der Uhr, wobei sie in einer runden Oeffnung der Grund- oder Bodenplatte des Triebwerks oder in einem anderen passenden Theil der Uhr drehbar gelagert sind.
5. Auf solchen Scheiben drehbare Sperrklinken L und M nebst Zubehör, deren Zähne sich längs der Verzahnung einer innen gezahnten, mit der Bodenplatte fest verbundenen Scheibe vorbeibewegen, so dafs sie ein zu weites Aufziehen der Triebfeder durch selbstthätigen Eingriff in die fest gezahnte Scheibe unmöglich machen.
6. Eine Federaufwindevorrichtung, bestehend aus der mit Haken versehenen Feder D E, dem Hebel B (mit oder ohne Arm B2), der mit Spiralnuth F versehenen Scheibe (mit oder ohne runden Vorsprung J), Klinken L und M, Feder N (mit oder ohne IV2) und der gezahnten Scheibe K.
7. Die unter 6. angeführten Theile in Verbindung mit Zahnrädern etc. der Uhrwerke,
. welche nicht mit Schlüssel aufziehbar sind.
8. Bei Federgehäusen der Uhren, welche ein Aufziehen ohne Gangunterbrechung gestatten , die Combination des äufseren Armes B, der mit Spiralnuth F versehenen Scheibe, der innen gezahnten Scheibe K, der Klinken L und M, der Klinkenfeder JV, Scheibe P mit Sperrzähnen F1, Triebrad Ji mit Schlitzen Ji1 für diese Sperrzähne und Feder S, um das Gangwerk der Uhr oder ähnlicher Triebwerke vor Beschädigungen beim Bruch der Triebfeder etc. zu sichern.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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