DE134112C - - Google Patents
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- DE134112C DE134112C DENDAT134112D DE134112DA DE134112C DE 134112 C DE134112 C DE 134112C DE NDAT134112 D DENDAT134112 D DE NDAT134112D DE 134112D A DE134112D A DE 134112DA DE 134112 C DE134112 C DE 134112C
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B3/00—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
- B44B3/001—Artists' machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings by copying
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B44—DECORATIVE ARTS
- B44B—MACHINES, APPARATUS OR TOOLS FOR ARTISTIC WORK, e.g. FOR SCULPTURING, GUILLOCHING, CARVING, BRANDING, INLAYING
- B44B2700/00—Machines, apparatus, tools or accessories for artistic work
- B44B2700/02—Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings
- B44B2700/021—Artist's machines or apparatus equipped with tools or work holders moving or able to be controlled substantially two-dimensionally for carving, engraving, or guilloching shallow ornamenting or markings by copying
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- Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 134112 KLASSE 49«.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet eine Typenschneidmaschine, mittelst welcher
die Herstellung von Stahltypen nach gröfseren und aus weicherem Material ausgearbeiteten
Schablonen in einfacher Weise möglich ist.
Diese Typenschneidmaschine besteht im Wesen aus einem am Gestelle mittelst Kugelgelenk drehbar
gelagerten Doppelhebel, dessen längerer Arm den auf der Schablone arbeitenden, auswechselbaren
Führungsstift und dessen kürzerer Arm den auf den Typenklotz einwirkenden, rotirenden
Bohrer bezw. Fräser mittelst besonderer Stangen trägt, welche behufs Uebertragung der
Höhenbewegung vom Führungsstift zum Bohrer im richtigen Verhältnifs durch Uebersetzungshebel
mit einander verbunden sind.
In. der Zeichnung ist eine solche Maschine dargestellt, und zwar in Fig. ι in der Vorderansicht
und in Fig. 2 in der Seitenansicht bei weggeschnittenen Seitentheilen des Gestelles.
Fig. 3 zeigt den Antrieb des Arbeitswerkzeuges (Bohrers bezw. Fräsers) im Grundrifs, Fig. 4
denselben von der Seite gesehen; Fig. 5 zeigt die Einspahnung und Führung des Arbeitswerkzeuges im Schnitt in gröfserem Mafsstabe,
Fig. 6 die Einspannvorriqhtung des Typenklotzes im Schnitt in gröfserem Mafsstabe und
Fig. 7 die Einspannvorrichtung der Schablone im Grundrifs.
Den Hauptbestandtheil der dargestellten Typenschneidmaschine bildet ein auf dem Gestelle 1
derart gelagerter Doppelhebel 2, 3, dafs der-. selbe im Räume gedreht werden kann. Dies
wird nach der Zeichnung dadurch erreicht, dafs dieser Hebel in einem Querstück 4 drehbar
gelagert ist, welches seinerseits wieder — und zwar senkrecht zur ersteren Drehbewegung
— mittelst Spitzen in Backen 5, 6 drehbar gelagert ist. Diese Backen sind mit in Führungen
7 des Ständers geführten Gleitstücken 8 verbunden, welche mittelst der Schrauben 9 in
verschiedenen Lagen, längs der Scala festgestellt werden können. Der Doppelhebel 2,3 ist
hohl und enthält zwei Stangen 10, 11, wovon
die eine 10 den Führungsstift 12 aufnimmt, welcher vermöge einer Klemmvorrichtung 13
verstellt, festgestellt und ausgewechselt werden kann; der Bund 14 dient als Handgriff. Die
Stange 11 besteht aus zwei durch ein Hookesches
Gelenk 15 mit einander verbundenen Theilen (Fig. 1, 2 und 5), von welchen der
obere Theil an seinem Ende den Bohrer bezw. Fräser 16 trägt.
Die beiden Stangen 10, 11, welchen die Aufgabe zufällt, die Höhenbewegung des Führungsstiftes
12 verkehrt und im verkleinerten Mafse auf das Werkzeug zu übertragen, sind
durch folgende Hebelübersetzung mit einander verbunden. Die Stange 11 endet in einen Ausleger
17, welcher eine verstellbare Schneide 18
trägt. Diese Schneide stützt sich auf den kleineren Arm 19 des im Doppelhebel 2, 3
gelagerten Hebels 19, 20, dessen gröfserer Arm 20 durch das Gelenk 21 mit dem an
der Stange 10 befestigten Ausleger 22 verbunden ist. Der obere Theil 11" der zweitheiligen
Stange 11 (Fig. 5) ist mit einer Hülse 11" verbunden, die in dem hülsenförmigen
Theil 23 einer Platte 24 geführt wird, welche selbst wieder im cylindrischen Gehäuse 25 des Gestelles derart gelagert ist,.
dafs sie sich in horizontaler Ebene bewegen kann. Die Hülse ii" nimmt in ihrem Hohlraum
die Nabe der Antriebsrolle 26 auf, welche mittelst eines Konus gut gelagert und von einer
Schraube 27 in ihrer Höhenstellung erhalten wird. Die Befestigung des Arbeitswerkzeuges 16
auf der Antriebsrolle 26 erfolgt mit Hülfe einer in letztere eingeschraubten, gespaltenen Klemme 28,
zwischen deren Backen das Werkzeug 16 festgeklemmt wird. Eine zwischen Platte 24 und
dem Gelenkstück 12' eingeschaltete Feder 29 hält letztere und mithin das Werkzeug in der
tiefsten Lage fest.
An der Grundplatte 30 ist die Einspannvorrichtung für die Schablonen angeordnet (Fig. 1,
2 und 7). Die Schablonentype 31, die ungefähr
8 bis 20 mal gröfser ist als die herzustellende Stahltype, ist auf einer Platte 32 befestigt,
welche bei allen Schablonen gleich grofs ist. Die Einspannvorrichtung besteht aus einer
auf der Grundplatte 30 befestigten Platte 33, welche mit einer Vertiefung versehen ist, in
welche die Typenplatte 32 und die Beilagen 34 passen. Sämmtliche Platten werden durch
zwei verschiebbare oder drehbare und mittelst Schrauben feststellbare Klemmplatten 35 festgeklemmt.
Die Beilagen 34 kommen nur dann zur Verwendung, wenn der betreffende zu copirende Buchstabe ein einfacher ist, d. h.
keine Zeichen besitzt; hat jedoch der betreffende Buchstabe Zeichen, wie bei ä, ö und dergl.,
so wird das Zeichen, welches zu diesem Behufe gleichfalls an einer Platte befestigt ist, an
Stelle der Beilagen eingesetzt.
Der Antrieb des Arbeitswerkzeuges 16 mufs ein derartiger sein, dafs derselbe auch bei
Seitenbewegungen des letzteren intact bleibt. Zu diesem Behufe ist in einem zweiten Gestelle
36 eine Antriebswelle 37 gelagert (Fig. 1, 2 und 3), welche durch die Scheiben 38 angetrieben
wird und zur Uebertragung dieser Drehbewegung eine Rolle oder Scheibe 39
trägt. Auf diese Welle ist ferner ein Gelenkstück 40 lose aufgesteckt, welches durch ein
zweites Gelenk 41 mit dem hülsenförmigen Theil 23 der Platte 24 lose verbunden ist.
An dem Drehzapfen der beiden Gelenkstücke 40, 41 sind nun zwei Rollen 42, 43 angeordnet,
wovon die eine durch den Riemen 44 mit der Antriebswelle und die zweite durch den Riemen 45 mit der Rolle 26 verbunden
ist. Vermöge dieser Verbindung kann das Werkzeug eine beliebige Seitenbewegung machen,
ohne dafs hierdurch der Antrieb unterbrochen werden würde.
Diese Vorrichtung soll aber auch gleichzeitig ein Riemenspannen ermöglichen, zu welchem
Behufe jedes Gelenk aus zwei in öder neben einander geführten, also verstellbaren Theilen
besteht, wovon der eine einen Schlitz 47 bezw. 48 besitzt und vom zweiten Theil 49
bezw. 50 an drei Seiten umfafst wird. Eine durch den Schlitz gehende Schraube 46 verbindet
beide Theile bei beliebiger Länge zu einem Ganzen. Durch Verschieben der Theile
49, 50 nach aufsen oder innen kann die Spannung in den Riemen 44, 45 vergröfsert oder
verkleinert bezw. ein verschieden langer, geschlossener Riemen verwendet werden.
Aus den Fig. 1, 2 und 6 ist die Einspannung des Typenklotzes 51, aus welchem die Stahltype
hergestellt wird, ersichtlich. Die Einspannvorrichtung besteht aus einer Hülse 52,
welche in dem Verticallager 53 des Gestelles geführt ist. In dieser Hülse ist der eigentliche
Träger 54 des Typenklotzes geführt, welcher zu einer Schraubenmutter ausgebildet ist. Mit
dieser Mutter steht eine Schraube 55 im Eingriff, welche mit einem, nach, aufsen ragenden
Handgriff 56 fest verbunden ist, so dafs sich die Schraube 55 nur drehen, aber nicht vertical
verschieben kann und dadurch dem an einer Drehung verhinderten Träger 54 eine
Auf- oder Abwärtsbewegung ertheilt. Der Handgriff ist mit einem Zeiger 57 versehen,
welcher längs einer an der Hülse 52 angebrachten Scala spielt. Hierdurch kann der
Typenklotz zu dem Arbeitswerkzeug 16, also in verticaler Richtung genau eingestellt werden.
Zur rohen Einstellung der Hülse 52 der Höhe nach und zur Beibehaltung der Lage
des Typenklotzes in seiner horizontalen Ebene nach erfolgter genauer Einstellung durch
Drehung des Griffes 56 dient die an der Hülse angeordnete Höhenschraube 58, deren Körnerspitze
in eine an der Lagerhülse 53 (Fig. 1) angeordnete Vertiefung 59 eingreift. Vermöge
dieser Art der Einstellung kann die Hülse 52 z. B. behufs Besichtigung des bearbeiteten
Typenklotzes herausgenommen werden, ohne beim nachherigen Einsetzen erst die richtige
Lage der Hülse ermitteln zu müssen. Mittelst der Schraube 60 kann die Hülse 52 in der.
durch die Schraube 58 bestimmten oder in jeder beliebigen Höhe festgestellt werden. Die
Wirkungsweise der Maschine ist folgende:
Der Führungsstift 12 spielt auf der Schablone 3 ι und das Arbeitswerkzeug 16, welches
den gleichen Konus hat wie der Stift 12, auf dem Typenklotz 51. Sämmtliche Bewegungen
des Führungsstiftes werden verkehrt und im verkleinerten Mafse auf das rotirende Werkzeug
übertragen, d. h. bewegt sich der Führungsstift nach abwärts, so geht das Werkzeug
nach aufwärts, beide aber dringen der Tiefe nach in ihr Werkstück ein. Wird der Führungsstift
12 nach links oder rechts und dergl. geführt, so bewegt sich das Werkzeug nach
rechts oder links u. s. w. Auf diese Weise wird also aus dem Klotz 51 eine Type ausgefräst
bezw. ausgebohrt, welche kleiner ist als die Schablone und deren Spiegelbild, d. h.
negativ ist. Das Ausarbeiten dieser Type erfolgt in der Weise, dafs zuerst mittelst eines
Schroppwerkzeuges vorgeschroppt wird und alsdann mittelst eines Schlichtwerkzeuges die
feine Ausarbeitung erfolgt. Vermöge der gleichen Konusse des Führungsstiftes und des
Werkzeuges verjüngen sich die Wände der hergestellten Type vom Fufse bis zum Kopf.
Claims (1)
- Patent-Ansprüche:i. Nach Schablonen arbeitende Typenschneid- ! maschine, dadurch gekennzeichnet, dafs der auf der Schablone (31) gleitende, auswechselbare Führungsstift (12) und das den Typenklotz (51) bearbeitende, auswechselbare Werkzeug (16) an Stangen (10, 11) angeordnet sind, weiche in oder neben einem im Gestelle mittelst Universalgelenks (4) drehbar gelagerten Doppelhebel (2, 3) geführt und durch eine verstellbare Uebersetzung (19, 20) mit einander verbunden sind, derart, dafs der Doppelhebel die Bewegung von Führungsstift und Werkzeug in der Ebene und die Stangen deren Tiefenbewegung in einem geeigneten Uebersetzungsverhältnifs ermöglichen.
Eine Ausführungsform der Typenschneidmascbine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs die das Arbeitswerkzeug (16) tragende Stange (11) aus zwei durch ein Universal- bezw. Kugelgelenk (15) mit einander verbundenen Theilen (11, 11") besteht, von denen der das Werkzeug direct tragende Theil (11") mittelst Führungen (24, 25) in einer Ebene geführt ist.
Typenschneidmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dafs der zu einer Schraube ausgebildete Doppelhebel (2, 3) in einem Doppel- oder Kugelgelenk (4) gelagert ist, welches in am Gestelle (1) in Führungen (7) gleitenden Backen (5, 6) sich dreht, um die Uebersetzung zwischen den Armen des Doppelhebels verändern zu können.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE134112C true DE134112C (de) |
Family
ID=402264
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT134112D Active DE134112C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE134112C (de) |
-
0
- DE DENDAT134112D patent/DE134112C/de active Active
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