DE13574C - Neuerungen an Heizvorrichtungen - Google Patents

Neuerungen an Heizvorrichtungen

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DE13574C
DE13574C DENDAT13574D DE13574DA DE13574C DE 13574 C DE13574 C DE 13574C DE NDAT13574 D DENDAT13574 D DE NDAT13574D DE 13574D A DE13574D A DE 13574DA DE 13574 C DE13574 C DE 13574C
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DE
Germany
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grate
air
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innovations
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DENDAT13574D
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English (en)
Original Assignee
F. W. LEEDS in London
Publication of DE13574C publication Critical patent/DE13574C/de
Active legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23HGRATES; CLEANING OR RAKING GRATES
    • F23H9/00Revolving-grates; Rocking or shaking grates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Baking, Grill, Roasting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 36: Heizungsanlagen.
' Patentirt im Deutschen Reiche vom 2. October 1880 ab.
Diese Erfindung bezieht sich auf Neuerungen an Oefen und Apparaten zum Heizen von Zimmern und anderen Räumen.
Der Zweck ist, die sanitären Vortheile der offenen Feuerung beizubehalten, gleichzeitig grofse Ersparnifs an Feuerungsmaterial zu erzielen und einen bequemen Heizapparat herzustellen.
Fig. ι Vorderansicht des Kamins oder des Ofens.
Fig. 2 Seitenansicht, fast gänzlich im Durchschnitt.
Fig. 3 Schnitt nach der Linie x-x, Fig. 1.
Fig. 4 Oberansicht des Rostes.
Fig. 5 Schnitt nach der Linie y-y, Fig. 2.
Fig. 6 eine Modification des Rostes im Verticalschnitt.
Fig. 7 ist ein Theil des in Fig. 1 gezeigten Mantels in vergrößertem Mafsstabe.
Fig. 8 Rostschüttler.
Fig. 9 zeigt in vergröfsertem Mafsstabe die Anordnung der in Fig. 2 dargestellten Theile.
Fig. 10 Schnitt nach der Linie z-z, Fig. 9.
A ist der äufsere Mantel, aus Eisenblech oder anderem geeigneten Material; B ist der gewölbte Metallrost, welcher in der Mitte massiv hergestellt ist, um zu verhindern, dafs Luft durch die Mitte des Rostes strömt, und um zu bewirken, dafs die Luft gezwungen wird, um den festen Theil des Rostes herum und so durch die Stäbe zu strömen, dafs sie gegen die Steine C, aus feuerfestem Thon, anschlägt.
Ein Theil der zugeführten Luft strömt nach dem Beleuchtungsfenster a, welches vorzugsweise aus in Metallrahmen eingesetztem Marienglas (Glimmer) besteht.
Der Rost B wird durch die auf der Seite des Luftkanals d befestigten Lappen b, welche die Seiten des Aschkastens bilden, gehalten, wie in den Zeichnungen dargestellt, e sind keilförmige Metallstücke, welche in den Feuerraum D hineinragen, um in Combination mit dem beweglichen Rost als Zertheiler oder Zerdrücker für die Asche zu dienen.
Beim Rück- und Vorwärtsbewegen des Rostes in horizontaler Richtung durch den Rostschüttler E entstehen Oeffnungen/, abwechselnd auf jeder Seite des Zerdrückers, so dafs die zerdrückte Asche in den Aschkasten F herabfallen kann. In einigen Fällen ist es vorzuziehen, den Rost durch eine Stange g zu stützen, welche auf den Lappen b ruht, wie in Fig. 6 dargestellt. Hierdurch kann der Rost behufs Reinigens hochgekippt werden.
C sind Steine aus feuerfestem Thon, welche durch angebrachte Leisten an den Seiten des Feuerraumes gehalten werden und mit Rinnen versehen sind, so dafs ein Kanal für die heifse Luft von dem hohlen Boden G bis zum Korbrost H durch den Luftkanal d und die Rinnen i der Steine gebildet wird. Die mit Rinnen i versehene Seite der Steine C steht dem Mantel h zugekehrt. Der Korbrost H kann unmittelbar auf den feuerfesten Steinen angebracht werden, es ist jedoch vorzuziehen, denselben auf dem umgekippten bezw. umgebogenen Theil des Mantels h anzubringen, weil die Luft, welche von dem hohlen Boden G aus durch den Ofen einströmt, durch Berührung mit den Steinen und dem Mantel erhitzt wird, bevor dieselbe zum Korbrost gelangt.
Die Fenster α können aus einer oder mehreren Abtheilungen bestehen und im Innern des Ofens so mit gekrümmten hervorragenden
Theilen umgeben sein, dafs der Rauch und die Flamme von den Glimmerplatten fern gehalten wird. Diese Stücke / können mit Drahtgaze oder durchlochten Metallblechen k versehen werden, um die Fenster noch weiter vor Rauch und Flamme zu schützen.
Zu diesem Zwecke hat sich als vortheilhaft herausgestellt, einen Heifsluftkanal d1 anzuordnen, um Luft von dem hohlen Boden G aus an den Fenstern vorbeizuführen. Die so zugeführte Luft dient ebenfalls zum Erhöhen der Verbrennung des Feuerungsmaterials an dem Korbrost H.
Das Fenster oder die Thür α ist mit Knopf und Schnepper / versehen, so dafs ein Zug kalter Luft zwischen dem Fenster und der Feuerfläche einströmen kann, sobald der Fensterrahmen nach aufsen bewegt wird, wie durch die Pfeile angegeben ist; wird die Drahtgaze k angewendet, so münden die Einlasse für kalte und warme Luft zwischen dem Fenster α und der Gaze k.
Beim Anzünden des Feuers kann man den Rahmen, in welchem das Fenster α angebracht ist, aus dem Schlitz m herausziehen und ein solides Rahmenstück einsetzen.
Die Thüren können ebenfalls geöffnet und ein Stück Metallblech als Ersatz eingeführt werden.
Der Rost B ist mit einem Stück η versehen, welches einen Einschnitt hat, um den Schüttler E, Fig. 8, aufzunehmen. Dieser Schüttler E ist mit einem Vorsprung η1 versehen und kann -von einer Seite des Schlitzes / des Mantels A zur anderen bewegt werden, um die Asche zu zertheilen.
Da die Schürstange oder der Schüttler nur an dem einen Punkt n2 aus dem Schlitz entfernt werden kann, mufs das Stück η des Rostes genau gegenüber der Oeffnung η% beim Entfernen des Schüttlers bleiben, so dafs das Stück 11 leicht zu finden ist. Wird der Korbrost α mit Asbest oder anderem geeigneten Material gefüllt, so kann man Gas als Heizmittel anwenden, wodurch der Rost B in Wegfall kommen kann.
Der Rauch und die Dünste aus dem Feuer strömen durch das Rohr O nach dem Schornstein ab, nachdem der Haupttheil ihrer Wärme von der Luft, welche das Rohr innerhalb des Mantels P umgiebt, aufgenommen worden ist. Dieser Luftraum innerhalb des Mantels P mündet in das Zimmer.
Das Quantum Luft, welches in den hohlen Boden G eingelassen wird, kann durch die Oeffnungen t regulirt "werden, welche durch einen Schieber oder eine andere passende Vorrichtung geschlossen werden können, so dafs ein starkes Feuer bei offenen Durchlochungen und ein langsames Feuer bei geschlossenen Oeffnungen unterhalten werden kann. Im letzteren. Falle werden die Fenster α aufgemacht, um kalte Luft einzulassen.
Die Kappe Q dient dazu, um eine bessere Ausbeutung (Ausstrahlung) der Wärme nach unten zu erzielen. Um dies zu* erreichen und zu verhindern, dafs die Wärme nach oben strahlt, ist eine Platte R, aus Kieselerde oder anderem feuerfesten Material, so am oberen Theil des Ofens angeordnet, dafs ein kleiner Raum zwischen der Platte R und der oberen Seite des Mantels verbleibt. Auf der oberen Seite des Mantels kann man Sand anbringen, so dafs ein Luftraum, welcher mit der Atmosphäre in Verbindung steht, offen gelassen wird. Hierdurch wird es ermöglicht, dafs man Erde auf der zweiten Platte, um Blumen und Pflanzen aufzunehmen, anbringen kann. Wird ein Aquarium angebracht, so bleibt das Wasser kühl genug, dafs Fische darin leben können.
Will man Wasser warm halten, so bildet der Theil Q einen Wasserbehälter, so dafs der gröfste Theil der Wärme, welcher sonst oberhalb des Ofens ausstrahlen würde, absorbirt wird. Das Wasser kann durch den Hahn q abgelassen werden. Ist es wünschenswerth, noch heifseres Wasser zu erhalten, so kann ein Schlangenrohr innerhalb des Ofens, unterhalb der Platte R angewendet werden; das Wasser kann bei r abgelassen werden.
Auf diese Weise kann man kochendes Wasser erlangen, während eine Explosion dadurch unmöglich gemacht wird, dafs der Dampf durch die Oeffnungen i· entweichen kann, wodurch der Zimmerluft eine angenehme Feuchtigkeit mitgetheilt wird.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Der domartige Rost mit festem Mitteltheil und Oeffnungen für die zerquetschte Asche in Combination mit den Zertheilern e eines Heizapparates.
2. Die Combination des Rostes B, der Steine C und des Mantels h mit dem Korbrost H, um eine solche Verbrennung zu erzeugen, welche durch die Beleuchtungsfenster eines Heizapparates sichtbar ist.
3. Die Combination der Thür oder des Fensters α zum Einlassen kalter Luft mit dem Theil j und der Gaze k eines Heizapparates.
4. Der Rostschüttler E mit Vorsprung η1, welcher nur an einem Punkt durch den Mantel eines Heizapparates geführt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT13574D Neuerungen an Heizvorrichtungen Active DE13574C (de)

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