DE135885C - - Google Patents

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DE135885C
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    • B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21—MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D—WORKING OR PROCESSING OF SHEET METAL OR METAL TUBES, RODS OR PROFILES WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21D53/00—Making other particular articles
    • B21D53/60—Making other particular articles cutlery wares; garden tools or the like
    • B21D53/62—Making other particular articles cutlery wares; garden tools or the like spoons; table forks

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Table Equipment (AREA)
  • Adornments (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
M 135885 KLASSE Te.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Werkstücken für Löffel, Gabeln und dergl. aus prismatischen Metallstäben, welches gegenüber den bekannten Verfahren der Herstellung aus flach gewalzten Metallstreifen den wesentlichen Vortheil bietet, dafs erheblich weniger Abfall entsteht und die Laffe bereits nach einmaligem Druck und Strecken zwischen glatten Walzen so weit vorgearbeitet ist, dafs die endgültige Prägung vorgenommen werden kann.
Um die Vortheile des neuen Verfahrens gegenüber den bekannten schärfer hervorzuheben, wird im Nachstehenden auf die frühere Art und Weise der Herstellung eingegangen.
Auf beiliegender Zeichnung dienen die Fig. 1 und 2 zur Erläuterung zweier älterer Verfahren, als deren Verbesserung das neue aufzufassen ist.
Fig. ι zeigt die ältere Arbeitsweise, wonach das Werkstück aus einem dünnen Blechstreifen, dessen Breite ungefähr der des Löffel- bezw. des Gabelspatens c entspricht, ausgestanzt wird. Es entsteht beiderseitig vom mittleren Stieltheile b, wie aus der Skizze ersichtlich ist, erheblicher Abfall. Aufserdem mufs aber die Laffe α nachträglich noch breit gewalzt oder mit einem Hammer breit geschlagen werden. Letzteres ist das häufigere Verfahren. Es ist auch versucht worden, die Laffe breit zu quetschen, jedoch ohne befriedigendes Resultat, da beim Breitquetschen die Laffe gleichzeitig in die Länge gedrückt wird und an der Ansatzstelle des Stieles, wo ein ornamentirtes Schild angebracht zu werden pflegt, nur eine ungenügende Menge Material übrig bleibt- zur Ausprägung der erhabenen Verzierungen. Das Breitwalzen bei diesem Verfahren hat sich aus dem Grunde als unvortheilhaft herausgestellt, weil nach dem Walzen das Werkstück in der Mitte noch dünn gehämmert werden müfste. Ferner tritt dabei der wesentliche Uebelstand ein, dafs das Werkstück nicht in die richtige Facon gewalzt werden konnte, sondern nach dem Breitwalzen zur Erzielung der richtigen Form noch geprefst werden mufs.
Fig. 2 stellt eine andere Arbeitsweise dar, bei welcher der Blechstreifen zur Herstellung des Werkstückes der Breite der Laffe α entspricht. Hierbei entsteht noch weit mehr Abfall als bei dem zuerst erwähnten Verfahren. Die Herstellung des Werkstückes kann zwar schneller beendet werden, jedoch wird eine erhebliche Anzahl kostspieliger Walzen benöthigt, da für jede einzelne Fagon bezw. für jedes einzelne Muster eine besondere Walze nothwendig ist. · Das Einspannen der Walzen ist bekanntlich aufserordentlich umständlich und die Anschaffung einer gröfseren Anzahl solcher sehr kostspielig, so dafs demnach auch dieses Verfahren sich als unrentabel herausstellt und nur zur Massenfabrikation ein und desselben Musters geeignet ist.
Fig. 3 und 4 veranschaulichen das neue Verfahren, und die Fig. 5 bis 9 zeigen das Werkstück in seiner Entstehung.
Fig. 3 ist eine einfache Matrize, auf welche ein der Stielbreite entsprechender prismatischer Metallstab f aufgelegt wird. \
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Matrize nach dem Niedergang des Stempels. Ein der Länge des Werkstückes entsprechendes Stück
des prismatischen Metallstreifens f ist hierbei abgequetscht und gleichzeitig vorgeprefst worden. Die Form des Werkstückes nach dieser erstmaligen Vorpressung ist in Fig. 6 im Längsschnitt, in Fig. 7 in Oberansicht dargestellt. Wie ersichtlich, ist der mittlere Theil des Metallstreifens f verdickt geblieben, während die der Laffe und dem Spaten entsprechenden Theile bereits in die Breite, und zwar die Laffe gleich auf die endgültige Breite gedrückt sind. Der mittlere, dem Stiele entsprechende Theil des Werkstückes entspricht in seiner Breite der des fertigen Musters. Das vorgeprefste Werkstück wird hierauf zwischen glatte Walzen eingeführt, welche das im verdickten Stieltheile überschüssige Material im Wesentlichen an die Stelle der Laffe hindrücken, wo die Verzierung, das sogenannte Schild, ausgeprägt werden soll. Fig. 8 und 9 zeigen die Form des Werkstückes nach dem Walzen in Längsschnitt und
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Oberansicht. Beim Walzen in^jdie Länge oder Strecken fafst die Walze die beim ej^tmaiigen PfS^SIlS^i^gequeTschten Stellen, Laffe und Spaten nicht7""""N'äch"de"nT""das WerkstucTTliuFdie richtige Lange in ein- oder mehrmaligem Durchgang durch die glatten Walzen gebracht ist, wird der Stieltheil auf die richtige Breite mit dejnJHammer gebracht, und es erfolgt die endgültige Prägung* vorfLaffe und Spaten in die richtige Form, ohne dafs ein Breithämmern der Laffe erforderlich ist. Wenn es sich um die Herstellung von Gabeln handelt, werden in üblicher Weise die zwischen den einzelnen Zinken stehen gebliebenen Metallstege ausgeschnitten und ebenso die Ränder geglättet, worauf in der Fertigform die Ornamentirung auf Spaten und Ansatzstelle der Zinken aufgeprefst wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Herstellung von Werkstücken für Löffel, Gabeln und dergl. ohne Materialverlust, dadurch gekennzeichnet, dafs von einem prismatischen Metallstab von der ungefähren Breite des fertigen Stieles durch einen einmaligen Druck in einer in der Mitte vertieften Matrize ein dem Werkstück entsprechendes Metallstück vorgeprefst und abgequetscht wird, wobei Vorder- und Hinterende des Werkstückes gleichzeitig breit gedrückt werden, worauf das Werkstück zwischen glatten Walzen gestreckt und gleichzeitig das am Stiele befindliche überschüssige Material an die Ansatzstelle des Stieles geprefst wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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