DE136882C - - Google Patents

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DE136882C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04BKNITTING
    • D04B7/00Flat-bed knitting machines with independently-movable needles
    • D04B7/04Flat-bed knitting machines with independently-movable needles with two sets of needles

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Knitting Machines (AREA)

Description

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PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JV! 136882 KLASSE 25«.
auf der Lamb'schen Strickmaschine.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom 9. Februar 190a ab.
Bei Herstellung von Petinet- oder verhängten Mustern in doppelflächigen Waaren auf der Flachstrickmaschine kommt es darauf an, einzelne Maschen (6, 7 in Fig. 8) von ihren Nadeln i, 3 abzunehmen und auf andere Nadeln (2) fortzuhängen. Dazu ist nöthig, dafs diese Maschen selbst lang genug sind und auch von ihren Nachbarmaschen noch Faden abziehen können, damit sie nicht zu sehr angespannt oder zerrissen werden. Diejenigen Maschenreihen der Waare, in denen gemustert werden soll, müssen also längere Maschen kulirt erhalten als die übrigen Reihen. Wird nun bei dem gewöhnlichen Stande der Nadelbetten (Fig. 9) lang kulirt wie bei c in Fig. 10 und 11, so wird der Faden zu jeder langen Schleife c zweimal in grofser Länge über die Abschlagkante m gezogen, er erhält viel Reibung und zerreifst leicht.
Zur Vermeidung dieses Uebelstandes wird nach vorliegender Erfindung der Raum zwischen beiden Nadelbetten vor Beginn der Musterreihe durch Senken eines Nadelbettes b (Fig. ι und 12) oder beider Betten oder der oberen Theile derselben wie ^1 in allen Figuren oder in sonst einer Weise erweitert. Hierdurch wird ohne Weiteres die Entfernung der Waare w von den Nadeln und folglich die Länge der Maschen vergröfsert; es wird dadurch, wie Fig. 12 gegen Fig. 10 angiebt, diejenige Länge der Masche (m bis c, Fig. 12 und 13), welche über die Abschlagkante m gezogen wird, kleiner ausfallen und dadurch einem Zerreifsen des Fadens vorgebengt. In dieser unteren Lage läfst man das Nadelbett b auch wärend des nun folgenden Musterns stehen. Beim Mustern heben bekanntlich Decknadelny einzelne Maschen c von ihren Zungennadeln ab und hängen sie auf andere Nadeln wieder auf. Hierbei kann es nun vorkommen, dafs die langen Maschen wie c in Fig. 14 nicht in der für das Forthängen erforderlichen dichten Weise auf ihren Nadeln e hängen, sondern bei C1 über sie emporstauen und dann leicht von der Zunge ex angespiefst werden. Um dem vorzubeugen, findet gemäfs vorliegender Erfindung ein Maschenspanner g, d. i. eine Druckschiene (oder -Stab oder -Draht u. s. w.) Verwendung, welcher so gegen die Musterreihe c (Fig. 2 und 15) gedrückt wird, dafs deren Maschen zwischen den Nadeln e und der Waare w etwas im Winkel eingebogen und oben bei C1 dicht auf e gezogen werden, damit sie unter die Zungen e1 der herabgehenden Nadeln (Fig. 15) kommen und diese umlegen (Fig. 3). Da die Deck- oder Petinetnadel f im Haken von e hängt, so kommt beim weiteren Sinken von e und f die Masche auf die Decknadel f (Fig. 4). Nun wird der Spanner g entfernt und f mit c über die Abschlagzähne gehoben (Fig. 4), seitlich fortgerückt und auf eine andere Nadel h (Fig. 5) wieder aufgehängt, wobei der Maschenspanner g wieder thätig ist (Fig. 5 und 6) und die Masche unten hält, wenn f die Zungennadel durch sie emporzieht. Die Nadel h bekommt dadurch zu ihrer gewöhnlichen Masche i (Fig. 6) noch die verhängte Masche c oder es können auch, nach Fig. 8, auf eine Nadel 2 zwei verhängte Maschen 6 und 7 gebracht werden. Darauf
werden f und g aus- und die Nadelbetten wieder emporgerückt oder allgemein der Raum zwischen beiden wieder verengt zum Stricken gewöhnlicher Reihen mit kürzeren Maschen. Ein solches Mustern in doppelflächigen Waaren, welches sehr lange Maschen erfordert, macht also das Herabsenken eines Nadelbettes oder beider Betten oder überhaupt das Erweitern des Raumes zwischen beiden und ebenso die Verwendung eines Maschenspanners g dringend nothwendig, denn nur mit letzterem sind die durch ersteres hergestellten langen Maschen weiter zu behandeln möglich.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Verfahren zur Herstellung von Petinet- oder verhängten Mustern in doppelflächigen Waaren auf der Lamb'schen Strickmaschine, dadurch gekennzeichnet, dafs zum leichten Bilden und sicheren Forthängen von langen Maschen der Raum zwischen den Abschlagkanten der Nadelbetten schon vor Beginn der Musterreihe erweitert und während der Dauer des Verhängens der Maschen weit gehalten wird und eine Druckschiene (oder -Stab oder -Draht u. s. w.) während des Ab- und Aufdeckens die Maschen spannt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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