DE137364C - - Google Patents

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DE137364C
DE137364C DENDAT137364D DE137364DA DE137364C DE 137364 C DE137364 C DE 137364C DE NDAT137364 D DENDAT137364 D DE NDAT137364D DE 137364D A DE137364D A DE 137364DA DE 137364 C DE137364 C DE 137364C
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    • GPHYSICS
    • G09EDUCATION; CRYPTOGRAPHY; DISPLAY; ADVERTISING; SEALS
    • G09BEDUCATIONAL OR DEMONSTRATION APPLIANCES; APPLIANCES FOR TEACHING, OR COMMUNICATING WITH, THE BLIND, DEAF OR MUTE; MODELS; PLANETARIA; GLOBES; MAPS; DIAGRAMS
    • G09B19/00Teaching not covered by other main groups of this subclass
    • G09B19/02Counting; Calculating

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  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Entrepreneurship & Innovation (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
: Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine aus bekannten Elementen, wie ein um Walzen !laufendes Bilderband, dessen Bilderreihen in Ausschnitten eines Gehäuses sichtbar gemacht j werden können, aus Zahlehreihentafel, Mafsjtheilung und Deckklappen, mittels deren die Jeinzelnen Bilder, Zahlen, Mafstheile u. s. w. beliebig abgedeckt werden können, vereinigte Vorrichtung, welche beim Elementarschul- ; unterricht besonders zum anschauenden Unter- ; rieht im Rechnen dient. Diese Vorrichtung ; ist auch geeignet in Schulen, in welchen die ,Unterrichtssprache von der Muttersprache der Kinder eine verschiedene ist, die Erlernung der fremden Sprache zu erleichtern, indem das Kind die verschiedenen Grundoperationen j immer mit einzelnen, vom Lehrer beliebig gewählten Gegenständen verrichtet, welche mit ,der zu beschreibenden Vorrichtung als Bilder An beliebiger Zahl anschaulich vorgezeigt werden können, so dafs das Kind während des Rechenunterrichtes immer mit dem Namen neuer Gegenstände bekannt wird und den Namen dieses Gegenstandes in den verschiedensten grammatischen Beziehungen gebrauchen i mufs.
I Die den Gegenstand der Erfindung bildende
Vorrichtung ist auf beiliegender Zeichnung in schaubildlicher Ansicht dargestellt, wobei der mittlere Theil des Gehäuses aufgebrochen und die im Gehäuse vorgesehene Construction links ; eine von der rechtsseitigen Stellung verschiedene
■ Lage einnimmt. ■
j Wie ersichtlich ist, die Vorrichtung in einem
\ Gehäuse unterbracht, dessen Vorderwand durch I ein mit den Stirnwänden α α fest verbundenes Feld a1 und ein mit dem Boden des Gehäuses gelenkig verbundenes, auf der Zeichnung horizontal (s. links voll ausgezogen) bezw. aus der Ruhelage um i8o° verdrehtes (s. rechts voll ausgezogen) Feld d1 gebildet wird. Wird das Feld <22 nach oben gedreht, so liegt es mit dem Felde al in einer verticalen Ebene. Das Feld a* wird in der horizontalen Lage, z. B. mittels der Haken a3 und der Oesen α4, in der geschlossenen Lage mittels der Oesen <z5 festgehalten.
Das Gehäuse hat oben ein schräges Feld a1.
Das Feld a1 hat einen länglichen, rechteckigen Ausschnitt, hinter welchem in bekannter Weise ein Streifen eines um zwei in den Stirnwänden α des Gehäuses gelagerte und mit einander, z. B. mittels Kettentrieb, verbundene Walzen b b laufenden Bandes b1 sichtbar ist. Auf diesem Bande sind in horizontalen Reihen verschiedene Gegenstände dargestellt, und zwar in jeder Reihe zehn gleiche Bilder neben einander. Am oberen Rande des Ausschnittes hängen zehn mit dem Felde a1 gelenkig verbundene Deckplatten b2 bekannter Art, welche je ein Bild vollkommen verdecken. Zwischen den zehn Deckplatten b2 in gleicher Weise hängend angeordnete, dunkelgefärbte Theilzungen b% trennen je zwei Bilder von einander. Auf der Zeichnung sind am Bande bl je eine Reihe Kreuze und Kreise (Punkte) sichtbar, doch hat das Band, wie bekannt, auch Reihen anderer, dem Kinde wohlbekannter Gegenstände, so Obst, Thiere u. s. w. Der linke Theil des Bandes ist in der Zeichnung in anderer Lage dargestellt, als die rechte Seite. In Wirklichkeit müfsten auch auf der
rechten Seite die Kreuze und nicht die Kreise (Punkte) ersichtlich sein. Sollen die einzelnen Bilderreihen vorgeführt werden, so werden die Deckplatten b2 auf das schräge Feld d1 hinaufgeklappt und die Walzen b mittels Kurbel b* angetrieben.
In der durch das Feld d2 abdeckbaren Oeffnung ist eine um horizontale Zapfen in der Pfeilrichtung drehbare Platte c gelagert, welche durch eine Schnappfeder c1 in verticaler Lage festgehalten wird. Auf einer Seite der Platte (s. auf der Figur links) sind die Zahlen ι bis io so angeordnet, dafs je eine der Zahlen unter je einem Bilde des Bilderstreifens steht, auf der anderen Seite sind in gleicher Weise der Punktreihe des Bandes b1 entsprechende Punkte angeordnet (s. rechts).
An dem an das Gehäuse anschliefsenden Rande des aufklappbaren Feldes a2 ist,, wie oben, eine Reihe von je zehn Deckplatten c2 und je zehn zwischen diesen liegenden Zungen c3 angeordnet, welche auf einer Seite ohne jede Zeichnung oder Aufschrift eintönig angestrichen sind, auf der anderen aber die Zahlen 11 bis 20 tragen. Werden die Deckplatten gegen die drehbare Platte c aufgeklappt, so verdecken sie diese und sind ihre leeren Seiten sichtbar. Werden dieselben jedoch nach unten geklappt, so fallen sie auf das Feld a2 und machen entsprechend der Lage des Feldes a% entweder nur die drehbare Platte c (s. links) oder auch die auf ihnen befindlichen Zahlen sichtbar (s. Zeichnung rechts) je nach dem, ob das Feld a2 sich in horizontaler oder verticaler Lage befindet.
Das oben angebrachte schräge Feld d ist in bekannter Weise mit einer Metereintheilung a8 versehen, damit die Vorrichtung mit Hülfe der Klappen b2 und Zungen bs auch in gleicher Art zum Anschauungsunterricht für das Metermafs angewendet werden könne.
Die Gebrauchsweise der Vorrichtung ist aus nachfolgenden Beispielen klar verständlich.
Nehmen wir an, der Lehrer will in dem Zahlenkreise 1 bis 10 das Addiren lehren. Er stellt nun das Band bx so ein, dafs im Ausschnitte des Feldes a1 eine beliebige Bilderreihe (auf der Zeichnung Kreuze) ersichtlich wird. Er deckt nun diese Bilderreihe mit den Deckplatten b2 zu und stellt die Scheidezungen bs ebenfalls über die Bilderreihe. Der Lehrer bringt nun das Feld a2 in horizontale Lage und stellt die Platte c derart ein, dafs die darauf befindlichen Zahlen sichtbar werden, worauf dieselben mit den Deckplatten c1 und Scheidezungen c3 abgedeckt werden.
Macht nun der Lehrer das erste linksseitige Bild und die darunter liegende Zahl 1 sichtbar, so sieht das Kind ein Kreuz und sagt auch »das ist ein Kreuz«, wodurch demselben nicht nur der Gegenstand, sondern auch die Zahl ι bekannt wird. Erscheint nun auch das zweite Bild, so aber, dafs die zwischen den zwei Bildern befindliche Zunge bs nicht aufgehoben wird, so sieht das Kind zwei getrennte Kreuze und sagt »das ist ein Kreuz und noch ein Kreuz«. Nach dem Aufheben der Zunge b3 sieht es zwei ungetrennte Kreuze und sagt: »das sind zwei Kreuze«, und so wird dem Kinde gleichzeitig die Mehrzahl des Wortes Kreuz und auch die Zahl 2 bekannt. Bei der auf der Zeichnung dargestellten Lage sieht das Kind zwei Kreuze und noch ein Kreuz und nach Aufheben der Zunge b% sieht es, dafs dies zusammen drei Kreuze sind und so wird ihm die Zahl 3 bekannt u. s. w. Nach Aenderung der Bilderreihe wird auch die Benennung der Zahlen eine andere: das Kind sieht z. B. einen, zwei, drei u. s. w. Ballen (Kreise, Punkte) und erkennt aber auch, dafs die Operationsgesetze immer dieselben bleiben, wie sie beim Kreuze waren und dadurch, dafs es das Addiren mit möglichst vielen Gegenständen durchführt, gelangt es endlich dahin, dafs es auch mit unbenannten, abstracten Zahlen rechnen lernt.
Gelangt der Lehrer zum Zahlenkreise 1 bis 20, so sind dem Kinde die unbenannten Zahlen schon bekannt, die Phantasie bedarf daher keiner gröfseren Hülfe, es genügt auch ein Gegenstand, z.B. der Zeichnung nach der Kreis (Punkt), um die Zahlenreihe zu erweitern. Nichts hindert uns aber, auf die Platte c z. B. einen andere Bilder darstellenden Streifen zu befestigen, wobei das Rechnen auch in diesem Kreise bei möglichst vielerlei Gegenständen eingeübt werden kann. Der Lehrer bringt hierbei das Feld a2 in vertical nach unten hängende Lage, wobei nach Oeffnung der Deckplatten c3 auch die auf ihnen befindlichen Zahlen sichtbar werden. Die Platte c wird derart verdreht, dafs statt den Zahlen die darauf befindlichen Bilder (Punkte) der Rückseite ersichtlich werden.
Es bedarf nach Vorhergehendem kaum einer weiteren Erörterung; nur sei bemerkt, dafs die Vorrichtung im Zahlenkreise von 1 bis 10 in der auf der Zeichnung links ersichtlichen Stellung, im Zahlenkreise von 1 bis 20 hingegen in der rechts ersichtlichen Stellung gebraucht wird und dafs die Zungen b* bezw. c3 in gewisser Hinsicht die Operationszeichen versinnlichen. Die Leisten bs können ebenso wie die Deckplatten b2 auch beim Lehren des Metermafses Anwendung finden.

Claims (1)

  1. Pate nt-An SPRU ch: Lehrmittel für den Anschauungsunterricht mit Bildern auf einem aufgerollten und in einem Gehäuse befindlichen Bande, dadurch gekennzeichnet, dafs diese Vorrichtung mit an sich bekannten Deckklappen und zwischen
    diesen für sich beweglichen Zungen derart vereinigt ist, dafs durch entsprechendes Auf- oder Niederklappen der Deckklappen und Zungen, der Deckklappen allein oder der Zungen allein, die Bilder einer auf dem Bande befindlichen, durch einen Schlitz im Gehäuse sichtbaren Bilderreihe, sowie denselben entsprechende Zahlen, welche sich auf einer unter dem Schlitz angebrachten Drehtafel befinden, sowie ferner Theile eines am Gehäuse angedeuteten Mafsstabes nicht nur einzeln oder gruppenweise nach einander oder sämmtlich gleichzeitig sichtbar gemacht, sondern auch mittels der Zungen beliebig getheilt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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