DE137660C - - Google Patents
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- DE137660C DE137660C DENDAT137660D DE137660DA DE137660C DE 137660 C DE137660 C DE 137660C DE NDAT137660 D DENDAT137660 D DE NDAT137660D DE 137660D A DE137660D A DE 137660DA DE 137660 C DE137660 C DE 137660C
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
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- A61M5/178—Syringes
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei medizinischen Spritzen, deren Spritzrohr in die zu behandelnden Körperstellen einzuführen
ist, wird der Kolbencylinder bezw. die eigentliche Spritze mit ihrem Mundstück auf
dieses Spritzrohr gesteckt, bevor oder nachdem das letztere in den Wundkanal eingeführt ist.
Wenn die zu behandelnde Körperstelle vor dem Einspritzen des Medikamentes ausgesaugt
und hierauf die abgesaugte Flüssigkeit mit dem Medikament gemischt werden soll, so ist ein
Auswechseln der Spritze aus oder mit dem Spritzrohr nothwendig, oder bei anderen hierzu
verwendeten Instrumenten ist das Auswechseln von Glasflaschen, das Umstellen von Durchlafshähnen,
von Ventilen u. A. nöthig, in jedem Falle aber eine Berührung der abgesaugten Flüssigkeit mit Luft und dadurch mit infectiösen
Stoffen unvermeidlich. Aufserdem ist dieses Auswechseln nicht nur zeitraubend und für
den Patienten schmerzhaft, sondern es erfordert auch grofse Sorgfalt und verhindert bisweilen,
dafs das Medikament beim Einspritzen genau die vorher ausgesaugte Stelle trifft.
Mit der vorliegenden Erfindung wird dieses störende Auswechseln dadurch beseitigt, dafs
die beiden an sich bekannten Spritzenrä'ume einer Doppelspritze durch das Mundstück unmittelbar
mit einander verbunden sind, so dafs der Inhalt eines jeden Cylinders ohne Entfernung
vom Wundkanal in den anderen Cylinder übergeführt und somit die abgesaugte
Flüssigkeit unter Luftabschlufs mit dem Medikament innig vermischt werden kann. Auch
können mit beiden Cylindern gleichzeitig oder abwechselnd verschiedene Medikamente eingespritzt
werden.
Die Zeichnung veranschaulicht den Längsschnitt einer solchen Doppelspritze, deren beide
Kolbencylinder a b beliebig abmefsbare Mengen ansaugen oder ausspritzen können. Das gemeinsame
Mundstück c ist durch eine bis zur Mündung reichende Scheidewand d in zwei
Kanäle für die beiden Cylinder a b getrennt und kann bequem auf das Spritzrohr e oder
auf eine Canüle oder dergl. aufgesteckt werden.
Die beiden Cylinder α b können gleichmäfsig
oder verschiedenartig ausgebildet sein.
Die Handhabung und Wirkungsweise dieser Spritze gestaltet sich beispielsweise beim Einspritzen
in die Wirbelsäule wie folgt:
Nach der neuen Coca'fnisirungsmethode wird
bisher eine Hohlnadel in die Wirbelsäule eingesteckt und zunächst das Ausfliefsen des
Cephalo-Rachitialwassers zum Nachweis abgewartet, dafs die Hohlnadel in der richtigen
Stelle sich befindet. Hierauf wird die mit dem Medikament gefüllte gewöhnliche Injectionsspritze
auf die Nadel aufgesteckt und das Medikament eingespritzt. Will man aber das Cephalo-Rachitialwasser
mit dem einzuspritzenden Medikament mischen, so ist die Operation wesentlich complicirter und zeitraubender. Man mufs
zunächst die entsprechende Menge Cephalo-Rachitialwasser absaugen, dasselbe aus der
Spritze entleeren, mit dem Medikament mischen, hierauf wieder in die Spritze einziehen und
kann es dann endlich in den Körper zurückspritzen.
Bei Behandlung dieser Krankheit mit der vorliegenden Spritze verfährt man in folgender
Weise:
Nachdem die beiden Cylinder in einfacher Weise desinficirt sind, wird der eine mit dem
Medikament gefüllt und nach dem Aufstecken der Spritze auf die in den Wundkanal eingeführte
Hohlnadel wird zunächst zum Nachweis, dafs die richtige Stelle getroffen ist, etwas
Cephalo-Rachitialwasser abgesaugt und hierauf das Medikament eingespritzt.
Soll jedoch das Cephalo-Rachitialwasser mit dem Medikament vermischt werden, so kann
dies mit der vorliegenden Spritze ohne Berührung mit Luft oder anderen infectiösen
Stoffen dadurch geschehen, dafs nach dem Absaugen des Cephalo-Rachitialwassers der Kolben
des einen Cylinders eingeschoben und in gleichem Verhältnifs der Kolben des anderen
Cylinders gleichzeitig herausgezogen wird. Dabei tritt der Inhalt des ersten Cylinders in den
zweiten über. Indem man dieses Uebertreten durch Umwechseln der Kolbenbewegung mehrmals
wiederholt, wird ein inniges Mischen des Cephalo-Rachitialwassers mit dem Medikament
erzielt.
Claims (1)
- Patent-An SPRU ch:Medizinische Doppelspritze mit zwei Kolbencylindern, dadurch gekennzeichnet, dafs diese beiden Cylinder in ein gemeinsames Mundstück getrennt ausmünden, aber durch die auf das letztere aufzusteckende Hohlnadel oder Canüle mit einander in Verbindung gesetzt werden, zum Zwecke, ohne Entfernung der Spritze aus oder mit der Canüle vom Wundkanal an genau derselben Stelle des letzteren saugen und spritzen oder aber aus beiden Cylindern zugleich oder abwechselnd spritzen oder aber die abgesaugte Flüssigkeit mit dem Medikament des anderen Cylinders durch umwechselnde Verstellung beider Kolben innig vermischen zu können und dabei in jedem Falle eine Berührung des Cylinderinhaltes mit Luft und dadurch mit infectiösen Stoffen auszuschliefsen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE137660C true DE137660C (de) |
Family
ID=405523
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT137660D Active DE137660C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE137660C (de) |
Cited By (8)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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| US5423752A (en) * | 1992-07-31 | 1995-06-13 | Habley Medical Technology Corporation | Variable proportion dispenser with cartridge replacement assembly |
-
0
- DE DENDAT137660D patent/DE137660C/de active Active
Cited By (11)
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