DE138212C - - Google Patents

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DE138212C
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PATENTSCHRIFT
M 138212 KLASSE 27b.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. Oktober igoo ab.
Die meisten im Betriebe befindlichen Gebläsemaschinen sind für einen Winddruck von 20 bis 40 cm Quecksilber bemessen, und da der Winddruck aus dem Dampfdruck und dem Verhältnifs des Dampfcylinders zum Gebläsecylinder resultirt, so ist eine Steigerung des Winddruckes in den Fällen, wenn der Ofen hängt oder Verstopfungen eintreten, nicht zu erzielen.
Die vorliegende Erfindung beseitigt diesen Uebelstand; sie ermöglicht, den Winddruck be-, liebig hoch zu treiben und kann an jeder bestehenden Gebläsemaschine angebracht werden.
Ein höherer Winddruck als derjenige, welcher aus dem Dampfdruck und dem Verhältnifs des Dampfcylinders zum Gebläsecylinder resultirt, kann nur dadurch erzielt werden, dafs die angesaugte Luft theilweise wieder entfernt wird.
Die bisher üblichen Saugventile der Gebläsemaschinen öffnen und schliefsen beim Kolbenwechsel. Soll ein höherer Druck erzielt werden, so dürfen die Ventile nicht auf dem todten Punkt schliefsen, sondern während der Compressionsperiode, so dafs ein Theil der angesaugten Luft abgelassen und die im Gebläsecylinder verbleibende' Luft höher comprimirt wird.
Hat der Kolben α nach beiliegender Zeichnung (Fig. 1) seinen Saughub vollendet, so beginnt der Compressioiishub. Die Saugventile schliefsen aber nicht in diesem Augenblick, weil dieselben durch die näher beschriebene Vorrichtung erst dann schliefsen, nachdem der Gebläsekolben einen gewissen Weg zurückgelegt hat.
Die Construction der Saugventile ist aus beiliegenden Zeichnungen Fig. 2, Fig. 3 und Fig. 4 ersichtlich.
Das Einlafsventil (Fig. 2) wird mit einem Luftdruckcylinder verbunden, der durch ein absperrbares Rohr mit der Geblä'sedruckleitung in Verbindung steht.
Wird die Druckluft aus dem kleinen Cylinder abgelassen, so arbeitet das Ventil beim Hubwechsel der Maschine als normales Absperrorgan, läfst man die Druckluft in den Luftdruckcylinder eines oder mehrerer Ventile eintreten, so schliefsen die Ventile erst dann, wenn der Gebläsedruck auf die Ventile den Druck auf die Kolben der kleinen Luftcylinder übersteigt. Läfst man Druckluft in die Cylinder sämmtlicher Ventile eintreten, so bleiben die Ventile während des Ganges der Maschine offen und die angesaugte Gebläseluft tritt wieder aus.
Zur Vermeidung von Undichtigkeiten können die kleinen Luftdruckcylinder mit OeI gefüllt werden, auf welches die Druckluft wirkt.
Statt der Luftdruckcylinder können auch stellbare Federn nach Fig. 3 oder auf Hebeln verschiebbare Gegengewichte (Fig. 4) zur Verwendung kommen.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Saugventile für Gebläsecylinder mit in Bezug auf den Kolbenwechsel regelbarem Ventilschlufs zur Erzielung eines höheren .Winddruckes als den normalen, dadurch gekennzeichnet, dafs die Saugventile dem
    jeweiligen Winddruck entsprechend unmittelbar durch den Winddruck selbst mittelst über den Ventilen angeordneter Luftcylinder (Fig. ι und 2) geregelt werden können.
  2. 2. Ausfuhrungsform der Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, dafs die Saugventile durch einstellbare Federn (Fig. 3) oder Gegengewichte (Fig. 4) geregelt werden können.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE938640C (de) * 1948-12-31 1956-02-02 Fritz Dipl-Ing Tolkien Selbsttaetig durch Stroemungsdruck sich oeffnendes und durch Federkraft sich schliessendes Ventil, insbesondere fuer Luftpumpen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE938640C (de) * 1948-12-31 1956-02-02 Fritz Dipl-Ing Tolkien Selbsttaetig durch Stroemungsdruck sich oeffnendes und durch Federkraft sich schliessendes Ventil, insbesondere fuer Luftpumpen

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