DE139725C - - Google Patents

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DE139725C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B64AIRCRAFT; AVIATION; COSMONAUTICS
    • B64CAEROPLANES; HELICOPTERS
    • B64C3/00Wings
    • B64C3/10Shape of wings
    • B64C3/14Aerofoil profile

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Aviation & Aerospace Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE
Gegenstand der Erfindung ist eine Flugvorrichtung, bei welcher mittels eines zweiten vor bezw. schräg über den Hauptflügeln angeordneten kleineren Flügelpaares ein Kippen des ganzen Fahrzeuges nach vorn verhindert und andererseits ein leichtes Lenken desselben ermöglicht wird. Bei Flügelflächen, welche derartig durch die Luft bewegt werden, daß ihre Grundfläche annähernd parallel zur Bewegungsrichtung liegt, entsteht immer ein Auftrieb, und zwar durch Absaugung der über der Flügelfläche befindlichen Luft, was sich in verstärktem Maße bei solchen Flügeln zeigt, welche nach den Patenten 134220 und 139180 der Klasse 77 mit einer Aufbiegung oder Verdickung an der vorderen Kante versehen sind. Dieser Auftrieb ist ungefähr in der Mitte der Flügelfläche angreifend zu denken und wird deshalb ein Kippen des Fahrzeuges hervorrufen, wenn, wie dies bei allen Luftfahrzeugen der Fall ist, der Schwerpunkt verhältnismäßig weit nach vorn liegt.
In beiliegender Zeichnung ist α der Querschnitt eines an der vorderen Kante verdickten Flügels, dessen Schwerpunkt bei b liegen soll. Wenn nun der bei der Bewegung des Flügels in Richtung des Pfeiles c entstehende Auftrieb im Sinne des Pfeiles d wirkt, so ist klar, daß dadurch ein Kippen des Fahrzeuges nach vorn veranlaßt wird.
Dies soll nun gemäß vorliegender Erfindung durch Anordnung eines zweiten Flügelpaares vor bezw. schräg über den Hauptflügeln vermieden werden, wie dies Fig. 2 zeigt. Hier ist α ebenso wie in Fig. 1 der Querschnitt durch den Hauptflügel, der sich in Richtung des Pfeiles c bewegt, wobei ein Auftrieb im Sinne des Pfeiles d entsteht, e ist der Querschnitt durch einen Flügel des vor dem Hauptflügelpaar angeordneten Hülfsflügelpaares. Die Anordnung desselben an dem Gestell der Flugvorrichtung bezw. die Verbindung mit dem Hauptflügelpaar ist hierbei der Deutlichkeit halber in der Zeichnung nicht dargestellt. An diesem Hülfsflügelpaar wirkt nun ein allerdings entsprechend kleinerer Auftrieb im Sinne des Pfeiles/, der aber an einem bedeutend größeren Hebelarm und auf der anderen Seite des Schwerpunktes b des Hauptflügels angreift, derart, daß der auf letzteren wirkende Auftrieb d go dadurch annähernd ausgeglichen wird.
Man kann nun dieses Hülfsflügelpaar gleichzeitig auch zur Steuerung des Luftschiffes benutzen, indem man dasselbe, wie aus der Vorderansicht (Fig. 3) ersichtlich, an einer drehbaren Achse g anordnet, derart, daß es in beliebiger Neigung zum Hauptflügelpaar eingestellt werden kann (s. die punktierten Linien Fig. 3). Dies hat zur Folge, daß der bei diesen Hülfsflügeln entstehende Auftrieb in schräger Richtung zur Wirkung kommt und den ganzen Apparat nach der einen oder anderen Seite ablenkt.
Gegenüber den bis jetzt benutzten Mitteln zur Steuerung von Luftfahrzeugen hat die beschriebene Einrichtung den Vorzug, daß dabei keine besondere, während des geraden Fluges als tote Last mitzuschleppende Planfläche zur
,ndung kommt, während andererseits auch jisweilen zu diesem Zweck benutzte Verierung der Schwerpunktlage vermieden ist, yelche namentlich in Anbetracht der bei Flugvorrichtungen sehr erheblichen Gewichte bezw. der dadurch verursachten Trägheit der Vorrichtung einer Regelung der einmal eingeleiteten Schwenkung hinderlich ist.
Das Kippmoment der Hauptflügel entsteht ίο stets durch die Vorwärtsbewegung der gesamten Vorrichtung und es können die Flügel entweder ruhen oder selbst schlagend sein, es bleibt dies für die Wirkung der Vorrichtung und für das Auftreten des Kippmomentes nebensächlich. Die Einrichtung ist also sowohl bei nicht schlagenden wie bei schlagenden Flügeln anwendbar.

Claims (2)

Patent-An spitüche:
1. Flugvorrichtung mit zwei Flügelpaaren, dadurch gekennzeichnet, daß das eine kleinere Flügelpaar vor bezw. schräg über den Hauptflügeln liegt, um ein bei der Bewegung der Hauptflügel entstehendes Kippmoment durch den entgegengesetzt wirkenden Auftrieb des Hülfsflügelpaares auszugleichen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Hülfsflügelpaar um seine in der Längsrichtung der Flugvorrichtung liegende Achse gedreht werden kann, so daß der nunmehr in schräger Richtung wirkende FlUgeldruck die Flugvorrichtung nach der einen oder anderen Seite ablenkt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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