DE139892C - - Google Patents

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DE139892C
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steam
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/22Use of propulsion power plant or units on vessels the propulsion power units being controlled from exterior of engine room, e.g. from navigation bridge; Arrangements of order telegraphs
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B63SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
    • B63HMARINE PROPULSION OR STEERING
    • B63H21/00Use of propulsion power plant or units on vessels
    • B63H21/02Use of propulsion power plant or units on vessels the vessels being steam-driven
    • B63H21/08Use of propulsion power plant or units on vessels the vessels being steam-driven relating to steam boilers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Mechanically-Actuated Valves (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ein nicht unerheblicher Teil der Schiffsunfälle ist darauf zurückzuführen, daß im kritischen Augenblicke das Kommando des Schiffsführers, den Dampf zu stoppen, nicht rasch genug ausgeführt oder mißverstanden wird. Was von den Schiffsunfällen gilt, trifft aber auch bei anderen Dampfmaschinen zu; denn wenn auch hier der eintretende Unfall nur selten den Umfang wie bei nicht rechtzeitigem Abschneiden des Betriebsdampfes annimmt, so ist er doch häufig sehr schwer.
Diese Übelstände zu beseitigen ist Zweck der vorliegenden Erfindung. Dies wird nach letzterer durch eine Vorrichtung ermöglicht, welche es dem Schiffsführer gestattet, von der Kommandobrücke oder, wenn es sich nicht um Schiffsmaschinen handelt, den Kesseldampf von irgend einer bezw. von beliebig vielen Stellen der Betriebsanlage aus plötzlich abzuschneiden.
Auf beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 eine schematische Betriebsanlage, welche mit der neuen Vorrichtung ausgestattet ist, während die Fig. 2, 3 und 4 besondere Ausführungsformen von Konstruktionseinzelheiten der neuen Vorrichtung zeigen.
Wie aus der schematischen Zeichnung Fig. 1 ersichtlich, wird der in den Kesseln α α entwickelte Dampf in bekannter Weise aus den
Domen bb der Kessel durch Rohr c der 'Betriebsmaschine d zugeführt. Der Kesseldampf gelangt1 aber nicht, wie bisher gebräuchlich, aus dem Dome b direkt in das Dampfrohr c, sondern er muß erst ein dem Dome b angeschlossenes Absperrorgan e passieren, welches durch den Kesseldampf selbst gesteuert wird, da es sonst bei größeren Dampfmengen mit starkem Drucke unmöglich ist, den Dampf durch Hand aus dem Dampfkessel plötzlich abzuschließen.
Dieses Absperrorgan besteht, wie aus der dargestellten Ausführungsform ersichtlich, aus einem geschlitzten Schieber f (Fig. 2 und 3) welcher in dem Gehäuse g dampfdicht bewegt werden kann und hierbei zwischen entsprechend geschlitzten Schieberflächen h h gleitet, die einerseits durch Flanschen i mit dem Kesseldome b, andererseits durch Flanschen P mit dem zum Hauptrohre c führenden Zweigrohre c1 (Fig. 1) verbunden sind.
Aus Fig. 3 ist es ohne weiteres ersichtlich, daß es nur einer verhältnismäßig geringen Bewegung des Schiebers f bedarf, um den Kesseldampf abzusperren und daher plötzlich von der Betriebsmaschine abzuschneiden, wenn es gelingt, den Schieber trotz des auf ihm lastenden hohen Druckes rasch in die Schlußstellung zu verschieben.
Diese rasche Umsteuerung des Kesseldampfes wird nun durch den Kesseldampf selbst bewirkt, nachdem der Handhebel h betätigt ist.
Zu diesem Zwecke ist die Schieberstange f1 durch Hebel / mit der Stange m1 des Dampfkolbens m in der Art verbunden, daß eine Verschiebung des Dampfkolbens m auch eine Verstellung des Schiebers^ bewirkt. Die Verschiebung des Dampfkolbens m wird nun direkt durch den Kesseldampf bewirkt, der durch
Rohr η in das Gehäuse des Umsteuerschiebers ο gelangt, dessen Stange o1 mit dem Handhebel k in geeigneter Weise verbunden ist.
Bei der aus Fig. 2 ersichtlichen Stellung des Umsteuerschiebers ο tritt der Kesseldampf unter den Dampfkolben m, schiebt ihn in die Höhe und bewegt dadurch den Hebel / so, daß der geschlitzte Schieber f den Durchgang des Kesseldampfes durch Gehäuse h freigibt (Fig. 3). Der Kesseldampf gelangt also aus dem Dome des Kessels in die Hauptleitung c und speist die Betriebsmaschine.
Soll nun aus irgend einem Grunde der Kesseldampf plötzlich abgestellt werden, so hat man nur nötig, den Hebel k von links nach rechts zu bewegen. Dadurch wird der Umsteuerschieber ο abwärts bewegt und während nun der Kesseldampf über den Dampfkolben m tritt (wobei der Dampf unter dem Kolben in bekannter Weise entweicht) und ihn rasch nach unten bewegt, stellt der Hebel / den geschlitzten Schieber f um, der nunmehr den Kesseldampf von der Hauptleitung absperrt.
Die Bewegung des Absperrschiebers f ist hierbei vollkommen unabhängig von dem Drucke des Kesseldampfes, da diesem Drucke entsprechend auch der auf dem Dampfkolben wirkende Druck entsprechend fällt und steigt, und die Bewegung des Umsteuerschiebers ο keine Schwierigkeit macht. Da man ferner durch geeignete Abmessungen der Arme des Hebels / den Querschnitt des Dampfkolbens einerseits so klein halten kann, daß eine geringe Verschiebung des Umsteuerschiebers genügt, um die Dampfeinlaßkanäle zum Dampf kolbenzylinder frei zu machen, andererseits der Handhebel k bei entsprechender Länge nur eines rasch auszuführenden Anschlages bedarf, um den Widerstand des Umsteuerschiebers 0 zu überwinden, so ist es nicht nur möglich, durch Betätigung des Handhebels k das größte Dampfzuleitungsrohr c sofort abzusperren und damit den Betriebsdampf von sämtlichen Maschinen, die durch dieses Rohr gespeist werden, plötzlich abzusperren, sondern man kann diese plötzliche Absperrung auch von jeder Stelle der Betriebseinrichtung, also auch von der Kommandobrücke eines Schiffes und an sämtlichen Kesseln gleichzeitig vornehmen.
Man hat zu diesem Zwecke nur nötig, die Handhebel k der Absperrvorrichtungen sämtlicher Kessel durch Winkelhebel und Stangen ρ (Fig. 1) oder dergl. miteinander und mit einem auf der Kommandobrücke angeordneten Handhebel zu verbinden, um den Schiffsführer in die Lage zu versetzen, im geeigneten Falle den Betriebsdampf plötzlich ganz unabhängig von dem Maschinenpersonal abstellen zu können.
Natürlich kann man solche Handhebel noch an beliebigen anderen Orten anordnen, beispielsweise auch direkt auf dem Dampfeinlaßventile der Dampfmaschine, so daß hier der Maschinenwärter imstande ist, von seinem Stande aus den Kesseldampf für sämtliche Maschinen abzustellen, wenn sich hierzu die Notwendigkeit ergibt. Ist somit die plötzliche Abstellung des Kesseldampfes durch rasches Einschreiten des hierzu Befugten und damit die Vermeidung einer großen Anzahl von Unfällen gewährleistet, so können doch noch immer schwere Unfälle im Maschinenraum beim Platzen eines Dampfrohres eintreten, wenn der plötzlich mit großer Gewalt ausströmende Kesseldampf die Benutzung der Absperrvorrichtung verhindert.
Aber auch diese Gefahr läßt sich mit Hülfe der neuen Einrichtung auf ein Minimum einschränken, wenn man die neue Absperrvorrichtung noch mit einer automatisch wirkenden Betätigungseinrichtung verbindet, wie solche beispielsweise in Fig. 1 und 4 dargestellt ist.
Hier ist mit der Betriebsmaschine d in geeigneter Weise eine Luftpumpe q (Fig. 1) verbunden, durch welche beständig Luft in den Windkessel r gepumpt wird, dessen Ventil bei einem bestimmten Drucke abbläst und den Kolbenzylinder s (Fig. 4) speist. Der in diesem Zylinder befindliche Kolben s1 ist durch Hebel t mit der Kolbenstange und dem Kolben u verbunden, auf den der Kesseldampf wirkt, der durch Rohr ν zugeleitet wird.
Der Hebel t ist wieder durch geeignete Verbindungsstangen ρ usw. mit dem Hebel k der Absperrvorrichtung verbunden, so daß die Bewegung des Hebels t in der bereits geschilderten Weise den Absperrschieber / (Fig. 2 und 3) beeinflußt.
Der Luftzylinderkolben s1 ist um so viel größer als der Dampfzylinderkolben u, daß letzterer trotz des den Luftzylinderkolben belastenden Luftdruckes von dem Kesseldampfe niedergedrückt wird, auch wenn die Dampfspannung in den während des Betriebes zulässigen Grenzen schwankt.
Platzt nun aber das Dampfzuleitungsrohr, so daß ihm der Dampf in gefahrbringender Menge entströmt, so fällt sofort der Druck auf Kolben w, während hierdurch die Luftspannung im Windkessel r und damit auch der Druck auf den Luftzylinderkolben s* nicht berührt wird. Die Folge hiervon ist, daß Kolben s1 abwärts bewegt wird und dabei den Hebel t betätigt, der nun mit Hülfe seiner Verbindung mit dem Handhebel k den Absperrschieber auf Abschluß des Kesseldampfes einstellt.
Ist die Verletzung des Dampfrohres nicht so groß, daß hierdurch der Dampfkolben u genügend entlastet und der Luftdruck im Zylinder s die Umsteuerung des Absperrschiebers f einleiten kann, so hat das Maschinenpersonal genügend Zeit, um den Handhebel k1 zu be-
tätigen und damit die Dampfabsperrung herbeizuführen. Ist aber der Dampfrohrbruch so bedeutend, daß die Gefahr des Verbrühens für das Maschinenpersonal eintritt, so wird auch der Kolben u sofort derart entlastet, daß nun auch der Kolben des Luftzylinders s die Absperrvorrichtung ebenso plötzlich, wie ein rascher Handgriff durch Hebel k betätigt.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. Eine Einrichtung zum plötzlichen Abstellen des Betriebsdampfes von der Kommandobrücke oder einem anderen Platze aus, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Kesseldome oder in der Dampfleitung ein durch eine Dampfsteuerung mittels eines Hebels von Hand oder automatisch zu bedienendes Absperrorgan angeordnet ist, wobei der Hebel mit einem nach einem entfernten Platze führenden Gestänge verbunden ist, das beim Platzen des Dampfrohres oder bei aus anderen Gründen eintretender ' plötzlicher Dampfausströmung in Bewegung ■ gesetzt wird.
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter 1. beanspruchten Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß als Absperrorgan für den Kesseldampf ein gitterförmig geschlitzter Schieber (f) (Dreh- oder Flachschieber) dient, der mit einem dampfgesteuerten KoI-ben (m) in der Art gekuppelt ist, daß die Bewegung des Dampfkolbens nach der einen Richtung die Schlußstellung des Absperrorgans herbeiführt.
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. beanspruchten Einrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß der die Dampfsteuerung des Dampfabsperrorganes bewirkende Hebel (k) mit einer Zweikolbenmaschine gekuppelt ist, deren einer Kolben (u), unter dem Drucke des Kesseldampfes stehend, die Bewegung des anderen Kolbens fs1), der unter einem bestimmten Luftdruck steht, so lange verhindert, bis beim Platzen des Dampfrohres der Druck auf dem Dampfkolben (u) unter den des Luftdruckes sinkt und letzterer nunmehr die Dampfsteuerung des Absperrorganes in Tätigkeit setzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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