DE140119C - - Google Patents
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03C—SHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
- D03C3/00—Jacquards
- D03C3/12—Multiple-shed jacquards, i.e. jacquards which move warp threads to several different heights, e.g. for weaving pile fabrics
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine neue Harnischeinrichtung für mechanische
Webstühle, welche die Bildung eines Doppelfachs ermöglichen soll, und bei der zu diesem
Zweck zwei Platinen auf eine Litze einwirken. Die älteren Doppelfachbildungsvorrichtungen
arbeiten zum größeren Teil mit verschieden langen Platinen. Diese verschieden langen
Platinen bedingen jedoch, wenn sie von demselben Kartenprisma gesteuert werden sollen,
einen länger andauernden Anschlag des Prismas gegen die Nadeln und verlangen infolgedessen
eine schnellere, also ungünstigere Kartenbewegung. Aus diesem Grunde verwendet man
vielfach zwei Prismen, eins für die kurzen und eins für die langen Platinen, also eine SpezialJacquardmaschine.
Eine ebenfalls bekannt gewordene Einrichtung, die es ermöglicht, die Kettenfäden beliebig
in die Ober-, Mittel- oder Tieffachstellung zu bringen, arbeitet mit einer Doppel-Jacquardmaschine
und mit schleifender Litze.
Im Gegensatz zu diesen älteren Einrichtungen ermöglicht es der Erfindungsgegenstand, bei
Benutzung einer einfachen Jacquardmaschine die Kettenfäden ganz nach Belieben in die
Ober-, Mittel- oder Tief lage des Doppelfachs zu verbringen ohne größeren Litzenverschleiß
als sonst und mit gleicher Sicherheit des Arbeitens. Dieses wird dadurch erreicht, daß die
beiden gleich langen Platinen durch verschieden lange und deshalb verschieden hoch hebende
HarnischschnUre mit der Litze verbunden sind.
An Hand der beiliegenden Zeichnung soll diese neue Harnischeinrichtung in nachstehendem
des näheren erläutert werden: Bei vorliegender Einrichtung sind die Litzen α je mit
zwei Platinen I und II durch Vermittlung zweier Harnischschnüre bl bezw. bu verbunden, von
welchen die eine b11 um die halbe Fachhöhe
länger ist als die andere b1, so daß diese für gewöhnlich die Litze α trägt und durch deren
Gewicht c gespannt erhalten wird, während die andere b11 schlaff hängt. Um hierbei das
Hängenbleiben der Platinen zu vermeiden, ist unmittelbar unterhalb jeder Platine zwischen
ihr und der Harnischschnur noch ein besonderes Belastungsgewicht dl bezw. d11 vorgesehen.
Die Anordnung dieser Platinen I und II in der Maschine kann eine verschiedene sein. Es
könnten z. B. die Platinen 1, 3, 5, 7, 9 usw. dem System I, die dazwischenliegenden aber
dem mit II bezeichneten System entsprechen, oder es können auch bei beispielsweise 400 Piatinen
in der Maschine die Platinen 1 bis 200 für I, die übrigen 201 bis 400 für II verwendet
werden. Endlich könnten auch zwei Jacquardmaschinen an demselben Stuhl angebracht
werden, von welchen die eine die Platinen I, die andere die Platinen II enthielte.
Auf der Zeichnung ist die Wirkungsweise dieser neuen Harnischeinrichtung beispielsweise
in Verbindung mit einer Hoch- und Tieffachmaschine veranschaulicht.
In Fig. ι ist die Einrichtung in der Ruhelage dargestellt, die Platinen und Litzen befinden
sich in der Mittelstellung.
Werden beide Platinen I und II gehoben, so wird der in der zugehörigen Litze α geführte
Kettenfaden A in die Oberlage des Doppelfachs gehoben (Fig. 2). Die Platine I
und die Harnischschnur b1 sind hier die arbeitenden
Elemente, während die Platine II nur mitgehoben wird, um ein weiteres Durchhängen
der Schnur b11 zu vermeiden; auf die
Litze α und den Faden A übt sie aber keinerlei Einfluß aus.
Gehen beide Platinen I und II aber mit dem beim Heben des Messerrostes sich nach abwärts
bewegenden Platinenboden in die Tieflage (Fig. 3), so wird dadurch der Kettenfaden
in die untere Lage des Doppelfachs gebracht, wobei wiederum die Platine II mit ihrer
Platinenschnur keinerlei Wirkung ausübt.
Wird endlich die Platine I mit dem Platinenboden gesenkt, die Platine II aber von ihrem
Hebemesser in die Hochfachstellung gehoben (Fig. 4), so nimmt der Kettenfaden A die
Mittellage im Doppelfach ein, da die Platine II wegen der größeren Länge ihrer Harnischschnur
b11 die Litze α nur um halbe Fachhöhe
heben kann. In diesem Falle ist also die Platine II die arbeitende, während Platine I
keinerlei Einfluß ausübt und die hier zugehörige Harnischschnur b1 schlaff hängt.
Es ermöglicht also die neue Einrichtung, die Kettenfäden ganz nach Belieben und unabhängig
voneinander in die Ober-, Mitteloder Tieflage des Doppelfachs zu legen.
Aus Zeichnung und Beschreibung ergibt sich ohne weiteres, daß die beschriebene Wirkung
der neuen Harnischeinrichtung mit jeder einfachen Jacquardmaschine erzielt werden kann.
Claims (2)
1. Harnischvorrichtung für mechanische
Webstühle mit Doppelfach, bei welcher zwei Platinen an einer Litze angreifen, dadurch
gekennzeichnet, daß die Platinen (I, II) durch Kordeln (bl b11), von welchen die
eine um halbe Fachhöhe länger ist als die andere, mit der Litze α verbunden sind,
so daß mit Hülfe einer jeden einfachen Jacquardmaschine jeder Kettenfaden nach
Bedürfnis in die Ober-, Mittel- oder Tieflage des Doppelfachs verbracht werden kann.
2. Eine Harnischeinrichtung nach Anspruch ι, gekennzeichnet durch die Anordnung
besonderer Anhängegewichte (Sd11)
am oberen Ende der verschieden langen Harnischschnüre (b1 b11) zur Vermeidung
eines Hängenbleibens der Platinen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE140119C true DE140119C (de) |
Family
ID=407819
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT140119D Active DE140119C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE140119C (de) |
-
0
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