DE140659C - - Google Patents
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- DE140659C DE140659C DENDAT140659D DE140659DA DE140659C DE 140659 C DE140659 C DE 140659C DE NDAT140659 D DENDAT140659 D DE NDAT140659D DE 140659D A DE140659D A DE 140659DA DE 140659 C DE140659 C DE 140659C
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- G—PHYSICS
- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10D—STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- G10D3/00—Details of, or accessories for, stringed musical instruments, e.g. slide-bars
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- Stringed Musical Instruments (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Saiteninstrumente, bei denen die Saiten über ein Griffbrett gespannt sind und in bekannter
Weise durch ein umlaufendes Streichband zum Ertönen gelangen, gliedern sich —
gerade so wie die mit dem Geigenbogen gespielten Streichinstrumente —- in Diskant- und
Baßinstrumente; erstere sind mit kürzeren, höher klingenden, letztere mit längeren, tiefer
klingenden Saiten bezogen.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Instrument der vorbezeichneten Art, bei welchem
ein Diskant- und ein Baßinstrument infolge besonderer Einrichtung zu einem Instrument
vereinigt sind, auf welchem alle für jene beiden Einzelinstrumente geschriebenen Musikstücke
ausgeführt werden können.
Zu diesem Zwecke erhält das Instrument in allem die Größe und Einrichtung des Baßinstrumentes,
ebenso haben die Saiten die gleichen Längen und Klanghöhen wie bei letzterem. Das neue Instrument unterscheidet
sich aber von dem Baßinstrument dadurch, daß seine Saiten mittels einer besonderen Vorrichtung
auf die Längen und Klanghöhen der Saiten eines Diskantinstrumentes gebracht werden
können, und daß somit dieses neue, die Baßbesaitung tragende Instrument infolge der
Anbringung jener Vorrichtung zeitweilig in ein Diskantinstrument umgewandelt werden kann.
Auf der Zeichnung zeigen:
Fig. ι den Grundriß des Instrumentes und der Vorrichtung, Fig. 2 eine Seitenansicht der
Vorrichtung, Fig. 3 den Grundriß der Vorrichtung, Fig. 4 und 5 Querschnitte der Vorrichtung,
Fig. 6 die Vorrichtung in der Ausgangsstellung, Fig. 7 eine Seitenansicht des Antriebsrades für das Streichband, der das
Band führenden Rollen und der in Wirkung befindlichen Vorrichtung.
Die Resonanzplatte α des Instrumentes ist mit dem Griffbrett b und den darüber gezogenen,
in bekannter Weise zwischen Befestigungsstiften und Stimmwirbeln aufgehängten Saiten c bespannt und trägt überdies in halber
Länge der Saiten einen sich quer über samtliehe Saiten legenden Zwischensteg, welcher
wie nachstehend beschrieben eingerichtet ist. Die U-förmig gestaltete Schiene k ist an ihrem
einen Ende in dem Bock ζ um den Bolzen h drehbar gelagert und wird durch die von
unten gegen sie drückende Feder /, solange wie der Zwischensteg außer Wirkung gesetzt
ist, in gehobener Stellung gehalten (Fig. 6). Bei dieser Stellung des Zwischensteges werden
die Saiten von ihm nicht berührt, noch mittelbar beeinflußt; sie können in ihrer ganzen
Länge benutzt werden, und das Instrument läßt sich somit als ein Baßinstrument verwenden.
Wird hiernach der Zwischensteg von Hand oder mittels einer vom Fuße beeinflußten Zug-Vorrichtung
von der Ausgangsstellung hinweg in die aus Fig. 1 und 2 ersichtliche wagerechte
Angriffsstellung gebracht, dann legt er sich im rechten Winkel quer über die Saiten,
welche bisher frei über dem Griffbrett schwebten und drückt jene herab auf das Griffbrett oder
auf den Griffbrettbund.
Da der Zwischensteg so angeordnet ist, daß er sich über die Mitte der Saitenlängen legt,
so werden bei dem Inwirkungtreten des Zwischensteges die Saiten beim Anstrich nicht
mehr in ihrer ganzen Länge, sondern nur noch
in halber Länge schwingen können, derart, daß jede nun in der Oktave des von der unverkürzten
Saite angegebenen Grundtones erklingt. Ist z. B. das Instrument mit den fünf Saiten C G dα e' bezogen, so wird diese Besaitung,
sobald der Zwischensteg in Wirkung tritt, um eine Oktave höher in c g d' a' e" verwandelt,
und das Instrument mit seiner vordem dem Violoncello entsprechenden Besaitung erhält
nun eine solche, welche der Bratsche und der Violine entspricht. Die Verwendbarkeit
des ursprünglichen Instrumentes wird durch die Anbringung dieser Umstimmvorrichtung
somit verdoppelt oder verdreifacht.
Um den Druck des Zwischensteges auf die Saiten genau in dem der Empfindlichkeit der
einzelnen Saite entsprechenden Grade bestimmen zu können, ist, wie Fig. 2 und 5 zeigen, auf der Schiene k für jede Saite ein
besonderer Druckknopf vorgesehen. Derselbe besteht aus dem mit Schraubgewinde versehenen,
nach oben in dem Plattenkopf s endigenden Bolzen q, welcher in der Ausfüllung
r der Schiene k hoch- und niederschraubbar angeordnet ist, indem in die Durchlochung
jener Ausfüllung ein Schraubgewinde geschnitten ist, welches jenem des Bolzens q
genau entspricht. Durch Drehen des Bolzens kann dieser für die von ihm beeinflußte Saite
genau eingestellt werden, und es ist in ihn an jener Stelle, wo er die Saite berührt, zur
Schonung der Saite der Lederpfropfen (Fig. 5) eingelassen, so daß die Saite durch den Druckknopf
ebenso elastisch gedrückt wird, als wenn dies mittels Fingers vorgenommen würde.
Um den Zwischensteg in seiner Wirkungsstellung solange wie erforderlich ist, festzuhalten, ist dessen freies Ende zu einem Haken m
ausgebildet, welcher beim Niedergang die unter der Einwirkung der Zylinderfeder η stehende,
in horizontaler Führung gleitbar gelagerte Schieberplatte ο zur Seite drängt und in eine
Aussparung der Resonanzplatte hinabsinkt. Die Schieberplatte ο wird nach dem Vorübergange
des Hakens m durch die Feder η sofort wieder in ihre Ausgangsstellung zurückgedrängt, wodurch
der Haken tn am Wiederemporsteigen so lange verhindert wird, bis die zu diesem
Zwecke mit der Einkerbung ρ versehene Schieberplatte von Hand für einen Augenblick
zurückgezogen wird und dann den Haken m freigibt, so daß der Zwischensteg unter dem
Druck der Feder I sich wieder von den Saiten abhebt und in seine ursprüngliche Ausgangsstellung
zurückschnellt, wodurch die Saiten des Instrumentes wieder in ihrer ganzen Länge
für den Angriff der Finger verwendbar gemacht werden.
Die Einrichtung, bei welcher das endlose Streichband/ (Fig. 7) über Rollen e in Schlangenwindungen
zwischen den Saiten c mittels der Antriebsscheibe d auf und nieder geführt wird
und durch die Tastatur g (Fig. 1) in Berührung mit den anzustreichenden Saiten gelangt,
ist als bekannt in Fig. 1 und 7 nur angedeutet worden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Streichinstrument mit Griffbrett und umlaufendem Streichband, gekennzeichnet durch einen quer zu den Saiten schwingbar gelagerten, einarmigen Umstimmhebel (kj, der in seiner niedergedrückten, die schwingenden Teile der Saiten verkürzenden Stellung festgestellt werden kann, und nach seiner Freigabe durch eine Feder (I) oder dergl. derart angehoben wird, daß er der die Saiten greifenden Hand nicht hinderlich ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE140659C true DE140659C (de) |
Family
ID=408326
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT140659D Active DE140659C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE140659C (de) |
-
0
- DE DENDAT140659D patent/DE140659C/de active Active
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