DE141602C - - Google Patents

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DE141602C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01CMEASURING DISTANCES, LEVELS OR BEARINGS; SURVEYING; NAVIGATION; GYROSCOPIC INSTRUMENTS; PHOTOGRAMMETRY OR VIDEOGRAMMETRY
    • G01C1/00Measuring angles
    • G01C1/08Sextants
    • G01C1/10Sextants including an artificial horizon

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Radar, Positioning & Navigation (AREA)
  • Remote Sensing (AREA)
  • Gyroscopes (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 141602 KLASSE 42 c.
versehenen Gyroskop.
Bei den bisher bekannten Kollimator-Gyroskopen besteht der Übelstand, daß die beobachteten Gestirne sich auf dem farblosen oder weißen Grunde der Linse des Gyroskopes nur sehr schwach abzeichnen, wodurch der Aufnahme die Genauigkeit genommen und die Beobachtung häufig sogar zur Unmöglichkeit wird.
Vorliegende Erfindung betrifft nun eine Verbesserung an dem Instrument, dahingehend, daß die Sichtbarkeit des beobachteten Sternes mit der größten Genauigkeit erreicht und die Ortsbestimmung sowohl am Tage als auch in der Nacht ermöglicht wird.
Eine Ausführungsform ist auf beiliegender Zeichnung veranschaulicht, und zwar zeigt
Fig. ι eine Seitenansicht mit teilweisem Längsschnitt eines Sextanten, an dem die verbesserte Einrichtung angebracht ist,
Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie A-B der Fig. 1,
Fig. 3 endlich einen Teil der mit wagerechten Linien versehenen Linse, auf welcher die Sonne, der Mond oder die Sterne beobachtet werden können, in stark vergrößertem Maßstabe.
Mit ι ist der Sextant bezeichnet; 2 und 3 sind die Spiegel, welche gestatten, den für die Ortsbestimmung benutzten Stern mittels des Kollimators 4 auf einem besonderen, später ausführlicher beschriebenen und vom Gyroskop getragenen Hintergrunde zu sehen.
Das Gehäuse 5, welches das Gyroskop enthält, hat zwei Fenster 6 und 7, welche in üblicher Weise in der Achse einer der Hälften des Kollimators 4 liegen und die Durchsicht durch das Gyroskop 8 (Fig. 2 und 3) gestatten. Das Fenster 7 hat ein durchsichtiges und das Fenster 6 ein mattgeschliffenes Glas, welches Licht nur durchscheinen läßt.
Über dem Gyroskop befindet sich eine Kammer 9, welche zwei gegenüberliegende Fenster hat, vor denen die Linse 10 bezw. das Glas 11 angeordnet ist. Die Linse 10 ist durchsichtig und auf der von der Drehachse des Gyroskopes abgewendeten Außenseite konvex, und zwar so, daß das Glas 11 in ihrem Brennpunkte liegt. Dieses Glas 11 ist eben und geschwärzt, während nur die auf ihm angebrachten wagerechten Linien durchsichtig bleiben. Diese Linien müssen möglichst fein sein und können entweder auf photographischem Wege oder durch Überziehen des Glases mit einer schwarzen Schicht und Ziehen der Linien mittels eines sehr feinen Stiftes auf einer Teilmaschine oder sonstwie hergestellt sein. Die Mittelpunkte der Linse 10 und des Glases 11 liegen in einer wagerechten Ebene, welche durch die Mittelpunkte der Fenster 6 und 7 des Gehäuses 5 geht.
In der verlängerten Mittellinie der beiden Fenster 6 und 7 ist in einem passenden Abstande von denselben eine Röhre 12 angeordnet, welche eine kleine elektrische Glühlampe 13 und eine Linse 14 enthält, deren Brennpunkt im Mittelpunkt des leuchtenden Teiles der Lampe liegt. Die Röhre 12 trägt ferner einen Bolzen 15, auf welchem Rah-
men 16 mit gefärbten Gläsern einzeln drehbar sitzen, von denen nach Belieben der eine oder andere zwischen die Linse 14 und die mattgeschliffene Glasscheibe 6 eingeschaltet werden kann. Diese Anordnung hat den Zweck, in der Nacht mittels der Linse 14, der Rahmen 16 und des matten Glases 6 nach dem Innern des Gehäuses 5 nur abgeschwächtes und gut verteiltes Licht gelangen zu lassen, dessen Stärke und Farbe beliebig geändert werden kann, um den beobachteten Stern scharf auf dem schwarzen Hintergrund des Glases 11 und selbst durch die auf dem letzteren eingerissenen und leuchtenden Linien hervortreten zu lassen.
Wenn nach Ingangsetzung des Gyroskopes der Beobachter das Instrument in gewöhnlicher Weise gebraucht und in den Kollimator 4 hineinsieht, so erscheint ihm infolge der großen Umdrehungsgeschwindigkeit des Gyroskopes das Glas 11 stillzustehen. Mittels des Tageslichtes oder des Lichtes der elektrischen Glühlampe 13 werden die auf dem schwarzen Glase 11 angebrachten wagerechten Linien leuchten und sehr deutlich sichtbar sein.
Der für die Ortsbestimmung herangezogene und durch die Spiegel 2 und 3 passend zurückgeworfene Stern wird sich deutlich von dem dunklen Hintergrund abheben, wie Fig. 3 zeigt, wo 17 die Sonne, 18 den Mond und ig einen Stern vorstellt.
Der Beobachter hat nur festzustellen, welche der wagerechten Linien den unteren Rand des beobachteten Sternes berührt, um den entsprechenden Wert zu dem Winkel zu addieren oder von demselben abzuziehen, welcher von dem Sextanten abzulesen ist, je nach der Anzahl der Teilungen an demselben und der Teilungen oberhalb oder unterhalb der wagerechten Mittellinie des Glases 11.
sind drehbare Rahmen mit gefärbten Gläsern, welche wie bei anderen Sextanten nach Belieben einzeln zwischen die beiden Spiegel 2 und 3 eingeschaltet werden, um die Sonne ohne ihren Glanz sehen zu können.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Vorrichtung zur Erzeugung eines Beobachtungshintergrundes an einem mit Kollimator versehenen Gyroskop, dadurch gekennzeichnet, daß im Oberteile des Gyroskopes 8 in zwei gegenüberliegenden und sich bei der Umdrehung von Zeit zu Zeit in die verlängerte Mittellinie des Kollimators 4 einstellenden Fenstern eine plankonvexe Linse 10 und ein im Brennpunkt derselben liegendes schwarzes Glas 11 mit feinen, gleich weit abstehenden, lichtdurchlassenden, wagerechten Linien angeordnet sind, die bei der Umdrehung einen Hintergrund erzeugen, von dem die beobachteten Sterne sich abheben.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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