DE1419C - Verfahren zur Herstellung von Sammetgeweben - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von SammetgewebenInfo
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Classifications
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- D—TEXTILES; PAPER
- D03—WEAVING
- D03D—WOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
- D03D27/00—Woven pile fabrics
- D03D27/02—Woven pile fabrics wherein the pile is formed by warp or weft
- D03D27/06—Warp pile fabrics
Landscapes
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- Textile Engineering (AREA)
- Decoration Of Textiles (AREA)
Description
1877.
Klasse 86.
THEODORE FUNCK in ROUBAIX (Frankreich). Verfahren zur Herstellung von Sammetgeweben.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. November 1877 ab.
Gegenstand dieser Erfindung ist die Fabrikation von Sammetgeweben irgend welcher Art,
wie ungerissenem Sammet, Tripssammet oder Fantasiesammet, mit Hülfe einer neuen Anordnung,
welche die für eine gewisse Wirkung bestimmte Kette um eine feste, mit der Richtung
der Kette parallel laufende Sammetnadel drehen läfst. ·
Diese Nadel, der Hauptbestandteil der Erfindung, befindet sich zwischen zwei Rietblättern,
von welchen das eine das Rietblatt der Lade selbst ist. Dieselbe ist von beliebigem
Querschnitt und von einer Höhe, welche derjenigen der zu erzielenden Sammetmasche entspricht.
Bei Anwendung dieser Nadel fällt die Anwendung von Nadeln jeder anderen Art weg,
so dafs sich alle Gewebe der 'gedachten Art courant in jeder Breite mit einer einzigen Kette
und ohne jeglichen Aufenthalt herstellen lassen. Da man ferner das Ende dieser Nadeln in
Messerform scharf kann zulaufen lassen, so ist man infolge dieser Anordnung im Stande, das
selbstthätige Durchschneiden der Sammetmaschen in dem Maafse, wie diese sich bilden, zu bewirken.
Dies sind bedeutende Vortheile, welche geeignet sein dürften, die Verfahren zur Herstellung
von Sammet oder ähnlicher Artikel wesentlich zu modificiren.
Im Folgenden soll nunmehr mit Hülfe der beiliegenden Zeichnung der Gang der Fabrikation
irgend eines Sammetgewebes nach dieser Erfindung beschrieben werden.
ABCD, Fig. i, sind vier Geschirrflügel,
welche mit Hülfe von drei Pedalen MNP bewegt
werden. Das Pedal M zieht die Flügel A und C herunter, das Pedal N die Flügel C D
und das Pedal P die Flügel BD. abcd sind
die vier Ringel dieser Flügel und m ti, m1 nl
zwei kleine besondere Geschirre, deren Fäden durch die Ringel abcd hindurchgehen, r rl
sind Federn, welche die Geschirre zurückziehen. Die Pedale A B CD haben keine solche Federn
und werden bei diesem System durch ein System geeignet angeordneter Latten in Bewegung
gesetzt, χ und y sind die Ringel dieser kleinen
Geschirre.
Die Polkette X wird durch den Ringel χ und die Grundkette Y durch den Ringel y gezogen.
^ ist die Nadel, welche mit dem Ende K
in den Zwischenräumen eines festen Rietblattes S befestigt ist, während das andere Ende frei
zwischen den Zähnen des beweglichen Rietblattes Ji der Lade hindurchgeht.
Der Gang der Operation ist nun folgender:
Man bewegt das Pedal M, wobei die Flügel A und C niedergehen, während die Flügel B
und D wieder in die Höhe gehen. Der Ringel a folgt der Bewegung und nöthigt den Ring χ,
die Nadel KK1 zu verlassen und niederzugehen,
wodurch alsdann die Polkette X die in Fig. 2 dargestellte Stellung einnimmt. In demselben
Augenblicke geht der Flügel C nieder, allein infolge der Anordnung der kleinen Geschirre
ml n1 gleitet der Ring c vorüber, ohne irgend
sonst etwas mit niederzuziehen, und der Grundfaden Y bleibt infolge dessen in seiner Lage.
Das Fach ist alsdann offen, das Rietblatt geht zurück und der erste Schufsfaden E kann vorüber.
Nunmehr wird das Pedal N bewegt, welches die Flügel C D niederzieht, während die Flügel
A B in die Höhe gehen (Fig. 3).
In dieser Lage befindet sich der Grundfaden Y unten, der Polfaden oben. Ein neuer Schufsfaden
wird durchgeschossen und alsdann wieder das erste Pedal M (Fig. 2) bewegt, welches .
uns einen dritten Schufsfaden liefert, mit dem Pol nach unten.
Es ist zu bemerken, dafs bei dem Durchschiefsen der drei Schufsfaden die Polkette sich
immer auf der einen Seite der Nadel befunden hat, und zwar auf der Seite, welche auf der
Zeichnung dem Beschauer gegenüberliegt, nunmehr mufs dieselbe auf die andere Seite gebracht
werden. Indem man zu diesem Zwecke das Pedal M losläfst und die Flügel ihre Ruhelage
einnehmen läfst (Fig. 4), befindet sich der Ring χ, welcher die Polkette führt, nahe dem
oberen Theile der Nadel. Wird alsdann das Pedal P bewegt, so hat dies einen Niedergang
der Flügel B und D zur Folge, welche mit ihrem Faden auf der anderen Seite der Nadel
liegen. Die Polkette wird sich alsdann nochmals unten und die Grundkette oben befinden,
allein nicht mehr auf der nämlichen Seite, da der Ringel x, dem Zuge dieser Flügel folgend,
auf die andere Seite gegangen ist und die Polkette mit sich gezogen hat. Hierdurch wird
Claims (1)
- vorn an dem Webstuhle eine Schleife gebildet, welche von dem Rietblatt auf das Gewebe gezogen wird.Nunmehr wird das Pedal N bewegt, welches die Grundkette niedergehen läfst, Fig. 6, alsdann das Pedal P, welches diese Kette wieder in die Höhe hebt, Fig. 5, und zwar, indem man jedesmal einen Schufsfaden hindurchschiefst. Nunmehr bewegt man das Pedal M, welches man aber in umgekehrter Richtung, Fig. 1, den Weg um die Nadel machen läfst. Die Polkette hat alsdann ihre erste Lage wieder eingenommen, und eine zweite Schleife hat sich gebildet und so weiter.Auf diese Weise läfst sich mit den beschriebenen Mitteln durch stete Fortsetzung der Bewegung der Pedale eine Reihe von Schleifen auf dem Gewebe bilden, deren Höhe durch die Höhe der Nadel und deren Entfernung durch die Schufsfaden bedingt wird.Mit Hülfe des am Ende der Nadel sitzenden Messers K' kann ein selbsttätiges Durchschneiden der Maschen bewirkt werden, da es zu diesem Zwecke genügt, dafs die Spannung des Regulators jede um die Nadel sich bildende Schleife über die Schneide des Messers hinüberfahren läfst.Man kann begreiflicher Weise eine beliebige Menge Nadeln in einer gegebenen Breite anbringen, so dafs man Gewebe mit beliebig engem Gerstenkornmuster und beliebig weiten Flottlagen erhalten kann, was bisher nicht möglich war.Patent-Anspruch: Die Herstellung von Sammetgeweben und ähnlichen Geweben mit Hülfe von Nadeln, welche parallel mit der Kette befestigt sind, ohne Hülfe irgend einer anderen Nadel, wie dies oben mit Hülfe der beiliegenden Zeichnung des Näheren beschrieben wurde.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1419T | 1877-11-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1419C true DE1419C (de) |
Family
ID=70912331
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1419DA Expired - Lifetime DE1419C (de) | 1877-11-24 | 1877-11-24 | Verfahren zur Herstellung von Sammetgeweben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1419C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3779520A (en) * | 1971-03-29 | 1973-12-18 | Baker Perkins Ltd | Mixing chamber construction |
-
1877
- 1877-11-24 DE DE1419DA patent/DE1419C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3779520A (en) * | 1971-03-29 | 1973-12-18 | Baker Perkins Ltd | Mixing chamber construction |
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