DE14266C - Frostfreier Wasserpfosten - Google Patents
Frostfreier WasserpfostenInfo
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Description
KAISERLI GtHES
PATENTAMT.
NTSCHRIFT
KLASSE
Frostfreier Wasserpfosten. i
Die Construction des nachstehend beschriebenen Hydranten beruht auf dem Gedanken, das sehr
häufig vorgekommene Einfrieren verschiedener, bisher benutzter Hydrantensysteme dadurch unmöglich
zu machen, dafs das gegen das Innere der Rohrleitung sich öffnende Abschlufsventil,
durch welches Wasser aus der Rohrleitung in das bewegliche oder feste'Hydrantrohr gelangen
soll, der Wasserströmung im Rohrstrange möglichst genähert und zwar so nahe gerückt wird,
dafs es bei der gröfsten Oeffnung von der
• Wasserströmung in der Rohrleitung gerade tan-■ girt ■ wird und bei dieser Stellung dem Austritt
des Wassers aus der Rohrleitung und dem verticalen Aufsteigen in das Hydrantrohr durch
allmälige Ablenkung der Bewegungsrichtung die geringstmöglichen Hindernisse darbietet. Fig. 1
bis 6 zeigen die Construction des ■ frostfreien Hydranten mit beweglichem Aufsteigrohr in sechs
verschiedenen Ansichten und Durchschnitten AB CDEF. .■■·.·;, ;i; ■ ■■■ . .. . ■, -''C'; ; :
Das in. jeden Leitüngsstrang w w beliebig
einzuschaltende Faconstück i hat eine nach oben gerichtete kurze, für den Wasseraustritt günstig
geformte Abzweigung, welche durch den gufsciscrnen
Flantsch g. abgeschlossen ist.
In der Mitte dieses. Flantsches ist der. metallene
Ventilsitz c befestigt, .welcher an einem
nach oben' gerichteten. Bügel eine Mutter zur Aufnahme des mit einem. entsprechenden Gewinde versehenen Ventilbolzens b trägt, während
seine untere Seite dem gegen das Innere der, Rohrleitung sich öffnenden, auf dem unteren
Knopf des Ventilbolzens lose drehbaren, weich; geiiderten Ventil α als -Abschlufs- oder Auf-.
schlagfläche dient. .;:'\·-'■'·..·■■■·■■/ ·. v
'■; Auf der oberen Seite des Gufsflantsches sind zwei Haken h h angegossen, welche zur Aufnahme zweier. Ansätze k k der am unteren
Hydräbtrohrende beweglichen Schraubenhülse
dienen,, wodurch bei entsprechender Drehung,
des ah seiner untereia Basis' geiiderten .Hydrantrohres'
ein wasserdichter Abschlufs ..auf der. oberen Seite des Ventilsitzes bewerkstelligt wird.
Das bewegliche Hydrantrohr mit dem in der Stopfbüchse m drehbaren Kopf und den üblichen,.!'.'
mit Verschlufskappe α versehenen zwei Ausgufs-.;
öffnungen η ti enthält seiner Axe .entlang eine
eiserne Schlüsselstange., welche am Durchgang; durch den Kopf des Hydrantrohrs in einer!
Stopfbüchse fi geführt ist, am oberen Ende ein:
Querstück q zu ihrer bequemen Handhabung, ■·■:
am Unteren Ende eine drei- oder viereckige, Hülse zur Aufnahme des entsprechend geformten !
Obertheils d des metallenen Ventilbolzens be-,,
sitzt.· ■■' ■ .';■.. Γ ·■ -■.·' ·",' ' ; '.·.·· .' .;';"; " ■ '■·.■ '■■■ " \:~\
Zum Zweck der Benutzung des Hydranten!
wird das auf den Flantsch g durch entsprechende
Drehung wasserdicht : aufgesetzte Hydrantrohr!. mittelst des im Schacht angebrachten, schmiede ν
eisernen Stegs u, Fig. i, befestigt, die durch.:
den beweglichen Bügel r hochgehaltene Schlüssel- ■ stange nach Umlegen des Bügels niedergedrückt;:
der Kopf d des Ventilbolzens gefafst und durch, , Drehung der .Schlüsselstange am Querstück q
in ■ derselben Richtung, wie: dies bei dem Auf-
setzen des Hydrantrohres geschehen, das Ventil
mittelst, des am Ventilbolzen befindlichen
..Schraubengewindes;.geöffnet. . : .: : :
Der ' Abschlufs .des . Ventils. erfolgt , durch
Drehung der Schlüsselstange in entgegengesetzter Richtung, wobei' der in der Rohrleitung vorhandene, auf die untere Fläche des Ventils
wirkende Wasserdruck eine weitere Sicherheit "für den wasserdichten Abschlufs des Ventils
bietet. > : . ' ';..' ": .■■'■■" ■'■' ■ '.
Eine zu weit gehende Oeffnung des Ventils
bezw. einen zu tiefen Niedergang desselben verhindert ein am Ventilbolzen befestigter, ringförmiger Bund c, Fig. 5 und. 6; .
Wird Werth darauf gelegt, die Hydränteneinrichtungen
leicht zu überwachen und vorkommende Reparaturen· bequem vornehmen zu
können, so empfiehlt sich die Anlage eines weiten gemauerten oder aus Beton hergestellten,
nach oben für die Auflage eines eisernen Schachtdeckels verengten Schachtes, wie in
Fig. ι und 2 in zwei senkrechten Durchschnitten
dargestellt ist. . \ ·"
In diesem Fall ist es jedoch zu möglichster
Vermeidung einer ungünstigen. Einwirkung der
äufseren Temperatur geboten, ungefähr in halber
Schachthöhe einen doppelten Bretterbuden anzubringen.
In diesem Holzboden ist zum Zweck der Einführung des Hydrantrohres eine entsprechend grofse Oeffnung angebracht, welche
während der Nichtbenntzung des Hydranten mit einem hölzernen Deckel, Fig. 3, geschlossen ist.
Der auf der Oberseite dieses Deckels angebrachte Griff ist in Form einer dünnen Eisenstange nach unten bis in die Nähe des Ventilsitzes verlängert und trägt an seinem unteren
Ende eine Glocke, welche dazu dient, das Ventil nebst Ventilbolzen und Zubehör vor dem
Eindringen von Staub und Schmutz zu bewahren. : ■'.']'.'■■'. .;■
; Wo auf bequeme Zugänglichkeit der Ventileinrichtungen kein Werth gelegt wird, genügt
für diesen Hydranten eine enge, senkrecht gestellte Schachtröhre, welche in der Höhe des
Flantsches g concentrisch mit dem Ventilbolzen
. aufgesetzt wird / im Niveau, des Bodens. mit
Schlufsdeckel versehen ist und für die Manipulation mit dem Hydrantrohr genügenden Raum
läfst. . .-.'■■■ ■,. ■'...' . ■'■ ' :
; Bei der in Fig. 7 bis ι ο dargestellten Einrichtung ist auf dem Flantsehdes Facjonstücks t
ein festes, gufseisernes Standrohr c mit verlängertem
Ventilbolzen d angebracht, welches bis nahe unter die Bodenfläche reicht. .■ .
;. Das obere Ende dieses festen Standrohres
besitzt ein inneres .Gewinde,;, welches nach dem
Abdecken der Schachtplatte und Abnahme des: durch ein . Ke, ttcheri mit, dem ,Standrohr verbundenen
Schutzdeckels f, Fig. 9, zum wasserdichten Aufschrauben des verkürzten Hydrantrohres g, Fig. 7 und 8, dient. Letzteres enthält in seiner Axe gleichfalls eine Schlüsselstange," womit der verlängerte Ventilbolzen d
zum Zweck der Ventilöffnung gefafst und gedreht werden kann. Das Ventil selbst hat die·
gleiche Construction, wie bei dem in Fig. 1 bis 6 dargestellten Hydrantrohr, auch ist die Art der
Benutzung der oben beschriebenen gleich.
Die Entfernung des nach der Benutzung in dem festen Theil c des Hydrantrohrs zurückbleibenden
Wassers geschieht durch eine auf dem Grunde dieses Rohres befindliche kleine Oeffnung q, welche durch eine um ein Scharnier
bewegliche Klappe p geschlossen wird.
Der mit der Klappe/ fest verbundene Arm s verlängert sieh in eine, den Ventilbolzen d halb
umfassende Gabel und einen nach unten gerichteten Sporn. Unter der Gabel ist am
Ventilbolzen ein ringförmiger Wulst r befestigt, welcher mit ersterem sich auf- und abbewegt
und beim Aufgange des Ventilbolzens, also beim Schliefsen des Hydrantenventils, die Gabelhebt
und damit die Klajjpe p öffnet, wodurch dem im Hydrantrohr angesammelten Wasser
durch die Oeffnung q Gelegenheit zum Entweichen in den unteren Schachtraum geboten
ist, während bei dem Niedergang des Ventilbolzens oder bei der Oeffnung des Hydrantenventils
durch den Druck auf den Sporn der Hebel s und damit die Klappe ρ niedergedrückt
■wird,' wodurch der AVasseraustritt abgeschlossen
ist, während gleichzeitig der in der Rohrleitung herrschende Wasserdruck auch auf die Klappe /
wirkt und damit eine weitere Sicherheit für ihren dichten Abschlufs bietet.
Fig. π bis 14 zeigen die Einrichtung des frostfreien Hydranten in Fällen, wo die ' örtlichen
Verhältnisse ein über den Boden hervorragendes, festes Hydrantrohr gestatten. Dasselbe
hat. in seiner unteren Hälfte genau die in Fig. 7 bis 10 gezeichnete: Einrichtung, dagegen
ist der obere, über den Boden hervorragende ■ Theil dieses. feststehenden Hydrantrohres
durch ein1 über dem .Schachtkasten angebrachtes eisernes Gehäuse mit einer um ein
Scharnier beweglichen Verschlufskappe geschützt.
Bei der Benutzung des Hydranten kann diese -Verschlufskappcj Fig, 14, so umgelegt
werden, dafs der freien Bewegung des auf
dem festen Hydrantrohr aufgesetzten, in der Stopfbüchse/ beweglichen Kopfes mit der Ausgufsöffnung
c c, sowie der Handhabung des Ventils mittelst des Querstücks ((, Fig. n
und 12, keinerlei Hindcrnifs im Wege steht.
Die ganze Operation der Wasserentnahme reducirtsich
bei diesem .Hydranten auf Deliming
'und Umlegen der ein- oder zweitheiligen Ver-'
schlii fskappc, Anschrauben der Schläuche an die
Ausgufsöffnungen und Oeffnung des Ventils .durch Drehung, des Querstücks cc. : .: '■
Claims (1)
- Patent-Anspruch:An der durch Beschreibung und Zeichnung erliuitcrtcn Einnchtung eines frostfreien Hydranten, das zu beiden Seiten der Axe des Rohrslrangcs sowie nach oben rings um den Sitz des nach innen sich öffnenden Ventils bauchförmig erweiterte Abzweigstück / zur Erleichterung des Wasseraustrittes aus der Leitung in das Hydrantrohr und Ermöglichurig der gröfsten Ventil-Öffnung ohne Verhinderung des Wasserlaufes im Rohrstrange.Hierzu I Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE14266C true DE14266C (de) |
Family
ID=34715707
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT14266D Active DE14266C (de) | Frostfreier Wasserpfosten |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE14266C (de) |
-
0
- DE DENDAT14266D patent/DE14266C/de active Active
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