DE142704C - - Google Patents
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- C09K—MATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
- C09K5/00—Heat-transfer, heat-exchange or heat-storage materials, e.g. refrigerants; Materials for the production of heat or cold by chemical reactions other than by combustion
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- C09K5/04—Materials undergoing a change of physical state when used the change of state being from liquid to vapour or vice versa
- C09K5/041—Materials undergoing a change of physical state when used the change of state being from liquid to vapour or vice versa for compression-type refrigeration systems
-
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet eine Kälteerzeugungsvorrichtung, deren
Wirkung auf dem Grundsatz beruht, daß die Kälte durch die Spannungsverminderung eines
flüssig gemachten Gases erzeugt wird, das sich in einem Behälter oder in Patronen befindet,
die, in die Vorrichtung eingesetzt, von außen durch eine einfache Handvorrichtung durchgelocht
werden, derart, daß das Abblasen des flüssigen Gases allmählich auf eine ungefrierbare
oder eine zum Gefrieren zu bringende Flüssigkeit erfolgt, um die erzeugte Kälte zu
hauswirtschaftlichen oder gewerblichen Zwecken aller Art auszunutzen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Kälteerzeugungsvorrichtung dargestellt.
Fig. ι ist ein senkrechter Schnitt durch die Mitte der Vorrichtung,
Fig. 2 ein Querschnittt oberhalb der Bodenschrauben der Vorrichtung.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einer Gruppe von Rohren α aus widerstandsfähigem
Metall, die an einem Ende geschlossen und so nebeneinander angeordnet sind, daß
zwischen ihnen und um ein längeres Mittelrohr b enge Zwischenräume entstehen.
Der Verschluß an dem einen Ende der Rohre α erfolgt aus Herstellungsrücksichten
zweckmäßig durch Schrauben c, in die ein Kapillarkanal d gebohrt ist, dessen Zweck später
erklärt wird.
Der Verschluß des Mittelrohres b erfolgt durch eine Schraube, die einen in das Innere
des Rohres b hineinragenden festen Dorn e trägt.
Alle Rohre sind in einer Platte f befestigt, mit der eine für alle Rohre gemeinsame Kappe g
verschraubt ist, die oberhalb einer Mittelöffnung sich zu einer Pfanne h erweitert, die das Eingießen
einer bestimmten Flüssigkeitsmenge in die Rohre α der Vorrichtung erleichtert; das
Mittelrohr b tritt über den Rand der Bodenöffnung der Pfanne h hinaus, derart, daß die
in letztere gegossene Flüssigkeit nicht in das Rohr b fließen kann.
Die Öffnung der Kappe g ist durch einen mit Außengewinde versehenen Verschlußkopf i
verschließbar, der für das hineinragende Rohr b genügend ausgespart ist, und in dem eine
Stange j eingeschraubt ist, die so weit in Rohr b hineinragt, daß zwischen ihrem unteren
Ende und dem Dorn e genügend Raum zum Einsetzen einer Patrone k bleibt, die ein
flüssiges Gas (flüssige Luft, Kohlensäure oder dergl.) enthält.
Die Patronenhülse kann dabei zweckmäßig so gebildet sein, daß ihr unterer Hülsenrand
nach innen aufgebogen ist und sich in diese Rinne der umgebördelte Flantsch der Verschlußscheibe
η legt, die somit durch den Gasdruck gasdicht auf ihren Sitz gepreßt wird.
Die Vorrichtung wird in geeigneter Weise in das Gefäß eingehängt, welches die abzukühlende
bezw. zu gefrierende Flüssigkeit, Wasser, Getränk und dergl. enthält.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Nach Abschrauben des Verschlusses i, Füllen der Rohre α und Herausnehmen der Stange j
des Mittelrohres b bringt man auf dessen Boden mit dem einen Ende auf dem Dorn e
Claims (1)
- liegend eine Patrone k ein. Der Verschluß wird dann so weit eingeschraubt, bis die Stange j gegen die Patrone k stößt und diese zwischen Stange und Dorn e eingeklemmt ist. Beim weiteren Schrauben des Kopfes i drückt die Stange die Patrone weiter gegen den Dorn e, dessen Spitze den Patronenboden durchstößt.Das Gas findet durch die durchstoßene Öffnung einen Ausweg und bläst kräftig durchίο die Kanäle bezw. den Zwischenraum zwischen der Patrone und der Wand des Rohres b ab, steigt in diesem hoch und sammelt sich über der Kappe g, um auf die in den Rohren befindliche Flüssigkeit einzuwirken.Das Gas findet dabei keinen unmittelbaren Ausweg, sondern treibt die Flüssigkeit durch die Kappillarbohrungen d, aus denen es selbst mit austritt, wobei es eine mechanische Arbeit leistet, die dazu dient, den Vorgang der Spannungsabnahme des Gases zu verlangsamen. Diese allmähliche Spannungsabnahme bewirkt die Abkühlung der Rohre b und a, und die erzeugte Kälte überträgt sich durch Leitung auf die diese Rohre umgebende Flüssigkeit,-diese gegebenenfalls zum Gefrieren bringend.Da das Gas nicht wiedergewonnen wird, so fehlt jede Kompressionsvorrichtung, die zur Erwärmung der Teile führen könnte. Die Patrone dient nur zur einmaligen Gewinnung einer bestimmten Kältemenge für ein bestimmtes Flüssigkeitsvolumen. Um die Kälteübertragung zu steigern, erhalten die Rohre α und b außen die Rippenkörper ρ oder eine andere die Berührungsflächen mit der abkühlenden oder zu gefrierenden Flüssigkeit vergrößernde Anordnung.In gewissen Fällen, insbesondere für größere Betriebseinrichtungen, kann die Patrone durch eine andere Vorrichtung zur Abgabe des komprimierten Gases von solcher Größe und Ausgiebigkeit ersetzt sein, daß sie zur Speisung größerer Kälteerzeugungseinrichtungen bezw. einer Mehrzahl solcher einzelnen Vorrichtungen dienen kann, die nach Einrichtung und Wirkungsweise der als Ausführungsbeispiel gegeberien Vorrichtung entsprechen, insbesondere hinsichtlich der Einwirkung des komprimierten Gases auf die Flüssigkeitssäulen in der vorstehend beschriebenen Weise.Patent-AνSPEUcη :Kälteerzeugungsvorrichtung, bei welcher die Kälte durch Spannungsabnahme eines komprimierten, flüssig gemachten Gases (flüssige Luft oder Kohlensäure oder dergl.) erzeugt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das aus einem Behälter (k) entweichende Gas durch seinen Druck auf Flüssigkeitssäulen wirkt, die in Rohren (a) mit Kap- pillaraustrittsbohrungen (d) eingeschlossen sind, welche das allmähliche Entweichen des Gases gestatten, derart, daß durch die hierbei aufgewendete mechanische Arbeit des Gases auf die Flüssigkeit die Dauer der Kälteeinwirkung der Spannungsabnahme des Gases auf die Flüssigkeit verlängert wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE142704C true DE142704C (de) |
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ID=410241
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Country Status (1)
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