DE142965C - - Google Patents

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DE142965C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21BMANUFACTURE OF IRON OR STEEL
    • C21B5/00Making pig-iron in the blast furnace
    • C21B5/001Injecting additional fuel or reducing agents
    • C21B5/002Heated electrically (plasma)

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
  • Furnace Details (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 142965 KLASSE 18«./ ft/ff
Vorliegende Erfindung hat ein neues Verfahren zur Gewinnung von Eisen und Stahl mit Hülfe des elektrischen Stromes zum Gegenstande, wobei unmittelbar vom Erz selbst ausgegangen wird.
Das Verfahren gelangt in einem elektrischen Hochofen in der Weise zur Ausführung, daß der elektrische Strom in Verbindung mit der Einführung der Gichtgase in den Schmelzraum zur Anwendung kommt, um die Elektrizität als Hitzequelle für das Schmelzen von Metall und Schlacken zu verwenden, daneben aber durch den Kreislauf der Gichtgase die Vorwärmung und Reduktion der Erze zu bewirken. Die Gichtgase ersetzen also die bei alleiniger Anwendung der Elektrizität mangelnden Reduktionsgase, während durch den elektrischen Strom die Hitze erzeugt wird, die bei ausschließlicher Zuführung der Gichtgase fehlen würde.
Es wird durch diese Kombination die Anwendung des elektrischen Stromes zur Gewinnung des Eisens und Stahls direkt aus den Erzen, und zwar im ununterbrochenen Betriebe des Hochofens und ohne jeglichen Ein- tritt von Luft ermöglicht.
Die Einführung der Gichtgase in den Schmelzraum ist bereits in Vorschlag gebracht (vergl. die britische Patentschrift 14622 aus dem Jahre 1896). Es ergibt sich aber bei diesem älteren Verfahren, abgesehen davon, daß der elektrische Strom nicht zur Anwendung gebracht ist, durch die Zuführung von Gebläseluft eine starke Verdünnung der eingeführten Gase und demnach eine wesentliche Verminderung der Reduktionskraft derselben.
Indem bei der Ausführung des vorliegenden Verfahrens die Gichtgase ohne Zutritt von Wind in unmittelbarer Nähe der Hitzequelle — des elektrischen Stromes — eingeführt werden, fällt einerseits der erwähnte Nachteil der Verminderung der Reduktionskraft der Gase fort, und andererseits tritt eine lebhafte Erhitzung der Gase ein.
Um die Verwendung der Elektrizität zum Schmelzen im Hochofen möglich zu machen, ohne der Reduktion im Ofen zu schaden, muß wie folgt verfahren werden:
1. Man muß einen reduzierenden Gasstrom erzeugen und demselben durch die im Hochofen vom elektrischen Strom erhitzte Zone hindurch und in senkrechter Richtung steigen lassen, wobei der Gasstrom die für die Reduktion nötigen Kalorien weiterleitet, die im unteren Teil des Hochofens im Überschuß vorhanden sind. '
2. Man muß jedweden weiteren Eintritt von Luft in das Ofeninnere vermeiden, indem man mittels des eingeblasenen Gasstromes einen genügenden Druck aufrecht erhält.
Eine Anlage zur Ausführung des Verfahrens ist beispielsweise auf der Zeichnung dargestellt, und zwar in Fig. 1 in teilweiser Ansicht und Schnitt; Fig. 2 veranschaulicht eine Draufsicht nach Linie D-E der Fig. 1; Fig. 3 ist Ansicht nach Linie G-H und Fig. 4 eine solche nach Linie M-N.'
Aus dem elektrischen Hochofen α werden die Gichtgase durch Rohr b mrftels eines Gebläses c abgesaugt und durch das Druckrohr d in den Schmelzraum des Hochofens einge-
trieben. In diesem Schmelzraum wird die Hitze durch die Elektroden e ■—■ es können deren zwei oder mehrere vorhanden sein — erzeugt, die das von den wieder eingeführten und erhitzten Gichtgasen vorgewärmte und reduzierte Erz zum Schmelzen bringt. Die Elektroden e werden am besten innerhalb der Gaseinmündung durch Isolierscheiben f gehalten, deren Durchbrechungen den Durchgang der eingepreßten Gichtgase aus den Druckrohren in die Schmelzzone gestatten, während die Gasmündungen von Kühlformen g umgeben sind. Etwaige Gichtgase, die nicht
zum Kreislauf im Hochofen Verwendung finden sollen, können durch Rohr h abgeleitet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren der Darstellung von Eisen oder Stahl direkt aus den Erzen im elekirischen Ofen, dadurch gekennzeichnet, daß zum Schmelzen der elektrische Strom und zur Vorwärmung sowie Reduktion der Erze die in den Schmelzraum eingeblasenen Gichtgase in Verbindung miteinander zur Anwendung kommen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1508015B1 (de) * 1966-10-31 1972-10-05 Joseph Degen Verfahren zum betrieb von hochoefen und hochofen hierfuer
FR2463811A1 (fr) * 1979-08-21 1981-02-27 Westinghouse Electric Corp Procede et appareil pour chauffer electriquement un haut fourneau
FR2499590A2 (fr) * 1980-07-15 1982-08-13 Siderurgie Fse Inst Rech Procede pour reduire la consommation d'agents reducteurs dans un appareil de reduction-fusion des minerais metalliques, notamment dans un haut fourneau siderurgique
FR2540518A1 (fr) * 1983-02-03 1984-08-10 Siderurgie Fse Inst Rech Procede pour la conduite d'un four metallurgique de fusion et dispositif de mise en oeuvre
US4963524A (en) * 1987-09-24 1990-10-16 Semiconductor Energy Laboratory Co., Ltd. Sputtering device for manufacturing superconducting oxide material and method therefor

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