DE143123C - - Google Patents

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DE143123C
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    • G—PHYSICS
    • G01—MEASURING; TESTING
    • G01R—MEASURING ELECTRIC VARIABLES; MEASURING MAGNETIC VARIABLES
    • G01R11/00—Electromechanical arrangements for measuring time integral of electric power or current, e.g. of consumption
    • G01R11/30—Dynamo-electric motor meters

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  • Dc Machiner (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In den bisher bekannt gewordenen Motorzä'hlern mit umlaufenden Nebenschlußwindungen bilden die letzteren gewöhnlich einen sogen. Trommelanker mit sich kreuzenden und einander überdeckenden Wicklungen.
Die Herstellung eines solchen Ankers mit seinem acht- bis zehnteiligen Kollektor ist eine kostspielige und schwierige Arbeit und eine Reparatur des Ankers bei verletzter Wicklung in den meisten Fällen unmöglich.
Man hat daher diese Ankerkonstruktion durch eine solche mit offenen Windungen zu ersetzen gesucht, die z. B. nebeneinander zu einem Dreieck gruppiert auf die Achse festgebunden werden. Diese Anordnung hat jedoch den Nachrteil, daß der Anker zwei magnetische Felder besitzt, ein inneres und ein äußeres. Beide Felder haben entgegengesetzte Polarität, und daher schwächt das innere Feld die magnetische Zugkraft des äußeren.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Motorzähleranker dieser Art, bei dem jedoch die Erzeugung eines störenden inneren Magnetfeldes vermieden bezw. die Wirkung desselben so weit geschwächt ist, daß es praktisch nicht mehr in Betracht kommt. Das wird in der Weise erreicht, daß die verschiedenen einander kreuzenden Spulen mit je zwei Bewicklungen, die je zwei der Drehachse zugekehrte und je zwei nach außen liegende Pole erzeugen, nicht in einer Ebene, sondern übereinander liegen und demgemäß mit ihren inneren Polen so nahe an die Drehachse gebracht werden können, daß sie das Drehmoment praktisch nicht mehr beeinflussen können. Die Größe desselben wächst dann mit dem Abstande der äußeren Pole von der Drehachse und kann daher durch entsprechende Längenbemessung der Spulen beliebig groß gemacht werden.
In Fig. ι ist eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt. F1 und F2 sind zwei zylindrische Spulen, die übereinander kreuzweise auf der Achse B befestigt sind. Jede Spule trägt zwei Wicklungen, die räumlich durch eine Mittelwand, durch welche die Achse geht, voneinander getrennt sind und auf jeder Spule je zwei nach innen, der Drehachse zu, und je zwei nach außen gerichtete Pole erzeugen. Das innere magnetische Feld ist mittels dieser Anordnung der Spulen so nahe an den Drehpunkt verlegt, daß dasselbe absolut keine praktisch in Betracht kommende hemmende Wirkung auf das Drehmoment des Ankers ausüben kann. A1 A2 sind die zwei Hauptstromspulen, FP die magnetische Bremse, C der Kollektor und G1 G2 die Kontaktfedern, welche den auch sonst bei Motorzählern vorkommenden Anordnungen entsprechen.
In Fig. 2 und 3 sind die beiden Spulen F1 F2 bezw. die vier Bewicklungen, welche den rotierenden Anker bilden, schematisch dargestellt. Fig. 2 zeigt die Stellung, bei welcher die Kontaktfedern G1 G2 je zwei Lamellen des vierteiligen Kollektors überbrücken. In dieser Stellung wird die Spule F1 von dem zügeführten Nebenschlußstrome nicht magnetisiert,
weil letzterer die Windungen auf dieser Spule in zwei Richtungen durchfließt, die in ihrer Wirkung einander aufheben. Dieser Zustand der Spule F1 ist in Fig. 2 durch O O bezeichnet.
Die Spule F2 hingegen, die rechtwinklig zur Achse des Hauptstromfeldes NS steht, erfährt bei der in Fig. 2 dargestellten Lage des Kollektors ein sehr kräftiges, in der Richtung des Pfeiles wirkendes Drehmoment. Dadurch wird der Anker gedreht und die Kontaktfedern G1 G2 kommen auf zwei einander gegenüberstehende Lamellen zu liegen.
Der Nebenschlußstrom verteilt sich nun (vergl.
Fig. 3) zwischen den Wicklungen der beiden Spulen F1 und F2 so, daß jede Spule zu einem zweipoligen Magneten wird und das Hauptstromfeld den Anker weiter treibt. Wird dann die Spule F2 parallel zur Hauptstrom-
ao feldachse N S stehen, so verschwindet ihr Magnetismus, um in der Spule F1 mit ..maximaler Wirkung zur Geltung zu kommen. Es wird somit wa'hrend der ganzen Umdrehung des Ankers ein gleichmäßiger Zug auf denselben ausgeübt.
Da der Kollektor nur vier Lamellen besitzt, so kann der Durchmesser desselben äußerst klein gewählt werden, wodurch die Reibung der Kontaktfedern auf ein Minimum reduziert wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Rotierender Anker für Motor-Elektrizitätszähler, dadurch gekennzeichnet, daß die Wicklung auf zwei oder mehreren nicht in derselben Ebene, sondern übereinander sich kreuzend auf der Drehachse befestigten Spulen in je zwei Abschnitten angebracht ist, welche letztere nur durch einen schmalen Zwischenraum räumlich von einander getrennt sind, so daß das Drehmoment der inneren, der Drehachse zugewendeten Magnetfelder sehr klein, d. h. praktisch unschädlich gemacht und die Zugkraft der äußeren Felder voll ausgenutzt werden kann.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin. Gedrückt isJ Biäft REicnsÖRückEREt.·
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