DE1432569C - Vorrichtung zum Einfüllen plastischer Massen, insbesondere von Wurstbrät in Därme, Schläuche od. dgl - Google Patents
Vorrichtung zum Einfüllen plastischer Massen, insbesondere von Wurstbrät in Därme, Schläuche od. dglInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Einfüllen plastischer Massen, wie Marzipan, Käse, Polier-
und Schutzmittel, Backmittel od. dgl., insbesondere von Wurstbrät in Därme, Schläuche od. dgl. mit
einem am Austrittsende einer Abdrehtülle vorgesehenen Mundstück aus elastischen Material, über welches
der auf die Tülle aufgeschobene Darm während des Füllvorganges abläuft.
Das Abdrehen von Würsten geschieht auf Abdreheinrichtungen, bei denen der Darmvorrat auf einer
• Abdrehtülle untergebracht und während des Abdrehens so gehalten wird, daß er sich mit der Abdrehtülle
nicht mitdreht. Man kennt auch schon Tüllen, an deren Austrittsende eine Verdickung vorgesehen
ist, über welche der Darmvorrat während des Füllvorganges abläuft und die den Zweck hat, den
Darm zu bremsen und zu glätten. Wenn ein natürlicher Darm verarbeitet wird, so läßt sich dieser noch
verhältnismäßig gut mit der Hand während des Abdrehens halten, weil die bei solchen Därmen aufzubringenden
Fülldrücke gering und dementsprechend die Abdrehkräfte ebenfalls klein sind. Bei Verarbeitung
von künstlichen Därmen jedoch und insbesondere bei solchen, die nach dem Räuchern oder
Brühen der Wurst geschält werden, liegen die notwendigen
Fülldrücke höher, so daß ein Festhalten von Hand zum Bremsen des Darmes nicht mehr ausreicht.
Bekannt sind ferner Abdrehvorrichtungen für Wurstfüllmaschinen nach der deutschen Patentschrift
1 111 530 mit einem von dem Füllrohr und einem dieses mit Abstand umgebenden Gehäuse gebildeten
Magazin zur Aufnahme der Wursthülle sowie einer die Hülle während des Abdrehens haltenden Klemmvorrichtung.
Diese Klemmvorrichtung besteht aus einem auf dem freien Ende des Füllrohres sitzenden
Konus und einem Gegenkonus, der mit einem auf dem Gehäuse vor- und zurückschiebbaren Klemmstück
verbunden ist. Dieses Klemmstück verschiebt sich infolge seiner Trägheit bei jedem Arbeitsrhythmus.
Das Gehäuse wird zum Zwecke des Wurstabteilens gedreht. Beim Beschleunigungsvorgang der
Drehbewegung wird folglich auf den Darm eine starke Bremswirkung ausgeübt, die verhindert, daß
sich der Darm beim Abteilen der Würste auf der Tülle verdreht oder verschiebt. Bei der Verzögerung
der Drehbewegung — also am Ende des Abdrehvorganges — verschiebt sich das Klemmstück jedoch
infolge der Trägheit, wodurch sich weiterer Dann, ohne durch das Klemmstück gebremst zu werden, über
den Konus der Tülle hinwegschiebt. Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das Wurstbrät gegen Ende
des Füllvorganges infolge fehlender Anpreßkraft zwischen Darm und Konus zwischen diesen nach rückwärts
hindurchfließt. Außerdem erschwert der sich in Füllrichtung erweiternde Konus der Tülle die Einschnürung
des Darms, die gerade an dieser Stelle durch das Abdrehen erzielt werden soll. Ferner muß
zum Zweck des Aufschiebens eines neuen Darmvorrates auf das Füllrohr der an dessen Spitze befindliche
Konus entfernt werden. Da der aufgeschobene Darm durch das Gehäuse verdeckt wird, unterliegt
er nicht mehr der Kontrolle durch das Bedienungspersonal. Störungen, die beispielsweise durch das
Reißen des Darmes auftreten, können nicht rechtzeitig erkannt und behoben werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, obige Mangel zu beseitigen
und eine Abdrehvorrichtung zu schaffen, deren Klemmwirkung dauerhaft einstellbar ist. Die
Klemmkraft soll während des ganzen Abdrehvorganges aufrechterhalten werden. Die Vorrichtung soll
möglichst einfach und sicher kontrollierbar und bedienbar sein.
Dies wird erfindungsgemäß dadurch erreicht, daß vor der Tülle eine den ablaufenden Darm umschließende
ringförmige Düse angeordnet ist, die in ihrer Entfernung gegenüber dem Mundstück zwecks Steuerung
der auf den ablaufenden Darm ausgeübten Bremswirkung einstellbar ist. Mit besonderem Vorteil
weist die Düse einen sich nach dem Mundstück der Tülle hin konisch erweiternden Einlauf auf,
in welchen das Mundstück hineinreicht. Der Durchgangsquerschnitt der Düse ist gleich oder
kleiner dem Austrittsdurchmesser des · Tüllenmundstückes.
Mit besonderem Vorteil sind an den Innenflächen der Düse in Längsrichtung verlaufende Rillen, Nuten
ao od. dgl. vorgesehen. Der Durchgangsquerschnitt der Düse erweitert sich von einem ringförmigen zu einem
mehreckigen Querschnitt. Vorteilhaft ist die Düse im Bereich des engsten Querschnitts abgerundet und erweitert
sich hinter dem engsten Düsenquerschnitt alias mählich. *-
Die Düse ist in einem auswechselbar auf das Tüllenrohr aufsetzbaren Halter untergebracht und gehalten.
Der Halter für die Düse besteht aus einer die Düse aufnehmenden Halteplatte, die an Längsträgern
befestigt ist, wobei die Längsträger in einem Rahmen angeordnet sind, der auf der das Tüllenrohr tragenden
Fassung der Abdrehtülle aufsetzbar und mittels einer federnden Rasteinrichtung feststellbar ist. Mit
besonderem Vorteil ist sie mittels eines Gewindes in die Halteplatte eingeschraubt und durch Verdrehen
in ihrer Entfernung gegenüber dem Tüllenmundstück einstellbar. Zum Zweck des Aufschiebens eines neuen
Darmvorrates auf das Tüllenrohr ist der Halter für die Düse von dem Tüllenrohr abziehbar bzw. wegklappbar.
Der Erfindungsgedanke ist in der Zeichnung wiedergegeben, und zwar zeigt
F i g. 1 einen Längsschnitt durch die Anordnung, F i g. 2 eine Draufsicht auf die Abdrehtülle,
F i g. 3 einen Schnitt durch den Tüllenkopf,
Fig. 4 eine Ansicht der Düse von der Eintrittsseite aus gesehen. ■
Eine Abdrehtülle 1 sitzt starr in einer Fassung 2, die in ein Tüllenmundstück einer Wurstfüllmaschine
auswechselbar eingesetzt ist. Am vorderen Ende trägt die Tülle 1 einen aus elastischem Material bestehenden
Tüllenkopf 3 mit einer den Rohraustritt umschließenden elastischen Dichtlippe 4.
Vor dieser Dichtlippe, den Tüllenkopf 3 teilweise
umschließend, sitzt ein Düsenring 5, dessen Querschnitt gleich oder kleiner ist als der Austrittsquerschnitt
der Tülle 1 bzw. der Dichtlippe 4. Der Düsenring 5 ist auf seinem Umfang mit einem Gewinde 6
versehen und mit dessen Hilfe in eine Halteplatte 7 eingeschraubt. Die Halteplatte wird ihrerseits von
Längsträgern 8 getragen, die in einer auf den Halter 2 des Tüllenrohres aufschiebbaren Fassung 9 gelagert
und' außerdem mit einem Sperring 10 versehen sind, der nach dem Aufschieben der Einrichtung auf den
Tüllenhalter 2 mit Hilfe von federnden Rasten 11 auf seinem Sitz gehalten wird.
Die Entfernung der Düse läßt sich gegenüber dem Mundstück 3, 4 der Tülle 1 verändern. Damit wird
I 432
die auf den ablaufenden Dann ausgeübte Bremswirkung eingestellt.
Der Durchgangsquerschnitt der Düse 5 erweitert sich nach der Einlaufseite hin konisch, wobei die Erweiterung
beispielsweise in ein Viereck 12 übergeht und in an den Innenflächen der Düse 5 noch längsverlaufende
Rillen 13 vorgesehen sein können.
Der Außendurchmesser der Tülle 1 bzw. des Tüllenkopfes 3 und der Dichtlippe 4 ist so groß, daß
sich beispielsweise ein geschrumpfter Schäldarm mit seinem Lochdurchmesser einwandfrei aufschieben
läßt. Zu diesem Zweck hat man vorher, nach Niederdrücken der federnden Raste 11, die Haltevorrichtung
7 bis 10 und die Düse 5 von ihrem Sitz auf der Fassung 2 der Abdrehtülle 1 um eine gewisse Entfernung
abgezogen und seitlich weggeklappt. Nach dem Aufschieben des Darmvorrates auf die Tülle 1 wird
der Halter mit der Düse wieder in seine Arbeitsstellung gebracht und ein neues Ende des Darmvorrates
durch die Düse 5 hindurchgezogen. Wenn gefüllt wird, so tritt das Wurstbrät am Ende der Abdrehtülle
1 aus, wobei die elastische Dichtlippe 4 aufgeweitet wird und sich an die Innenseite des Darmes
anlegt, der durch den Düsenring 5 hindurch abläuft. Dabei wird er von dem Durchtrittsquerschnitt der
Düse 5 und den darin vorgesehenen halbkreisförmigen Nuten 13 auf den kleineren Düsenquerschnitt gefaltet.
Der zwischen der Dichtlippe 4 und den Innenflächen der Düse liegende Darrrf wird unter der Einwirkung
des Fülldruckes des einzufüllenden Wurstbrätes nach außen gepreßt und dabei gebremst, wobei die Bremswirkung
durch Verändern der Entfernung zwischen Düse 5 und Tülle 1 einstellbar ist.
Wie die Zeichnung erkennen läßt, ist die Düse 5 hinter der engsten Querschnittsstelle nach außen
wieder etwas erweitert und im engsten Querschnitt abgerundet.
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Einfüllen plastischer Massen, wie Marzipan, Käse, Polier- und Schutzmittel,
Backmittel u. dgl., insbesondere von Wurstbrät in Därme, Schläuche od. dgl., mit einem
am Austrittsende einer Abdrehtülle vorgesehenen Mundstück aus elastischem Material, über
welches der auf die Tülle aufgeschobene Darm während des Füllvorganges abläuft, dadurch
gekennzeichnet, daß vor der Tülle (1) eine den ablaufenden Darm umschließende ringförmige
Düse (5) angeordnet ist, die in ihrer Entfernung gegenüber dem Mundstück (3, 4) zwecks
Steuerung der von dem ablaufenden Darm ausgeübten Bremswirkung einstellbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5) einen sich nach
dem Mundstück der Tülle (1) hin konisch erweiternden Einlauf aufweist, in welchen das Mundstück
hineinreicht.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Durchgangsquerschnitt
der Düse (5) gleich oder kleiner ist als der Austrittsdurchmesser des Tüllenmundstückes.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5)
an ihren Innenflächen in Längsrichtung verlaufende Rillen, Nuten (13) od. dgl. aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
Durchgangsquerschnitt der Düse (5) von einem ringförmigen zu einem mehreckigen Querschnitt
(12) erweitert.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5)
im Bereich des engsten Querschnittes abgerundet ist und sich hinter diesem allmählich erweitert.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5)
in einem auswechselbar auf das Tüllenrohr aufsetzbaren Halter (7, 8) untergebracht und gehalten
ist.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter
für die Düse (5) aus einer die Düse aufnehmenden Halteplatte (7) besteht, die an Längsträgern
(8) befestigt ist, wobei die Längsträger in einem Rahmen angeordnet sind, der auf einer die Tülle
(1) tragenden Fassung (9) der Abdrehtülle aufsetzbar und mittels einer federnden Rasteinrichtung
(10,11) feststellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Düse (5)
mittels eines Gewindes (6) in die Halteplatte (7) eingeschraubt und durch Verdrehen in ihrer Entfernung
gegenüber dem Tüllenmundstück (3, 4) einstellbar ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Halter
für die Düse (5) von der Tülle (1) abziehbar bzw. wegklappbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Family
ID=
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2343103A1 (de) * | 1973-08-27 | 1975-03-13 | Vemag Verdener Masch App | Vorrichtung zum einfuellen von plastischen massen in einen darm, schlauch o.dgl |
| DE10315562B3 (de) * | 2003-04-05 | 2004-10-21 | Poly-Clip System Gmbh & Co Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von im Querschnitt mehrkantigen oder von der Kreisform abweichenden Schlauchpackungen |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE2343103A1 (de) * | 1973-08-27 | 1975-03-13 | Vemag Verdener Masch App | Vorrichtung zum einfuellen von plastischen massen in einen darm, schlauch o.dgl |
| DE10315562B3 (de) * | 2003-04-05 | 2004-10-21 | Poly-Clip System Gmbh & Co Kg | Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von im Querschnitt mehrkantigen oder von der Kreisform abweichenden Schlauchpackungen |
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