DE1436484C - Vorrichtung zum automatischen Mehrfarben- oder Mehrzeilendruck von Kunststoffhohlkörpern - Google Patents
Vorrichtung zum automatischen Mehrfarben- oder Mehrzeilendruck von KunststoffhohlkörpernInfo
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Description
1 2
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum auto- Die Erfindung, deren Ziel die Beseitigung der vormatischen
Mehrfarben- oder Mehrzeilendruck von erwähnten Mängel ist, besteht nun im wesentlichen
Kunststoffhohlkörpern, z. B. Flaschen oder Bechern, darin, daß als Förderorgan eine endlose, in waageim
Siebdruckverfahren mit Trocknung jedes einzelnen rechter Ebene um zwei senkrechte Achsen umAufdruckes
unter Verwendung eines taktweise 5 laufende Förderkette dient, oberhalb welcher zwei
bewegten Förderorgans, an welchem Aufnahmen für oder mehrere, aufeinanderfolgende Siebdruckstadie
Hohlkörper angebracht sind, und um eine Achse tionen mit einer dazwischenliegenden Ausstoßstation
schwenkbare Halterungen zum Erfassen der beiden und eine Trockenstation vorgesehen sind, eine zweite
Hohlkörperenden für den Druckvorgang vorgesehen Trockenstation im Anschluß an die Ausstoßstation
sind. ίο außerhalb der Bewegungsbahn der Kette angeordnet
Flaschen; Becher od. dgl. aus Kunststoffen, insbe- ist und die Halterungen jeder Druckstation an einem
sondere thermoplastischen Kunststoffen werden heut- etwa U-förmig gestalteten, auf- und abbewegbaren
zutage vielfach mit einem ein-, gegebenenfalls auch Tragbügel angebracht sind, welcher die Förderkette
mehrfarbigen Aufdruck versehen. Hierzu wird umgreift. Durch die Auf- und Abbewegung des Traghauptsächlich
das Siebdruckverfahren angewandt, bei 15 bügeis wird der in den Halterungen eingespannte
dem der Farbstoff durch eine siebartige Schablone Gegenstand gegen die Unterseite der Siebschablone
mittels einer Rakel durchgedrückt und an die auf der bewegt und danach in seine Ausgangslage wieder abUnterseite
des Schablonensiebes anliegenden Gegen- gesenkt. Die Vorrichtung ist in ihrem Aufbau und in
stände abgegeben wird. Das Siebdruckverfahren ver- ihrer Wirkungsweise außerordentlich einfach, wobei
langt eine beschleunigte Trocknung bei erhöhter ao überdies ein exakter Druck in den einzelnen Stationen
Temperatur jedes Aufdruckes, bevor der nächste gewährleistet ist. Die zu bedruckenden Körper
Aufdruck erfolgt. werden im Bereich der Druckstationen von der
Es sind Siebdruckeinrichtungen zum Bedrucken Förderkette abgenommen und der Siebdruckvon
Kunststoffhohlkörpern od. dgl. bekannt, bei schablone zugeführt, woraufhin nach erfolgtem
denen der zu bedruckende Gegenstand von Hand in 35 Druck die Hohlkörper wieder auf die Förderkette abeine
Aufnahme eingelegt wird, die sich dann mecha- gelegt werden. Die übrigen Stationen durchlaufen die
nisch schließt und mittels eines motorisch betätigten Körper dann auf der Förderkette, welche zu diesem
Getriebes aufwärts gegen die Unterseite der Sieb- Zweck keiner besonderen Ausgestaltung mehr bedarf,
schablone oder des Siebrahmens bewegt wird. Die Durch diese Ausgestaltung der Halterungen ist es
Flasche führt dabei in der Aufnahme während des 30 möglich, die Transportkette nacheinander durch
Druckvorganges eine Schwenkbewegung aus, so daß sämtliche Druckstationen und die diesen zugeordsie
sich an der Unterseite der hin- und hergehenden neten Trockeneinrichtungen hindurchzuführen, wo-Siebschablone
abwälzt. Nach der Bedruckung senkt bei die Druckstationen unabhängig von dem Antrieb
sich die Flaschenhalterung. Die bedruckte Flasche der jeweiligen Lage der Transportkette arbeiten. Ein
gelangt auf ein Transportband und wird nun einem 35 wesentliches Merkmal der Erfindung besteht in der
Trockenofen oder sonstigen Trockeneinrichtungen Möglichkeit, die Druckstationen unabhängig von dem
zugeführt, von dem sie dann, falls es sich um einen dazu vorgesehenen Behandlungsapparaten, wie Trok-Mehrfachdruck
handelt, einer zweiten, ähnlich kenöfen, Trockenflammen od. dgl. nahe nebeneinarbeitenden
Druckmaschine zugeführt wird. Diese ander anzuordnen und so mechanisch zu koppeln,
Anordnung hat verschiedene Nachteile. 40 daß sie bei hoher Registergenauigkeit genau syn-
Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, daß für chron arbeiten. Die Druckstationen können dabei in
jeden einzelnen Aufdruck eine besondere vollständige horizontaler oder vertikaler Richtung, je nach der
Druckeinrichtung vorgesehen werden muß. Ferner Bewegungsbahn des endlosen Transportbandes aufist
ungünstig, daß die einzelnen Druckstationen ver- einanderfolgend angeordnet sein. Es ist möglich, sie
gleichsweise weit voneinander entfernt sind, so daß 45 — auch wenn es sich um einen Drei- oder Viersie
nicht von derselben Bedienungsperson beobachtet farbendruck handelt — durch einen einzigen Bedie-
bzw. überwacht werden können. Auch ist es dabei nungsmann überwachen zu.lassen, ohne daß dieser
schwierig bzw. praktisch nicht möglich, alle Druck- seinen Standort verläßt.
Stationen vom gleichen Antriebsmotor aus in starrer Auf der Zeichnung ist eine vorteilhafte Ausfüh-
mechanischer Kopplung zueinander zu betätigen. Es 50 rungsform einer gemäß der Erfindung ausgebildeten
müssen also noch besondere Einrichtungen für die Druckeinrichtung, die für Flaschen mit ovalem
Registergenauigkeit der einzelnen Druckvorgänge Rumpf bestimmt ist, dargestellt, und zwar zeigt
vorgesehen werden. F i g. 1 die gesamte Druckeinrichtung in Ober-
Es ist bereits. eine Druckeinrichtung zum Be- ansieht und teilweise im Schnitt,
drucken von Hohlkörpern bekanntgeworden, bei 55 F i g. 2 in größerem Maßstab eine Seitenansicht der
welcher die zu bedruckenden Gegenstände mittels an der Einrichtung nach Fig. 1 vorgesehenen Teile,
eines Förderorgans zwei Druckstationen zugeführt welche die Druckstationen bilden,
werden, zwischen denen sich ein Trockenofen be- F i g. 3 in größerer Ansicht einen Teil einer Trans-
findet. Diese bekannte Anordnung hat jedoch den portkette nebst einer der an der Kette vorgesehenen
wesentlichen Nachteil, daß sie in ihrem Aufbau 60 rinnenförmigen Aufnahmen für eine zu bedruckende
vergleichsweise aufwendig ist, was insbesondere für Flasche, und
die Fördereinrichtung zutrifft, die aus sternförmig an- F i g. 4 einen Schnitt nach Linie IV-IV der F i g. 2,
geordneten Elementen besteht, welche die zu be- in größerem Maßstab.
druckenden Körper während des gesamten Arbeits- Bei der dargestellten Ausführungsform sind in
ablaufes festhalten. Dies bedingt einen Vergleichs- 65 dem Gehäuse 1 die Antriebs- und Kraftübertragungsweise
großen Aufwand, da diese Festhalteglieder so mittel für die Druckorgane und deren Bewegung anausgebildet
sein müssen, daß eine Bewegung durch geordnet. Diese Teile der Einrichtung sind an sich
die verschiedensten Stationen der Anlage möglich ist. bekannt und daher nicht im einzelnen dargestellt.
An der Vorderseite des Gehäuses 1 sind an Stützarmen 2 zwei Führungsschienen 3, 3' angebracht.
Zwischen den Führungsschienen 3, 3' läuft eine endlose Förderkette 4, die außerhalb des Bereiches der
Führungsschienen 3, 3' über Kettenräder S, 5' läuft, die auf senkrechten Achsstummeln 6 drehbar und an
Stützarmen 7 des Gehäuses 1 befestigt sind.
An der endlosen Förderkette sind in regelmäßigem Abstand voneinander die rinnenförmigen, aus entsprechend
abgebogenen Stahlblechen od. dgl. bestehenden Aufnahmen 8 für die zu bedruckenden
Flaschen 9 so befestigt, daß die Flaschen z. B. etwa senkrecht zur Bewegungsrichtung der Kette 4 liegen.
Die allgemeine Arbeitsweise der dargestellten Einrichtung ist folgendermaßen:
Die Kette 4 wird schrittweise und zwar jeweils um den Abstand der Mittelachse von zwei benachbarten
Flaschenäufnahmen 8 in Richtung des Pfeiles 10 vorwärts bewegt. Während des Stillstandes der Kette 4
werden die zu bedruckenden Flaschen einzeln automatisch gegebenenfalls auch von Hand in die Aufnahme
8 gelegt, die jeweils an der mit 8' bezeichneten Stelle innerhalb des Bereiches der Führungsschienen
3, 3' liegt. Die zu bedruckenden Flaschen gelangen beim Vorwärtsbewegen der Kette 4 zunächst
in den Bereich der allgemein mit 11 bezeichneten ersten Druckstationen, wo sie mit dem ersten Aufdruck
versehen werden. Die bedruckte Flasche wird dann in ihre Aufnahme 8 auf der Kette wieder abgelegt
und geht über das Kettenrad 5 zu einem Trockenofen 12. Die Flaschen wandern schrittweise
durch den Kanal des Trockenofens, wo z. B. durch Infrarotbestrahlung und Behandlung mit kalter oder
warmer bzw. überhitzter Luft oder einer Flamme der Farbaufdruck getrocknet bzw. gehärtet wird. Die in
dieser Weise behandelte Flasche geht dann über das Kettenrad 5' zum linken Einlauf der Führungsbahn
3, 3' und gelangt dadurch in den Bereich der zweiten Druckstation, die allgemein mit 13 bezeichnet
ist. Die dort bedruckte Flasche wird wieder auf der j Kette abgelegt und gelangt schließlich in die bei 8" angedeutete
Lage. In dieser liegt die Flasche vor der öffnung eines Kanals 14, in den die Flasche mittels
eines Ausstoßers 15 hineingeschoben wird. Die : Flasche rutscht in dem schrägen Kanal 14 abwärts
und gelangt dadurch in den Bereich der Mündung eines horizontalen Kanals 16, in den die Flasche
mittels eines Schiebers 17 hineingeschoben wird, um über eine Rutsche 18 auf ein Transportband 19 zu
gelangen, das durch einen Kanal 20 eines zweiten Trockenofens läuft, in dem die Schlußtrocknung und
Farb-Härtung des Aufdruckes erfolgt.
Die Führungsschienen3, 3' haben, wie aus Fig.4
hervorgeht, am Ende je eine aufwärts gerichtete, abgerundete Randleiste 21, auf denen der Bodenteil
22 der Flaschenaufnahme 8 (Fig. 3) gleitet. An den Boden 22 schließt sich eine senkrechte Wand 23
der Aufnahme an und auf der anderen Seite eine schräge Wand 24. Die Teile 23, 22, 24 bilden also
eine Art Rinne, die an beiden Enden offen ist, und in : welche die zu trocknende Flasche 9 frei eingelegt
wird, so daß sie die in Fig.3 und 2 angedeutete Schräglage einnimmt.
Über die Länge der Bewegungsbahn der Flaschenaufnahmen 8 werden vorteilhaft mehrere Paare von
festen parallelen Leitschienen 51 angeordnet, zwisehen deren divergierenden Enden 5Γ die auf den
Aufnahmen 8 liegenden Flaschen einlaufen und gleichmäßig ausgerichtet werden. Die Schienen 51
erstrecken sich zweckmäßig über die ganze Bahnlänge vom Beginn der Druckstation 13 bis zum Ende der
Station 11; wobei die Schienen an der Auswurf station ausgenommen sind.
Zum Vorschub der Kette dient, wie aus F i g. 2 ersichtlich, ein um einen Zapfen 25 schwenkbarer
Mitnehmer 26, der hinter die Vorderwand 23 der Flaschenaufnahmen 8 faßt. Der Mitnehmer 26 ist als
ίο Doppelhebel ausgebildet. An seinem freien Ende ist
ein Gegengewicht 27 angebracht, das den Mitnehmer nachgiebig gegen den Anschlag 28 hält, der an einem
den Schwenkzapfen 25 tragenden Schlitten 29 angebracht
ist. Der Schlitten 29 ist auf Schienen 30 verfahrbar, welche an den Stützarmen 2 für die Führungsschienen
3, 3' mit angebracht sind.
An einem winkelförmigen Ansatz 31 des Schlittens 29 greift verstellbar die Kolbenstange 32 an, deren
Kolben 33 in dem parallel zu den Schienen 30 ange-
ordneten Preßluftzylinder 34 beweglich ist. Letzterer ist an den Enden mit Drucklufteintritten 35, 35'
versehen, so daß der Kolben 33 und mit ihm die Kolbenstange 32 und der Schlitten 29 nebst Mitnehmer
26 nach Wahl links oder ' rechts bewegt
as werden können.
Wird der Schlitten 29 aus der in Fig. 2 dargestellten Lage nach links bewegt, so weicht er beim
Anstoßen an die benachbarten Flaschenauf nähme 8" nach unten aus und richtet sich schließlich wieder in
die gestrichelt dargestellte Endlage 26' auf, in welcher der Mitnehmer in den Raum vor der Aufnahme 8"
greift. Wird dann der Mitnehmer 26 wieder nach rechts in seine Ausgangslage zurückgeschoben, so
drückt er die Aufnahme 8" in die Stellung, die vorher die Flaschenaufnahme 8' eingenommen hatte. Diese
Bewegung macht die ganze endlose Kette nebst den daran befestigten Flaschenaufnahmen mit, die sich
somit schrittweise in Abstand der Mittelachsen von zwei benachbarten Flaschenaufnahmen vorwärts
bewegen. Durch diese schrittweise Bewegung passieren alle bei 8' (Fig; I) eingelegten Flaschen nacheinander
die beiden Druckstationen 11, 13» und gelangen schließlich fertig zweifarbig bedruckt in die
Position 8", in der sie durch den Ausstoßer 15 aus dem Bereich der endlosen Kette 4 gebracht werden,
um zu dem zweiten Trockenofen zu gelangen.
Auf den beiden Druckstationen 11, 13 geht folgendes vor sich: Die beispielsweise bei der Druckstation
13 ankommende Flasche 9' liegt, wenn dieTransportkette 4 ihre Bewegung beendet hat, mit der Flaschenmündung
9" im Bereich eines Zentrierdornes 36, der an dem freien Arm 37 eines U-förmigen Tragbügels
38 fest oder axial zur Flasche beweglich angebracht ist. Der U-förmige Tragbügel 38 ist an seinem anderen
Ende 38' an einer Scheibe 39 befestigt, die auf der Welle 40 aufgekeilt ist. Auf der Rückseite der Scheibe
39 ist gleichachsig zum Zentrierdorn 36 ein Druckluftzylinder 41 befestigt, dessen Kolbenstange 42 eine
Aufnahmehülse 43 trägt, welche eine der Form des Bodens der Flasche 9' angepaßte Höhlung besitzt, so
daß der Bodenteil der Flasche 9' von der Aufnahmehülse 43 passend umgriffen wird, ohne daß
letzteres aus dem Profil der Flasche 9' seitlich bzw. quer zur Flaschenachse vorragt. Sobald die Kolben-
stange 42 durch Einführen von Preßluft in den Zylinder
41 vorwärtsgeschoben wird, ist also die Flasche 9' zwischen den Zentrierdorn 36 und der
Aufnahmehülse 43 eingeklemmt. Die Anordnung der
Teile 41 und 36 relativ zu der Transportkette 4 bzw. deren Führungsschienen 3, 3' ist derart, daß eine auf
den Flaschenaufnahmen 8 in der aus F i g. 3 ersichtlichen Lage befindliche Flasche 9, die in den Bereich
der Druckstation 13 kommt, zwischen dem Zentrierdorn 36 und der Aufnahmehülse 43 nachgiebig eingeklemmt
wird, ohne im wesentlichen ihre Lage gegenüber ihrer rillenförmigen Aufnahme 8 zu verändern.
Sobald die Flasche von den Halterungen der Scheibe 39 und des U-förmigen Bügel 38 gehalten ist,
wird sie aus der Aufnahme 8, die jeweils an der Druckstation 13 angekommen ist, noch oben abgehoben.
Zu diesem Zweck ist die Welle 40 in einer Stütze 44 gelagert, die an einem in den beiden Führungen
45 des Maschinengestells senkrecht verschiebbaren Träger oder Querhaupt 46 angebracht ist.
Dieses Querhaupt 46 hat ein Langloch 47, in welchem der Mitnehmerzapfen 48 eines Hebels 49 eingreift,
der auf einer Welle 50 des Maschinengestells gelagert ist, welche periodisch entgegengesetzt der Drehrichtung
des Uhrzeigers gedreht und dann wieder in die aus F i g. 2 ersichtliche Ausgangslage zurückgeschwenkt
wird. .Der hierfür erforderliche Getriebezug
ist an sich bekannt und nicht dargestellt.
Bei der Betätigung des. Hebels 49 geht also das Querhaupt 46 aufwärts, wobei die Welle 40 in die bei
40' angedeutete Drucklage gelangt. Der Hub, den die Welle 40 bei dieser Bewegung ausführt, ist in F i g. 2
mit α bezeichnet.
Oberhalb der Druckstation ist im Maschinengestell auf Schienen 55 längs verschiebbar ein ungeteilter
oder gegebenenfalls geteilter Siebrahmen 56 mit je einer Siebschablone 57 für jede Farbe des Aufdruckes
vorgesehen. Dieser Siebrahmen 56 macht eine hin- und hergehende Bewegung, die von der
mit dem Antrieb verbundenen Welle 58 über eine Kurbel 59 und dem in einer Kulisse 60 gelagerten
Zapfen 61 hervorgebracht wird. Die Kulisse 60 ist an einer Verlängerung 62 des Siebrahmens 56 angebracht.
Wie ohne weiteres ersichtlich, führt der Siebrahmen 56 bei Rotation der Welle 58 eine Hin- und
Herbewegung im Sinne des Pfeiles 63 aus.
Die Anordnung des Siebrahmens relativ zu der Welle 40 in der angehobenen Lage 40' ist derart, daß
die jeweils zu bedruckende Flasche F beim Anheben der Welle 40 die Siebschablone 57 zunächst etwa
bei A berührt, d. h. dem Anfang des herzustellenden Drucksatzes. Im Augenblick, wo der Punkt A der
Flasche F von unten gegen die Siebschablone 57 trifft, legt sich auch der Umfang der mit der Welle 40
verbundenen Scheibe 39 gegen den Längsholm des Siebrahmens oder einer damit verbundenen Reibungsschiene
an. Der dadurch entstehende Reibungsschluß zwischen Siebrahmen 56 und Scheibe 39 bewirkt,
daß letztere beim Gang des Rahmens 56 nach rechts umgedreht wird, wobei sich die Druckseite der
Flasche F an der Unterseite der Siebschablone 57 abwälzt, bis die Flasche die bei F' angedeutete Endlage
erreicht hat. Der betreffende Druck ist nunmehr in der gewünschten Weise beendet.
Im Augenblick der Beendigung des Druckvorganges geht die Welle 40 und mit ihr die Flasche
durch eine entsprechende Bewegung des Hebels 49 abwärts, so daß die Flasche von der Siebschablone
abgehoben wird. Unmittelbar anschließend erfolgt dann die Rückholbewegung der Flasche in die aus
F i g. 2 ersichtliche Ausgangslage, in der die Flasche wieder auf der Aufnahme 8 abgelegt wird. Sobald die
Flasche auf der Aufnahme liegt oder kurz vorher wird die aus den Halterungen 36, 43 bestehende
Spannvorrichtung durch Betätigung des Preßluftzylinders 41 gelöst. Die Flasche ist jetzt frei. Die Transportkette
bewegt sich um einen Takt vorwärts, so daß die nächste Flasche in den Bereich der Spannvorrichtung
kommt. Die Vorgänge wiederholen sich dann entsprechend.
ίο Auf der ersten Druckstation 11 ist eine entsprechende
Anordnung vorgesehen, bestehend aus dem U-förmigen Bügel 38, der Scheibe 39 und der Welle
40 usw. Diese Teile werden von der in Fig. 2 mit 44' bezeichneten Stütze des Querhauptes 46 gehalten.
Sollte mit mehr als zwei Farben gedruckt werden, so ist für jede Farbe eine entsprechende Druckstation
mit den beschriebenen Vorrichtungen vorzusehen.
Der Siebrahmen 56 ist in der bekannten Weise mit Farbzuführungen und Rakeln versehen. Diese Teile
ao sind auf der Zeichnung der Übersichtlichkeit halber
nicht dargestellt.
An Stelle der in dem Ausführungsbeispiel dargestellten ovalen Flaschen können mit der erfindungsgemäßen
Druckmaschine auch z. B. Flaschen mit
as zylindrischem Rumpf bedruckt werden. In diesem
Falle ist es allerdings zweckmäßig, daß die Flasche eine mechanische oder optische Registereinrichtung
erhält, so daß die Flasche den einzelnen Druckstationen in genau der gleichen Winkellage zugeführt
wird und der jeweilige Druck an der gewünschten Stelle des Flaschenumfangs beginnt.
Schließlich kann die erfindungsgemäße Einrichtung auch zum Bedrucken von viereckigen oder
polygonalen Flaschen benutzt werden. In diesem Falle ist es allerdings notwendig, den Druck im
Flachdruckverfahren auszuführen, wobei die Welle 40 arretiert wird, so daß sie während des Hebens und
Senkens des Querhauptes und damit der eingespannten Flaschenkörper keine rotierende Bewegung
ausführt. Die Flaschenaufnahmen 8 sind dann entsprechend
anders zu gestalten. Beim Flachdruckverfahren bleibt der Siebrahmen 56 ebenfalls stehen.
Die Farbe wird dabei durch die hin- und hergehenden Rakeln, die in diesem Falle zweckmäßig an der
Kurbel 59 angeschlossen sind, durch die Siebschablone 57 hindurchgepreßt.
An Stelle einer einspurigen Bewegungsbahn für die Flaschen kann man unter Umständen die erfindungsgemäße
Siebdruckvorrichtung auch mehrspurig arbeiten lassen, wobei das Flaschenformat und der
Aufdruck in den beiden Spuren gleich oder verschieden sein kann. Diese Anordnung hat den Vorteil,
daß die Trockeneinrichtung und Antriebe praktisch für alle Arbeitsspuren die gleichen sind.
Bei der dargestellten Vorrichtung erfolgt die Steuerung in folgender Weise:
Wenn der Kolben 33 und die mit ihm verbundene Kolbenstange 32 in die auf der Zeichnung (F i g. 2)
dargestellte Endlage gekommen ist, betätigt der Stößel 64 den schematisch dargestellten Endschalter.
Hierdurch wird eine dem Antriebsmotor für die Bewegung der Wellen 50 und 58 zugeordnete elektromagnetische
Kupplung betätigt, so daß die Wellen 50, 58 in der gewünschten Weise gedreht werden.
Dies mag beispielsweise unter Zwischenschaltung von Räder- oder Nockentrieben zwischen Motor und den
Wellen 50, 58 bewirkt werden. Die Kraftübertragung ist so auszugestalten, daß zunächst das Querhaupt 46
durch die Welle 50 gehoben wird und im Augenblick der Berührung der Siebschablone 57 durch den zu
bedruckenden Gegenstand die Welle 58 umläuft, wobei die Rückholbewegung in die auf der Zeichnung
(F i g. 2) dargestellte Ausgangslage während des Absenkens des Querhauptes 46 vor sich geht. Statt dessen
ist es auch möglich, die Bewegung des Siebrahmens 56 in die in F i g. 1 dargestellte Lage erst während des
Anhebens des Querhauptes 46 vorzunehmen, dann bei stehendem Querhaupt die Druckbewegung des
Rahmens 56 (also von links nach rechts in Fig. 2) vorzunehmen, anschließend den Rahmen stillzusetzen
und dann das Querhaupt wieder abzusenken.
Vor der Auf- und Abwärtsbewegung des Querhauptes 46 kann auch die Steuerung der Preßluftleitungen
I, II bewirkt werden. Diese Leitungen werden über ein geeignetes Vierwegeventil geführt, das beim
Aufwärtsgehen des Querhauptes so umgestellt wird, daß durch die Leitung des Lufteintritts 35 der
rechten Seite des Zylinders 34 Preßluft zugeführt ao wird und der Kolben 33 nach links geht, und daß bei
Beendigung der Abwärtsbewegung des Querhauptes 46 das Vierwegeventil so umgestellt wird, daß durch
die Leitung des Lufteintritts 35' der linken Zylinderseite Druckluft zugeführt wird, so daß der Kolben 33 as
und mit ihm die Kolbenstange 32 die Kette 4 um einen Schritt weiter bewegen.
In die Preßluftleitung I, II ist ferner noch ein zweites Vierwegeventil 65 (Fig. 1) eingeschaltet,
welches die Druckluftzufuhr zum Druckluftzylinder 41, zum Zylinder 15' des Ausdrückers 15 und zum
Zylinder 17' des Schiebers 17 beherrscht.
Das Vierwegeventil 65 wird vom Kolben 33 bzw. der mit dieser verbundenen Kolbenstange 32 in die
in Fig. 1 dargestellte Stellung gelegt, in welcher Druckluft aus der Leitung I in die Leitung III strömt.
Dadurch wird die vor der Spannvorrichtung 36, 43 liegende Flasche 9' unter Betätigung der Aufnahmehülse
43 verspannt, bevor das Querhaupt 46 und kurz vorher mit ihm die Spannvorrichtung seine Aufwärtsbewegung
beginnt. Gleichzeitig wird der Ausstoßer 15 betätigt und der Schieber 17, so daß die
Flasche in der Aufnahme 8" seitlich aus dem Bereich der Kette 4 herausbewegt wird und Platz für die
Zufuhr einer neuen unbedruckten Flasche entsteht. Auf der Zeichnung ist die Ladevorrichtung für die
neue Flasche die der Aufnahme 8' zuzuführen ist, der Übersichtlichkeit halber nicht dargestellt. Sie umfaßt
einen Stößel ähnlich dem Ausstoßer 15, dem ein geeignetes Magazin od. dgl. zugeordnet ist, aus dem
die unbedruckte Flasche entnommen wird, um in die Aufnahme 8' übergeschoben zu werden. Statt einer
besonderen Ladevorrichtung kann übrigens auch die bedruckte Flasche von der Aufnahme 8" durch den
Ausstoßer 15 unter Zwischenschaltung einer unbedruckten Flasche aus dem Bereiche der Kette 4 bewegt
werden. Durch die aus der Leitung III dem Zylinder 17' des Schiebers 17 zugeführte Druckluft
wird der Schieber 17 zurückgezogen, so daß die Mündung des Kanals 16 für die von dem Ausstoßer 15
abtransportierte bedruckte Flasche frei wird.
Das Vierwegeventil 65 wird in seine andere Lage kurz vor dem Ende der Abwärtsbewegung des Querhauptes
46 umgestellt. Hierbei wird Druckluft in die Leitung IV eingeleitet, wodurch folgendes bewirkt
wird:
Der Kolben der Spannvorrichtung 36, 43 wird vor der bedruckten Flasche angehoben; der Ausstoßer ii
kommt in die auf der Zeichnung (F i g. I) dargestellte Ausgangslage zurück und der Schieber 17 wird aus
der in Fig. 1 dargestellten Lage vorwärtsbewegt, so , daß er die in der Mündung des Kanals 16 liegende
Flasche weiterverschiebt. Gleichzeitig wird die Leitung III mit der Atmosphäre verbunden.
Claims (6)
1. Vorrichtung zum automatischen Mehrfarben- oder Mehrzeilendruck von Kunststoffhohlkörpern,
z. B. Flaschen oder Bechern im Siebdruckverfahren, mit Trocknung jedes einzelnen
Aufdruckes unter Verwendung eines taktweise bewegten Förderorgans, an welchem Aufnahmen für die Hohlkörper angebracht sind
und um eine Achse schwenkbare Halterungen zum Erfassen der beiden Hohlkörperenden für
den Druckvorgang vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Förderorgan eine
endlose, in waagerechter Ebene um zwei senkrechte Achsen umlaufende Förderkette (4) dient,
oberhalb welcher zwei oder mehrere aufeinanderfolgende Siebdruckstationen (11, 13) mit einer
dazwischenliegenden Ausstoßstation (14, 15) und eine Trockenstation (12) vorgesehen sind, eine
zweite Trockenstation (20) zum Trocknen des letzten Aufdruckes im Anschluß an die Ausstoßstation
(14, 15) außerhalb der Bewegungsbahn der Kette (4) angeordnet ist und die Halterungen
(36, 43) jeder Druckstation (11, 13) an einem etwa U-förmig gestalteten, auf- und abbewegbaren
Tragbügel (38) angebracht sind, welcher die Förderkette (4) umgreift.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (8) der Förderkette
(4) rinnenförmig gestaltet sind, wobei die vom Boden der Aufnahmen (8) in Förderrichtung
ausgehenden Seitenwände (23, 24) eine verschiedene Winkellage zum Boden (22) besitzen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Neigung der Seitenwände
(23, 24) der Aufnahmen (8) veränderlich ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere U-förmige Tragbügel
(38) an einem funktionell gemeinsamen Träger (46) angeordnet sind, der durch einen daran befestigten
Hebel (49) in einer Führung (45) verschiebbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an einem Tragbügel (38)
vorgesehenen Halterungen auf der einen Seite von einem Zentrierdorn (36) und auf der anderen
Seite von einer Aufnahmehülse (43) gebildet sind, welch letztere an einer Kolbenstange (42) befestigt
ist, deren Kolben in einen mit Druckluft beaufschlagbaren Zylinder (41) verschiebbar angeordnet
ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß den nebeneinanderliegenden
Druckstationen (11, 13) ein funktionell gemeinsamer Siebrahmen (56) mit mehreren Siebschablonen
(57) zugeordnet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen ' 209608/20
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