DE1438468C - Gleichrichteranordnung - Google Patents
GleichrichteranordnungInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Gleichrichteranordnung zur Erzeugung einer konstanten Ausgleichsspannung mit wenigstens einer Reihenschaltung eines
Hauptgleichrichters und einer Sättigungsdrossel sowie mit einem an die gleichzeitig als Steuerwicklung
dienende Arbeitswicklung der Sättigungsdrossel parallel zum Ausgang angeschlossenen Steuerkreis aus
einer Reihenschaltung einer Gleichstromquelle und eines Hilfsgleichrichters, der, bezogen auf die Sättigungsdrossel,
mit entgegengesetzter Durchlaßrichtung wie der Hauptgleichrichter geschaltet ist.
Aus der schweizerischen Patentschrift 327 487 ist ein Ventilgleichrichter mit Phasenanschnittsteuerung
bekannt, dessen Steuerkreis eine Wechselstromquelle, eine Sättigungsdrossel, einen Gleichrichter und eine
Gleichstromquelle umfaßt. Durch die Sättigungsdrossel wird eine Verminderung der erforderlichen
Steuerleistung erstrebt. Diese Schaltung ist gegenüber Änderungen der Eingangswechselspannung empfindlich.
Die deutsche Auslegeschrift 1 027 305 beschreibt eine Gleichrichteranordnung mit einer Schaltdrossel
als Stromsteuerelement, deren Steuerwicklung von
einer Steuerschaltung beaufschlagt ist, die aus einer
Wechselstromquelle, einerGleichrichterschaltung, einer Gleichstromquelle und einer Sättigungsdrossel besteht.
Hier dient die Sättigungsdrossel des Steuerkreises im wesentlichen der Strombegrenzung des Steuerstroms.
Ferner ist in den BBC-Nachrichten, Jan./Juni 1956,
auf den Seiten 10 und 11 ein Rücklaufmagnetverstärker beschrieben, dessen Gleichstromsteuerkreis aus einem
ohmschen Widerstand und einem Gleichrichter besteht
ίο und auf die als Steuerwicklung dienende Arbeitswicklung
der Sättigungsdrossel arbeitet. Auch diese Schaltung zeigt eine Abhängigkeit der Ausgangsspannung
von der Eingangsspannung.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Gleichrichteranordnung der eingangs genannten Art, deren Ausgangsgleichspannung von Schwankungen der Eingangswechselspannung unabhängig ist, und zwar soll die Stabilisierung innerhalb eines weiten Bereichs der Eingangswechselspannungsänderungen wirksam sein.
Aufgabe der Erfindung ist die Schaffung einer Gleichrichteranordnung der eingangs genannten Art, deren Ausgangsgleichspannung von Schwankungen der Eingangswechselspannung unabhängig ist, und zwar soll die Stabilisierung innerhalb eines weiten Bereichs der Eingangswechselspannungsänderungen wirksam sein.
Diese Aufgabe wird nach der Erfindung dadurch gelöst, daß der Steuerkreis neben der ersten Steuerstufe
mit dem genannten Hilfsgleichrichter und der Gleichstromquelle im Anschluß an einen Verbindungspunkt
eine zweite Steuerstufe aus zwei Parallelzweigen aufweist, deren einer Zweig eine zweite Sättigungsdrossel
und eine zweite Gleichstromquelle und deren anderer Zweig einen zweiten Hilfsgleichrichter enthält, daß der
Verbindungspunkt über einen Widerstand mit der Ausgangsseite des Hauptgleichrichters verbunden ist
und daß der zweite Hilfsgleichrichter, bezogen auf die Sättigungsdrossel, die gleiche Durchlaßrichtung wie
der Hauptgleichrichter hat.
Durch Anwendung eines zweistufigen Steuerkreises wird die Abhängigkeit der Ausgangsgleichspannung
von der Eingangswechselspannung, die bei einem einstufigen Steuerkreis noch vorhanden ist, ausgeschaltet,
so daß für einen weiten Bereich von Eingangswechselspannungsänderungen
eine Stabilisierung erreicht wird.
Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einiger bevorzugter Ausführungsbeispiele
an Hand der Zeichnungen. Es stellt dar
F i g. 1 eine Schaltungsanordnung einer ersten Ausführungsform
der Erfindung,
F i g. 2 Wellenformdiagramme zur Erläuterung der Arbeitsweise dieser Schaltungsanordnung und
F i g. 3 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung.
F i g. 1 zeigt eine Einwegschaltung. Die erfindungsgemäße Anordnung kann auch mit einer Vollwegschaltung
Anwendung finden.
Die nicht dargestellte Wechselspannungsquelle ist mit den Eingangsklemmen 1 der Anordnung verbunden.
Daran ist ein Transformator 2 angeschlossen, an dessen Ausgangsklemmen 3 eine Gleichrichterschaltung
angeschlossen ist. Eine Sättigungsdrossel 4 bildet zusammen mit einem Hauptgleichrichter 5 und einem
Kondensator 8 den Gleichrichterkreis. Eine Steuerstufe in Ringschaltung umfaßt einen ersten Hilfsgleichrichter
6 geringer Leistung und eine Gleichstromquelle 7 geringer Leistung. Diese Schaltelemente bilden
die erste Stufe des Steuerkreises, wodurch der Magnetisierungsgrad der Sättigungsdrossel 4 gesteuert werden
kann. Die Klemmen 9 dienen als Ausgangsklemmen der Anordnung, an denen die Gleichspannung abgenommen
werden kann. Zur Glättung der Ausgangsspannung dient ein Kondensator 8, dessen Kapazität
für die folgenden Überlegungen als so groß angenommen sei, daß die Ausgangsspannung im wesentlichen
keine Welligkeitskomponente aufweist. Gegebenenfalls kann man zur weiteren Glättung an sich
bekannte Glättungsmittel vorsehen. S
Die zweite Steuerstufe besteht aus einem zweiten Hilfsgleichrichter 36 und parallel dazu einer zweiten
Sättigungsdrossel 34, die in Reihe mit einer zweiten Gleichstromquelle 35 geschaltet ist, und ist in den in
Ringanordnung geschalteten Steuerkreis eingesetzt, wobei mit Hilfe eines Widerstandes 37 dieser zweiten
Steuerstufe Spannung zugeführt wird. Der Magnetisierungsstrom der zweiten Sättigungsdrossel 34 wird
so gewählt, daß er niedriger ist als der Magnetisierungsstrom der Sättigungsdrossel 4. In diesem Ausführungsbeispiel
arbeitet die Sättigungsdrossel 4 des Steuerkreises als Stromsteuerelement der Gleichrichterschaltung.
Die Wirkungsweise der Schaltung nach F i g. 1 soll im folgenden in Zusammenhang mit der Darstellung
der Spannungswellenform in F i g. 2 beschrieben werden, in welcher sich die F i g. 2a auf die Spannung der
ersten Sättigungsdrossel 4 und die Fig. 2b auf die Spannung der zweiten Sättigungsdrossel 34 bezieht. In
dem Zeitabschnitt I1 bis ίΊ der Fig. 2 b wird die
Spannung Ee an der Klemme 38 (F i g. 1) Null, da
Strom von dem Ausgangskreis durch den Widerstand 37 geliefert wird und der Hilfsgleichrichter 36 leitend
ist. Infolgedessen liegt die Sättigungsdrossel 34 an der Spannung der Gleichstromquelle 35, welches dem mit
nach rechts abwärts verlaufenden Linien schraffierten Teil entspricht, und wird zurückgestellt. Nach dem
Zeitpunkt t7 wird die Spannung E1 geringer als die
Summe der Spannungen £4 + E5, und der Gleichrichter
6 wird leitend. Darauf folgt £6 der Wellenform von .E1, wie in F i g. 2b gezeigt. Infolgedessen wird die
Sättigungsdrossel 34 auf ihren Sättigungswert magnetisiert durch eine Spannung, die durch den mit nach
rechts aufwärts verlaufenden Linien schraffierten Teil angezeigt ist. Der Strom, welcher zu dieser Zeit durch
den Steuerkreis fließt, ist der Strom durch den Widerstand 37 und der Magnetisierungsstrom der Sättigungsdrossel
34. Wenn dieser Strom auf einen Wert vorherbestimmt ist, der niedriger als der Magnetisierungsstrom der Sättigungsdrossel 4 ist, wird dieselbe nicht
magnetisiert, bei der Zeitpunkt ts erreicht ist. Zur
Zeit i8 verliert sie plötzlich ihre Gegenspannung, da
die Sättigungsdrossel 34 die Sättigung erreicht, und die Spannung E6 wird gleich E5. Infolgedessen wird in
dem Zeitintervall t& bis t9 die Sättigungsdrossel 4 durch
eine Größe zurückgestellt, die der Fläche des mit nach rechts abwärts verlaufenden Linien schraffierten Teiles
entspricht (F i g. 2 a). In F i g. 2 b wiederholt sich nach dem Zeitpunkt t10 die gleiche Arbeitsweise, wie zuvor
beschrieben. In dem Zeitintervall ts bis ts (F ig. 2 a)
folgt die Spannung E3 der Spannung E1, da die Sättigungsdrossel
4 magnetisiert ist. In dem Intervall i8 bis 1 9 jedoch wird die Sättigungsdrossel 4 zurückgestellt,
da E3 gleich £4 + E5 wird, wie vorher beschrieben.
Das Zeitintervall i9 bis tn ist gleich dem
Intervall t5 bis t7. Nach dem Zeitpunkt /n wird der
Hauptgleichrichter 5 leitend, ΕΆ wird gleich E2, und
die Sättigungsdrossel 4 unterdrückt den Gleichrichterstrom, welcher dem mit nach rechts aufwärts verlaufenden
Linien schraffierten Teil entspricht, und erreicht die Sättigung. Gleichrichtung erfolgt in dem
Intervall I12 bis i13. Wenn die Fläche dieses Teiles
mit A2 bezeichnet wird, ergibt sich die folgende Beziehung
in F i g. 2: Wenn die Flächen der schraffierten Teile A1 in F i g. 2a gleich sind, wird die Fläche des
Teiles, in welchem der Wert E1 den Wert E2 übersteigt,
gleich A1 + A2- Wenn die Spannung £4 so ausgewählt
ist, daß sie gleich — E2 ist, wird die Fläche CDEGHC
in F i g. 2b gleich A1 + A2. Hieraus ergibt sich, daß
die Fläche CDEFGHC, die nach Abzug der Fläche
EFGE, welche der Fläche A1 entspricht, verbleibt,
gleich der Fläche A2 ist. Da fernerhin die Fläche DEFD
und die Fläche ABCDA gleich sind, werden folgende Beziehungen erhalten:
A2 = Fläche CDEFGHC = Fläche ABHGA (etwa
rechteckförmig) = E5- T,
wobei T die Periode der Wechselspannungsquelle darstellt.
Da entsprechend der obigen Gleichung A2 nur durch E5 bestimmt ist, kann der Gleichrichterausgang
durch Veränderung von E5 gesteuert werden. Da weiterhin
A2 und E1 nicht direkt miteinander in Verbindung
stellen, wird der Gleichrichterausgang unveränderlich gehalten, auch wenn die Wechselspannung schwankt.
F i g. 3 zeigt ein Beispiel einer Schaltung, in welcher die Schaltung nach F i g. 1 zu einem Vollweggleichrichterkreis
erweitert ist. Der Transformator 2 besitzt eine Mittelanzapfung 39, die mit dem einen Pol der
Ausgangsseite verbunden ist. Für den Steuerkreis ist ein Zusatztransformator 18 vorhanden, der in die erste
Steuerstufe eingefügt ist, und zwar sind die Enden 19 der Sekundärwicklung mit den ersten Hilfsgleichrichtern
6 und die Mittelanzapfung 40 mit der Gleichstromquelle 7 verbunden. Im übrigen entspricht diese
Schaltung der Schaltung nach Fig. 1. Die Auftrennung
der ersten Steuerstufe und die zweifache Verwendung des ersten Hilfsgleichrichters ist lediglich
durch die Vollwegschaltung bedingt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gleichrichteranordnung zur Erzeugung einer konstanten Ausgleichsspannung mit wenigstens
einer Reihenschaltung eines Hauptgleichrichters und einer Sättigungsdrossel sowie mit einem an die
gleichzeitig als Steuerwicklung dienende Arbeitswicklung der Sättigungsdrossel parallel zum Ausgang
angeschlossenen Steuerkreis aus einer Reihenschaltung einer Gleichstromquelle und eines Hilfsgleichrichters,
der, bezogen auf die Sättigungsdrossel, mit entgegengesetzter Durchlaßrichtung wie der Hauptgleichrichter geschaltet ist, dadurch
gekennzeichnet, daß der Steuerkreis neben der ersten Steuerstufe mit dem genannten Hilfsgleichrichter
(6) und der Gleichstromquelle (7) im Anschluß an einen Verbindungspunkt (38) eine
zweite Steuerstufe aus zwei Parallelzweigen aufweist, deren einer Zweig eine zweite Sättigungsdrossel
(34) und eine zweite Gleichstromquelle (35) und deren anderer Zweig einen zweiten Hilfsgleichrichter
(36) enthält, daß der Verbindungspunkt (38) über einen Widerstand (37) mit der Ausgangsseite
(9) des Hauptgleichrichters (5) verbunden ist und daß der zweite Hilfsgleichrichter (36), bezogen
auf die Sättigungsdrossel (4), die gleiche Durchlaßrichtung wie der Hauptgleichrichter (5) hat.
2. Gleichrichteranordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie einen Eingangstransformator
(2) mit einer mit Mittelanzapfung (39) versehenen Sekundärwicklung enthält und als
Zweiweggleichrichter geschaltet ist.
3. Gleichrichteranordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein zusätzlicher Transformator
(18) mit einer mit Mittelanzapfung (40) versehenen Sekundärwicklung vorgesehen ist, deren
Enden (19) an die ersten Hilfsgleichrichter (6) und deren Mittelanzapfung (40) an die erste Gleichstromquelle
(7) geführt sind.
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