DE1439384C - Magnetische Betätigungseinrichtung fur eine in einem Schutzgasgefaß angeordnete Kontakteinrichtung - Google Patents
Magnetische Betätigungseinrichtung fur eine in einem Schutzgasgefaß angeordnete KontakteinrichtungInfo
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Description
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Es sind verschiedene Betätigungseinrichtungen für gelöst, daß die Dauermagnete auf. einem drehbaren
eine in einem Schutzgasgefäß angeordnete Kontakt- Träger aus unmagnetischem -Material derart angeord-
einrichtung bekanntgeworden. Meist ist einer der net sind und derart an einem Pol des feststehenden
Kontakte mit einer ferromagnetischen Zunge ver- Magnetsystems vorbeigeführt werden, daß sich nur
sehen, die mit einem zur Kontaktbetätigung vorbei- S gleichnamige Pole gegenüberstehen. Vorzugsweise
geführten Permanentmagneten derart zusammen- sind die Polachsen der beweglichen Dauermagnete im
wirkt, daß sich das von dem Magneten ausgehende Gegensatz zu den bekannten Betätigungseinrichtun-
FeId über die ferromagnetische Kontaktzunge gen parallel zur Drehachse angeordnet. Wie zuvor
schließt. Hierbei wird die ferromagnetische Kontakt- ausgeführt, liegen die Polachsen der Dauermagnete
zunge angezogen und schließt die Kontakte. Bei den io bei den bekannten Betätigungseinrichtungen in der
bekannten Betätigungseinrichtungen werden die Ma- Betätigungsebene, also senkrecht zur Drehachse,
gnete stets so bewegt, daß in der Schließstellung der Weitere Einzelheiten und Merkmale der Erfindung
Kontakte die Polachse des Magneten parallel und ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
im geringsten Abstand zur ferromagnetischen Kon- eines in der Zeichnung im Prinzip dargestellten Austaktzunge
verläuft. Befindet sich der Magnet auf dem 15 führungsbeispieles; es zeigt
übrigen Teil seiner Laufbahn, so verläuft das Ma- Fig. 1 eine perspektivische Ansicht der Kontakt-
gnetfeld räumlich^ da, auf diesem Teil der Laufbahn röhre und der Betätigungsmagneten in Einschalt-
keine besonderen Leitpfade für die Magnetlinien, wie stellung und
Kontaktzungen, vorhanden sind. Die Kontaktzungen Fig. 2 dieselbe Anordnung wie in Fig. 1, jedoch
liegen in radialer Richtung gesehen außerhalb der 20 in der Ausschaltstellung.
Bewegungsbahn des Magneten. Wegen der starken Auf einer Scheibe 1 aus unmagnetischem Material,
Umwandlung des Magnetfeldes bei der Magnet- die sich um eine Achse 2 dreht, sind zwei Permanent- ,2 ,_
bewegung im Bereich der Kontaktzungen und wegen magnete 3 und 4 angeordnet. Die Pole der Magnete \,i)
der relativ großen Entfernung der Kontaktzungen sind mit S und N bezeichnet. Die Achsen der Ma- !
von der Drehachse entsteht eine starke Rückwirkung 25 gnete 3 und 4 sind parallel zur Achse 2 angeordnet,
auf die Drehachse, so daß auf diese ein gewisses In einem Schutzgasgefäß 5 sind zwei feststehende
Drehmoment ausgeübt wird. Bei manchen Geräten, Kontaktelektroden 6 und 7 eingeschmolzen, zwischen
wie z. B. Elektrizitätszähler u. dgl., beeinflußt dieses denen eine hin- und herbewegliche, federnde Kon-Moment
die Meßgenauigkeit im Sinne einer Ver- taktzunge 8 angeordnet ist. Die Kontaktzunge 8 steht
schlechterung. Um diesen Einfluß zu begrenzen, 30 unter Federwirkung, so daß sie bei Nichtvorhandenwurde
bei einer solchen Betätigungseinrichtung vor- sein irgendwelcher Einflußkräfte an der Kontaktgeschlagen,
daß parallel zur Bewegungsebene des elektrode 7 anliegt.
Magneten ein die Schwenkachse konzentrisch um- Die Kontaktelektrode 8 ist in üblicher Weise mit
schließendes Rückschlüßeisen vorgesehen ist und daß einem ferromagnetischen Belag versehen, so daß sie
die Kontaktzungen in die Ebene des Rückschluß- 35 unter dem Einfluß eines feststehenden Magneteisens
innerhalb der Bewegungsbahn der magneti- systems 9 unter Überwindung ihrer Federkraft in die
sehen Kraftlinien verlegt werden. linke Schaltstellung geführt wird, wie F i g. 2 zeigt.
Es sind auch Betätigungseinrichtungen für eine in Das feststehende Magnetsystem besteht aus den bei-
einem Schutzgasgefäß angeordnete Kontakteinrich- den Magneten 10 und 11, die durch ein Rückschluß-
tung mit mindestens einer zwischen zwei Schalt- 40 eisen 12 miteinander in Verbindung stehen. Die
Stellungen hin- und herbeweglichen, federnden, ferro- Polarität ist wieder mit S und N bezeichnet. An Stelle
magnetischen Kontaktzunge bekanntgeworden, der des dargestellten Magnetsystems 9 kann auch ein
mit Hilfe eines feststehenden Magnetsystems unter Hufeisenmagnet bzw. eine bogenförmig magnetisierte
Überwindung der Federkraft eine Vorzugslage ge- Scheibe z.B. aus Bariumferrit oder ein Elektro- (
geben wird. Zur Auslösung einer Kontaktgabe wird 45 magnetsystem verwendet werden. Das Magnet- ,
hierbei ein Permanentmagnet der Kontaktzunge so system 9 ist so angeordnet, daß der Südpol des Ma- '
genähert, daß die Wirkung des feststehenden Ma- gneten 10 und der Nordpol des Magneten 11 durch
gnetsystems so weit aufgehoben wird, daß die ferro- die ferromagnetische Kontaktzunge 8 auf kürzestem
magnetische Kontaktzunge ihrer Federvorspannung Wege überbrückt werden.
folgen kann. Auch bei dieser bekannten Betätigungs- 50 Die Magnete 3 und 4 sind in bezug auf das
einrichtung liegt die Magnetachse in der Bewegungs- Magnetsystem 9 so angeordnet, daß sich in der einen
ebene des Magneten. Wie bei dem zuvor beschriebe- Schaltstellung die Achsen der Magnete 3 und 10
nen Ausführungsbeispiel wird bei einer solchen Ma- decken. Da in dieser Stellung dem Südpol des Magnetanordnung
und Magnetbewegung eine starke gneten 10 ein Südpol des Magneten 3 gegenübersteht,
Rückwirkung auf die Drehachse ausgeübt. 55 wird die Wirkung des Magnetsystems 9 aufgehoben,
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine so daß die Kontaktzunge 8 unter ihrer Vorspannung
magnetische Betätigungseinrichtung für eine in einem sich an die Kontaktelektrode 7 anlegt. Wird der Ma-Schutzgasgefäß
angeordnete Kontakteinrichtung mit gnet3 in Pfeilrichtung weiterbewegt, wird die FeIdmindestens
einer zwischen zwei Schaltstellungen hin- Schwächung des Magneten 10 wieder aufgehoben, so
und herbeweglichen, federnden, ferromagnetischen 6p daß die ferromagnetische Kontaktzunge 8 in ihre
Kontaktzunge, der mit Hilfe eines feststehenden Ma- Vorzugslage zurückkehrt. Wie die Praxis gezeigt hat,
gnetsystems unter Überwindung der Federkraft eine wird bei einer derartigen Magnetanordnung der Be-Vorzugslage
gegeben wird, zu schaffen, bei der eine tätigungseinrichtung auf die Drehacnse 2 nur ein kleiwesentlich
geringere Rückwirkung auf die die Be- nes zusätzliches Drehmoment ausgeübt. Es findet also
tätigungsmagnete tragende Achse ausgeübt wird als 65 nur eine geringe Rückwirkung auf die Drehachse
bei den bekannten magnetischen Betätigungseinrich- statt, im Vergleich zu anderen Betätigungseinrichtungen,
tungen. Das ist insbesondere bei genauen Meßgeräten,
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch wie Elektrizitätszählern, von großer Bedeutung.
Wie Fig. 1 und 2 zeigen, sind sämtliche an der
Scheibe 1 angeordneten Magnete 3 und 4 gleichgerichtet. Es können selbstverständlich noch mehrere
Magnete vorgesehen sein.
Besonders vorteilhaft ist es, wenn die Dauermagnete 3, 4 bzw. 10,11 aus keramischem Material,
z. B. Bariumoxyd, bestehen.
Claims (5)
1. Betätigungseinrichtung für eine in einem Schutzgasgefäß angeordnete Kontakteinrichtung
mit mindestens einer zwischen zwei Schaltstellungen hin- und herbeweglichen, federnden, ferromagnetischen
Kontaktzunge, der mit Hilfe eines feststehenden Magnetsystems unter Überwindung der Federkraft eine Vorzugslage gegeben wird,
welche mit Hilfe von dreh- oder schwenkbaren Dauermagneten zur Auslösung einer Kontaktgabe
wieder aufgehoben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauermagnete auf einem drehbaren Träger aus unmagnetischem
Material derart angeordnet sind und derart an einem Pol des feststehenden Magnetsystems vorbeigeführt
werden, daß sich nur gleichnamige Pole gegenüberstehen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Polachsen der Dauermagnete
parallel zur Drehachse angeordnet sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das feststehende
Magnetsystem aus zwei Dauermagneten besteht, die durch ein Rückschlußeisen miteinander in
Verbindung stehen.
4. Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das feststehende Magnetsystem
aus einer bogenförmig magnetisierten Scheibe besteht.
5. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Dauermagnete aus keramischem
Material, z.B. Bariumoxyd, bestehen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
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