DE144109C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25B—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES FOR THE PRODUCTION OF COMPOUNDS OR NON-METALS; APPARATUS THEREFOR
- C25B1/00—Electrolytic production of inorganic compounds or non-metals
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- C25B1/265—Chlorates
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
(V. St. A.).
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf das Verfahren der Darstellung von Chloraten der
Alkalien und Erdalkalien aus den entsprechenden Chloriden mit Hülfe der Elektrolyse und
bezweckt dessen Ausführung als kontinuierlichen Prozeß mit vorteilhaftem Verhältnis zwischen
Stromaufwand und Chloratausbeute.
Die hier in Rede stehende Erzeugungsart der genannten Chlorate leidet bekanntlich neben
anderen Mangeln insbesondere an einer außer Verhältnis zum Stromaufwand stehenden geringen
Ausbeute.
Es wurde bereits früher erkannt, daß man in der Zelle eine zu hohe Konzentration an
Chlorat nicht Platz greifen lassen darf, indem sonst die Elektrolyse sich auf den Chloratgehalt
selber ausdehnt und so durch Rückzersetzung desselben unnütz Strom verbraucht
wird.
Aus der Erkenntnis dieser Sachlage macht die deutsche Patentschrift 83536, nachdem sie
den Mißerfolg der Darstellung von Chloraten in Bädern ohne Diaphragma und bei höherer
Temperatur betont, den Vorschlag, die Lauge unter Zusatz von Alkalikarbonat zu elektrolysieren
und den Prozeß zu unterbrechen, sobald der Stromverbrauch für das weiter zu bildende Chlorat eine durch die Kosten der
Betriebskraft bestimmte Grenze überschreitet.
Es wurde gefunden, daß es unter Anwendung von diaphragmenlosen Zellen und Erwärmung
derselben auf die zur Hypochlorit-. zersetzung erforderliche Temperatur (32 bis 940 C.) in Verbindung mit dem in der Patentschrift
80617 vorgeschlagenen Durchfluß des Elektrolyten durch die Zelle möglich ist, die
Chloratgewinnung dennoch bei sehr vorteilhaftem Verhältnis zwischen Stromverbrauch und
Chloratausbeute als kontinuierlichen Prozeß auszuführen, wenn man die Lauge als dünne
Schicht die Zelle durchströmen läßt unter solcher Regelung ihrer Geschwindigkeit, daß der
Chloratgehalt der austretenden Lauge 3 Prozent nicht übersteigt; aus der Zelle tritt die Lauge
in Kühler zur Scheidung des Chlorates vom Chlorid, welches nach Ersatz der aufgebrauchten
Menge in die Zelle zurückkehrt.
Ein besonderer Vorteil der beschriebenen Arbeitsweise besteht noch darin, daß sie den
bekannten Vorschlag, die lästige und beschwerliehe Erwärmung der Zelle mittels außerhalb der
Zelle erzeugter Wärme zu ersetzen, durch die Erzeugung der benötigten Wärme in der Zelle
selbst mittels eines Stromes von entsprechend höherer Stromdichte (0,32 bis 0,64 Ampere pro
Quadratzentimeter Elektrodenfiäche) in sehr einfacher Weise zu verwirklichen ermöglicht, indem
die Regelbarkeit der Geschwindigkeit ein ebenso einfaches wie sicheres und rasch eingreifendes
Mittel zur Wärmeregelung bildet, so daß die Notwendigkeit besonderer Vorrichtungen
zur Stromregulierung wegfällt.
Als zweckmäßigste Arbeitsbedingungen für die Ausführung des vorstehend dargelegten
Verfahrens haben sich ergeben:
Stromdichte von 0,45 Ampere pro Quadratzentimeter Elektrodenfläche in einer Zelle von
5 bis 10 ecm Fassungsraum (Flüssigkeit) bei einer
Durchflußgeschwindigkeit der Lauge, daß dieselbe mit ι Y2 bis i3/4 Chloratgehalt und 43
bis 490 C. Temperatur abfließt.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist das Schema einer Anlage zur Ausführung der Erfindung
veranschaulicht.
P bezeichnet eine Batterie von dem Verfahren entsprechend engen elektrolytischen Zellen
(z. B. mit 0,13 cm Elektrodenabstand) ohne Diaphragma, in welche die Chloridlauge, z. B.
Kaliumchlorid, aus dem Behälter T mittels Heber X durch Trichterröhren ρ einfließt,
welche bis an den Boden der Zellen in letztere eintauchen, so daß die Lauge die Zellen in
aufsteigender Richtung durchströmt. Die gebildete Chloratlösung fließt oben durch p1 in
einen Kühler Q bezw. eine Batterie von Kühlern QQ1
die am zweckmäßigsten mit Kühlschlangen R ausgerüstet werden; die durch
Auskristallisieren vom Chlorat befreite Lauge wird durch eine Pumpe S nach dem Behälter
T zurückgefördert, wo die Ergänzung des Chloridabganges stattfindet.
Wird Natriumchlorid verarbeitet bezw. ein Chlorid, welches schwerer löslich ist als das
Chlorat seiner Basis, so kristallisiert in den Kühlern das Chlorid aus und wird die verbleibende
Chloratlauge in Abdampfvorrichtungen übergeführt. Das Chlorid kehrt nach
dem Behälter T zurück, welchem man in diesem Falle beständig Wasser in erforderlicher Menge
zuführt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur elektrolytischen Darstellung von Chloraten, dadurch gekennzeichnet, daß man unter Anwendung einer Stromdichte, welche die zur HypochloritzerseUung erforderliche Temperatur entwickelt, die Chloridlauge in ständigem Flusse diaphragmenlose Zellen durchströmen läßt mit solcher Regelung der Geschwindigkeit, daß einerseits die genannte Temperatur herrschend bleibt, andererseits eine nicht erheblich über 3 Prozent haltende Chloratlauge ausströmt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE144109C true DE144109C (de) |
Family
ID=411562
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT144109D Active DE144109C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE144109C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE948414C (de) * | 1951-11-28 | 1956-08-30 | Electro Chimie Metal | Elektrolytische Herstellung von Natriumchlorat |
-
0
- DE DENDAT144109D patent/DE144109C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE948414C (de) * | 1951-11-28 | 1956-08-30 | Electro Chimie Metal | Elektrolytische Herstellung von Natriumchlorat |
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