DE144991C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C25—ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
- C25C—PROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC PRODUCTION, RECOVERY OR REFINING OF METALS; APPARATUS THEREFOR
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wie bekannt, können Metalle unmittelbar aus ihren Erzen auf elektrolytischem Wege
unter Anwendung stark durchlässiger Diaphragmen und einer Alkali- oder Ammoniumsalzlösung
als Elektrolyt gewonnen werden. Diese Verfahren gestatten jedoch nicht, das Metall unter steter Zersetzung und Rückbildung
des Elektrolyten abzuscheiden.
Gemäß vorliegender Erfindung wird dieser Zweck dadurch erreicht, daß die bei der Zersetzung
des Elektrolyten an der Anode sich bildende neutrale Metallsalzlösung in die Kathodenabteilung
geleitet wird, wo die Abscheidung des Metalles an der Kathode und die Rückbildung des Elektrolyten erfolgt, der dann
von neuem dem Anodenraum desselben oder eines weiteren Behälters zugeführt wird.
Das Verfahren mag an Hand der in der Zeichnung dargestellten Anlage nähere Erläuterung
finden: Fig. 1 zeigt einen einzelnen Zersetzungsbehälter, Fig. 2 mehrere hintereinander
angeordnete Behälter im Schnitt.
Der Behälter 11 ist mit einer Alkalisalz-,
zweckmäßig Ammoniumsulfatlösung von ungefahr 150B. gefüllt, welche in das erste Bad 3
durch das gelochte Rohr 10 am Boden eintritt. Die Anode der Zersetzungsbehälter besteht aus
einer Lage von zerkleinertem Erz 4, aus welchem das Metall gewonnen werden soll. Geeignete
Leiter 5, vorzugsweise Kohlenstäbe, sind in dem Erz eingebettet und leiten den
elektrischen Strom auf dasselbe über. Das Erz ist mit Sand, gemahlenem Quarz oder einem
anderen körnigen Stoff, welcher nicht vom Elektrolyten chemisch beeinflußt wird und auch
nicht auf den elektrischen Strom störend einwirkt, bedeckt.
Nachdem der Ammoniumsulfatelektrolyt durch die Masse der Anode und durch die als Diaphragma
dienende Sandschicht 6 gedrungen ist, verläßt er den Zersetzungsbehälter 3 durch das
Rohr 12 und tritt durch das Rohr 13 und das gelochte Rohr 10 in den nächsten Zersetzungsbehälter
14 usw., bis er den letzten Zersetzungsbehälter 16 erreicht. Hat der Elektrolyt das
Abflußrohr 12 des letzten Behälters erreicht, so wird das Ventil 20 des Überlaufes 21 geschlossen,
wodurch der Elektrolyt, der in den Behälter 16 eintritt, gezwungen wird, die
Anodenabteilung durch das gelochte Rohr 24 zu verlassen, in den Schwimmer 19 des Reglers
17 zu treten und durch das Abflußrohr 26 in. das Gefäß 27 zu fließen. Ist das Ventil 20
teilweise geöffnet, so tritt ein Teil des Elektrolyten durch das Diaphragma 6 in die Kathodenabteilung
des Behälters 16, von hier durch die Abflußrohre 12 und 22 in das
äußere Gefäß 18 des Reglers 17 und durch das Rohr 21 in den Behälter 23, während der
bei 26 den Schwimmer verlassende Überschuß in das Gefäß 27 eintritt und durch eine
Pumpe 28 in die Kathodenabteilung des ersten Behälters 3 zurückgeführt wird.
Wird nun ein elektrischer Strom zu den Polen 30 und 31 geleitet, so werden in jedem
Bade Metallsulfate erzeugt. Soll z. B. aus einem Erz, welches Kupfer, Nickel und Kobalt enthält,
zunächst Kupfer abgeschieden werden, so
verwendet man am zweckmäßigsten Kupferkathoden, an welchen sich das Kupfer niederschlägt,
während Nickel und Kobalt gelöst bleiben. In jedem nachfolgenden Bade werden Kupfer, Nickel und Kobalt weiter aufgelöst,
wovon das gelöste Kupfer stets niedergeschlagen wird, so daß der Elektrolyt nach und nach
immer mehr Nickel und Kobalt enthält und am Ende der Badreihe nahezu frei von Kupfer
ίο in den Sammelbehälter 23 tritt.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:- i. Verfahren zur elektrolytischen Metallgewinnung aus Erzen unter Anwendung stark durchlässiger Diaphragmen und einer Alkali- oder Ammoniumsalzlösung als Elektrolyt, dadurch gekennzeichnet, daß die bei der Zersetzung des Elektrolyten an der Anode sich bildende neutrale Metallsalzlösung in die Kathodenabteilung geleitet wird, wo die Abscheidung des Metalles an der Kathode unter Rückbildung des Elektrolyten erfolgt, der dann von neuem in den Anodenraum desselben oder eines weiteren Behälters geführt wird und so fort,; zum Zwecke, unter steter Zersetzung und Rückbildung des Elektrolyten das Metall abzuscheiden.
- 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, daß das auf dem Boden des Zersetzungsbehälters ruhende Erz mit einer als Diaphragma dienenden Kiesschicht oder dergl. bedeckt und der Elektrolyt mittels gelochter Rohre am Boden des Behälters eingeführt und aus dem oberen Teil des Behälters abgeleitet wird.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.Berlin, gedruckt in der reichsduuckereI.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE144991C true DE144991C (de) |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE144991C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018115277A1 (de) | 2017-06-30 | 2019-01-03 | Buchen KraftwerkService GmbH | Vorrichtung und Verfahren zum Lockern, Aufbrechen und Lösen von unerwünschten Materialansammlungen in industriellen thermischen Anlagen |
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Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102018115277A1 (de) | 2017-06-30 | 2019-01-03 | Buchen KraftwerkService GmbH | Vorrichtung und Verfahren zum Lockern, Aufbrechen und Lösen von unerwünschten Materialansammlungen in industriellen thermischen Anlagen |
| DE102018115277B4 (de) | 2017-06-30 | 2022-05-25 | Buchen KraftwerkService GmbH | Vorrichtung und Verfahren zum Lockern, Aufbrechen und Lösen von unerwünschten Materialansammlungen in industriellen thermischen Anlagen |
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