DE145124C - - Google Patents

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DE145124C
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rings
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21LMAKING METAL CHAINS
    • B21L3/00Making chains or chain links by bending the chain links or link parts and subsequently welding or soldering the abutting ends

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Forging (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Metallringen, besonders von Kettenringen, durch welches während der Erhitzung zugleich die Schweiß- und Schmiedearbeit geleistet wird. Der Hauptvorteil bei diesem Verfahren liegt darin, daß das Schweißen bei jeder gewünschten und zulässigen Temperatur erfolgen kann, besonders wenn es sich um Ringe von schwachem Querschnitt handelt.
Wird, wie bisher, das Schweißen erst nach der Erhitzung vorgenommen, so genügt bekanntlich die zwischen zwei Arbeitsvorgängen verstreichende Zeit — mag die Geschicklich-
15' keit des Arbeiters auch noch so groß sein —, um die Temperatur des Arbeitsstückes zu vermindern. Infolgedessen muß dann das Arbeitsstück überhitzt werden auf die Gefahr hin, die Güte des Metalls zu verringern, oder aber es wird die Schweißung unvollkommen. Besonders bei Arbeitsstücken von geringem Querschnitt macht sich dieser Übelstand bemerkbar.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnungen in folgendem beispielsweise unter Benutzung eines bekannten Verfahrens zur Erhitzung von Arbeitsstücken im elektrolytischen Bade näher erläutert. Bei letzterem Verfahren erhält ein Ring, der teilweise in ein elektrolytisches Bad eintaucht, eine Drehbewegung, so daß alle Teile des Ringes nacheinander durch das Bad und wieder aus ihm herausgeführt werden und sich dieselben abwechselnd erhitzen und wieder abkühlen. Dadurch kann der Grad der Erhitzung geregelt werden und die Hitze in den Kern eindringen, ohne die Oberfläche zu schmelzen.
Der obere, nicht eingetauchte Teil des Ringes (s. Fig. 1 und 2) wird von zwei passend gestalteten Gesenken α umfaßt. Seitwärts gegen dieselben werden Stangen g, die in den Führungen h geführt werden, von einer in der Zeichnung nicht dargestellten Vorrichtung vorgetrieben und wieder zurückgezogen, so daß der Ring bei der' Drehung, die in bekannter Weise von den Rollen c und e hervorgerufen wird, und bei der Erhitzung im elektrolytischen Bad gleichzeitig auch geschmiedet wird. Wie bekannt, werden die Rollen e an den einen Pol des Stromes angeschlossen und müssen nach Bedarf zur Unterbrechung des Stromes oder zum Einsetzen oder Herausheben des Ringes voneinander entfernt werden können. Dasselbe gilt selbstverständlich auch von den Gesenkena.
Eine mit einem Schlitz versehene Führungsstange d (s. Fig. 5) dient dazu, den Ring über dem Bad in aufrechter Lage zu halten und ihn zu handhaben. Dieselbe kann von Hand durch angebrachte Griffe oder auf andere geeignete Weise bewegt werden. Wird der Ring aus dem Bad herausgezogen, so kann er mittels der Führungsstange d, welche gleichzeitig angehoben wird, hin- und hergeschwungen werden, wie es am Ende des Schmiedens bei Arbeit von Hand üblich ist. Wenn die Führungsstange d aus einem nichtleitenden Material besteht, so kann dieses Hin- und Herdrehen auch während des Erhitzens erfolgen. '
Man könnte selbstverständlich den Stoß nur auf ein Gesenk wirken lassen und das andere vollkommen fest anordnen, so daß dieses als Amboß dient, während das andere die Stöße der Hämmervorrichtung aufnimmt, also als Hammer wirkt.
Diese Vorrichtung kann auch, wie Fig. 3 und 4 zeigen, abgeändert werden. In diesem Fall werden die vorher erwähnten Rollen c und e weggelassen, und es bewirken die Gesenke α selbst die Drehung des Ringes, indem sie am Ende als Rollen ausgebildet sind und sich um ihre Achsen drehen. Es werden aber auch hierbei die Schläge des Stoßwerkzeuges durch die Gesenke α übertragen.
In der Zeichnung ist angenommen, daß nur ein einziges Gesenk die Schläge des Hammers g erhält, während das andere durch das feste Stück m festgehalten wird.
Eine Stange ρ mit einem nicht dargestellten Gegengewicht drückt beständig die Gesenke a gegen den zu bearbeitenden Ring. Der Druck auf die sich drehenden Gesenke α würde sogar genügen, nicht nur den Ring mitzunehmen, sondern auch das Schweißen zu bewirken.
Die sich drehenden Gesenke (Fig. 3 und 4) können auch in Verbindung mit den Rollen c und e oder eines Teils derselben angewendet werden. Bei der Bearbeitung der Ringe durch Druck allein müßten die Gesenke eine Hohlform bilden, die dem Querschnitt des herzustellenden Ringes entspricht. Die Drehung des Ringes müßte selbstverständlich beim Drücken der Gesenke unterbrochen werden und Drehung und Drücken nacheinander und abwechselnd erfolgen.
Ein Pol ist an einem Gesenk und der andere an dem das Bad enthaltenden Trog angeschlossen.
Soll der Ring über die Vorrichtung gebracht bezw. nach Fertigstellung weggenommen werden, so muß er von dem elektrischen Strom isoliert werden. Dies geschieht dadurch, daß der Strom ausgeschaltet oder die Vorrichtung selbst aus dem Bade herausgehoben oder auch das Niveau des Bades erniedrigt wird.
Die Ringe, welche man nach dem Verfahren vorliegender Erfindung bearbeiten kann, können auf irgend eine Art hergestellt sein, sei es aus einer rund gebogenen Metallstange, wie es bei der Kettenfabrikation üblich ist, oder aus einem Blech, das spiral- oder schraubenförmig oder ähnlich zusammengerollt ist.
Wenn der Ring zusammengepreßt werden kann, ohne daß er seine Form verliert, dann kann man sich damit begnügen, unter Weglassung der Gesenke einen beständigen oder unterbrochenen Druck hervorzubringen, und zwar durch die Rollen c und e (Fig. 1) oder aber durch andere ähnliche Organe.
Es ergibt sich von selbst, daß die Abmessungen des Ringes so sein müssen, daß das Verhältnis des äußeren zum inneren Durchmesser sowie der Querschnitt ■ den in der Praxis üblichen Verhältnissen entspricht. Nach dem Schweißen können die Ringe beliebig oval gemacht werden.
Das neue Verfahren gestattet besonders bei der Herstellung von Ketten einen Ring zu bearbeiten, der in einem oder zwei geschlossenen Ringen hängt, die nicht in das Bad tauchen und nicht erhitzt werden. Es kann auch die Vorrichtung mehrfach in einem oder mehreren nebeneinander liegenden Bädern angeordnet werden, so daß man auf einmal mehrere Ringe bearbeiten kann, die unter sich durch geschlossene Zwischenringe verbunden sind. Infolgedessen wird die Arbeit erheblich beschleunigt.
Das Erhitzen durch ein elektrolytisches Bad könnte augenscheinlich durch jede beliebige Erhitzungsart, die die Hitze nicht verbreitet, ersetzt werden, d. h. durch eine Erhitzungsart, durch welche man den sich drehenden Ring erhitzen kann, ohne den oder die benachbarten geschlossenen Ringe mit zu erwärmen. ,

Claims (3)

  1. Patent-An Sprüche:
    ι. Verfahren zur Herstellung von Metallringen, insbesondere von Kettenringen, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringe während ihrer Umdrehung in einem ihnen die Schweißtemperatur gebenden elektrolytischen Bad oder in einer anderen Heizquelle gleichzeitig geschweißt und geschmiedet werden.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Gesenke (a), welche den aus dem Bad herausragenden Ringteil umfassen, auf diesen die Stöße einer Hämmervorrichtung (g) übertragen.
  3. 3. Eine Ausführungsform der Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die als Walzen ausgebildeten Gesenke (a) durch ihre Drehung die des Ringes bewirken.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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