DE146152C - - Google Patents

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DE146152C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F23/00Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm
    • G01F23/30Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats
    • G01F23/32Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats using rotatable arms or other pivotable transmission elements
    • G01F23/34Indicating or measuring liquid level or level of fluent solid material, e.g. indicating in terms of volume or indicating by means of an alarm by floats using rotatable arms or other pivotable transmission elements using mechanically actuated indicating means

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
M 146152 KLASSE 59«.
W. PHILIPPI in HALENSEE.
Wasserstandszeiger, besonders für Windkessel von Pumpen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 1. Oktober 1901 ab.
Bei Kolbenpumpen ist ein ruhiges und betriebssicheres Arbeiten der Ventile an die Bedingung geknüpft, daß in den Windhauben und den Windkesseln jederzeit eine bestimmte Menge Luft vorhanden ist. Damit der Maschinist nun erkennen kann, wann diese Luftmenge so weit vom Wasser mit fortgerissen ist, daß eine Ergänzung auf das ursprüngliche Volumen nötig wird, werden die meisten Pumpen mit Wasserstandsgläsern oder Probierhähnen an Windhauben und Windkesseln versehen. Bei ersteren liegt eine nicht unwesentliche Schwierigkeit darin, daß die Gläser leicht zertrümmert werden, umsomehr zu befürchten ist, auf je
was
größere Förderhöhe die Pumpe zu heben hat. Auch durch besonders gewählte Glassorten oder durch Einbettung eines Drahtgitters in die Glasröhren kann diese Gefahr nicht vollständig beseitigt werden. Nimmt man, um diese mit Wasserstandsgläsern verbundene Gefahr einer Betriebsstörung zu vermeiden, Probierhähne, so muß man die Unvollkommenheit in den Kauf nehmen, daß die Höhe des Wasserspiegels nicht dauernd angezeigt wird und daß beim Probieren, sobald noch Luft vorhanden ist, stets eine gewisse Menge der Luft verloren geht. Diese Nachteile lassen sich nun vermeiden, wenn man die bei Dampfkesseln bekannten Wasserstandszeiger verwendet, bei denen auf das eine Ende einer kleinen, durch die Kesselwandung hindurchgeführten Welle ein passend angeordneter Schwimmer wirkt, während auf der anderen Seite ein Zeiger zum Anzeigen der jeweiligen Lage der Welle befestigt ist.
Um ein möglichst leichtes Spiel des Zeigers zu bewirken, muß der auf die Stirnseite der Welle ausgeübte Druck möglichst reibungslos aufgehoben werden, was auf verschiedene Weise erreicht werden kann. Man kann z. B. gegen das dem Schwimmer gegenüber liegende Wellenende unter Zwischenschaltung einer Druckspitze eine Feder drücken lassen, deren Druck in einfacher Weise einstellbar zu machen ist.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Anordnung, durch die der gewünschte Zweck in vollkommenerer Weise dadurch erreicht wird, daß die Welle durch den Druck im Innern des Behälters selbst entlastet wird. Es ist bereits früher versucht worden, diesen Gedanken zu verwirklichen, indem man die ganze Welle einschließlich des Zeigers in einen unter dem Druck des Behälters stehenden Raum einschloß. Der Zeiger selbst war durch ein Beobachtungsfenster sichtbar gemacht. Hierdurch werden aber alle Nachteile und Gefahren der Beobachtungsgläser, die gerade vermieden werden sollen, von neuem eingeführt. Bei vorliegender Erfindung dagegen wird ein Zeiger verwendet, der in einem nicht unter dem Druck des Behälters stehenden Raum schwingt und der daher frei zugänglich gemacht werden kann. Die Entlastung der Welle durch den inneren Druck des Behälters wird alsdann in der Weise herbeigeführt, daß die Welle in einem kleinen Druckraum endigt, der durch ein besonderes Rohr mit dem Pumpenraum verbunden ist. Gibt man diesem Wellenende den gleichen Durchmesser, wie ihn die Welle
in der Durchführung durch die Pumpenwandung besitzt, so ist der auf die Stirnseite der Welle ausgeübte Druck vollständig durch den Gegendruck auf die gegenüberliegende Wellenseite aufgehoben. Der Schwimmer hat alsdann nur das durch die Reibung in den' Stopfbüchsen erzeugte Widerständsmoment zu überwinden, eine Aufgabe, die dnrch entsprechende Abmessung und Ausführung des Schwimmers ohne weiteres zu erfüllen ist.
Wird das letztere Mittel zur Druckausgleichung gewählt, so ist die Vorrichtung im wesentlichen wie folgt zu bauen.
In die Pumpenwandung α (Fig. I und 2) ist ein Rotgußkörper b eingeschraubt, in dem die Welle c gelagert ist, deren innerhalb der Windhaube bezw. des Windkessels liegendes Ende, durch den in beliebiger Weise auszubildenden Schwimmer der Höhe des Wasserstandes entsprechend gedreht wird, während das andere Ende in den Druckraum d mündet, der durch ein Rohr e mit dem Pumpendruckraum in Verbindung steht.
Die Stopfbüchsen bei f und g verhindern den Austritt des Wassers bezw. der unter dem vollen Pumpendruck stehenden Luft. Der Zeiger h, der vor einem in der Figur fortgelassenen Zifferblatt steht, zeigt die jeweilige Lage der Welle an.
Eine andere Lagerung der Zeigerwelle, bei der gleichfalls ein einseitiger Druck auf die Welle seitens des in der Pumpe vorhandenen Druckes vermieden ist, ist in Fig. 3 und 4 dargestellt. Die Welle ist hier über die Befestigung des Schwimmers hinaus im Innern des Windkessels verlängert und gegenüber der ersten Wanddurchführung noch einmal unter Einschaltung einer Stopfbüchse durch die Wandung des Windkessels geführt.
Selbstverständlich kann die vorstehend für Pumpen beschriebene Anordnung auch ebenso für Dampfkessel u. dgl. benutzt werden.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ■ I. Wasserstandszeiger, besonders für Windkessel von Pumpen, bestehend aus einer durch die Wand des Wasserbehälters hindurchgeführten Welle mit Schwimmer und, Zeiger, dadurch gekennzeichnet, daß die Welle durch den im Wasserbehälter herrschenden Druck entlastet wird, während der Zeiger selbst in einem vom Druck des Wassers freien Raum schwingt.
  2. 2. Ausführungsform des Wasserstandszeigers nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entlastung durch einen an den Druckraum der Pumpe angeschlossenen Behälter bewirkt wird, in welchen das außerhalb des Windkessels liegende Ende der Zeigerwelle hineinragt.
  3. 3. Ausführungsform des Wasserstandszeigers nach Anspruch 1, dadurch ge-. kennzeichnet, daß zwecks Entlastung die Zeigerwelle über die Schwimmerbefestigung hinaus im Innern des Windkessels verlängert und gegenüber der ersten Wanddurchführung ein zweites Mal durch die Pumpenwandung, unter Einfügung einer Stopfbüchse, geführt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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