DE1467954A1 - Haertbare lagerfaehige Kunststoffmasse zur Herstellung kuenstlicher Finger und/oder Zehennaegel sowie Nagelergaenzungen - Google Patents
Haertbare lagerfaehige Kunststoffmasse zur Herstellung kuenstlicher Finger und/oder Zehennaegel sowie NagelergaenzungenInfo
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- A61K8/8152—Homopolymers or copolymers of esters, e.g. (meth)acrylic acid esters; Compositions of derivatives of such polymers
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- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
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- C08F265/06—Polymerisation of acrylate or methacrylate esters on to polymers thereof
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Description
- Härtbare, lagerfähige Kunststoffmasse zur Herstellung känstlicher Finger-und/oder Zehennägel sowie Nagelergansungen.
- Die Erfindung betrifft eine leicht modellierbare Eunststoffmasse zur Herstellung känstlicher Finger- und/oder Zehennägel oder Nagelergänzungen, die zusammen mit einem einen Polymerisationskatalysator enthaltenden Grundierlack verwendet wird.
- Es sind bereits mehrere Vorschläge bekannt, um kurzen, abgebrochenen oder eingerissenen Fingernägeln ein besseres Aussehen zu geben. So ist beispielsweise ein Aufsatzstück vorgesehen, das auf den vorderen Teil des Nagels aufgesetzt und mit einem unter den vorhandenen Nagel greifenden Lappen festgeklemmt wird. Ferner ist ein glasartig durchscheinender Klebestreifen bekannt geworden, der auf den vorhandenen Nagel aufgeklebt werden soll, so dass er über den freien Rand des Nagels ragt. Diese aufgeklebten Stücke werden sodann in der gewünschten Form zugeschnitten und anschliessend der Nagel einschliesslich des aufgeklebten Ansatzatückes mit Nagellack oder Nagelpolitur überzogen.
- Es ist auch nicht mehr neu, vollständig nachgebildete künstliche Nägel aus Kunststoffmaterial, beispielsweise Celluloid, auf den vorhandenen Nagel aufzukleben oder mittels weitgehend unsichtbarer Halteorgane an den natürlichen Nagel anzuklemmen. Diese künstlichen Nägel bedecken die gesamte sichtbare Fläche des vorhandenen Nagels.
- Diese bekannten Formverbesserungsmittel für zu kurze oder beschädigte Nägel haben den Nachteil, dass sie bereits bei einem flüchtigen Vergleich mit einem natürlichen Nagel sofort als unnatürliche Zusätze erkannt werden. Ausserdem sind diese Ansätze od. dgl. meist nicht fest und sicher genug mit dem vorhandenen Nagel zu verbinden, so dass sie sich leicht lösen.
- Zur Verbesserung künstlicher Nägel ist weiterhin vorgeschlagen worden, ein gekörntes, einen Polymerisationskatalysator enthaltendes Polymerisat mit flüssigem Monomeren zu vermischen, den erhaltenen Brei auf den Fingernagel aufzustreichen und erhärten bzw. auspolymerisieren zu lassen. Dieses Verfahren ist verhältnismässig kompliziert, da der Verbraucher die Mengen Festsubstanz und Plüssigkeit aufeinander abstimmen muss, um einen weder zu harten noch zu weichen Brei zu erhalten. ffberschüssige Mengen der einmal angerührten Masse lassen sich nicht mehr verwenden, so dass durch den Verlust an Substanz die Anwendung recht teuer wird. Besonders nachteilig ist jedoch die Tatsache, dass das Monomere teilweise in einer Form vorliegt in der es fliessen und dadurch die den Nagel umgebende Hautteile benetzen kann. Bekanntlich rufen aber Monomere häufig allergische Erscheinungen, wie ßeizungen und Brennen der Haut hervor, so dass die Anwendung in vielen Fällen schädigend und nicht ratsam ist.
- Die Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, alle oben erwahnten Nachteile der bekannten künstlichen Nägel oder Nagelergänzungen auszuschalten und eine Masse zu schaffen, mit deren Hilfe es Jedem, also nicht nur dem Fachmanns möglich ist, abgebrochene oder zu kurze Fingernägel nach Belieben zu verlängern bzw. zu korrigieren. Es ist insbesondere Aufgabe der Erfindung, eine völlig unschädliche lagerfähige Kunststoffmasse zu schaffen, in der die Nonomere nicht fliessen und keinerlei allergische Erscheinung hervorrufen können.
- Gegenstand der Erfindung ist eine hartbare, lagerfähige Kunststoffmasse zur Verwendung zusammen mit einem ein Peroxyd enthaltenden Grundierlack bei der Herstellung künstlicher Finger- und/oder Zehennägel sowie Eagelerganzungen, die dadurch gekennzeichnet ist, dass sie eine hochviskose bis pastenförmige, praktisch peroxydfreie homogene Lösung aus Polymerisat oder Polykondensat, vorzugsweise Polymethylmethacrylat bzw. ein zum überwiegenden Teil aus Methacrylsäuremethylester hergestelltes copolymeres Gemisch, in einem polymerisierbaren Monomeren, vorzugsweise Methacrylsäuremethylester bzw. in einem zum überwiegenden Teil aus Methacryls äuremethylester bestehenden Monomerengemisch darstellt und gleichzeitig die reduzierende Komponente eines Beschleunigersystems in Mengen von etwa 0,5 - 1 Gewichts-% bezogen auf den Anteil an monomerer Komponente enthält.
- Ein wesentliches Merkmal der Erfindung ist dass die nichtperoxydische bzw. reduzierende Komponente des Beschlounigersystems der vorpolymerisierten, hoohviskosen, lagerfähigen Kunststoffmasse und die peroxydische Komponente dieses Beschleunigersystems dem Grundierlaok zugesetzt ist.
- Die reduzierende Komponente ist vorzugsweise ein tertiäres Amin.
- Zur Stabilisierung der Kunststoffmasse wird dieser ein Stabilisator zugegeben. Als Stabilisatoren eignen sich beispielsweise Hydrochinon, Resorcin, Induline u.dgl..
- Eine Peroxyd-freie Komponente des Redox-Systems ist z. B.
- Dimethylparatoluidin. Der Xunststoffmasse kann ein die Haftung bewirkender Zusatz, wie Polyvinylchlorid, zum überwiegenden Teil aus Vinylchlorid aufgebaute Mischpolymerisate, Mischpolymerisate aus überwiegenden Anteilen eines Acrylsäureesters, polare Gruppen aufweisende Polymerisate bzw. Mischpolymerisate, z.B. Mischpolymerisate der Acryl- oder Methacrylsäure oder der Amide dieser Säuren mit z. B. Methacrylräuremethylester, Polyvinylalkohol oder Mischpolymerisate des ggf. halogenierten Butadiens oder Isoprens oder auch Kautschuk, ggf. teilweise aufgebauten Kautschuk zugesetzt werden.
- Es wurde gefunden, dass diese als völlig homogene hochviskose Lösung vorliegende Icunststoffpaste zur Herstellung künstlicher Nägel oder Nagelergänzungen überaus gut geeignet ist. Das Monomere liegt in einer Form vor, in der es nicht fliessen kann. Ein Entmischen der Lösungsbestandteile tritt nicht auf, so dass die Gefahr allergischer Reizungen ausgeschaltet ist. Die Paste wird in einer Tube aufbewahrt und kann über lange Zeiträume, praktisch unbegrenzt aufbewahrt werden. Es muss jeweils nur eine Menge entnommen werden, die für den zu korrigierenden Nagel tatsächlich benötigt wird. Die Kunststoffmasse lässt sich leicht modellieren und in die gewünschte Form bringen und es lässt sich ohne Mühe ein gleichmässiger Ubergang von dem natürlichen Nagel zu dem künstlichen Nagel ausbilden.
- Die einfache und sparsame Handhabung ermöglicht eine Verarbeitung der Kunststoffmasse auf breitester Basis und in weitesten Kreisen.
- Zur Beschleunigung des Erhärtens der Kunststoffmasse kann vor dem Aufbringen derselben auf den Nagel ein Grundierlack aufgetragen werden, der einen Beschleuniger, d . h. eine peroxydische Komponente und ggf. zusätzlich einen die Haftung bewirkenden Zusatz enthält. Dieser Lack kann auch auf den bereits geformten künstlichen Nagel aufgebracht werden, um das Erhärten der Folie zu beschleunigen.
- Ein aus dieser Kunststoffmasse gebildeter künstlicher Nagel ist dem natürlichen Nagel im Aussehen und im mechanischen Verhalten sehr ähnlich.
Claims (5)
- Patentansprüche 1. Härtbare, lagerfähige Kunststoffmasse zur Verwendung zusanden mit einem ein Pefoxyd enthaltenden Grundierlack bei der Herstellung künstlicher Finger- und/oder Zehennägel, sowie Nagelergänzungen, d a du r c h g e k e n n z e i c h n e t, dass sie eine hochviskose bis pastenförmige, praktisch peroxydfreie homogene Lösung aus Polymerisat oder Polykondensat, vorzugsweise Polymethylmethacrylat bzw. ein zum überwiegenden Teil aus Methacrylsäuremethylester hergestelltes copolymeres Gemisch, in einem polymerisierbaren Monomeren, vorzugsweise Methacrylsäuremethylester bzw. in einem zum überwiegenden Teil aus Methacrylsäuremethylester bestehenden Monomerengemisch dargestellt und gleichzeitig die reduzierende Komponente eineß Beschleunigersystems in Mengen von etwa 0,5 - 1 Gew.-% bezogen auf den Anteil an monomerer Komponente enthält.
- 2. Härtbare1 lagerfähige Kunststoffmasse und Grundierlack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass di. nichtperoxydische bsw. reduzierende Komponente des Beschleunigersystems der vorpolymerisierten hochviskosen, lagerfähigen guns'tstoffmasse und die peroxydische Komponente dieses Beschleunigersystems dem Grundierlack zugesetzt ist.
- 3. Härtbare, lagerfähige Kunststoffmasse und Grundierlack nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die reduzierende Komponente ein tertiäres Amin ist.
- 4. Härtbare, lagerfähige Kunststoffmasse und Grundierlack nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffmasse einen Stabilisator enthält.
- 5. Härtbare, lagerfähige Xunststoffmasse und Grundierlack nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die hochviskose Kunststoffmasse einen die Haftung bewirkenden Zusatz enthält.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US382570A US3478756A (en) | 1962-09-18 | 1964-07-14 | Forming artificial nails |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEJ0025203 | 1964-01-29 | ||
| NL6501550A NL6501550A (de) | 1964-01-29 | 1965-02-08 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1467954A1 true DE1467954A1 (de) | 1969-02-20 |
Family
ID=25982502
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19641467954 Pending DE1467954A1 (de) | 1962-09-18 | 1964-01-29 | Haertbare lagerfaehige Kunststoffmasse zur Herstellung kuenstlicher Finger und/oder Zehennaegel sowie Nagelergaenzungen |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1467954A1 (de) |
| NL (1) | NL6501550A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2423499A1 (fr) * | 1978-03-20 | 1979-11-16 | Proteor Sa | Procede de preparation d'une resine acrylique prete a l'emploi, pouvant etre conservee a l'abri de l'air, produit obtenu par ce procede et son application a la realisation de protheses et d'ortheses |
-
1964
- 1964-01-29 DE DE19641467954 patent/DE1467954A1/de active Pending
-
1965
- 1965-02-08 NL NL6501550A patent/NL6501550A/xx unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2423499A1 (fr) * | 1978-03-20 | 1979-11-16 | Proteor Sa | Procede de preparation d'une resine acrylique prete a l'emploi, pouvant etre conservee a l'abri de l'air, produit obtenu par ce procede et son application a la realisation de protheses et d'ortheses |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| NL6501550A (de) | 1966-08-09 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| SH | Request for examination between 03.10.1968 and 22.04.1971 |