DE1468630B - Verfahren zur Herstellung von Brom methanen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Brom methanen

Info

Publication number
DE1468630B
DE1468630B DE1468630B DE 1468630 B DE1468630 B DE 1468630B DE 1468630 B DE1468630 B DE 1468630B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bromine
methane
yield
chlorine
reaction
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Auf Nichtnennung Antrag
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Solvay SA
Original Assignee
Solvay SA

Links

Description

Bekanntlich wendet man je nach der Art des Brommethans, welches man herzustellen wünscht, verschiedene Reaktionen an, deren Ausbeute im allgemeinen zu wünschen übrig lassen. So stellt man gewöhnlich das Monobrommethan durch Einwirkung von Brom oder Bromwasserstoff in Gegenwart von geeigneten Katalysatoren auf Methylalkohol her, wobei die Substitution der Hydroxylgruppe durch ein Bromatom bewirkt wird. Die anderen Brommethane werden durch verhältnismäßig komplizierte und daher wenig für technische Anwendung geeignete Reaktionen hergestellt.
Theoretisch können die Brommethane hergestellt werden durch die Einwirkung von Brom auf Methan nach folgenden Reaktionen:
Neben diesen Hauptreaktionen können sich aber auch noch folgende Nebenreaktionen abspielen:
CH4 + Cl 2 —·> CH3Cl + HCl (Ib)
CH3Cl + Cl2 > CH2Cl2 + HCl (2 b)
CH2Cl2 , + Cl3 , > CHCl3 + HCl (3 b)
CHCl3 + Cl2 > CCl4 + HCl (4 b)
CH4 + Br2 -CH3Br + HBr
CH3Br + Br2 CH2Br2 + Br2 CHBr3 + Br2-
CH9Br, + HBr
+ CHBr3 + HBr (3)
CBr4 + HBr (4)
Außerdem wegen der möglichen Anwesenheit von Chlormethanen in dem Reaktionsmilieu bestehen dabei auch die Bedingungen, welche zur Gewinnung von Chlorbrommethanen nach dem Verfahren der belgischen Patentschrift 582 128 beabsichtigt sind:
CH3Cl + 1/2Br2 + 1/2Cl,
> CH2ClBr + HCl
CH7ClBr + 1/2Br, + 1/2Cl,
—— CHClBr, + HCl
CHClBr, + 1/2Br2 + 1/2Cl,
> CClBr3 + HCl
(Ic) (2 c) (3 c)
Die zur Bildung von Brommethanen führenden Reaktionen verlaufen dann nach folgenden Gleichungen:
Diese Substitutionsreaktionen besitzen den Nachteil, den Einsatz der doppelten Brommenge von derjenigen zu verlangen, welche normalerweise in die bromierten organischen Verbindungen eingeht.
Es ist das Ziel der Erfindung, diese Reaktionen anzuwenden, um in kontinuierlicher Weise und mit guten Ausbeuten die verschiedenen Brommethane herzustellen, indem man nur die Brommenge einsetzt, welche tatsächlich in die Brommethane eingeht.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung von Brommethanen, durch Bromierung von Methan, ist dadurch gekennzeichnet, daß man Methan mit Brom und/oder Bromwasserstoff und Chlor umsetzt, wobei man ein Molverhältnis von Chlor zu Brom und/oder Bromwasserstoff von 1 bis 1,35, ein Molverhältnis von Brom zu Methan von 0,1 bis 0,3 bzw. von Bromwasserstoff zu Methan von 0,2 bis 0,6 anwendet, und die Umsetzung entweder bei Raumtemperatur in Gegenwart aktinischer Strahlen oder ohne Bestrahlung in einem Umsetzungsraum vornimmt, an dessen Einlaß eine Temperatur von 2500C und an dessen Auslaß eine Temperatur von 3500C herrscht.
Es wurde nämlich festgestellt, daß, wenn man das Methan der gleichzeitigen Einwirkung von Brom und Chlor unter den eben angegebenen Bedingungen unterwirft, das Chlor den durch die Substitütionsreaktion gebildeten Bromwasserstoff zu Brom oxydiert, welches somit für eine neue Substitution verwendet werden kann.
Bei dem neuen Verfahren verlaufen die verschiedenen Reaktionen gemäß folgenden Gleichungen:
CH4 + HBr + Cl,
> CH3Br + 2HCl
CH3Br + HBr + Cl2
> CH2Br, + 2 HCl
CH7Br, + HBr + Cl7
♦ CHBr3 + 2HCl
CHBr, + HBr + Cl,
«· CBr4 + 2 HCl
(Id)
(2d)
(3d)
(4d)
Bezüglich des Begriffes »aktinischcs Licht« wird auf die Seiten 546 und 547 des Werkes »Cinelique Chimique Appliquce« des Institut Francais du Petrole verwiesen.
Menae und Art der erhaltenen Produkte hänacn
CH4 + 1/2 Br2 + 1/2 Cl2
> CH3Br + HCl
CH3Br + 1/2 Br2 + 1/2 Cl2
ν CH2Br2 + HCl
CH2Br2 + 1/2Br2 + 1/2Cl2
> CHBr3 + HCl
CHBr3 + 1/2Br2 + 1/2Cl2
> CBr4. + HCl
(la)
(2 a)
(3 a)
(4 a)
von verschiedenen Variablen ab, insbesondere von der Zusammensetzung der Reaktionsmischling, d. h. dem eingesetzten molekularen Verhältnis Chlor/Bromamid/ oder Bromwasserstoff, und dem eingesetzten Molekularverhältnis Brom/Methan oder Chlor/ Methan. Wenn auch die Temperatur und die Umlaufgeschwindigkeit der Gase im Reaktor keinen auffallenden Einfluß auf die Zusammensetzung des Endproduktes haben, stellt man nichtsdestoweniger fest, daß diese zwei Faktoren eine merkliche Wirkung auf den Anteil des in den organischen Verbindungen gebundenen Broms in bezug auf das eingesetzte Brom haben.
Es ist zweckmäßig, die Bildung der Chlormethane gemäß den Reaktionen (Ib), (4b) nach oben zu beschränken, indem man die Konzentration des Chlors in der in den Reaktor eingeführten Mischung auf das mögliche Maximum verringert. Gemäß den Gleichungen (la), (4a) reagiert ein Molekül Methan oder Brommethan mit 0,5 Mol Brom und 0,5 Mol Chlor. Das theoretische Molekularverhältnis Chlor/ Brom ist somit gleich 1. Wenn diese Beziehung auf einen Wert unter 1 eingestellt wird, reagiert der Überschuß an Brom in bezug auf die eingesetzte Chlormenge mit dem Methan und/oder den Brommethanen gemäß den Gleichungen (1 bis 4). Es bilden sich Brommethane, aber die Hälfte des überschüssigen Broms wird in der Form von Bromwasserstoff verloren.
Daher muß das einzusetzende Molekularverhältnis Chlor/Brom und/oder Bromwasserstoff auf einen Wert zwischen 1,00 und 1,35 eingestellt werden.
Wenn das Molekularverhältnis Chlor/Brom und/ oder Bromwasserstoff festgelegt und die Temperatur und die Umlaufgeschwindigkeit der Gase derart ausgewählt ist, um den günstigsten Umwandlungsgrad des eingesetzten Broms zu ergeben, wird die Zusammensetzung des Endprodukts noch bestimmt durch das eingesetzte Molekularverhältnis Brom/Methan und/oder Brom/Brommethan. Es ist zweckmäßig, den Wert dieses Verhältnisses festzusetzen, je nachdem, ob man in Gegenwart von aktinischem Licht arbeitet oder nicht.
Wenn man eine Quelle für das aktinische Licht benutzt, welche die notwendige Energie für das Anspringen und Unterhalten der Reaktion liefert, ist es zweckmäßig, diese Quelle derart zu wählen, daß man ein Emissionsmaximum in der Gegend des Spektrums besitzt, wo das Chlor das Maximum an Absorption aufweist, d. h. zwischen 3000 und 4000 Ä. Beispielsweise ist eine Philips-Lampe HP von 125 Watt, welche eine Gesamtenergie von 3,03 Watt zwischen 3000 und 4000 Ä liefert, besonders brauchbar. Diese Strahlungsquelle reicht für eine bestrahlte Oberfläche zwischen 0,1 und 0,15 m2 und eine Dicke des Gasstromes zwischen 0,5 und 1,5 cm aus. Gemäß den Dimensionen des Reaktors wird man soviel Quellen des aktinischen Lichtes anordnen, wie es die vorstehenden Bedingungen erfordern.
Die Reaktionsgase werden durch die infolge der Reaktion entwickelte Wärme bis auf eine Temperatur zwischen 30 und 500C erhitzt, eine Temperatursteigerung, welche mit der Umlaufgeschwindigkeit der Gase schwankt. Die durch die Reaktion gebildete Wassermenge hängt ihrerseits von der eingesetzten Brom- und Chlormenge ab. Wenn die Energiequelle konstant ist, ist es zweckmäßig, die Umlaufgeschwindigkeit der Gase als Funktion des Molekularverhältnisses Brom/Methan einzustellen, um, wie bereits erwähnt, den günstigsten Umwandlungsgrad des eingesetzten Broms zu in den organischen Verbindungen gebundenem Brom zu erhalten.
Wenn beispielsweise das Molekularverhältnis Brom/ Methan zwischen 0,15 bis 0,20 und das Verhältnis Chlor/Brom etwas über 1 ist, werden 99% des eingesetzten Broms in der Form organischer Verbindungen gebunden, wenn die Umlaufgeschwindigkeit der Gase 22,3 gMol/h/dm3 des bestrahlten Reaktors ist. Im Gegensatz dazu, wenn die Umlaufgeschwindigkeit der Gase 25,6 und 27,2 gMol/h/dm3 des bestrahlten Reaktors ist, beträgt der Umwandlungsgrad des Broms nur 84 und 63%.
Daher soll unter den beschriebenen Strahlungsbedingungen die Umlaufgeschwindigkeit der Gase in dem Reaktor für ein Molekularverhältnis Brom/ Methan gleich höchstens 0,3 unter 25 gMol/h/dm3 des bestrahlten Reaktors sein. Vorzugsweise stellt man sie zwischen 20 und 22 gMol/h/dm3 des bestrahlten Reaktors ein.
Wenn die Energie in dem Reaktionsmilieu in Form von Wärme geliefert wird, kann man den Verlauf der Reaktion durch Variierung der Temperatur des Reaktors und durch Änderung der Umlaufgeschwindigkeit der Gase regeln.
Eine Steigerung der Temperatur bis zu einer gewissen, durch die Stabilität der bromierten und chlorbromierten Produkte auferlegten Grenze begünstigt den Umwandlungsgrad des anorganischen Broms in organisches Brom. Die Verringerung der Umlaufgeschwindigkeit der Gase in dem Reaktor wirkt in dem gleichen Sinn.
Wenn so das Molekularverhältnis Brom/Methan zwischen 0,15 und 0,20 festgelegt wird, ist der Umwandlungsgrad des Broms 78%, wenn die mittlere Temperatur 38O0C und die Gasgeschwindigkeit 29,6 gMol/h/dm3 des Reaktors beträgt. Er ist nur 71%, wenn die Temperatur 2800C und die Umlaufgeschwindigkeit der Gase 32,0 gMol/h/dm3 des Reaktors beträgt.
Vorzugsweise stellt man die Umlaufgeschwindigkeit der Gase zwischen 22 und 25 gMol/h/dm3 des Reaktors ein und sorgt für einen Temperaturgradienten in dem Reaktor, indem man die Temperatur auf 250cC am Einlaß und auf 350° C am Auslaß aufrecht erhält, wobei das Molekularverhältnis Brom/Methan höchstens gleich 0,3 ist.
Wenn alle anderen Bedingungen festgelegt sind, hängt die Zusammensetzung des Endproduktes vom eingesetzten Molekularverhältnis Brom/Methan und/ oder Brommethan ab. Bei einem solchen konstanten Molekularverhältnis ist die Zusammensetzung des Endproduktes die gleiche, ob man in Gegenwart von aktinischer Strahlung oder bei erhöhter Temperatur arbeitet.
Die Erniedrigung des Molekularverhältnisses Brom/ Methan begünstigt das Auftreten von Monobrommethan und Dibrommethan ebenso wie von Monochlormonobrommelhan. Die Erhöhung dieses Verhältnisses führt zu einem erhöhteren Gehalt des Endproduktes an polybromierten und chlorbromierten Derivaten. Jenseits eines gewissen Wertes des Molekularverhältnisses Brom/Methan — ungefähr 0,3 bis 0.4 — zersetzen sich gewisse Brommelhane und man erhält halogenierte Derivate von Olefinen. Es ist erforderlich, diesen Wert dieses Verhältnisses nicht zu überschreiten und mit einer Reaktionsmischung zu arbeiten, in welcher das Verhältnis höchstens gleich 0,3 ist.
Man kann das Auftreten eines besonderen Brommethans in dem Endprodukt begünstigen, wenn man die anderen Brommethane zurückführt, damit die Reaktion in dem gewünschten Sinn begünstigt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch noch ausgeführt werden, indem man das ganze oder einen Teil des eingesetzten Broms in der Form von Bromwasserstoff einbringt. In einem solchen Fall soll das Molekularverhältnis Chlor/Brom in Form von Bromwasserstoff etwa gleich 2 sein, d. h. ein Verhältnis CU/HBr etwa gleich 1, wobei die Vergrößerung des Wertes dieses Verhältnisses die Bildung von Chlormethanen begünstigt. Ebenso soll das Molekularverhältnis Bromwasserstoff/Methan unter 0,6 und vorzugsweise zwischen 0,4 und 0,5 sein.
Die Erfindung wird noch in den folgenden Beispielen
erläutert. .
B e 1 s ρ 1 e 1 1
Man arbeitet in Gegenwart einer aktinischen Strahlungsquelle und führt keines der gebildeten Brommethane wieder zurück. Die folgende Tabelle zeigt den Einfluß der verschiedenen Faktoren. Die Ausbeuten werden in Molprozent des eingesetzten Broms gegeben. Die Gasgeschwindigkeit, die Zusammensetzung der Reaktionsmischung und die Zusammensetzung des Endprodukts sind in yMol h din' dc> Reaktors angegeben.
Umlaufgeschwindigkeit der Gase
Eingesetztes Methan
Zurückgeführtes Methan
Eingesetztes Chlor
Eingesetztes Brom
Molverhältnis Brom/Methan
Molverhältnis Chlor/Brom
Temperatur, °C
Zusammensetzung des organischen Produktes CH3Br
Ausbeute
CH2Br2
Ausbeute
CHBr3
Ausbeute
CBr4
Ausbeute
CH2ClBr
Ausbeute
CH2ClBr2
Ausbeute
CClBr3
Ausbeute
CH3Cl
Ausbeute
CH2Cl2
Ausbeute
CHCl3
Ausbeute
Erzeugtes HCl gMol/h/dm3
22,17
18,00
14,93
2,37
1,80
0,1
1,32
35
1,96
0,48
0,06
0,01
0.28
0,07
0,01
0,17
0,03
4,17
54,60
26.80
5,00
1,10
7,80
3,90
0,80
21,70
15,00
10,68
3,70
3,00
0,2
1,23
40
2,31
1,04
0,28
0,07
0,21
0,11
0,02
0,21
0,06
0,01
6,70
38,50
34,60
14,00
4,70
3,50
3,70
1,00
21,73 13,00 7,85 4,83 3,90 0,3 1,24 45
2,31 1,40 0,55 0,13 0,16 0,12 0,04 0,30 0,11 0,03
8,73
29,60
35,90
21,10
6,70
2,10
3,10
1,5
Beispiel 2
Es wird wie im Beispiel 1 verfahren, aber außerdem
Broms, welches in den zurückgeführten bromierten Verbindungen gebunden ist. Die Umlaufgeschwindigwird ein Teil der gebildeten Brommethane zurück- 45 keit der Gase, die Zusammensetzung der Reaktionsgeführt. Die Ausbeuten sind ausgedrückt in Mol- mischung, die Menge der zurückgeführten Produkte
prozent, bezogen auf eingesetztes Brom, sowohl im Zustand von elementarem Brom wie in der Form des und die Zusammensetzung des Endproduktes sind in gMol/h/dm3 des Reaktors angegeben.
Die folgende Tabelle ermöglicht, sich über den Einfluß der verschiedenen Faktoren klarzuwerden.
A B
Umlaufgeschwindigkeit der Gase
Eingesetztes Methan
Zurückgeführtes Methan
Eingesetztes Chlor
Eingesetztes Brom
Molverhältnis Br2/CH4 + Brommethan
Molverhältnis Chlor/Brom
Temperatur, 0C
Zurückgeführte Produkte
CH3Br
22,06
16,04
13,62
2,3
1,76
0,1
1,31
35
1,96
22,25
17,46
14,50
2,42
1,83
0,1
1,32
35
CH7Br, 0,48
0,06
CHBr3
C D
21,77 21,97
12,69 13,68
9,27 9,62
3,72 3,82
3,05 3,15
0,2 0,2
1,22 1,21
40 ■ 40
2,31
1,04
0,28
E F
21,69 21,76
10,69 11,05
6,72 6,67
4,86 4,90
3,83 3,86
0,3 0,3
1,27 1,27
45 45
2,31
1,40
0,55
Fortsetzung
10
Zusammensetzung des organischen Produktes CH3Br
Ausbeute
CH2Br2
Ausbeute
CHBr3
Ausbeute
CBr4
Ausbeute
CH2ClBr
Ausbeute
CHClBr2
Ausbeute
CClBr3
Ausbeute
CH3Cl
Ausbeute
CH2Cl2
Ausbeute
CHCl3
Ausbeute
Erzeugtes HCl3 gMol/h/dm3
2,28
0,56 0,07 0,01 0,33 0,08 0,01 0,20 0,03
4,87
54,70
26,90
2,77 1,24
0,33
0,09
0,25 0,13 0,03 0,26 0,07 0,01
8,03
38,50
34,40
13,80
5,00
3,50
3,60
1,20
2,67 1,61 0,63 0,15 0,18 0,14 0,05 0,35 0,13 0,03
10,07
29,70
35,80
21,00
6,70
2,00
3,10
1,70
Beispiel 4
Es wird wie im Beispiel 3 gearbeitet, aber man hat die erhaltenen Brommethane zurückgeführt. Die Ausbeuten sind angegeben in Molprozent des eingesetzten Broms in elementarem Zustand und im der Reaktionsmischung, die Zusammensetzung der rückgeführten Gase und die Zusammensetzung des Endproduktes sind ausgedrückt in gMol/h/dm3 des Reaktors. Der letztere wird auf einer Temperatur
Zustand der zurückgeführten organischen Verbindun- 40 gehalten, welche zwischen 2500C am Einlaß und gen. Die Gasgeschwindigkeiten, die Zusammensetzung 350° C am Auslaß schwankt.
Die folgende Tabelle zeigt den Einfluß der verschiedenen Faktoren.
A B
Umlaufgeschwindigkeit der Gase
Eingesetztes Methan
Zurückgeführtes Methan
Eingesetztes Chlor
Eingesetztes Brom
Molverhältnis Br2/CH4 + Brommethan
Molverhältnis Cl2/Br2
Zurückgeführte Produkte
CH3Br
25,74
18,71
15,89
2,68
, 2,15
0,1
1,31
2,29
3,34
52,50
0,99
31,10
25,95
20,37
16,92
2,82
2,13
0,1
1,32
CH,Br, 0,56
0,07
2,13
38,10
1,02
36,50
CHBr3
Zusammensetzung
des organischen Produktes
CH3Br
Ausbeute
CH2Br2
Ausbeute
26,12
15,23
11,12
4,46
3,66
0,2
1,22
2,77
35,70
1,88
37,20
D E
27,37 25,03
16,42 12,33
11,54 7,75
4,58 5,61
3,76 4,43
0,2 0,3
1,21 1,27
2,66
1,25
0,34
2,64 3,07
23,80 36,60
1,79 2,13
32,20 37,00
25,10 12,75 7,70 5,65 4,45 0,3 1,27
1,62 0,64
2,21
15,75 1,95
27,70
Fortsetzung
Zusammensetzung des organischen Produktes
CH3Br
Ausbeute
CH2Br2
Ausbeute
CHBr3
Ausbeute
CBr4
Ausbeute
CH2ClBr
Ausbeute
CHClBr2
Ausbeute
CClBr3
Ausbeute
CH3Cl
Ausbeute
CH2Cl2
Ausbeute
CHCl3
Ausbeute
Erzeugtes HCl in gMol/h/dm3
2,80
52,10 0,85
31,00 0,13
' 7,10 0,03
2,20 0,24
4,40 0,07
2,60 0,01
0,60 0,16
0,03
4,06
38,10
0,87
36,20
0,20
12,60
0,05
4,20
0,26
5,40
0,07
2,92
0,01
0,60
0,17
2,99
35,60 1,57
37,30 0,51
18,20 0,08
3,80 0,17
2,06 0,10
2,42 0,02
0,73 0,21
0,07 0,01
6,77
2,19
23,70 1,49
32,20 0,87
28,30 0,24
10,40 0,18
1,95 0,11
2,42 0,03
1,00 0,20
0,06 0,01
6,97
2,66
26,70 1,85
37,10 0,84
25,20 0,16
6,40 0,12
1,20 0,11
2,20 0,04
1,20 0,30
0,14 0,06
8,69
1,92
15,80 1,69
27,70 1,35
33,20 0,59
19,40 0,13
1,10 0,11
1,81 0,04
1,10 0,30
0,14 0,06
8,76
Wenn man die Ausbeuten an den verschiedenen erhaltenen organischen Produkten in g/kg des erhaltenen organischen Rohproduktes ausdrückt, stellt man fest, daß die Rückführung anderer Brommethane als des herzustellenden die Ausbeute an diesem letzteren begünstigt, was sich aus folgender Tabelle ergibt:
Natur des
Produktes
CH3Br..
CH2Br2 .
CHBr3..
CBr4 ...
CH2ClBr
CHClBr2
CClBr3 .
CH3Cl ..
Ausbeuten in g/kg Rohprodukt
Λ H C D E
255 487 116 354 47
440 190 488 133 457
98 99 232 254 301
30 46 47 136 75
93 95 39 40 ")">
43 41 37 39 33
9 8 10 15 16
24 24 18 18 22
256
70
282
273
23
32
16
21 Natur des Produktes
CHCl3
Ausbeuten in g/kg Rohprodukt
10
Beispiel 3
D
17 10
Es wird in einem Reaktor gearbeitet, in welchem man ein Temperaturgefälle vorsieht, indem man eine Temperatur am Einlaß des Reaktors von 2500C und an seinem Auslaß von 35O°C einstellt. Die folgende Tabelle zeigt den Einfluß der verschiedenen Faktoren. Die Ausbeuten an den verschiedenen bromierten Produkten sind in Molprozent des eingesetzten Broms ausgedrückt. Die Gasgeschwindigkeit, die Zusammensetzung der Reaktionsmischung und diejenige des erhaltenen Produktes sind ausgedrückt in gMol/h/dm3 des Reaktors. In diesem Beispiel hat man die Brommethane nicht zurückgeführt.
Umlaufgeschwindigkeit der Gase
Eingesetztes Methan..'-..'
Zurückgeführtes Methan
Eingesetztes Chlor ..:
Eingesetztes Brom
Molverhältnis Brom/Methan Molverhältnis Chlor/Brom
A B C
25,85 25,95 25,07.
21,00 18,00 15,00
, 17,4-3 12,82 9,06 .
2,77 4,44 5,57
2;10 3,60 4,50
0,1 0,2 0,3
1,32 1,23 1,24
109 529/372

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Brommethanen, durch Bromierung von Methan, dadurch gekennzeichnet, daß man Methan mit Brom und/oder Bromwasserstoff und Chlor umsetzt, wobei man ein Molverhältnis von Chlor zu Brom und/oder Bromwasserstoff von 1 bis 1,35, ein Molverhältnis von Brom zu Methan von 0,1 bis 0,3 bzw. von Bromwasserstoff zu Methan von 0,2 bis 0,6 anwendet, und die Umsetzung entweder bei Raumtemperatur in Gegenwart aktinischer Strahlen oder ohne Bestrahlung in einem Umsetzungsraum vornimmt, an dessen Einlaß eine Temperatur von 250° C und an dessen Auslaß eine Temperatur von 35O°C herrscht.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn-
zeichnet, daß man die Umsetzung bei Raumtemperatur in Gegenwart aktinischer Strahlen von einer Wellenlänge zwischen 3000 und 4000 Ä ausführt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzungsmischung mit einer Geschwindigkeit zwischeri 20 und 22 Grammol je Stunde und dm3 des Umsetzungsraumes umläuft.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,, daß die Umsetzungsmischung im Falle des Arbeitens zwischen 250 und 35O°C mit einer Geschwindigkeit zwischen 22 und 25 Grammol je Stunde und dm3 des Umsetzungsraumes umläuft.
5. Verfahren nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß man vom herzustellenden Endprodukt verschiedene Brommethane in die Bromierung zurückführt.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69417388T2 (de) Verfahren zur herstellung von vinylchlorid
DE3874231T2 (de) Katalysator und verfahren zur herstellung von 1,1,1,2-tetrafluoraethan in der dampfphase.
DE69408438T2 (de) Nebenprodukt-recycling in einem oxychlorierungs-verfahren
DE19654719C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Perfluorkohlenstoffen
DE2032098B2 (de) Verfahren zur Herstellung eines Chromoxidkatalysators zur Fluorierung von Kohlenwasserstoffen
DE69807978T2 (de) Fluorierungsverfahren für halogenierte organische Verbindungen
EP1644306A2 (de) Verfahren zur herstellung von alkenonethern
DE1618480A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Vinylaethern
DE2847170C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Terephthalsäure
DE1443835A1 (de) Verfahren zur Herstellung fluorhaltiger aliphatischer Verbindungen
DE3119290A1 (de) Verfahren zur herstellung eines als kraftstoff geeigneten gemisches aus methanol und hoeheren alkoholen
DE2755828A1 (de) Verfahren zur herstellung von 1,1,1-trifluor-2,2-dichloraethan
DE2028350C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Aceton und/oder Methylisobuthylketon
DE1568617C3 (de) Verfahren zur Herstellung von fluorierten aliphatischen Kohlenwasser Stoffverbindungen durch Disproportionierung
DE60109939T2 (de) Verfahren zur herstellung von fluorierten & chlorierten benzaldehyden
DE1468630C (de)
DE2340395A1 (de) Verfahren zur herstellung von vicinalen glykolestern
DE1468630B (de) Verfahren zur Herstellung von Brom methanen
DE2120005B2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Ameisensäure-, Essigsäure-, Propionsäure-, Benzoesäure- oder p-Toluolsäurediestern eines vicinalen C2 oder C3 -Glykole
DE2127485C3 (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1,1-Trichloräthan
DE68904523T2 (de) Verfahren zur herstellung von 1,1,1,2-tetrafluorethan.
DE68909978T2 (de) Oxydationsverfahren.
DE2106886B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Methylenchlorid durch thermische Chlorierung von Methan
DE2845403A1 (de) Katalysator fuer die herstellung von vinylchlorid und dessen verwendung
EP0533003A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Fluor enthaltenden Ethanderivaten