DE147576C - - Google Patents

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DE147576C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C13SUGAR INDUSTRY
    • C13BPRODUCTION OF SUCROSE; APPARATUS SPECIALLY ADAPTED THEREFOR
    • C13B10/00Production of sugar juices
    • C13B10/08Extraction of sugar from sugar beet with water

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Non-Alcoholic Beverages (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Preparation Of Fruits And Vegetables (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Gewinnung konzentrierten Saftes aus getrockneten Rübenschnitzeln ist an sich bekannt.
Die vorliegende Erfindung betrifft ein besonderes Verfahren und einen Apparat zur direkten Saftgewinnung. Die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die teilweise oder vollständig getrockneten Schnitzel in einen als Extraktionsapparat dienenden, mit
ίο Wasser gefüllten Behälter derart eingeführt werden, daß sie zunächst mit den zuckerreichsten und dann, entsprechend ihrer Erschöpfung und ihrem sich hieraus ergebenden Auftrieb, in immer zuckerärmere Schichten der sich im Gegenstrom bewegenden Flüssigkeit und endlich mit reinem Wasser in Be-.rührung kommen. Es findet auf diese Weise eine vollständige Auslaugung der Schnitzel statt. Der gewonnene Saft besitzt eine solche Dichte, daß er ohne vorheriges Eindampfen bezw. ohne vorherige Konzentration unmittelbar zum Verkochen gelangen kann, so daß das Verfahren der Zuckergewinnung wesentlich vereinfacht wird. Die Schnitzel können zwar in der bekannten Weise getrocknet werden, doch empfiehlt es sich, sie vor dem Trocknen einer Vorbehandlung zu unterziehen, um zu verhüten, daß ihre Säfte in Gärung übergehen und ferner um eine Koagulation der Pektin- und Eiweißstoffe herbeizuführen. Infolge der Koagulation der Pektin- und Eiweißstoffe in den getrockneten Schnitzeln ist die Reinheit des Extraktes nach den gewonnenen Erfahrungen um wenigstens 2 Prozent größer als bei der Anwendung der Diffusion und Maceration. Die Rückstände hingegen enthalten dementsprechend gegen 35 bis 40 Prozent mehr an festen Stoffen, weil die Pektin- und Eiweißstoffe in den Rückständen verbleiben und nicht in den Saft übergehen.
Es genügt daher für die Ausscheidung der fremden Bestandteile und die Saturation des nach dem vorliegenden Verfahren gewonnenen Dicksaftes eine einmalige Behandlung, und zwar zweckmäßig mit Phosphorsäure, eine Behandlung, wie sie bei den Abläufen und den Melassen zuweilen gebräuchlich ist. Man setzt dem Dicksaft eine geringe Menge, etwa ι bis 1,5 Prozent Zuckerkalk zu, darauf die entsprechende Menge Phosphorsäure und erhitzt bis auf 80 °, worauf in Filterpressen die Trennung des Saftes vom Schlamm erfolgt.
Zuletzt kann die Klärung des Dicksaftes. noch durch die Behandlung mit schwefliger Säure, Knochenkohle usw. vollendet werden.
Die Vorbehandlung de"r Schnitzel besteht darin, daß man die frischen Schnitzel zunächst einer Sterilisation unterwirft, indem man sie für ganz kurze Zeit 400 bis 6oo° heißen Gasen aussetzt, die sterilisierende Dämpfe, wie z. B. Formaldehyddämpfe, schweflige Säure oder dergl. mitführen. Es bildet aber weder die Vorbehandlung der Schnitzel, noch die Nachbehandlung des konzentrierten Saftes Gegenstand der vorliegenden Erfindung.
Es ist selbstverständlich, daß nicht allein Rübenschnitzel, sondern auch andere zucker-

Claims (3)

haltige Pflanzen bezw. Schnitzel nach dem vorliegenden Verfahren behandelt werden können. Für die Ausführung des Verfahrens empfiehlt sich ein Apparat, wie er in der Zeichnung dargestellt ist, wiewohl im Notfalle auch andere Einrichtungen Verwendung finden können. Fig. ι und 2 zeigen ein · Ausführungsbeispiel eines einfachen Apparates im Längsund Querschnitt, die Fig. 3 und 4 hingegen einen doppelten Apparat im Längsschnitt und in der Oberansicht. Der Apparat gemäß Fig. 1 und 2 besteht aus einem ■ oben offenen zylindrischen Behälter a, welcher unten mit Abfüllhähnen b und oben mit einem Wasserzuführungsrohr f versehen ist. In der Mitte des Behälters a ist ein unten offenes, oben hingegen mit, einer trichterförmigen Erweiterung d versehenes Zuführungsrohr c für die Schnitzel angeordnet. Die Wirkung dieses Apparates ist die folgende: In den Behälter α wird zunächst durch die Leitung f kaltes oder warmes Wasser eingeführt. Alsdann bringt man das trockene Schnitzelgut durch den Trichter d in den Zylinder c, .in welchem es mittels eines Kolbens e nach unten gestoßen werden kann, so daß es nach und nach in dem außerhalb des Zylinders c befindlichen ringförmigen Raum des Behäjters α übertreten kann. . Sobald das eingeführte Gut mit dem Wasser bezw. der Flüssigkeit des Behälters a in Berührung kommt, findet die bekannte Extraktion bezw. der Übergang des Zuckers in das Wasser mit statt. Weil aber der Zucker spezifisch schwerer ist als Wasser, so werden auch naturgemäß die untersten Flüssigkeitsschichten den größten Zuckergehalt aufweisen, die oberen Schichten aber immer zuckerärmer werden. Das in dem Innenraum des Behälters α befindliche Schnitzelgut wird dagegen infolge der Extraktion immer leichter und sich demzufolge allmählich nach oben bewegen, bis es in eine Flüssigkeitsschicht gelangt ist, die fast dem reinen Wasser gleichkommt. Ist dies geschehen , dann werden die vollständig bezw. fast vollständig erschöpften Schnitzel mittels einer geeigneten Vorrichtung entfernt. Der so erhaltene Dicksaft bezw. Sirup, welcher im allgemeinen eine Dichte von etwa 25° B. besitzt, wird an jener Stelle, wo er am zuckerreichsten ist, d. i. unten, mittels der Hähne b abgeführt. Bei der Ausführungsform der Fig. 3 und 4 sind zwei Schnitzelzuführungsrohre vorgesehen und die Kolbenstangen i als Zahnstangen ausgebildet, um mittels eines Zahnrades j wechselweise auf- und abbewegt werden zu können. Am Boden-des Behälters a ist ein Verteiler bezw. Mischflügel g angeordnet. Zum Zwecke der selbsttätigen Beseitigung der an der Oberfläche des Wassers schwimmenden erschöpften Schnitzel sind endlose Rechenketten h vorgesehen. Die Wirkung dieser. Ausführungsform ist dieselbe, wie die des Apparates der Fig. 1 und 2. Die mechanischen Mittel, insbesondere für die Beschickung des Apparates können natür-Hch auch anders gestaltet werden. So kann man z. B. den Behälter α oder das bezw. die Einführungsrohre c oder beide konisch gestalten. Ebenso kann man mechanische Hilfsmittel zur Begünstigung des Aufsteigens der erschöpften Schnitzel in dem Behälter α anwenden. Paten T-A ν Sprüche:
1. Verfahren zur Gewinnung von konzentriertem Saft aus teilweise oder völlig getrockneten Rübenschnitzeln oder Schnitzeln anderer zuckerhaltiger Pflanzen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schnitzel in einen als Extraktionsapparat dienenden, mit Wasser gefüllten Behälter, welcher im Umlauf des Betriebs zum Teil bereits Zucker aufgenommen hat, derart eingeführt werden, daß sie zunächst mit den zuckerreichsten und dann entsprechend ihrer Erschöpfung und dem sich hieraus ergebenden Auftrieb der Schnitzel mit immer zuekerärmeren Schichten der sich zu den Schnitzeln in entgegengesetzter Richtung bewegenden Flüssigkeit, in der Nähe des Flüssigkeitsspiegels aber mit reinem Wasser in Berührung kommen.
2. Ein Apparat zur Ausführung des unter 1. genannten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß der Behälter zur Aufnähme der Schnitzel mit einem oder mehreren fast bis gegen den Behälterboden ragenden, an beiden Enden offenen und gegebenenfalls mit einem Kolben versehenen Rohren ausgestattet ist.
3. Eine Ausführungsform des im Anspruch 2 genannten Apparates, gekennzeichnet durch die Anordnung einer Abstreichvorrichtung an dem oberen Ende des Behälters, zu dem Zweck, die erschöpften Schnitzel abführen zu können.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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