DE147724C - - Google Patents
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- DE147724C DE147724C DENDAT147724D DE147724DC DE147724C DE 147724 C DE147724 C DE 147724C DE NDAT147724 D DENDAT147724 D DE NDAT147724D DE 147724D C DE147724D C DE 147724DC DE 147724 C DE147724 C DE 147724C
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- H—ELECTRICITY
- H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
- H05B31/00—Electric arc lamps
- H05B31/02—Details
- H05B31/06—Electrodes
- H05B31/065—Electrodes for flame arc lamps
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- Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Wissenschaftliche Untersuchungen über das Wesen des Lichtbogens von Flammenbogenkohlen
haben ergeben, daß die Dämpfe der in den Metallsalzen enthaltenen Säuren nur eine Belastung des Lichtbogens auf Kosten
des Stromverbrauchs und der Lichtbildung sind, da diese Dämpfe ebenso wie die der
schweren Metalle selbst, nicht nur schlechte Leiter der Elektrizität,' sondern auch arme
ίο Lichtspender sind.
Dagegen ist bewiesen, daß die Leitfähigkeit der Dämpfe der Alkali-, Erdalkali- und seltenen
Erdmetalle sehr gut ist, und daß die Lichtemission dieser Gase dann ganz besonders
zur Geltung kommt, wenn der Verlust an Energie, der durch die Verdampfung dieser
lichtemittierenden Stoffe und die Überwindung des höheren Leitungswiderständes eines großen
Lichtbogens bedingt wird, dadurch wieder ausgeglichen wird, daß die Konzentration der
Gase erhöht und die allgemeine Temperatur des Lichtbogens durch innere chemische Umsetzungsprozesse
gehoben wird, welche durch Einführung von freiem Ozon eingeleitet werden.
Diese Bedingungen werden erfüllt durch Elektroden, welche in einem oder mehreren
zentral gelagerten Kanälen in der Kohlenmasse der Elektrode und durch diese gesondert von
den lichtemittierenden Stoffen solche chemische Verbindungen enthalten, welche durch die
Wirkung des elektrischen Stromes bezw. durch die Erhitzung der Elektrodenspitzen
aktiv gemacht werden und freien Sauerstoff absondern, der durch die Wirkung des
Stromes ozonisiert wird, ehe er sich mit den Dämpfen der lichtemittierenden Stoffe mischt.
Sauerstoff abgebende Chemikalien, z. B. Salpeter, chlorsauses Kali usw., sind in den
Mischungen lichtemittierender Stoffe oder deren Schmelzen schon mehrfach angewendet
worden, so z. B. zur Herstellung eines »Silicokarbon«
genannten Produktes (Patentschrift 30042) und zur Anfertigung imprägnierter Elektroden (Patentschrift 47490). In dem
einen Falle handelte es sich um einen Niederschlag von Silicium auf Kohle, ehe die Elektrode
aus der Masse angefertigt wurde, und im anderen Falle nur um die Verdichtung und Bereicherung der Elektrode mit lichtspendenden
Stoffen, indem die fertigen Kohlen in der Schmelze gesotten wurden; allein an die oben angegebene Anordnung und Ausführung
konnte noch niemand denken, da diese Forderung des freien Ozons erst ein Resultat der neuesten Untersuchungen ist.
Die Ausführung dieser Elektroden kann auf verschiedene Weise erfolgen. Die einfachste
Form der Ausführung besteht darin, daß ein dünnes Kohlenrohr verwendet wird, dessen Mantel die lichtemittierenden Stoffe
enthält und dessen Dochtmasse aus diesen Sauerstoff abgebenden Stoffen gebildet wird.
Es ist hierbei unwesentlich, ob der äußere Mantel noch eine Metalldecke oder einen
Belag von Magnesia erhält, auch sind der-
artige Beläge wiederholt schon angewendet Avordcn, wie die Herstellung von Elektroden
mit Kohlenkern und Stoffmantel ja auch bekannt ist. Das wesentlich Neue, Charakteristische
und der die erhöhte Lichtemission gewährleistende Faktor ist die durch eine Kohlenscheidewand erfolgte Absonderung der
Sauerstoff abgebenden Stoffe von den lichtemittierenden Stoffen und die zentrale An-Ordnung
dieser Kanäle, damit der Sauerstoff erst nach seiner Ozonisierung zu den Dämpfen
der Leuchtstoffe gelangen kann.
Die lichtemittierenden Stoffe sind ebenso allgemein bekannt, wie die Stoffe für Sauer-Stoffabgabe,
von denen man diejenigen wählt, welche dem Charakter der anderen Stoffe entsprechen, die im Außenmantel untergebracht
sind. Als Sauerstoff abgebende Stoffe werden für den geschilderten Zweck die Superoxyde
in erster Linie verwendbar sein und als solche auch die Flamme färben, wenn man z.B.
Natrium-, oder Calcium-, oder Baryum- usw. Superoxyd wählt. Auch Mennige, Calciumplumbat
usw. sind zu verwenden.
Da der sich entwickelnde Sauerstoff sofort . ozonisiert wird, ist er ganz vorzüglich geeignet,
chemische Umbildungs- und Dissoziationsprozesse im Lichtbogen durch seine Einwirkung auf die Alkali- usw. und Kohlendämpfe
einzuleiten, welche mit einer bedeutenden Wärmeproduktion verbunden sind.
Die Folge dieser Vorgänge ist eine ganz intensive Jonenbewegung und gleichmäßige
erhöhte Temperatur im Lichtbogen, durch welche eine größere Konzentration der Gase,
größere Leitfähigkeit und intensive Lichtstrahlung bedingt wird, umsomehr, als auch
die Elektrodenspitzen hochgradiger erglühen.
Claims (2)
1. Bogenlichtelektrode mit Zusatz lichtemittierender
Stoffe, dadurch gekennzeichnet, daß in einem oder in mehreren zentral gelagerten Kanälen oder Röhren
von reiner Kohle solche Stoffe untergebracht sind, deren chemische Zusammensetzung
eine reiche Abgabe von freiem Sauerstoff ermöglicht, sowie dieselben der Hitzewirkung durch den Lichtbogen bezw.
der glühenden Elektrodenspitzen ausgesetzt werden.
2. Elektroden nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Kern von reiner
Kohle mit einem zentralen Kanal von mindestens dem halben Querschnitt, oder mit mehreren Kanälen um die Mittelachse,
deren Querschnittssumme der Hälfte oder mehr des Gesamtquerschnittes des Kernes entspricht, zur Aufnahme der Sauerstofflieferanten
und ihrer Trennung von den anderen Stoffen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE147724C true DE147724C (de) |
Family
ID=414876
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT147724D Active DE147724C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE147724C (de) |
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0
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