DE1479355C - Antriebseinrichtung zum schrittweisen Drehen eines zur Verbindung von Arbeitssta tionen angeordneten Drehtisches - Google Patents
Antriebseinrichtung zum schrittweisen Drehen eines zur Verbindung von Arbeitssta tionen angeordneten DrehtischesInfo
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Description
Die Hrfindung betrifft eine Antriebseinrichtung
zum schrittweisen Drehen eines zur Verbindung von Bearbeitungsstationen, z. B. einer Formmaschine für
Tafeln aus Kunststoff, in einem Gestell angeordneten Drehtisches, der von einer Antriebswelle getragen
und mit einer Antriebsplatte fest verbunden ist, die mit einem kurbelartigen Mitnehmerarm verrastbar
ist, der auf der Antriebswelle drehbar angeordnet ist und an dem ein druckmittelbetätigtes Kolben-Zylinderaggregat
mit seinem einen Teil.angreift, während sein anderer Teil im .Gestell oder Gehäuse um eine
zur Antriebswelle parallele Achse schwenkbar gelagert ist. ---■■·■- . .-.-■
ίο Zum schrittweisen Drehen eines Drehtisches ist es
bereits bekannt, diesen Drehtisch auf einer senkrechten Drehtischwelle zu befestigen, die in einem Gestell
- gelagert ist. Auf dieser Drehtischwelle ist eine Rastenscheibe fest angeordnet, die Rasten aufweist, in die
is beim schrittweisen Schwenken der Rastenscheibe ein
Rastenhebel einfallen kann. Das Verschwenken geschieht mit Hilfe eines druckmittelbetätigten Zylinder-Kolbenaggregats,
dessen Kolben auf einen Schwenkhebel wirkt, der um die Achse der Drehtischwelle drehbar und radial hierzu angeordnet ist. Das Zylinder-Kolbenaggregat
wirkt dabei in Anfangsstellung unter einem stumpfen Winkel auf den Schwenkhebel,
der sich beim Verschwenken in einen rechten und dann in einen spitzen Winkel ändert. Da derSchwenkhebel
mit der Rastenscheibe und diese mit der Drehtischwelle fest verbunden ist, dreht sich auch der ,
Drehtisch um entsprechende Winkel. Diese Konstruktion ist für verhältnismäßig kleine Winkelschritte bis
etwa 45° brauchbar. Außerdem ist bei einem größeren Winkelbereich der Angriffswinkel der Kraft zu
Beginn und am Ende ungünstig (USA.-Patentschrift 2 862 232).
Der Erfindung liegt nun die Aufgabe zugrunde, den Schwenkwinkel für die schrittweise Drehung des
Drehtisches erheblich zu vergrößern und dabei günstige Antriebsverhältnisse für den ganzen Hub zu
erzielen. Diese Aufgabe wird bei der eingangs erwähnten Antriebsvorrichtung gemäß der Erfindung
dadurch gelöst, daß am Mitnehmerarm in an sich bekannter Weise ein zweites druckmittelbetätigtes
Kolben-Zylinderaggregat angreift, welches gegenüber dem ersten Kolben-Zylinderaggregat in einem solchen
Abstand bzw. Winkelversatz zwischen den beiden Endlagen eines Drehschrittes des Drehtisches angeordnet
ist, daß dieses zweite Aggregat auf den Mitnehmerarm während einer ersten Teilschwenkung
einen Zug und während der restlichen Teilschwenkung einen Schub ausübt und daß der Mitnehmerann einen
druckmittelbetätigten Verriegelungskolben zum Eingriff in entsprechende Ausnehmungen der Antriebsplatte
aufweist. Durch das Zusammenwirken der beiden Aggregate und die anfängliche Zug- und später
Schubkraft des zweiten Aggregats ist nun stets ein günstiger Angriffswinkel für die Antriebskolben auch
bei großen Winkelbereichen von 120° und mehr vorhanden. .: ■
Im Zusammenhang mit der vorerwähnten Lösung der Aufgabe, nämlich den Schwenkwinkel für die
schrittweise Drehung des Drehtisches zu vergrößern,
sei darauf hingewiesen, daß es bei einem Hydraulikmotor bekannt ist, eine vollständige Drehung seiner
Kurbelwelle dadurch zu erzielen, daß zwei unter einem stumpfen Winkel zueinander angeordnete,
doppeltwirkende Hydraulikaggregate vorgesehen
sind. Diese sind einerseits über die betreffenden Kolbenstangen an einem Kurbelarm und' mit ihrem der
Kurbelwelle abgewandten Ende an einer stationären Stütze angelenkt. Die Anordnung der Aggregate und
des Kurbelanns ist nun derart, daß die Hydraulikaggregate nacheinander den Kurbelarm um 90° so
verschwenken, daß ein günstiger Angriffswinkel vorhanden ist. Zu diesem Zweck treibt zuerst das erste
und anschließend das zweite Hydraulikaggregat den Kurbelarm durch Herausdrücken ihrer Kolbenstangen
an, und nach ungefähr einer halben Umdrehung übernehmen das erste und anschließend das zweite
Hydraulikaggregat den weiteren Antrieb des Kurbelarmes durch Einziehen ihrer betreffenden Kolben-
stangen, worauf sich das ganze Arbeitsspiel wiederholt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Es zeigt
Fig. 1 eine teilweise auseinandergezogene perspektivische
Ansicht einer Formmaschine mit einem gemäß der Erfindung verbesserten Antrieb für ihren
Drehtisch, wobei die Lade- und Entladestation gegenüber den anderen Stationen versetzt dargestellt ist,
Fig. 2 eine teilweise abgebrochene Seitenansicht zur Darstellung der Gestellteile der Formstation
gemäß F i g. 1 in größerem Maßstab als diese,
Fig. 3 eine Teilansicht des drehbaren Gestells der Formeinrichtung nach F i g. 1 in größerem Maßstab
als diese zur Darstellung einer der beiden mit Nuten versehenen Gestellverlängerungen, die zum genauen
Fluchten des Gestells der Formstation verwendet werden,
F i g. 4 eine Teilansicht gemäß F i g. 1 in größerem Maßstab als diese zur Darstellung des Zusammenwirkens
zwischen den Gestellverlängerungen gemäß F i g. 4 und einer Ausrichtvorrichtung der Formstation,
F i g. 5 eine schaubildliche, teilweise geschnittene Ansicht gemäß F i g. 1 zur Darstellung der erfindungsgemäß
verbesserten Antriebsvorrichtung des Drehtisches der Formmaschine,
F i g. 6 eine teilweise geschnittene Seitenansicht gemäß Fig. 1 zur Darstellung der Antriebsvorrichtung
für den Drehtisch der Formmaschine,
Fig. 7 eine Teildraufsicht gemäß Fig. 1 in größerem
Maßstab als diese zur Darstellung der Wirkungsweise der Antriebsvorrichtung,
F i g. 8 eine teilweise geschnittene Seitenansicht gemäß F i g. 1 in größerem Maßstab als diese zur
Darstellung der Verriegelungsvorrichtung,
F i g. 9 eine schematische Darstellung des pneumatischen Steuersystems der Einrichtung nach Fig. 1.
In F i g. 1 ist eine mit einem Drehtisch ausgerüstete Formmaschine dargestellt. Sie ist kastenartig ausgebildet
und so konstruiert, daß Formgegenstände, beispielsweise Tafeln aus Kunststoff oder elastomerem
Material, geformt werden können. Wie dargestellt, hat die Formmaschine drei Arbeitsstationen, und
zwar eine Lade- und Entladestation 10, eine Ofenstation 12 und eine Formstation 14. Die einzelnen
Arbeitsstationen 10, 12 und 14 weisen jeweils stationäre Gestellteile auf, und zwar die Lade- und Entladestation
10 ein Gestellteil 16, die Ofenstation 12 ein ähnliches Gestellteil 18 und die Formstation 14
ein ähnliches Gestellteil 20. Die einzelnen stationären Gestellteile 16, 18 und 20 sind mit je einem stationären,
rechtwinkligen Untergestell 22 versehen, das mit einer dreieckigen Grundplatte 24 verschweißt ist, die
ihrerseits mit Hilfe von Eckplatten 26 und Montageplatten 28 auf dem Boden des Raumes aufliegt. Die
Gestellteile 16, 18 und 20 haben je ein Paar von senkrechten Ständern 30 und 32, die mit dem Untergestell
22 fest verbunden sind. Die Ständer 30 und 32 tragen einen oberen Träger 34, der mit diesen verschweißt
ist. Die einzelnen Träger 34 sind an ihrer Spitze 35 mit einer senkrechten Mittelsäule 36 verbunden.
Auf diese Weise werden die einzelnen Arbeitsstationen 10, 12 und 14 in radial fester Lage
in bezug auf die Mittelsäule 36 gehalten; die drei Arbeitsstationen 10, 12 und 14 sind im Umfang in
einem Winkelabstand von 120° um die senkrechte Mittelsäule der Formmaschine angeordnet.
Bei dieser Ausbildung wird, wie weiter unten noch weiter erläutert, an der Lade- und Entladestation 10
eine Tafel aus plastischem oder elastomerem Material durch eine Bedienungsperson auf einen Drehtisch
aufgelegt, von der Lade- und Entladestation 10 zu der Ofenstation 12 gedreht, wo der Drehtisch zeitweilig
angehalten und die Tafel auf einen solchen Elastizitätsgrad gebracht wird, der ausreicht, um die Bildung
der gewünschten Form in der Formstation 14 zu erleichtern. Von der Ofenstation 12 wird die nunmehr
erwärmte Tafel auf dem Drehtisch zur Formstation 14 weiterbewegt, wo sie wiederum zeitweilig abgestoppt
und durch übliche Werkzeuge in gewünschter Art verformt wird. Der so geformte Gegenstand wird
zu der Lade- und Entladestation 10 weitergedreht, dort angehalten und von der Bedienungsperson entnommen.
Nach der Entnahme des geformten Gegenstandes an der Lade- und Entladestation 10 gibt die
Bedienungsperson eine weitere Tafel aus plastischem Material auf den leeren Drehtisch, und das Arbeitsspiel
wird wiederholt.
Es sei darauf hingewiesen, daß die einzelnen Arbeitsstationen 10, 12 und 14 normalerweise gleichzeitig
in Tätigkeit sind; somit werden drei Kunststofftafeln nacheinander durch das System in der oben
beschriebenen Weise hindurchtransportiert.
Um nun die Kunststofftafeln von Arbeitsstation zu Arbeitsstation weiterzugeben und die Tafeln in den
verschiedenen Arbeitsstationen festzuhalten, ist ein Drehtisch vorgesehen, der drei je eine Tafel haltende
rechtwinkelige Rahmen 38, 40 und 42 aufweist, die hexagonal sind und eine Hinterstange 44 und eine
Vorderstange 46 aufweisen, die parallel zueinander sind und durch ein Paar von parallelen Seitenstangen
48 und 50 miteinander verbunden sind. Auf den einzelnen Rahmen 38, 40 und 42 ist ein Klemmgestell
51 mit einer Vielzahl von im Abstand angeordneten Klemmgliedern 52 vorgesehen, doch ist zur besseren
Darstellung nur das Klemmgestell auf dem Rahmen 38 dargestellt.
Das Klemmgestell 51 trägt eine Tafel 54 aus starrem Kunststoffmaterial, aus der dann der zu formende
Gegenstand gebildet wird. Einzelheiten der Konstruktion und der Betätigung der Klemmglieder 52 werden
nicht weiter beschrieben.
Die einzelnen Rahmen 38, 40 und 42 weisen einen der Mitte zu gerichteten trapezartigen Gestellteil auf,
der ein Paar von Armen 56 und 58 hat, deren Enden mit der äußeren Kante der Vorderstange 46 des Rahmens
verbunden sind. Die Arme 56 und 58 sind von den Kanten 62 und 64 der Vorderstange nach innen
gerichtet und mit einer Verbindungsstange 70 verbunden, die sich im wesentlichen parallel zur Vorderstange
46 erstreckt. Ferner ist noch ein Paar von im Abstand angeordneten Verstärkungsstreben 72 und
74 vorgesehen, die sich senkrecht zur Vorderstange 46 und der Verbindungsstange 70 erstrecken und
zwischen diesen angeordnet sind.
Die Verbindungsstange 70 jedes Rahmens 38, 40, 42 ist durch Schweißen mit einer Drehscheibe 76 zur
Bildung des Drehtisches verbunden, der mit Hilfe einer senkrechten Antriebswelle 78 gedreht werden
kann, die, wie in Fig. 1 dargestellt, koaxial und unterhalb der Mittelsäule 36 angeordnet ist. Wenn die
Antriebswelle 78 und die Drehscheibe 76 gedreht werden, bewegen sich die Rahmen von oben her
gesehen entgegen dem Uhrzeigersinn von der Lade- und Entladestation 10 zur Ofenstation 12, zur Formstation
14 und zurück zur Lade- und Entladestation 10.
Die senkrechten Ständer 30 und 32 der Lade- und Entladestation 10 tragen eine Hauptsteuervorrichtung
80 zum Steuern der einzelnen Arbeitsschritte der Formmaschine. Eine nach außen gebogene Sicherheitsschiene
82, die zwischen den Ständern 30 und 32 gehalten ist, verhütet, daß die Kleidung der Bedienungsperson
sich an den rotierenden Teilen verfängt und dient allgemein der Sicherheit.
Die Hauptsteuervorrichtung 80 ist derart ausgebildet, daß die Bedienungsperson gleichzeitig zwei im
Abstand angeordnete Schalterknöpfe bedienen muß, und zwar einen mit jeweils einer Hand, um so die
einzelnen 120°-Drehungen der Formmaschine einzuleiten. Dadurch wird die Möglichkeit herabgesetzt,
daß die Bedienungsperson ihre Hand unter das Klemmgestell oder den Klemmrahmen auf der Bewegungsbahn
der drehbaren Teile bringt, wenn die Formmaschine arbeitet.
Die Ofenstation 12 wird von dem stationären Gestellteil 18 getragen. Sie weist zwei Teile auf, und
zwar einen oberen Heizteil 84 und einen unteren Heizteil 94. Der obere Heizteil 84 ist stationär an
einem Paar von nach unten hängenden Armen 104 und 106 angeordnet, die von Seitenstangen 108 und
110 (F i g. 1) getragen sind. Ferner weist diese obere Heizstation eine Bodenöffnung, eine geschlossene
Decke 88 und geschlossene Seitenwände 90 auf. Unter der Decke 88 ist eine mit einer Abschirmung
versehene Heizspule vorgesehen. Die von der Heizspule 92 ausgestrahlte Hitze wird nach unten auf die
Oberfläche der Kunststofftafel 54 gerichtet, die vom Rahmen 40 unmittelbar unter der Bodenöffnung gehalten
ist.
Der untere Heizteil 94 hat eine Öffnung in seiner Decke, ferner einen geschlossenen Boden 98 und geschlossene
Seitenwände 100. In dem unteren Heizteil ist über dem Boden 98 eine Heizspule angeordnet.
Die von der Heizspule erzeugte Wärme wird nach oben auf die untere Fläche der Kunststofftafel 54 gestrahlt,
die vom Rahmen 40 getragen wird.
Am Ende des Erwärmungsvorgangs ist die Kunststofftafel 54 normalerweise so weit durchgebogen,
daß sie um einen kleinen Betrag in den unteren Heizteil 94 hineinhängt, so daß eine Vorrichtung vorgesehen
ist, um den unteren Heizteil 94 zu Beginn der einzelnen Drehschritte der Rahmen 38, 40 und 42
nach unten zu verschwenken, um so den notwendigen Raum für den Transport der gewölbten Kunststofftafel
54 aus der Ofenstation heraus zu schaffen.
Wie aus F i g. 1 deutlich hervorgeht, ist der untere Heizteil 94 schwenkbar an dem Rahmen 40 auf einer
Achse 115 angeordnet, die an der Seitenwand 100 des unteren Heizteils befestigt ist und mit ihren
Enden in Lagern 114 und 116 gelagert ist. Wie dargestellt, ist das Lager 114 auf einem Schenkel 114 a
gehalten, der sich nach oben vom Untergestell 22 erstreckt.
Nachdem die Kunststofftafel in der Ofenstation 12 beheizt worden ist, wird der untere Heizteil 94 automatisch
nach unten geschwenkt. Danach wird der Drehtisch mit dem Rahmen 40 zur Formstation 14
gedreht.
Wie aus F i g. 1 hervorgeht, weist die Fonnstation 14 eine obere vertikal bewegliche Formplatte 128
und eine untere vertikal bewegliche Formplatte 130 auf, die beide jeweils ein nicht dargestelltes Formwerkzeug
tragen. Die Formplatten 128 und 130 können gleichzeitig bewegt werden, oder es kann auch
nur eine Formplatte in die Formstellung gebracht und dann die andere Formplatte bewegt werden, oder
umgekehrt.
Die obere Formplatte 128 wird aus einer Nichtformstellung gemäß F i g. 1 nach unten in eine vorbestimmte
Fonnstellung entlang von drei senkrechten Führungsstangen 132, 134 und 136 bewegt. Die einzelnen
Führungsstangen 132, 134 und 136 sind mit ihrem oberen Ende am hexagonalen Träger 34 des
Gestellteiles 20 nach innen zu relativ zu den Ständern 30 und 32 und mit ihren unteren Enden teilweise mit
einem Trägerarm 138 verbunden, von dem einer in Fig. 1 dargestellt ist und der sich radial von dem
senkrechten Ständer 30 erstreckt. Der Trägerarm 138 t
wirkt nicht nur als Träger für die vorgenannten Füh- < rungsstangen, sondern bildet auch einen unteren '
Begrenzungsanschlag für die Formplatte 128. Das untere Ende der Führungsstange 136 ist nicht mit
einem Trägerann 138 verbunden, so daß eine Bewegung des Drehtisches bzw. der Rahmen, beispielsweise
des Rahmens 42, möglich ist, der die Kunststofftafel von der Ofenstation 12 zur Formstation
befördert und von dort zu der Lade- und Entladestation 10.
Die untere Formplatte 130 ist in ähnlicher Weise zum Erreichen einer Hin- und Herbewegung auf drei
Führungsstangen 140 und 142 und 146 gehalten. Die Führungsstangen 140, 142 und 146 sind mit ihren
unteren Enden mit dem Untergestell verbunden, und die Führungsstangen 140 und 142 sind an Trägerarmen
148 befestigt, von denen einer in F i g. 1 dargestellt ist und der mit dem senkrechten Ständer 30
fest verbunden ist. Die Trägerarme 148 tragen nicht nur die Führungsstangen 140 und 142, sondern bilden
auch Anschläge zum Festlegen der höchsten Bewegungsstelle der unteren Formplatte 130.
Da eine richtige Ausrichtung der einzelnen Rahmen, beispielsweise des Rahmens 42, an der Formstation
erforderlich ist, um sicherzustellen, daß die von dem Rahmen getragene Kunststofftafel genau
zwischen den Formwerkzeugen angeordnet ist, ist eine Vorrichtung zum genauen Ausrichten der Rahmen
in der Formstation vorgesehen. Wie deutlich aus Fig. 1 und 2 hervorgeht, ist zu diesem Zweck ein
Kniehebelsystem an dem Rahmen 42 vorgesehen, um den Drehtisch so einzustellen, daß der betreffende
Rahmen, der jeweils an der Formstation ist, genau mit den Formplatten 128 und 130 ausgerichtet ist.
Die Ausrichtvorrichtung (s. insbesondere Fig. 2) weist eine Kniehebelstange 150 auf, die mit ihren
Enden an Kurbelannen 152 und 154 befestigt ist, die ihrerseits an einer Welle 156 angeordnet sind, die
drehbar in geeigneten Lagern 158, 160 der senkrechten Ständer 30 und 32 gelagert ist. Mit Hilfe einer
Verlängerung des Kurbelarmes 154 ist dieser über ein Joch 162 mit einer Kolbenstange 164 eines pneumatischen
Zylinderaggregats 166 verbunden, das schwenk-
7 8
bar an einem Ansatz 168 angeordnet ist, der an dem spielsweise mit Hilfe von Schrauben 196 befestigt,
senkrechten Ständer 32 befestigt ist. Die Mittelsäule 36 trägt einen Ringflansch 198, der
Durch die Betätigung des Zylinderaggregats 166 im Abstand von den Rahmen angeordnet ist. Sie hat
wird die Kniehebelstange 150 zwischen einer Lage ferner eine axiale Bohrung zur Aufnahme des oberen
gemäß Fig. 2, in der die Seitenstange 48 gegen die 5 Endes 36a der Antriebswelle 78, um so die letztere
Kniehebelstange anliegt, und einer nicht dargestellten mit der Mittelsäule 36 zum Fluchten zu bringen,
Lage hin- und herbewegt, in der die Kniehebelstange wenn die Einrichtung zusammengebaut wird.
150 einen solchen Abstand vom Rahmen 42 und Um die Antriebswelle nun um einen vorbestimm-
150 einen solchen Abstand vom Rahmen 42 und Um die Antriebswelle nun um einen vorbestimm-
damit vom Drehtisch hat, daß dieser aus der Form- ten Winkel von 120° zu drehen und dabei den Drehstellung
zwischen den Formplatten 128 und 130 bei i0 tisch mit den einzelnen Rahmen 38, 40 und 42 von
Beendigung des Fonnvorganges herausgedreht wer- einer Arbeitsstation zur anderen zu drehen, ist die
den kann. Während der Drehung des Rahmens 42 Antriebswelle 78 im Bereich ihres unteren Endes mit
aus der Formstellung wird die Kniehebelstange 150 einer Antriebsplatte 236 fest verbunden, die von
in ihrer hintersten Lage gehalten, so daß der nächste einem Paar pneumatischen Zylindern 202 und 206
Rahmen, nämlich der Rahmen 40, der eine erwärmte l5 angetrieben ist. Die Antriebsplatte 236 hat drei mit
Kunststofftafel 54 trägt, nunmehr gedreht und in die Buchsen versehene Bohrungen 240, die um 120° zu-Formstation
14 hineinbewegt werden kann. Darauf- einander versetzt sind. Wie aus Fig. 8 hervorgeht,
hin wird das Zylinderaggregat 166 betätigt, um die sind die zum Antrieb der Antriebsplatte 236 verwen-Kniehebelstange
150 in die Lage gemäß F i g. 3 zu deten Kolben-Zylinderaggregate 202 und 206, für die
schwenken, wodurch der Rahmen in der Formstellung ao im folgenden der Einfachheit halber auch der Begriff
genau ausgerichtet wird. »Zylinder« verwendet ist, schwenkbar angeordnet.
Die Kniehebelstange 150 trägt zwei V-förmige Ver- Der Zylinder 202 ist mit seinem Ende an einem Arm
riegelungsvorrichtungen, die jeweils durch ein Paar 204 angelenkt, wie bei 210 angedeutet, und der Luftvon
im Abstand angeordneten Führungen 170 und zylinder 206 ist an einem Arm 208 bei 212 schwenk-
172 gebildet sind, wobei die einzelnen Paare deutlich 25 bar angeordnet. Die Arme 204 und 208 sind in einer
in Fig. 5 zu sehen sind. Diese Führungen sind mit vorbestimmten Winkelstellung zur Antriebswelle 78
aufeinander zu gerichteten kegelstumpfartigen Ober- angeordnet, um so eine freie Drehbewegung der Anflächen
174 bzw. 176 versehen. Die Rahmen tragen triebswelle 78 und eine Schwenkbewegung der Zylinjeweils
ein Paar von Haltearmen 178 (einer von die- der 202 und 206 während der schrittweisen Bewesen
ist in Fig. 3 und 4 gezeigt), die sich nach außen 30 gung des Drehtisches der Formmaschine zu gestatten.
von den Enden der Hinterstange 44 erstrecken. Die Die Arme 204 und 208 sind durch Schweißen mit der
einzelnen Haltearme 178 sind mit einem Schlitz 180 Grundplatte 24 fest verbunden. Wie aus F i g. 6 und 7
versehen, in die die kegelstumpfartigen Ober- deutlich hervorgeht, tragen die Kolbenstangen 214
flächen der Führungen 170 und 172 eingreifen des Zylinders 202 und die Kolbenstange des Zylinkönnen.
35 ders 208 Augen 218 bzw. 220.
Wenn daher der Rahmen 42 beim Drehen des Wie aus F i g. 8 hervorgeht, weisen die Augen 218
Drehtisches in die Formstation entweder nach rechts und 220 jeweils eine Bohrung auf, um eine Buchse
oder links versetzt ist, so berührt beim Schwenken 222 aufzunehmen, in der ein Bolzen 224 senkrecht
der Stange 150 in die Ausrichtlage gemäß Fig. 3 das hin- und herbewegbar angeordnet ist, der beispielseine
oder der andere der kegelstumpfartigen Flächen 40 weise durch eine Senkschraube 227 am Ende der
174 und 176 die Haltearme 178 und verschiebt den unter Federspannung stehenden Kolbenstange 225
Rahmen 42 in die vorbestimmte Formstellung, wo- eines Druckluftzylinders 226 befestigt ist, der, wie
durch ein endgültiges Ausrichten an der Formstation bei 226 a angedeutet, durch Einschrauben mit der
erfolgt. Buchse 222 verbunden ist. Der Bolzen 224 ist in der
Der verbesserte Antrieb für die schrittweise Dre- 45 Buchse 222 gegen die Wirkung einer nicht dargehung
des Drehtisches mit den Rahmen 38, 40 und 42 stellten Feder im Druckluftzylinder 226 hin und her
durch die drei Arbeitsstationen hindurch ist insbe- und somit in die Bohrungen 240 der Buchsen der
sondere in den Fig. 1, 5, 6 und 7 dargestellt. Wie Antriebsplatte236 einschiebbar und aus diesen herbereits
erwähnt, ist auf der Antriebswelle 78 die ausziehbar.
Drehscheibe 76 des Drehtisches befestigt, an der die 50 Die Buchse 222 ragt durch eine zur Antriebswelle
Verbindungsstangen 70 und die Rahmen 38, 40 und 78 parallele Bohrung im Mitnehmerarm 228 nach
42 befestigt sind. Die Rahmen 38, 40 und 42 sind unten, und ein Ringflansch 230 an der Buchse 222
radial zur Antriebswelle 78 im Abstand von 120° hält die Augen 218 und 220, den Zylinder 226 und
angeordnet. Wie aus Fig. 6 hervorgeht, ist die den Mitnehmerarm in richtig zusammengebauter Lage
Antriebswelle 78 an ihrem unteren Ende in einem 55 zueinander. Der Mitnehmerarm 228 (s. insbeson-Drucklager
182 gelagert, das auf der Grundplatte 24 dere F i g. 6) ist drehbar auf der Antriebswelle 78 mit
angeordnet ist, und mit ihrem oberen Ende ist die Hilfe eines Lagers 229 befestigt, das an der Antriebs-Welle
in einem Lager 184 gelagert, dessen Innen- platte 236 durch einen Schlitzhaltering festgeklemmt
durchmesser im wesentlichen gleich dem Außen- ist, der Teilstücke 230 α und 232 aufweist, wobei die
durchmesser eines einen kleineren Durchmesser auf- 60 Befestigung mit Hilfe von Schrauben vorgenommen
weisenden Teilstücks 189 der Antriebswelle 78 ist. ist. Die Antriebswelle 78 durchdringt die koaxialen
Das Lager 184 ist, wie bei 186 angedeutet, an einer Öffnungen des Schlitzhalteringes und der Buchsen 229
stationären Ringscheibe 188 angeschraubt, die von und des Mitnehmerarms 228; der Mitnehmerarm 228
einem Dreifuß 190 getragen wird, der beispielsweise kann sich damit relativ zur Antriebsplatte 236 und
durch Schweißen an der Grundplatte 24 bei 192 be- 65 zur Antriebswelle 78 drehen,
festigt ist. Wenn der Bolzen 224 in eine der Bohrungen 240
festigt ist. Wenn der Bolzen 224 in eine der Bohrungen 240
Die Drehscheibe 76 ist auf der Antriebswelle 78 der Antriebsplatte 236 eingreift und die Zylinder
und ruht auf einem Flansch 194 und ist dort bei- 202 und 206 zum Bewegen der Antriebswelle 78 be-
9 10
tätigt werden, so wird der Mitnehmerarm 228 hier- regler 282, ein Rückschlagventil 284, einen ölab-
durch von der ersten, in vollen Linien in Fig. 7 aus- scheider 285, ein Regelmanometer 286 und ein Filter
gezogenen Stellung in die zweite, in gestrichelten 288 auf. Ein nicht dargestelltes Vakuumsystem ist
Linien in F i g. 7 dargestellte Stellung bewegt. Wenn an die Leitung 289 über die Leitung 287 angeschlos-
der Mitnehmerann 228 in der zweiten, in gestrichel- 5 sen, um den Fluß des pneumatischen Mediums durch
ten Linien in F i g. 7 dargestellten Lage ist, so wird die Leitung 289 zu steuern.
der Bolzen 224 aus der Bohrung 240 zurückgezogen Die Zufuhr des Druckmediums zu der Formstation
und die Zylinder 202 und 206 betätigt, wodurch nun bzw. zu den dort vorhandenen Rahmen geschieht wie
zusammen mit dem Mitnehmerann 218 eine Rück- folgt: die Leitung 289 ist wie bei 283 angedeutet auch
bewegung in die erste, in ausgezogenen Linien in io mit einer Leitung 290 verbunden, die einen Regler
F i g. 7 dargestellte Lage erfolgt. Der Mitnehmerann 291 zur Zufuhr des Mediums zu einem normalerweise
228 dient daher als Führung für die Rückwärtsbewe- offenen Magnetventil 292 aufweist, das die Zufuhr
gung des Bolzens 224, des Druckluftzylinders 226 des Mediums durch die Leitungen 293 und 294 zum
und der Zylinder 202 und 206 aus der ersten Lage Hin- und Herbewegen der Kolbenstange 295 a des
gemäß Fig. 7. : ;' 15 Zylinders 295 steuert. Die Kolbenstange 295a ist mit
Um nun eine Beschädigung der Antriebsvorrich- der oberen Formplatte 128 der Formstation verbuntung
zu verhindern, falls der Bolzen 224 nicht genau den und steuert deren vertikale Bewegung in die
mit einer der Bohrungen 240 fluchtet, wenn der Formstellung und aus der Formstellung heraus. Eine
Druckluftzylinder 226 zum Herunterdrücken des entsprechende Bewegung der unteren Trägerplatte
Bolzens betätigt wird, ist eine Lasche 248, die durch 20 130 wird durch eine Verbindung 296 mit der Leitung
Schrauben 244 und ein Abstandsstück 242 mit dem 280 gesteuert. Die Verbindung 296 verbindet die Lei-Mitnehmerarm
228 verbunden ist, unterhalb der Um- tung 280 mit einer Leitung 297, die das Druckmedium
fangskante der Antriebsplatte 236 angeordnet. Da einem Magnetventil 298 zuführt, das den Zylinder
das Ausrichtende des Bolzens 224 etwas kugelig ist, 301 betätigt, dessen Kolbenstange 301 α die untere
und da die Lasche 248 die Platte in der Nähe des 25 Formplatte 130 in die Formstellung und aus der
Bolzens 224 hält, kann der Bolzen 224 die An- Formstellung heraus bewegt, und zwar durch ein
triebsvorrichtung nicht beschädigen, sondern dreht Paar von Leitungen 299 und 300, entsprechend der
die Antriebsplatte 236 um den kleinen Betrag, der Richtung des dem Zylinder 301 zugeführten Drucknotwendig ist, um die Öffnung 240 mit dem Bolzen mediums.
224 auszurichten. 30 Die Zufuhr des Druckmediums zu den dem Antrieb
224 auszurichten. 30 Die Zufuhr des Druckmediums zu den dem Antrieb
Die Zylinder 202 und 206 sind jeweils derart an- des Drehtisches dienenden Aggregaten oder Zylin-
geordnet, daß in der vollvorgeschobenen Lage der dem 202 und 206 ist folgende: die Leitung 289 ist
beiden Kolbenstangen die Antriebsvorrichtung die in auch über die Leitung 317 mit einem normalerweise
F i g. 7 gestrichelt eingezeichnete Lage einnimmt, und geschlossenen Magnetventil 321 und ferner mit einem
wenn die Kolbenstange des Zylinders 206 voll heraus- 35 normalerweise offenen Magnetventil 322 verbunden,
geschoben ist und die Kolbenstange des Zylinders die Druckmedium den Leitungen 319, 320, 323 und
202 voll zurückgezogen ist, so nimmt die Antriebsvor- 324 und damit den Zylindern 202 und 206 zuführen,
richtung die in F i g. 7 in ausgezogenen Linien darge- die mit den Leitungen über Kupplungen 258, 259,
stellte Stellung ein. 260 und 262 verbunden sind.
Wie aus F i g. 6 hervorgeht, ist die Antriebswelle 78 40 Der die Schwenkbewegung des Heizteils 94 steuhohl
und am oberen und unteren Ende abgedichtet ernde Zylinder 120 ist mit der Leitung 289 durch
und ergibt eine Luftsammeikammer 246, die durch die Verbindung 281, die Leitung 280 und die Leitung
eine Öffnung 271 in der Drehscheibe 76 mit einer 297 in der folgenden Weise verbunden: die Leitung
Vielzahl von Leitungen kommuniziert, die zu den 297 enthält ein normalerweise geschlossenes Magnetverschiedenen luftbetätigten Vorrichtungen führen, 45 ventil 304, das Druckmedium über die Leitungen 305
beispielsweise den Zylindern der Klemmvorriehtun- und 306 dem Zylinder 120 zuführt. In der Leitung
gen 52, die sich mit der Antriebswelle 78 drehen. 297 ist ferner ein normalerweise geschlossenes
Die Luftsammeikammer 246 ist in einem Abdicht- Magnetventil 309 vorgesehen, das die Richtung der
stopfen 270 mit abgestuften Durchmessern, wie bei Zufuhr von Druckmedium durch ein Paar von Lei-
269 und 270 α angedeutet, über einen Kanal 268 mit 50 tungen 310 und 311 zu dem Zylinder 326 steuert, der
einem drehbaren Verbindungsstück 266 (F i g. 6) das Zurückziehen und Vorschieben des Bolzens 224
verbunden, das die Verbindung mit einer Druckluft- der Verriegelungsvorrichtung des Drehantriebes
quelle, wie sie in den Betrieben häufig vorhanden ist, steuert.
herstellt. Auf diese Weise wird die Zufuhr von Druck- Den drehbaren Teilen der Formmaschine wird das
luft zur Betätigung der verschiedenen Antriebs- und 55 Druckmedium in der folgenden Weise zugeführt: die
Drehvorrichtungen, wie beispielsweise der Zylinder öffnung 271 (s. F i g. 5) kommuniziert, wie in F i g. 9
und der Klemmvorrichtungen 52, vereinfacht, und es dargestellt, mit einer Leitung 271 α, die mit den
ist nicht notwendig, einen getrennten Luftzylinder Klemmgliedern 52 zum Steuern eines Magnetventils
anzuordnen. , . der Klemmvorrichtungen verbunden ist. Die Leitung
Eine Ausführungsform eines Luftzufuhrsystems zur 60 276 ist ferner mit einer Leitung 278 verbunden, die
Betätigung der Formmaschine gemäß Fig. 1 ist das Druckmedium über ein Magnetventil 329 zuführt,
schematisch in F i g. 9 dargestellt. das die Richtung des Stromes des Druckmediums
Das drehbare Verbindungsstück 266 der F i g. 6 ist über ein Paar von Leitungen 331 und 332 zum Zy-
über eine Zufuhrleitung 276 mit einer nicht darge- linderaggregat 166 der Formation 16 steuert,
stellten Druckluftquelle, beispielsweise einer Betriebs- 65 Der Schalter 256 (F i g. 5) ist zur Betätigung des
druckluftquelle, über eine Vielzahl von Leitungen Schwenkzylinders 120 für den unteren Heizteil 94 ent-
280 und 289 und Verbindungen 279 und 281 ver- sprechend synchronisiert. Der untere Heizteil ist nor-
bunden. Die Leitung 289 weist einen Strömungs- malerweise in einer unteren oder verschwenkten
11 12
Lage, und zwar beim Anlauf des Arbeitens der An- Ofenstation und die der Formplattenzylinder 295
triebsvorrichtung des Drehtisches zum Drehen der und 301.
Rahmen von Station zu Station. Wenn daher der Rah- Wie aus F i g. 5 und 9 hervorgeht, trägt die Dreh-
men 40 aus der Ofenstation in die Formstation ge- scheibe 76 außerdem noch drei Ansätze, die jeweils
dreht wird, und der Rahmen 38 dieser Station von 5 120° voneinander entfernt sind, wobei in Fig. 5
der Lade- und Entlade-Station zugeführt wird, so ist und 6 ein Ansatz 327 dargestellt ist. Diese Ansätze
der untere Heizteil 94 in seiner unteren Lage. Wenn können in Berührung mit einem Schalter 257 kom-
nun der Schalter 256 am Ende der Bewegung der men, der die Magnetspule des Ventils 329 betätigt,
Antriebsvorrichtung in die zweite Lage, wie sie ge- das seinerseits die Betätigung des Druckluftzylinders
strichelt in F i g. 7 dargestellt ist, bewegt wird, so io 226 zum Zurückziehen des Antriebsbolzens 224 aus
betätigt der Schalter 256 die Magnetspule des Ventils einer der öffnungen 240 der Antriebsplatte 236
304, wodurch der untere Heizteil 94 nach oben in die steuert. Damit ist eine Anordnung zur automatischen
Stellung zum Erwärmen der Kunststofftafel 54 auf Betätigung der Teilvorrichtungen der Formmaschine
dem Rahmen 38 geschwenkt wird. Der Schalter 256 während der einzelnen Arbeitsspiele geschaffen
hält das Ventil 304 so lange offen, daß die Kunststoff- 15 worden,
tafel 54 in der Ofenstation 12 erwärmt werden kann.
tafel 54 in der Ofenstation 12 erwärmt werden kann.
Das Ventil 304 wird anschließend automatisch ab- Wirkungsweise
erregt, wenn die Bedienungsperson die Hauptsteuervorrichtung 80 betätigt, um das nächste Arbeitsspiel Wenn die Maschine arbeiten soll, legt die Bedieder Antriebsvorrichtung anzulassen, wodurch nun 20 nungsperson eine Kunststofftafel 54 auf das Klemmder untere Heizteil 94 nach unten geschwenkt wird, gestell und betätigt dann zwei Schalter der Hauptso daß die Rahmen 40 und 38 sich aus der Ofensta- steuervorrichtung 80, um das Magnetventil 309 zu tion heraus bzw. in die Ofenstation hinein bewegen schließen, das den Fluß des Druckmediums zu dem können. Zusätzlich betätigt der Schalter 256, wenn er Zylinder 226 steuert, der den Bolzen 224 in die durch den Stift 254 beaufschlagt wird, die Spulen 25 öffnung 240 der Antriebsplatte 236 gegen die Wirder Ventile 292 und 298, um Formplatten 128 und kung einer nicht dargestellten Feder im Zylinder 226 130 in ihre Formstellung zum Formen der Kunststoff- eindrückt. Die Hauptsteuervorrichtung 80 betätigt platte 54 auf dem Rahmen 40 zu bewegen. Die ferner das Ventil 321, durch das der Fluß des Druck-Hauptsteuervorrichtung leitet beim Betätigen durch mediums zum Kolbenzylinderaggregat 202 gesteuert die Bedienungsperson das nächste Arbeitsspiel der 30 wird, der nunmehr anfängt, die Antriebsplatte 236 Antriebsvorrichtung ein, und zwar die Rückkehr der und damit den Drehtisch entgegen dem Uhrzeiger-Formplatten 128 und 130 in die Lage gemäß Fig. 1. sinn aus der ersten, in vollen Linien in Fig. 7 dar-Es sei darauf hingewiesen, daß der Rahmen 42 in die gestellten Lage in die zweite, in gestrichelten Linien Lade- und Entlade-Station zum Entfernen des ge- in F i g. 7 dargestellte Lage zu bewegen,
formten Gegenstands durch die Bedienungsperson 35 Gleichzeitig betätigt die Hauptsteuervorrichtung 80 bewegt wurde. das Magnetventil 322, das den Fluß eines hydrau-
erregt, wenn die Bedienungsperson die Hauptsteuervorrichtung 80 betätigt, um das nächste Arbeitsspiel Wenn die Maschine arbeiten soll, legt die Bedieder Antriebsvorrichtung anzulassen, wodurch nun 20 nungsperson eine Kunststofftafel 54 auf das Klemmder untere Heizteil 94 nach unten geschwenkt wird, gestell und betätigt dann zwei Schalter der Hauptso daß die Rahmen 40 und 38 sich aus der Ofensta- steuervorrichtung 80, um das Magnetventil 309 zu tion heraus bzw. in die Ofenstation hinein bewegen schließen, das den Fluß des Druckmediums zu dem können. Zusätzlich betätigt der Schalter 256, wenn er Zylinder 226 steuert, der den Bolzen 224 in die durch den Stift 254 beaufschlagt wird, die Spulen 25 öffnung 240 der Antriebsplatte 236 gegen die Wirder Ventile 292 und 298, um Formplatten 128 und kung einer nicht dargestellten Feder im Zylinder 226 130 in ihre Formstellung zum Formen der Kunststoff- eindrückt. Die Hauptsteuervorrichtung 80 betätigt platte 54 auf dem Rahmen 40 zu bewegen. Die ferner das Ventil 321, durch das der Fluß des Druck-Hauptsteuervorrichtung leitet beim Betätigen durch mediums zum Kolbenzylinderaggregat 202 gesteuert die Bedienungsperson das nächste Arbeitsspiel der 30 wird, der nunmehr anfängt, die Antriebsplatte 236 Antriebsvorrichtung ein, und zwar die Rückkehr der und damit den Drehtisch entgegen dem Uhrzeiger-Formplatten 128 und 130 in die Lage gemäß Fig. 1. sinn aus der ersten, in vollen Linien in Fig. 7 dar-Es sei darauf hingewiesen, daß der Rahmen 42 in die gestellten Lage in die zweite, in gestrichelten Linien Lade- und Entlade-Station zum Entfernen des ge- in F i g. 7 dargestellte Lage zu bewegen,
formten Gegenstands durch die Bedienungsperson 35 Gleichzeitig betätigt die Hauptsteuervorrichtung 80 bewegt wurde. das Magnetventil 322, das den Fluß eines hydrau-
Der auf einem Arm 260 des Schenkels 190 ange- lischen Mediums zum Kolbenzylinderaggregat 206
ordnete Schalter 256 wird durch einen Stift 254 be- steuert, und der Zylinder dieses Aggregates 206 wirkt
tätigt, der am Kolben des Zylinders 226 zur Betäti- dann mit dem Zylinder des Aggregates 202 zusamgung
des Kniehebelmechanismus der Formstation 40 men, um die Antriebsplatte 236 in entgegen dem
angeordnet ist. Beim Einleiten der Bewegung der An- Uhrzeigersinn aus der ersten Stellung herauszubewetriebsvorrichtung
ist die Kniehebelstange 150 nor- gen. Wenn die Zylinder dieser Aggregate 202 und
malerweise außer Berührung mit den Haltearmen 2O6 drücken bzw. ziehen, wird die Antriebsplatte 236
178, um so eine Drehung des Rahmens 42 in die — von oben gesehen — entgegen dem Uhrzeigersinn
Lade- und Entladestation zu gestatten. Wenn jedoch 45 gedreht. Anschließend, und zwar in einer mittleren
der Schalter 256 betätigt wird, so verursacht die Be- oder neutralen Lage, die durch die Winkelbeziehung
tätigung des Ventils 329 ein Schwenken der Knie- zwischen dem das Aggregat 206 tragenden Arm 208
hebelstange 150 nach vorne in die Formstellung unter und der Antriebswelle 78 bestimmt ist, berührt der
Berührung mit den Haltearmen 178 des Rahmens, Zylinder des Aggregates bzw. der Zylinder 206 einen
der sich dann in der Formstation befindet. Da der 50 Schalter 250, der auf dem Arm 208 angeordnet ist
Bolzen 224 notwendigerweise frei von der Bohrung Und der die Betätigung des das Ventil steuernden
240 der Antriebsplatte 236 ist, wenn das Ventil 329 Zylinders 206 bewirkt, wodurch das Ventil 322 umbetätigt
wird, so kann der Drehtisch durch den Knie- schaltet und damit die Richtung des Flusses des
hebelmechanismus nicht festgehalten werden; der Druckmediums im Zylinder 206 so umgekehrt wird,
Bolzen 224 liegt dabei auf der Antriebsplatte auf. 55 daß der Zylinder 206 nunmehr die Antriebsplatte 236
Wenn die Bedienungsperson die Hauptsteuervorrich- jm Zusammenwirken mit dem Zylinder 202 in die
tung nunmehr betätigt, um ein neues Arbeitsspiel der zweite Lage schiebt, die in gestrichelten Linien in
Antriebsvorrichtung einzuleiten, so betätigt die F i g. 7 dargestellt ist. Damit wirkt der Zylinder 206
Hauptsteuervorrichtung das Ventil 329, um die Knie- während eines Teils des Weges der Antriebsplatte
hebelstange 150 in ihre rückwärtige Lage außer Be- 60 236 mit dieser zusammen, um die Antriebsplatte mit
rührung mit den Haltearmen 178 zu bewegen, wo- dem Zylinder 206 zu ziehen, und bewirkt auf dem
durch eine Drehung des Drehtisches und damit des übrigen Weg der Antriebsplatte 236 in die zweite
Rahmens aus der Formstation in die Lade- und Ent- Stellung ein Schieben dieser Antriebsplatte mit dem
ladestation ermöglicht wird. Zylinder 202 in die zweite Stellung, die in F i g. 7
Damit steuert der Schalter 256 nicht nur die Be- 65 gestrichelt dargestellt ist.
tätigung des Zylinders 166 und der Antriebszylinder Um den Bolzen 224 auszuheben, wenn die Zylin-
202 und 204, sondern außerdem auch noch die Be- der 202 und 206 das Ende ihrer betreffenden Hübe
tätigung des Schwenkzylinderaggregates 120 der erreicht haben, berührt einer der an der Drehscheibe
13 14
angebrachten und herabhängenden Ansätze 327, die Fig. 7 nach links geschwenkt wird, so bewegt sich
120° voneinander entfernt sind, den Schalter 257, der Zylinder 206 von dem Kontakt 252 fort und öffder
fest auf der Ringscheibe 188 angeordnet ist. net diesen, der seinerseits das Ventil 322 betätigt,
Durch die Betätigung des Schalters 257 wird der das die Arbeitsweise des Zylinders 206 steuert, wo-Stromkreis
zur Magnetspule des Ventils 309 unter- 5 durch die Richtung des Flusses des Druckmediums
brochen, das zur Zulieferung von Druckmedium zum zum Zylinder 206 umgekehrt wird. Im Anschluß
Zylinder 226 dient, und hierdurch wird nun auch daran wirkt der Zylinder 206 mit dem Zylinder 202
dieser Zufluß beendet. Die Feder des Zylinders 226 so zusammen, daß beide Zylinder 202 und 206 nundrückt
dann den Bolzen 224 aus der Öffnung 240 der mehr den Mitnehmerarm 228 in die erste, in voll
Antriebsplatte236. io ausgezogenen Linien der Fig. 7 dargestellten Lage
Wenn die Zylinder 202 und 206 die Rückkehrbe- schieben, wodurch ein Arbeitsspiel der Antriebsvor-
wegung des Mitnehmerarms 228 und des Bolzens 224 richtung ganz durchgeführt ist.
in die in Fig. 8 ausgezogenen Linien·-dargestellte Bei der Bewegung der Antriebswelle78 entgegen
Lage im Uhrzeigersinn beginnen würden, bevor der dem Uhrzeigersinn während des ersten halben
Bolzen 224 voll aus der Öffnung 240 der Antriebs- 15 Arbeitsspieles der Antriebsvorrichtung wurde die
platte 236 herausgezogen ist, so würde der Bolzen Antriebswelle 78 um 120° gedreht; entsprechend wird
224 und/oder andere Teile des Antriebsmechanismus der Drehtisch mit den einzelnen Rahmen 38, 40 und
beschädigt werden. Um zu verhindern, daß die Rück- 42 schrittweise von einer Station bis zur nächsten
führung des Mitnehmerarms 228 stattfindet, bevor Station weitergedreht.
der Bolzen 224 aus den "öffnungen 240 voll heraus- 20 Die Bewegung der Antriebsplatte 236 und die Begezogen
ist, steuert der Schalter 256 auch die Be- tätigung der Zylinder 202, 206 und 226 ist synchronitätigung
der Magnetventile 321 und 322, die den siert mit der Lade- und Entladestation, der Ofensta-Fluß
des Druckmediums zu den Zylindern 202 und tion und der Formstation, und die Zeit, während der
206 steuern. Wenn der Schalter 256 durch den Stift der Rahmen in einer Arbeitslage angehalten wird,,
254 berührt wird, so kehrt dieser Schalter die Rieh- 25 wird von der Bedienungsperson gesteuert. Da die
tung des Flusses in den Zylindern 202 und 206 derart Zeit, während der die Kunststofftafeln 54 im Ofen^
um, daß der Zylinder 206 nunmehr den Mitnehmer- verbleiben, eine vorbestimmte Zeit nicht überschreiarm
228 mit dem Zylinder 226 und dem zurückge- ten sollte, kann eine nicht dargestellte geeignete
zogenen Bolzen 224 im Uhrzeigersinn in die in vollen Alarmvorrichtung vorgesehen werden, um der BeLinien
ausgezogene Lage nach F i g. 7 bewegt. 30 dienungsperson anzuzeigen, wenn diese Zeitgrenze
Wenn der Zylinder 206 auf dem Arm 208 gemäß ungefähr erreicht ist.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (6)
1. Antriebseinrichtung zum schrittweisen Drehen eines zur Verbindung von Bearbeitungsstationen, z. B. einer Formmaschine für Tafeln
aus Kunststoff, in einem Gestell angeordneten Drehtisches, der von einer Antriebswelle getragen
und mit einer Antriebsplatte fest verbunden ist, die mit einem kurbelartigen Mitnehmerarm verrastbar
ist, der auf der Antriebswelle drehbar angeordnet ist und an dem ein druckmittelbetätigtes
Kolben-Zylinderaggregat mit seinem einen Teil angreift, während sein anderer Teil im Gestell
oder Gehäuse um eine zur Antriebswelle parallele Achse schwenkbar gelagert ist, dadurch
gekennzeichnet, . daß am Mitnehmerarm (228) in an sich bekannter Weise ein zweites
druckmittelbetätigtes Kolben - Zylinderaggregat (206) angreift, welches gegenüber dem ersten
Kolben-Zylinderaggregat (202) in einem solchen Abstand bzw. Winkelversatz zwischen den beiden
Endlagen eines Drehschrittes des Drehtisches angeordnet ist, daß dieses zweite Aggregat (206)
auf den Mitnehmerarm (228) während einer ersten Teilschwenkung einen Zug und während
der restlichen Teilschwenkung einen Schub ausübt und daß der Mitnehmerarm (228) einen druckmittelbetätigten
Verriegelungskolben zum Eingriff in entsprechende Ausnehmungen der Antriebsplatte
(236) aufweist. ·
2. Antriebseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsplatte
(236) drei entsprechend den Bearbeitungsstationen um je 120° gegeneinander versetzte Bohrungen
(240) aufweist zum Eingriff eines am Ende des Mitnehmerarms (228) achsparallel zur Antriebswelle
(36) angeordneten Verriegelungsstiftes (224).
3. Antriebseinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolbenstangen
(214, 216) der beiden antreibenden Kolben-Zylinderaggregate (202, 206) an der Verriegelungsvorrichtung
angreifen.
4. Antriebseinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß am Ende des Mitnehmerarmes
(228) eine parallel zur Antriebsachse verlaufende Führungshülse (222) für den Verriegelungsstift
(224) eingesetzt ist, die zugleich von den Augen (218, 220) der beiden Kolbenstangen
(214, 216) der Antriebsaggregate (202, 206) umfaßt wird und in die oben der Betätigungszylinder
(226) für den Verriegelungskolben eingesetzt ist.
5. Antriebseinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Verriegelungsstift
(224) an seinem in die Bohrungen (240) der Antriebsplatte (236) eingreifenden Ende abgerundet
oder konisch ausgebildet ist.
6. Antriebseinrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekenn-
- zeichnet, daß der Mitnehmerarm (228) an seinem freien Ende ein die Antriebsplatte (236) mit geringem
Spiel C-förmig umfassendes Widerlager (242, 248) aufweist.
Family
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