DE148048C - - Google Patents
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- DE148048C DE148048C DE1900148048D DE148048DA DE148048C DE 148048 C DE148048 C DE 148048C DE 1900148048 D DE1900148048 D DE 1900148048D DE 148048D A DE148048D A DE 148048DA DE 148048 C DE148048 C DE 148048C
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- electrolyte
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- plate
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41N—PRINTING PLATES OR FOILS; MATERIALS FOR SURFACES USED IN PRINTING MACHINES FOR PRINTING, INKING, DAMPING, OR THE LIKE; PREPARING SUCH SURFACES FOR USE AND CONSERVING THEM
- B41N3/00—Preparing for use and conserving printing surfaces
- B41N3/03—Chemical or electrical pretreatment
Landscapes
- Printing Plates And Materials Therefor (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Ml 48048 KLASSE 15/.
Nach Patent 120061 sollen Metalldruckplatten
dadurch mit einer wasseranziehenden Schicht überzogen werden, daß sie als Elektroden
der Wirkung eines elektolytischen Prozesses ausgesetzt werden, der dem Metall die zur Bildung der Schicht notwendigen
Atomkomplexe in Form von Jonen zuführt. Als Elektrolyte waren dabei hauptsächlich
Salze derjenigen Säuren, wie z. B. der Phosphorsäure oder der Flußsäure gedacht, welche
mit dem Metall der Druckplatte unlösliche wasseranziehende Salze bilden. Es lag nahe,
zu vermuten, daß auch die Anwendung komplexer Säuren, wie, der Kieselflußsäure, zu dem
!5 gleichen Ergebnis führen würde, da anzunehmen
war, daß das komplexe Säuremolekül bei der Elektrolyse in die einfachen Säuremoleküle
zerfallen würde. Die angestellten Versuche ergaben aber, daß ein brauchbarer
Überzug auf diese Weise nicht zu erzielen war, wahrscheinlich weil sich statt der neutralen
Salze saure Salze an den Metallplatten bildeten, die im Elektrolyten gelöst blieben. Außerdem
machte sich eine störende Wasserstoffentwicklung bemerkbar. Da beide Erscheinungen anscheinend
im Zusammenhange standen, war zu hoffen, daß durch Zusatz oxydierender Substanzen
zum Elektrolyten, die den frei werdenden Wasserstoff an Sauerstoff binden konnten,
ein zufriedenstellendes Resultat zu erzielen sein würde. Tatsächlich gelang es denn auch
auf diesem Wege, nicht nur die Wasserstoffentwicklung zu unterdrücken, sondern auch
brauchbare, festhaftende Überzüge auf der Druckplatte zu erzeugen. Diese Methode ist
besonders für diejenige (schon in der Patentschrift 120061 angegebene) Ausführungsform
anwendbar, bei der aus Metallplatte, Elektrolyt und einem zweiten Metall ein Element gebildet
und der Elektrolyt innerhalb der so gebildeten Kette zersetzt wird. Man benutzt der Löslichkeit
halber als Elektrolyte die Ammoniumsalze der komplexen Säuren und als Oxydationsmittel
am einfachsten Ammoniumnitrat. Es können aber alle äquivalenten Salze, und Oxydationsmittel
verwendet werden, welche die gleiche Wirkung ausüben. Salz und Oxydationsmittel sind in dem Elektrolyten in solchem
Verhältnis zu mischen, daß gerade aller überflüssiger Wasserstoff zu Wasser oxydiert
wird. Ein brauchbares Gemisch besteht z. B. aus 4 Teilen kieselflußsaurem Ammonium und
4,6 Teilen Ammoniumnitrat. Die Auswahl der Substanzen für die Einwirkung ist dem gewählten
Metalle der Druckplatte anzupassen, bei Verwendung von einigen Salzen, besonders
der Schwermetalle, können basische Salze entstehen, welche man durch Nachbehandlung mit
etwas Phosphorsäure in Gummilösung in normale Salze verwandeln kann. Die Ausführung
(2. Auflage, ausgegeben am it. Septem
kann wie früher beschrieben geschehen, gestaltet sich am einfachsten aber folgendermaßen.
Die Druckplatte, welche sorgfältig durch Schleifen vorbereitet und mit Zeichnung oder
Umdruck versehen wurde, wird, wenn mit lithographischer Tusche gezeichnet worden
war, mit arabischem Gummi gummiert, wenn mit Umdruck versehen, talkumiert. Der Elektrolyt
wird nun auf die horizontal liegende Platte aufgetragen und rasch verteilt; hierzu
verwendet man zum ersten Auftragen ein geeignetes Gemenge von 1,5 Prozent Salzen mit
etwa 10 Prozent arabischem Gummi in Lösung.
Man läßt die Einwirkung des elektrolytischen Prozesses I bis 2 Minuten andauern und wäscht
hierauf mit Wasser ab, trocknet, gummiert mit dickem Gummi in ganz dünner Schicht, die
Platte ganz deckend, und trocknet wieder.
Über dem Gummi wird mit Auswaschtinktur und dergl. die Zeichnung ausgewaschen und
trocken mit schwarzer Farbe eingewalzt. Hierauf wird mit Wasser abgewaschen und getrocknet,
eingepudert mit Asphalt, Talkum oder dergl. und zum zweiten Male mit einem
ähnlichen, etwa 2 bis 2Y2PrOZeHtIgCn Elektrolyt
und IO Prozent arabischem Gummi der Belag verstärkt. Die Dauer der Operation mit
dem Elektrolyt kann 2 bis 4 Minuten betragen, je nach der Art des wiederzugebenden Bildcharakters.
Nach dieser zweiten Einwirkung gummiert man, am besten mit ganz schwach phosphorsäurehaltigem Gummi und befreit
hierdurch die Platte von etwa anhaftenden basischen Salzen. Auch kann man hierauf beliebig
mit geeigneten schwachen Ätzen, welche den Belag nicht angreifen, nachätzen.
Für ein gutes Gelingen des Druckes, besonders des Fortdruckes, ist wesentlich, daß
die Oberfläche der Metallplatte sauber vorbereitet ist und daß die Oberfläche mit einem
feinsten, gleichmäßigen Korne versehen ist. Hierdurch wird die wasseranziehende Schicht
sehr vergrößert und die Wasserzuführung beim Drucken besonders erleichtert. Soll
die Platte erst nachträglich mit Zeichnung versehen werden, was z. B. bei Korrekturen der Fall sein wird, so ist dieselbe
gut mit Wasser abzuwaschen und mit stark verdünnter Schwefelsäure oder Oxalsäure
oder Alaun oder anderen für den jeweiligen Fall geeigneten Mitteln, wie üblich, zu
entsäuern, nachdem der Belag fertig gestellt war.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ausführungsform des durch Patent 120061 geschützten Verfahrens, bei dem die Verwendung komplexer Säuren oder der Salze derselben als Elektrolyte an Stelle der einfachen Säuren oder Salze dadurch ermöglicht ist, daß der elektrolytischen Lösung oxydierende Substanzen zugesetzt werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT19729D AT19729B (de) | 1900-03-14 | 1902-07-10 | Verfahren zum Überziehen metallener Flachdruckplatten mit einer wasseranziehenden Schicht durch Elektrolyse. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE148048T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE148048C true DE148048C (de) |
Family
ID=5672398
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1900148048D Expired - Lifetime DE148048C (de) | 1900-03-14 | 1900-03-14 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE148048C (de) |
-
1900
- 1900-03-14 DE DE1900148048D patent/DE148048C/de not_active Expired - Lifetime
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