DE148123C - - Google Patents

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DE148123C
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DE
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water
steam
decatizing
cylinder
funnel
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DENDAT148123D
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C7/00Heating or cooling textile fabrics
    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06CFINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/13Steaming or decatising of fabrics or yarns

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die gebräuchlichste Art, Gewebe, Filze usw. zu dekatieren, ist die, daß man durch das auf einen gelochten Zylinder aufgewickelte Gewebe usw. Wasser oder Dampf durchströmen läßt, je nachdem man Naßdekatur oder Trockendekatur ausführen will. Für jede der beiden Arten kommen verschiedene Maschinen zur Anwendung, durch deren Einrichtung und Wirkungsweise bisweilen Beschädigungen des
ίο Arbeitsguts verursacht werden.
In den bekannten Trockendekatiermaschinen bildet sich oftmals durch Kondensation des Dampfes eine größere oder kleinere Menge Wasser, die in dem Gewebe usw. verbleibt und Wasserflecken verursacht.
Bei dem Naßdekatieren, das in der Regel von innen nach außen des Wickels erfolgt, besteht ein großer Übelstand darin, daß häufig das Wasser den Wickel nicht überall in gleich großen Mengen und mit gleicher Temperatur durchdringt, wodurch die Gewebe, Filze usw. häufig ungleichmäßig dekatiert und dadurch fleckig werden.
Dieser Übelstand tritt auch selbst dann noch oft auf, wenn man die zu dekatierende Ware während des Dekatierens in einem Trog vom Wasser umspülen läßt, weil letzteres durch das von innen nach außen getriebene Dekatierwasser daran gehindert wird, in das Arbeitsgut einzudringen und sich in demselben gleichmäßig zu verteilen.
Wollte man aber vori außen nach innen naß dekatieren, dann wäre es ebensowenig möglich, das Arbeitsgut gleichmäßig in ganzer Breite vom Wasser durchströmen zu lassen, wie bei dem Dekatieren von innen nach außen, so daß auch hierbei eine ungleich dekatierte und daher fleckige Ware die natürliche Folge sein würde.
Bei dem Dekatieren von innen nach außen, gleichgültig, ob mit Wasser oder mit Dampf, bestehen fernere Übelstände darin, daß die Temperatur in den inneren, der Wandung des gelochten Dekatierzylinders zunächt liegenden Lagen, höher ist als in den äußeren und daß das Warenwickel nach außen aufgebläht und dadurch in den einzelnen Lagen lose wird.
Durch den erstgenannten Übelstand wird verursacht, daß die inneren Lagen schärfer dekatiert werden als die äußeren, während durch den letzteren Übelstand die Dekatur überhaupt in Frage gestellt wird, da diese sich nur dann ausreichend vollzieht, wenn das Gewebe usw. in ruhiger, möglichst fest gepreßter Lage von Dampf oder Wasser ,55 durchströmt wird.
Die gebräuchlichen Naßdekatiermaschinen lassen außerdem nicht zu, auch auf denselben trocken zu dekatieren, ohne Gefahr zu laufen, daß in den Stoffen Wasserflecken entstehen.
Die vorliegende Erfindung hat den Zweck, die genannten Übelstände zu beseitigen und soll ermöglichen, mit gleich gutem Erfolge sowohl naß als auch trocken dekatieren zu können.
Fig. ι zeigt die Maschine im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt die Maschine im Längsschnitt.
A ist ein geschlossener hohler Zylinder, der, durch Dampf geheizt, als Heizzylinder, mit kaltem Wasser gefüllt, als Kühlzylinder dienen kann.
B ist ein gelochter, beiderseitig offener
Dekatierzylinder, welcher mit dem Zylinder A so verbunden ist, daß zwischen den Wandungen der beiden Zylinder ein Zwischenraum bleibt.
Auf den Dekatierzylinder B wird das zu dekatierende Arbeitsgut D aufgewickelt.
C ist ein Trichter mit einer unteren rechteckigen Mündung, deren Länge gleich derjenigen des Warenwickels ist, deren Breite
ίο aber nur einen Bruchteil des Umfanges des Wickels bedeckt. Der Trichter ist der rechteckigen Mündung gegenüber mit einem Stutzen versehen, der je nach Bedürfnis mit einem Dampfrohr, einem Wasserrohr oder einer.
Pumpe in Verbindung gebracht werden kann. Der Trichter ist derart beweglich angeordnet, daß dessen rechteckige Mündung mit ihren entsprechend geformten und abgerun- . deten Rändern dicht auf den Umfang des Wickels aufgedrückt werden kann. Dies erfolgt zu dem Zweck, daß beim Dekatieren von außen nach innen das in den Trichter eingeleitete Wasser oder der Dampf an dem Entweichen zwischen Wickel und den Wandüngen der rechteckigen Mündung verhindert, also das Wasser oder der Dampf gezwungen wird, den Wickel zu durchdringen, und daß beim Dekatieren von innen nach außen die Bildung einer kleinen Druckverminderung zwischen dem Innern des Dekatierzylinders und dem T.richterinnern ermöglicht, also das Wasser oder der Dampf veranlaßt wird, den Wickel in der Richtung aus dem Innern des Dekatierzylinders nach der rechteckigen Mündung des Trichters zu durchdringen.
Das Behandeln des Warenwickels mit Dampf oder mit Wasser, gleichgültig, ob von innen nach außen oder umgekehrt, geht gleichmäßig vor sich, weil infolge der engbegrenzten rechteckigen Trichtermündung stets nur kleine Teile des Wickels durchströmt werden und somit der Weg, den das Wasser oder der Dampf durch den Wickel nehmen soll, sicherer von letzteren eingeschlagen wird, als wenn die gesamte Oberfläche des Wickels gleichzeitig durchströmt werden soll.
Während des Dekatierens wird der Dekatierzylinder in eine drehende Bewegung versetzt, damit der ganze Umfang des Wickels nach und nach und bei Erfordernis auch zu wiederholten Malen unter die rechteckige Mündung des Trichters gebracht und vom Dekatiermittel durchströmt wird.
Soll trocken, d. h. mit Dampf, von außen nach innen dekatiert werden, dann wird der Trichter mit einem Dampfrohr in Verbindung gebracht und der in den Trichter eintretende Dampf durch den unterhalb der rechteckigen Trichtermündung befindlichen Wickel in gleichmäßiger Verteilung hindurchgetrieben. Dadurch, daß sich der Wickel unter der rechteckigen Trichtermündung dreht, wird nach und nach der ganze Stoffwickel mit Dampf gleichmäßig durchdrungen, also gleichmäßig dekatiert.
Durch die Füllung des Zylinders A mit Dampf wird vor dem Dekatieren der Stoffwickel gut vorgewärmt, damit sich zunächst der aus dem Trichter in den Stoffwickel eintretende Dampf zwischen den einzelnen Stofflagen nicht kondensieren, also auch keine Wasserflecken bilden kann, und damit dann der aus dem Innern des Stoffwickels austretende Dampf mit heißen Wandungen des Zylinders A in Berührung kommt, also auch dann sich nicht kondensieren kann, da unfehlbar Beschädigungen des Innern des Stofrwickels durch herabfallende Tropfen von Kondensationswasser entstehen würden.
Soll naß von außen nach innen dekatiert werden, dann wird der Trichter mit einem Wasserrohr in Verbindung gesetzt und dann, wie vorhin für die Dampfdekatur beschrieben, das Wasser gleichmäßig von außen nach innen durch den Wickel hindurchgetrieben. Während des Durchdringens des Wassers durch den Wickel unterhalb der Trichtermündung kann der nicht von der Trichtermündung bedeckte größere Teil des Umfanges des Stoffwickels von Wasser umspült werden, wenn man den die Dekatierwalze umschließenden ' Trog mit Wasser anfüllt. Dadurch, daß der Dekatierzylinder an beiden Seiten offen ist, kann auch das im Trog befindliche Wasser in den Stoffwickel sowohl vom Innern des Dekatierzylinders als auch vom Umfang des Stoffwickels gleichmäßig in den Stoff eindringen, wodurch der Stoffwickel in seinen einzelnen Lagen mit Wasser von gleichmäßiger Temperatur in Berührung gebracht wird. Die Temperatur des im Trogbefindlichen Wassers kann durch die Heizung der Zylinders A nach Bedürfnis geregelt werden.
Soll trocken, d. h. mit Dampf, von innen nach außen dekatiert werden, dann wird der den Dekatierzylinder umgebende Trog mit einem Deckel versehen, durch . den der Hals des Trichters hindurchgeführt ist. Der Deckel wird auf dem Trogrand abgedichtet und der Trog mit einem Dampfrohr in Verbindung gebracht und ganz mit. Dampf angefüllt. Durch Heizung des Zylinders A vermeidet man die Kondensation des Dampfes im Trog und damit die Bildung von Wasserflecken. Der Stoffwickel. ist allseitig von Dampf umspült, weil der Dekatierzylinder beiderseitig offen ist. Daraufhin setzt man den Hals des Trichters mit einer Luftpumpe in Verbindung und erzeugt in dem Trichterinnern eine Druckverminderung gegen das Troginnere. Durch diese Druckminderung 'im Trichter
wird der Dampf veranlaßt, den Stoffwickel unterhalb der Trichtermündung von dem Innern des Dekatierzylinders in den Trichter hinein zu durchdringen; es wird also der Wickel von innen nach außen dekatiert. Die Wandungen der in der Tiefenrichtung eng begrenzten rechteckigen Trichtermündung drücken auf den Umfang des Wickels und vermeiden das schädliche, oben bereits erwähnte
ίο Aufblähen desselben beim Dekatieren von innen nach außen.
Das Dekatieren von innen nach außen mit Wasser vollzieht sich in gleicher Weise, wie es bei der vorher beschriebenen Dampfdekatur von innen nach außen der Fall ist, nur wird der Trog anstatt mit Dampf, mit Wasser angefüllt und durch den Trichter, der mit einer Luft- oder Saugpumpe in Verbindung gebracht ist, Wasser von innen nach außen durch den Wickel gleichmäßig hindurchgesaugt. Durch Heizen des Zylinders A kann
, das in dem Trog befindliche Wasser auf die gewünschte Temperatur gebracht werden.
Bei der neuen Dekatiermaschine kann auch nach dem Dekatieren der auf dem Dekatierzylinder befindliche Stoffwickel abgekühlt werden, indem man durch Anschluß einer Pumpe an den Trichterhals beim Trockendekatieren kalte Luft und beim Naßdekatieren kaltes Wasser durch den Stoff hindurchblasen oder heraussaugen läßt. Der Zylinder A kann durch Füllung mit kaltem Wasser als Kühlzylinder benutzt werden.
Auf die gleiche Weise kann auch bei beendigter Naßdekatur, um ein nachfolgendes Ausschleudern des nassen Stoffes möglichst zu ersparen, ein großer Teil des in dem dekatierten Stoffe befindlichen Wassers durch den Stoffwickel herausgeblasen oder aus demdelben herausgesaugt werden.

Claims (3)

Pate nt-Ansprüche:
1. Eine Dekatiermaschine für Gewebe, Filze usw., dadurch gekennzeichnet, daß der das Arbeitsgut tragende, gelochte und an beiden Enden offene Dekatierzylinder auf einen in einem Bottich drehbaren, geschlossenen Hohlzylinder unter Bildung eines Ringraumes zwischen beiden Zylindem aufgesetzt ist und das Hindurchsaugen von Dampf oder Wasser von innen nach außen durch den Wickel bezw. das Hindurchpressen der genannten Mittel in umgekehrter Richtung mittels 'eines feststehenden Trichters erfolgt, welcher mit seinem Mund auf den Umfang des Wickels aufgepreßt wird.
2. Eine Dekatiermaschine nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene Hohlzylinder beheizt werden kann, um bei der Trockendekatur die Kondensation des Dekatierdampfes im Warenwickel zu verhindern bezw. bei der Naßdekatur die. Erhaltung der erforderliehen Temperatur des Dekatierwassers zu bewirken.
3. Eine Dekatiermaschine nach Anspruch ι, dadurch gekennzeichnet, daß der geschlossene Hohlzylinder zwecks Beschleunigung der Abkühlung des dekatierten Wickels gekühlt werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Berlin, gedruckt in der reicHsdruckerei.
DENDAT148123D Active DE148123C (de)

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DE (1) DE148123C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE965033C (de) * 1952-08-09 1957-05-29 Mueller Wilhelm Verfahren zum Betrieb einer Nassdampf-Dekatiermaschine und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
US5117074A (en) * 1987-05-12 1992-05-26 Alps Electric Co., Ltd. Waterproof structure for a switch device

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE965033C (de) * 1952-08-09 1957-05-29 Mueller Wilhelm Verfahren zum Betrieb einer Nassdampf-Dekatiermaschine und Vorrichtung zur Durchfuehrung des Verfahrens
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