DE148420C - - Google Patents

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DE148420C
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F41WEAPONS
    • F41AFUNCTIONAL FEATURES OR DETAILS COMMON TO BOTH SMALLARMS AND ORDNANCE, e.g. CANNONS; MOUNTINGS FOR SMALLARMS OR ORDNANCE
    • F41A25/00Gun mountings permitting recoil or return to battery, e.g. gun cradles; Barrel buffers or brakes
    • F41A25/06Friction-operated systems

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Braking Arrangements (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Rohrrücklaufreibungsbremse für Geschütze, welche sich von den bekannten Anordnungen dadurch wesentlich unterscheidet, daß die Bremsstange fest angeordnet ist, während die Bremsbacken mit dem Geschützrohr verbunden sind und sich mit demselben bewegen. Die bekannten Anordnungen, bei welchen die Bremsbacken in der Oberlafette fest sind und die Bremsstange sich mit dem Geschützrohr bewegt, haben den Ubelstand, daß die ganze Bremsarbeit hinter der Lafettenachse über der Lafette geleistet wird, wodurch eine ungünstige Beanspruchung der Lafette hervor-
1S gerufen wird, die unter Umständen ein Durchbiegen oder Brechen der Unterlafette zur Folge haben kann. Bei der neuen Anordnung gelangen die Bremsbacken, welche an dem Mündungsende des Geschützrohres befestigt sind, beim Rücklauf nur bis in die Nähe der Lafettenachse, so daß die Lafette selbst von der Beanspruchung durch die Bremsarbeit entlastet ist.
Eine Ausführungsform der Erfindung ist auf der Zeichnung dargestellt, und zwar veranschaulicht Fig. ι einen Längsschnitt durch die Oberlafette. Fig. 2 ist ein Querschnitt in größerem Maßstabe. Fig. 3 ist ein- Horizontalschnitt durch die Oberlafette und die Bremse. Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch die Bremsstange.
An dem an der Mühdung des Geschützrohres befestigten Ring α sitzen die beliebig konstruierten Bremsbacken b, die sich bei dem Rücklauf des Geschützrohres in der Oberlafette c rückwärts bewegen, zu welchem Zwecke die Oberwand der Oberlafette auf die entsprechende Länge ausgespart ist. Hierbei werden die Bremsbacken auf der Bremsstange d festgebremst, welche in der Oberlafette befestigt ist. Die Vorholfeder e führt die Bremse wieder in die Anfangsstellung zurück. Es ist ersichtlich, daß bei dieser Anordnung die Bremsbacken nur bis etwa über die Radachse gelangen, so daß die Radlafette f durch die Bremsarbeit nicht ungünstig beeinflußt wird, da die Radachse die Beanspruchungen aufnimmt.
Die Bremsbacken sind zweckmäßig, wie aus Fig. 3 hervorgeht, mit Bürsten g ausgestattet, welche den Zweck haben, die Bremsstange rein von Staub, Sand und dergl. zu halten und gleichzeitig zu schmieren.
Die Bremsstange besteht aus drei Teilen, und zwar aus zwei äußeren eigentlichen Bremsstangen hhl und einer dazwischenliegenden längsverschiebbaren Schiene i, welche an dem nach außen ragenden Ende ein Gewinde mit einer Mutter k trägt. Diese Leitschiene ist auf der einen Seite mit keilförmigen Zähnen versehen (Fig. 3 und 4), in welche entsprechende Zähne der Bremsstange h passen. Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise durch Längsverschiebung der Schiene i mittels der Schraubenmutter die Bremsstangen mehr oder weniger nach außen gedrückt werden können, so daß der Bremsdruck sich dadurch regulieren läßt.
Bekanntlich wird den Bremsstangen von Rohrrücklaufbremsen eine für jedes Geschütz besonders berechnete Kurvenfläche gegeben, damit die erzeugte Bremsreibung sich den in den
verschiedenen Stufen des Rücklaufs verschiedenen Verhältnissen anpaßt. Diese Kurve ist bei der vorliegenden Erfindung, wie Fig. 4 übertrieben zeigt, auf die Leitschiene i verlegt, welcher sich die auf der betreffenden Seite liegende Bremsstange /21 beim Rücklauf unter dem Druck der Bremsbacken infolge ihrer Elastizität anschmiegt. Selbstverständlich kann die Kurve jedoch auch an einer oder beiden Bremsbacken angebracht werden.

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    I. Reibungsbremse für Rohrrücklaufgeschütze, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremsbacken mit dem vorderen Ende des Geschützrohres fest verbunden sind und sich mit diesem an den in der Oberlafette festen Bremsstangen entlang bewegen.
  2. 2. Ausführungsform der Reibungsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an den Bremsbacken Bürsten angeordnet sind, um die Bremsstangen beim Rücklauf zu reinigen und zu schmieren.
  3. 3. Ausführungsform der Reibungsbremse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Bremsgestänge aus zwei Stangen besteht, zwischen denen eine in der Längsrichtung verschiebbare Schiene mit Keilflächen so angeordnet ist, daß durch die Längsverschiebung der Schiene der Bremsdruck durch mehr oder weniger weites Auseinanderdrücken der Bremsstangen reguliert werden kann.
  4. 4. Ausführungsform der Reibungsbremse nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremskurve auf die mittlere Schiene verlegt ist.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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