DE1486884C3 - Federbetätigter Typenhebelantrieb für eine Schreibmaschine - Google Patents
Federbetätigter Typenhebelantrieb für eine SchreibmaschineInfo
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41J—TYPEWRITERS; SELECTIVE PRINTING MECHANISMS, i.e. MECHANISMS PRINTING OTHERWISE THAN FROM A FORME; CORRECTION OF TYPOGRAPHICAL ERRORS
- B41J7/00—Type-selecting or type-actuating mechanisms
- B41J7/02—Type-lever actuating mechanisms
- B41J7/30—Preventing rebound or clash of levers or type members
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Description
Die Erfindung betrifft einen federbetätigten Typenhebelantrieb für eine Schreibmaschine, mit einem Tastenwerk,
mit einem jeder Taste zugeordneten Typenhebelmechanismus, bestehend aus einem unter der
Kraft einer Antriebsfeder stehenden, schwenkbar gelagerten Universalbügel, der sowohl über ein Gestänge
mit einem ständig umlaufenden Nocken, als auch von einem bei Anschlagen der zugeordneten Taste freigebbaren
Kupplungsgestänge, mit einem einen Typenhebel betätigenden Zwischenhebel in Wirkverbindung bringbar
ist.
Bei derartigen Typenhebeln ist ein Getriebeaufbau bekannt, um beim Niederdrücken von mehr als einer
Taste eine Sperrschiene mittels auf ein Hebelsystem einwirkender empfindlicher Federn in die Bahn der gesamten
Tasten einlegen zu können (deutsche Patentschrift 324 219).
Es ist weiterhin eine Einrichtung zum Verhindern des Typenhebelantriebs bei gleichzeitigem Anschlagen von
zwei oder mehreren Tasten an einer Schreibmaschine bekannt, bei der ein Sperrelement im Falle der Ankopplung
von mehr als einem Typenhebelantrieb in die Bewegungsbahn eines mit jedem Typenhebel koppelbaren
Schaltbügels gebracht wird (USA.-Patentschrift 3 151 722). Bei einer derartigen Ausführung kann jedoch
unter Umständen ein gleichzeitiges Anschlagen mehrerer Tasten nicht vollständig ausgeschlossen werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gleichzeitige Betätigung zweier Typen bei einem federbetätigten
Typenhebelantrieb in jedem Fall zu verhindern.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch einen bei gleichzeitigem Anschlag zweier Tasten die
Bewegungsbahn des Universalbügels begrenzenden, in diese Bahn einschwenkenden Abfanghebel, der mit
einer schwenkbar gelagerten federbeaufschlagten Universalschiene verbunden ist, die von einem dem Typenhebelmechanismus
zugeordneten Satz nachgiebiger Bauteile derart beaufschlagbar ist, daß der Abfanghebel
bei gleichzeitiger Freigabe zweier Bauteile in seine Wirkstellung gelangt.
Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden
näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 einen von rechts gesehenen Teilschnitt durch eine kraftbetätigte Schreibmaschine mit einer Vorrich- .,
tung zur Verhinderung des gleichzeitigen, vollen An- * ^
Schlags zweier Typen gemäß der Erfindung,
F i g. 2 eine Teildraufsicht auf die Vorrichtung nach der Linie H-II in F i g. 1,
F i g. 3 einen Teilschnitt wie in F i g. 1 einer abgeänderten Ausführungsform der Vorrichtung und
Fig.4 eine Draufsicht auf die Vorrichtung nach
F i g. 3.
Wie aus F i g. 1 ersichtlich ist, weist die Schreibmaschine Tasten 31 auf, von denen jede mit einem Typenhebel
7 in Verbindung steht, der schwenkbar auf einer kreisbogenförmigen Typenhebelachse 8 gelagert ist,
die vom Typenhebelsegment 9 getragen wird. Jeder Typenhebel 7 ist durch ein Verbindungsglied 11 mit einem
Zwischenhebel 12 verbunden, der schwenkbar auf einer Achse 13 gelagert ist. Jeder Zwischenhebel 12 ist mit
einem Schlitz 14 mit einer gezahnten Längskante versehen, an der das freie Ende einer am Maschinengestell
befestigten Rückstellfeder 16 in veränderlicher Lage je nach der Oberfläche der am Kopf des Typenhebels 7
befindlichen Type befestigt werden kann.
Auf einem an jedem Zwischenhebel 12 befestigten ;
Drehzapfen 18 ist ein dreiarmiger Hebel 19 schwenkbar gelagert, der einen Absatz 21 aufweist, der in seiner
Ruhelage gegen eine Klinke 23 anliegt, die bei 24 ebenfalls schwenkbar an dem Zwischenhebel 12 gelagert ist.
Zwischen dem Hebel 19 und der Klinke 23 ist eine Feder 26 gespannt. Die Klinke 23 ist mit einem winklig
abgebogenen Ansatz 27 versehen, der mit einem Auslösehebel 28 zusammenarbeiten kann, welcher bei 29
schwenkbar an dem Tastenhebel 30 gelagert ist.
Der Hebel 19 ist mit einem Zahn 32 versehen, der mit einem allen Typenhebelbetätigungsaggregaten gemeinsamen
hin- und herbeweglichen Betätigungselement kuppelbar ist, das aus einem drehbar auf einer
ortsfesten Achse 34 gelagerten Universalbügel 33 gebildet ist. Ein Arm 36 des Universalbügels 33 wird von
einer Feder 37 entgegen dem Uhrzeigersinn gezogen und ist durch ein Verbindungsglied 38 mit einem Hebel
39 verbunden, der schwenkbar auf einer festen Achse 41 gelagert ist.
Der Hebel 39 ist mit einer Nockenrolle 42 versehen, die normalerweise unter der Wirkung der Feder 37 gegen
einen Nocken 43 gedruckt wird, der drehbar auf einer Welle 44 angeordnet ist, die von einem nicht dar-
gestellten Elektromotor in an sich bekannter Weise ständig entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird.
Beim Niederdrücken jeder Taste"31 kann der Nocken 43 in der in dem deutschen Patent 1 290 555 beschriebenen
Weise für eine Drehbewegung um 120° mit der Welle 44 verbunden werden.
Die Schreibmaschine ist mit einer Vorrichtung zum Verhindern des gleichzeitigen vollen Anschlags zweier
Tasten ausgestattet, die ein normalerweise unwirksames, aus einem Ansatz 47 auf einer festen Achse 49
gelagerten Hebels 48 bestehendes Abfangelement aufweist. Der Ansatz 47 kann einen abgewinkelten Ansatz
46 des Bügels 33 abfangen. Der Hebel 48 ist durch eine Verbindungsstange 51 mit einem Arm 52 einer Universalschine
53 verbunden, die alle Zwischenhebel 12 (F i g. 2) umfaßt und auf einer festen Achse 54 drehbar
gelagert ist. In einem ösenansatz 56 der Universalschiene 53 ist eine Feder 57 (F i g. 1) eingehakt, die den
Hebel 48 durch die Schiene 53 und die Verbindungsstange 51 normalerweise gegen einen festen Anschlag- ao
stift 58 zieht und so den Ansatz 47 aus der Bewegungsbahn des Ansatzes 46 heraushält.
Die Vorrichtung ist auch mit einem Satz federnder bzw. federbeaufschlagter Bauteile versehen, von denen
jeder einem der Typenhebelbetätigungsaggregate zugeordnet ist. Genauer gesagt handelt es sich dabei um
je einen schwenkbar auf der Achse 54 gelagerten Hebel 59, der normalerweise unter der Wirkung einer Feder
61 gegen die Oberkante eines Arms 62 des entsprechenden Zwischenhebels 12 anliegt. Die Federn 16 der
Zwischenhebel 12 sind stärker als die Federn 61 der zugeordneten Hebel 59. Alle Federn 61 haben dieselbe
Spannung, und die Kraft der Feder 57 ist größer als die jeder Feder 61, während wenigstens zwei Federn 61
stärker sind als eine Feder 67.
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Beim Anschlagen einer Taste 31 schwenkt der entsprechende Auslösehebel
28 die Klinke 23 im Uhrzeigersinn und bewirkt so, daß der Zahn 32 des Hebels 19 mit dem Universalbügel
33 in Eingriff tritt, wie in F i g. 1 in gestrichelten Linien dargestellt ist. Außerdem dreht die Welle 44 beim Anschlagen
der Taste 31 den Nocken 43 um ein Arbeitsspiel entgegen dem Uhrzeigersinn. Darauf gibt der
Nocken 43 den Hebel 39 frei, so daß die Feder 37 den Universalbügel 33 während seines Vorwärtshubes entgegen
dem Uhrzeigersinn schwenken kann.
Dabei wird der gekuppelte Hebel 19 nach vorn (in F i g. 1 nach links) bewegt, wobei er den Zwischenhebel
12 entgegen dem Uhrzeigersinn verschwenkt. Dadurch bewirkt das Verbindungsglied 11, daß der Typenhebel 7
einen Abdruck auf der Papierwalze 63 ausführt. Die Geschwindigkeit des Universalbügels 33 und somit die
Aufschlagkraft des Typenhebels 7 hängt von der Lage und Spannung der entsprechenden Rückstellfeder 16
ab. Der Universalbügel 33 wird dann durch den Nocken 43 während des Rückhubes im Uhrzeigersinn zurückgeschwenkt,
wodurch die Feder 37 wieder gespannt wird. Das Typenhebelbetätigungsaggregat wiederum wird
von der Feder 16 zurückgestellt.
Zu Beginn der Drehung des Zwischenhebels 12 entgegen dem Uhrzeigersinn gibt sein Arm 62 den entsprechenden
Hebel 59 frei, der sich unter der Wirkung seiner Feder 61 gegen die Universalschiene 53 legt. Da
die Feder 57 stärker als die Feder 61 ist, kann der Hebel 59 die Schiene 53 nicht verschwenken. Der Ansatz
47 wirkt nicht auf die Stange 33 ein und verhindert somit nicht den Abdruck des Typenhebels 7.
Wenn zwei oder mehrere Hebel 19 gleichzeitig mit dem Universalbügel 33 gekuppelt sind, beginnt die Feder
37 mit der Drehung des Universalbügels 33, der durch die gekuppelten Hebel 19 die Tätigkeit des entsprechenden
Typenhebelbetätigungsaggregats einleitet. Die Zwischenhebel 12 der betätigten Typenhebelbetätigungsaggregate
geben dann die entsprechenden Hebel 59 frei. Da wenigstens zwei Federn 61 stärker als
die Federn 57 sind, wird die Universalschiene 53 nun entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt, wobei sie
durch die Verbindungsstange 51 den Hebel 48 im Uhrzeigersinn dreht.
Der Ansatz 47 wird so in die Bewegungsbahn des Ansatzes 46 des Bügels 33 gebracht, welcher dadurch
abgefangen und in der in F i g, 1 gestrichelt gezeichneten Stellung arretiert wird. Der Bügel 33 kann nun nicht
bewirken, daß die den gekuppelten Hebeln 19 entsprechenden Typenhebel 7 die Walze 63 erreichen, so daß
die gleichzeitige Betätigung von mehr als einem Typenhebelmechanismus verhindert wird. Der Nocken 43
beendet seinen Umlauf wie im vorhergehenden Fall und stellt den Universalbügel 33 zurück, während die
Federn 16 die Zwischenhebel 12 und den Hebel 59 zurückstellen. Der durch die Universalschiene 53 festgestellte
Fehler wird der schreibenden Person in der in dem obenerwähnten Patent beschriebenen Weise signalisiert.
Nach einer abgeänderten Ausführung der Vorrichtung besteht jedes federnde Element aus einer Blattfeder
64 (F i g. 3), die von der Oberkante des Arms 62 des Zwischenhebels 12 normalerweise in einer leicht durchgebogenen
Lage gehalten wird, da die Feder 16 stärker als die entsprechende Blattfeder 64 ist. Die einzelnen
Blattfedern 64 sind zu einem Kammelement 66 (F i g. 4) zusammengefaßt, das an einer festen Schiene 67 befestigt
ist. Die Feder 57 ist stärker als jede Blattfeder 64, kann aber von wenigstens zwei Blattfedern 64 überwunden
werden. Wenn also wenigstens zwei Zwischenhebel 12 (F i g. 3) anfangen, sich entgegen dem Uhrzeigersinn
zu drehen, werden die entsprechenden Blattfedern 64 freigegeben, wobei sie gleichzeitig die Universalschiene
53 angreifen, die dadurch entgegen dem Uhrzeigersinn geschwenkt wird, was bewirkt, daß der
Universalbügel 33 (F i g. 1) wie im vorhergehenden Fall durch den Ansatz 47 arretiert wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Federbetätigter Typenhebelantrieb für eine Schreibmaschine, mit einem Tastenwerk, mit einem
jeder Taste zugeordneten Typenhebelmechanismus, bestehend aus einem unter der Kraft einer Antriebsfeder
stehenden, schwenkbar gelagerten Uriiversalbügel, der sowohl über ein Gestänge mit
einem zyklisch umlaufenden Nocken als auch von einem bei Anschlagen der zugeordneten Taste freigebbaren
Kupplungsgestänge mit einem den Typenhebel betätigenden Zwischenhebel in Wirkverbindung
bringbar ist, gekennzeichnet durch einen bei gleichzeitigem Anschlag zweier Tasten
(31) die Bewegungsbahn des Universalbügels (33) begrenzenden, in diese Bahn einschwenkenden Abfanghebel
(48), der mit einer schwenkbar gelagerten, federbeaufschlagten Universalschiene (53) verbunden
ist, die von einem dem Typenhebelmechanismus zugeordneten Satz nachgiebiger Bauteile
(59, 64) derart beaufschlagbar ist, daß der Abfanghebel (48) bei gleichzeitiger Freigabe zweier Bauteile
(59,64) in seine Wirkstellung gelangt.
2. Typenhebelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraft der die Universalschiene
(53) beaufschlagenden, den Abfanghebel (48) in seiner unwirksamen Stellung haltenden Feder
(57) größer ist als die Federkraft jeder einzelnen der Federn (61), aber geringer, als die Federkraft
von wenigstens zwei Federn (61) der nachgiebigen Bauteile (59,64).
3. Typenhebelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der nachgiebigen Bauteile
aus einem Hebel (59) besteht, der unter der Wirkung einer Feder (61) gegen den zugehörigen Zwischenhebel
(12) anliegt.
4. Typenhebelantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß jedes der nachgiebigen Bauteile
aus einer Blattfeder (64) besteht.
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