DE148939C - - Google Patents

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DE148939C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B39/00Arrangements for moving, supporting, or positioning work, or controlling its movement, combined with or arranged in, or specially adapted for use in connection with, metal-rolling mills
    • B21B39/02Feeding or supporting work; Braking or tensioning arrangements, e.g. threading arrangements
    • B21B39/04Lifting or lowering work for conveying purposes, e.g. tilting tables arranged immediately in front of or behind the pass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Bewegung des Hebetisches bei Walzwerken, insbesondere für Duo- und Triowalzwerke. Bisher geschah die Bewegung der Hebetische gewöhnlich durch Hebel oder Hebelgestänge, welche mit dem Kolben eines Dampfzylinders oder einer anderen Druckvorrichtung verbunden waren. Es hat sich nun gezeigt, daß bei dieser Vorrichtung verschiedene -Nachteile bestehen, deren Beseitigung für den Betrieb der Walzwerke große Vorteile bringt. Zunächst ist der Dampfverbrauch besonders groß, weil nur mit vollem Druck, nicht aber mit Expansion gearbeitet werden kann. Mit Rücksicht auf das große Gewicht der Hebetische und der darauf ruhenden Last war es ferner ein Nachteil, daß die beim Bewegen des Tisches in dem letzteren hervorgerufene lebendige Kraft gegen Ende des Hubes nicht vermindert wurde, daß vielmehr ein starkes Aufschlagen der Führungsrollen der Tische bei den beiden Endstellungen auf die innerhalb der Tischführung angebrachten Prellklötze unvermeidlieh war. Diese Stoßwirkungen treten dadurch noch besonders stark hervor, daß der Dampf oder das Druckmittel auf dem ganzen Wege des Kolbens mit voller Pressung wirkt. Durch das häufige Aufschlagen leiden natürlieh die Tische und Führungen sehr, und es ergeben, sich oft durch die erforderlichen Ausbesserungen unliebsame Betriebsstörungen, die durch die bessere Ausführung der Prellklötze nicht beseitigt werden konnten. Demgegenüber kommt es bei der vorliegenden Erfindung darauf an, daß beim Anheben des Tisches die Anhubgeschwindigkeit allmählich abnimmt und daß auch der Druck des Druckmittels, etwa durch die Expansion des Dampfes, gegen Ende des Hubes abnimmt. Dadurch werden die vorerwähnten Übelstände vermieden, und es ergibt sich eine große Dampfersparnis und somit auch ein wirtschaftlicher Betriebsvorteil. Als Mittel zur Durchführung der Aufgabe haben sich Kniehebel als geeignet erwiesen. Dieselben sind mit dem Triebzylinder und mit dem Hebetisch derart verbunden, daß sie sich in der g'estreckten Lage befinden, wenn der Tisch sich in der obersten Stellung befindet. Somit ermöglichen die Kniehebel, daß der Tisch in der obersten Lage ohne Schlag oder Stoß gehalten werden kann.
Auf der Zeichnung ist die neue Vorrichtung in einer Ausführungsform zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt Fig. 1 ein Walzwerk mit zwei Tischen bei der unteren Stellung- derselben, während Fig. 2 die Tische in der oberen Stellung bei gestreckten Kniehebeln zeigt. ·
Der Dampfzylinder α ist durch die Zuggestänge b und c mit den beiden Kniehebeln de und f g verbunden, von denen einer oder beide mit einem Ausgleichgewicht h versehen sein können. Die Kniehebel ruhen auf entsprechenden .Unterstützungsböcken, die auf

Claims (1)

  1. der Zeichnung nicht dargestellt sind. Wird der Kolben in der Richtung des Pfeiles (Fig. 2) bewegt, so gelangen die Kniehebel in die gestreckte Lage, bei welcher der Tisch t nicht weiter gehen kann, also selbsttätig in seiner Lage gesichert ist. Es ist nun aber wichtig, daß die Hubgeschwindigkeit des Tisches abnimmt, je mehr die Gelenkzapfen der Kniehebel sich der Lage Fig. 2 nähern und daß umgekehrt die Weglänge der Zuggestänge b abnimmt. Infolgedessen kann die Triebkraft zum Anheben des Tisches, d.h. der Dampfdruck gegen Ende des Hubes vermindert werden, d. h. es kann mit Expansion gearbeitet werden. Die dynamische Wirkung des Hebelsystems ist derart, daß der Zylinder nur mit höchstens einer halben Füllung zu arbeiten braucht und daß sich somit eine Ersparnis an Dampf von 50 Prozent ergibt.
    Beim Niedergang des Hebetisches wird dieser dadurch an einem Aufschlagen in bekannter Weise verhindert, daß der vorher für den Anhub benutzte Dampf bei seinem Austritt gedrosselt wird, wodurch ein Dampfpuffer gebildet wird, der die Abwärtsbewegung des Tisches gegen Ende des Hubes verlangsamt und ein stoßfreies Aufsetzen veranlaßt.
    Auch für diesen Vorgang bei der Abwärtsbewegung" des Tisches ist es ein Vorteil, daß der Dampfzylinder beim Anhub nicht mit voller Füllung arbeitet. Infolge der Wirkung des Kniehebels kommt die Wirkung des Dampfpuffers besonders günstig zur Geltung, so daß der Tisch schnell und glatt stoßfrei auch in die untere Lage zurückgelangt.
    Ρλ τ ε ν τ - Λ ν s ρ r υ c η :
    Vorrichtung' zur Bewegung von Hebetischen an Walzwerken, dadurch gekennzeichnet , daß die den Tisch stützenden Hebelvorrichtungen, gegebenenfalls mit dem Dampfzylinder verbundene Kniehebel derart angeordnet sind, daß das Verhältnis des Triebkolbenweges zum Hubwcgc des Tisches gegen Ende des Anhubcs des Tisches zunimmt, um unter Verwendung sich vermindernder Antriebkraft bezw. Verminderung der Anhubgeschwindigkeit ein stoßfreies Stillsetzen des Tisches in der oberen Lage zu erzielen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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