DE14918C - Neuerungen an einer Maschine zum Trennen und Reinigen von Pflanzenfasern - Google Patents

Neuerungen an einer Maschine zum Trennen und Reinigen von Pflanzenfasern

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DE14918C
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Germany
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DENDAT14918D
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English (en)
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TH. THRELFALL in San Francisco (Californien, V. St. A.)
Publication of DE14918C publication Critical patent/DE14918C/de
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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01BMECHANICAL TREATMENT OF NATURAL FIBROUS OR FILAMENTARY MATERIAL TO OBTAIN FIBRES OF FILAMENTS, e.g. FOR SPINNING
    • D01B1/00Mechanical separation of fibres from plant material, e.g. seeds, leaves, stalks
    • D01B1/10Separating vegetable fibres from stalks or leaves
    • D01B1/14Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating
    • D01B1/22Breaking or scutching, e.g. of flax; Decorticating with crushing or breaking rollers or plates

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Debarking, Splitting, And Disintegration Of Timber (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 29: Gespinnstfasern.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. August 1880 ab.
Von der zum Trennen und Reinigen der Fasern des Hanfes, Flachses, der Jute und Ramie dienenden Maschine zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht, Fig. 2 einen Längenschnitt, Fig. 3 und 5 Oberansichten und Fig. 4 eine Seitenansicht, Fig. 6 zeigt die Anordnung der Druckregulirungsvorrichtung für die oberen Walzen.
Die Maschine besteht aus Walzenpaaren, deren sechs oder mehr hinter einander in einem Gestell AA1 gelagert sind. Die Axen « « dieser Walzen bewegen sich in den Lagern b b1, von denen die unteren festliegend, die oberen vertical verschiebbar sind, so dafs sich die Entfernung derselben der Dicke des zwischen den Walzen durchgehenden Fasermaterials selbstthätig anpafst und der auf dasselbe auszuübende Druck regulirt werden kann. Die Stengel werden gebrochen und die holzigen Theile derselben entfernt, ohne die Faser zu beschädigen.
Zu diesem Zweck sind zwischen den Lagerbüchsen bb1, Spiralfedern B, Fig. 2, und auf den oberen Lagerbüchsen Schraubenspindeln C angebracht, die ihre Muttern in den Cylindern C1 haben, welche mit konischen Rädern verbunden sind. Alle diese Schraubenspirideln sind durch eine horizontale Welle D mittelst der konischen Räder D1, welche in die gleichen auf den Spindelhülsen greifen, verbunden. Die Spindeln drücken auf eine Platte c, Fig. 6, und zwischen dieser und der Lagerbüchse b ist eine Federoder Gummipackung d gelegt. Mittelst Drehens des auf der Welle D sitzenden Handrades können also die Walzen einander genähert oder entfernt werden, und dadurch wird ein gröfserer oder geringerer Druck auf das zwischen denselben hindurchgehende Material ausgeübt, während die zwischen den Lagerbüchsen liegenden Federn B die Walzen von einander zu halten streben. Dieser nachgiebige Druck verhindert ein Zerreifsen oder Zerschneiden der Fasern beim Passiren der Walzen.
Die ersten beiden Walzenpaare der Maschine haben eine glatte Oberfläche, die anderen vier Paare sind geriffelt, und zwar abwechselnd längsweise und spiralförmig; F1 f'sind die längsweise geriffelten, F2/1 die spiralförmig geriffelten. Auf den Axen sämmtlicher Walzen sind Zahnräder G befestigt, welche in einander greifen, und durch ein Zwischenrad G1 sind die Walzenpaare verkuppelt, so dafs sämmtliche Walzen gleichzeitig bewegt werden.
Zwischen den unteren Walzen liegen Führungsstücke g, worüber das Material hinweggleitet, und vor den oberen Walzen ist ein rotirender Schläger H angebracht, der durch ein Zahnrad IP von dem auf der Walze sitzenden Zahnrad G getrieben wird. Durch diese Schläger wird das Material nach unten geschlagen und verhindert, sich an den Walzen festzusetzen.
Ehe die Stengel zur Maschine kommen, werden dieselben getrocknet, dann werden dieselben längsweise auf ein endloses Tuch / gelegt und so zwischen das erste und zweite glatte Walzenpaar geführt, welche die Stengel zerdrücken. Dann gelangen dieselben zwischen die geriffelten Walzen F1 F^, welche die holzigen Theile brechen und theilweise abstreifen. Die Stengel werden hierbei in kleine Theile zerlegt, deren Gröfse von der Feinheit der Riffeln abhängig ist; die Riffeln sind so hergestellt, dafs sie keine scharfen Ecken bilden, welche die Faser zerschneiden könnten.

Claims (2)

Die zerkleinerten holzigen Theile fallen zwischen den Walzen nieder und die Rinde mit der Faser gelangt weiter zum oberen Ende der Maschine. Diesen ersten Procefs nennt der Erfinder den Abstreifprocefs. Ist ein genügendes Quantum abgestreift, so werden die beiden Paare glatter Walzen herausgenommen und Walzen mit Längsriffeln an ihren Platz gesetzt. Das abgestreifte Material kommt dann in Haufen von 25 mm bis 250 mm Dicke für den Reinigungsprocefs in die Maschine, wodurch die Rinde, welche beim ersten Procefs bei der Faser blieb, beseitigt wird. Die längsweise geriffelten Walzen brechen die Rinde in der Querrichtung und die spiralförmig geriffelten in diagonaler Richtung, nachdem die Querbrüche gemacht sind. So wird die Faser leicht von der nach dem ersten Procefs noch anhaftenden Rinde befreit, welche in kleinen Stücken zwischen den Walzen hindurchfällt. Da die Walzen in elastischen Lagern ruhen, passen sie sich allen Ungleichheiten in der Dicke der Schicht an. Um den Reinigungsprocefs noch mehr zu beschleunigen und die Rinde noch gründlicher zu beseitigen, erhalten die Walzen eine seitliche oder eine vor- und rückwärtsgehende Bewegung, so dafs das Material langsamer hindurchgeht und einer wiederholten Bearbeitung durch die geriffelten Walzen ausgesetzt ist. Patent-Ansρrüche:
1. In einer Maschine zum Separiren und Reinigen von Pflanzenfaserstoffen die Anordnung und Combination von Walzenpaaren mit glatter, längsweise oder spiralförmig geriffelter Oberfläche, jedes Paar aus zwei Walzen bestehend, deren Axenzapfen a in Lagerbüchsen b b1 gelagert sind, sowie die Anordnung des rotirenden Schlägers H zwischen jedem Walzenpaar, für den vorbe-. schriebenen Zweck.
2. In einer Maschine zum Separiren und Reinigen von Pflanzenfasern mit Reihen doppelter Walzen, die Combination der Spiralfeder B, der elastischen Zwischenlage d und Schraubenspindeln C und Hülsen C1, die durch eine horizontale Welle D und konische Räder Dx bewegt werden, zu dem Zweck, die Walzen zu heben und mittelst der elastischen Zwischenlagen auf dem durchgehenden Material von ungleicher Dicke einen gleichmäfsigen Druck zu erzeugen, im wesentlichen wie beschrieben und dargestellt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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