DE149509C - - Google Patents
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- Expired
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C03—GLASS; MINERAL OR SLAG WOOL
- C03B—MANUFACTURE, SHAPING, OR SUPPLEMENTARY PROCESSES
- C03B13/00—Rolling molten glass, i.e. where the molten glass is shaped by rolling
- C03B13/12—Rolling glass with enclosures, e.g. wire, bubbles, fibres, particles or asbestos
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Es sind schon seit längerer Zeit nach verschiedener Richtung hin Versuche gemacht
worden, das Einwalzen von Drahtgittern in flüssige Glasmasse derart zu ermöglichen, daß
das Drahtgitter möglichst in die Mitte der ausgewalzten Glastafel gebracht wird. Hierzu
verwendete man besondere Stützen, durch welche das Drahtgitter in dem erforderlichen
Abstand von der Walztischplatte oder der
ίο Walze gehalten wurde, oder man versuchte
dem Drahtgeflecht selbst eine seine völlige Einschließung in der Glasmasse befördernde Gestalt
zu geben.
Gemäß vorliegender Erfindung wird diese Aufgabe durch die Verwendung eines Drahtgeflechtes
gelöst, bei welchem einzelne Drähte eine Abbiegung aus der Ebene des Geflechtes heraus aufweisen, so daß es ohne besondere
Stützen oder dergl., nur durch seine Gestalt in gewissem Abstande von den formgebenden
Flächen, d. h. also vom Walztisch bezw. der Walzenumfläche. gehalten wird. Allerdings
ruhen, wie das oben bezeichnete, so auch die bisher verwendeten Drahtgitter streng genommen
nur mit einzelnen Abbiegungen auf dem Walztisch auf, aber bloß mit solchen Abbiegungen, die sich aus dem Gefüge des
verwendeten Drahtgewebes ohne weiteres' ergeben und daher für die ,im vorliegenden
Falle beabsichtigte1 Wirkung nicht weit genug
aus der Ebene des Gewebes vorspringen.
Die Anwendung der Erfindung ist · in den beiliegenden Zeichnungen bei zweierlei bekannten
Walzverfahren dargestellt, von denen
das eine derart verläuft, daß das Drahtgeflecht auf den Tisch gelegt und darüber das geschmolzene
Glas gegossen und ausgewalzt wird, während bei dem anderen das Drahtnetz von oben zugeführt und durch die das
Glas ausbreitende Walze in die werdende Glastafel eingedrückt wird. Es sind Fig. 1 yt
bis '3 Darstellungen der einen Ausführungsart, die Fig. 4 bis 6 Darstellungen der zweiten
Ausführungsart des Verfahrens, während die Fig. 7 und 8 Einzelheiten der Drahtglasplatte
und des verwendeten Drahtgitters darstellen.
Wie die Fig. 7 und 8 erkennen lassen, gelangt bei dem vorliegenden Verfahren vorzugsweise
das übliche Drahtgitter B mit Maschen von der Form eines Sechseckes zur Verwendung,, bei welchem zwei Seiten D aus
je zwei umeinander geschlungenen Drähten C bestehen. Die anderen Seiten sind aber
(Fig. 3 und 5) gemäß vorliegender Erfindung nach unten oder nach oben stark ausgebogen,
wodurch erreicht wird, daß das auf dem Walztisch ausgebreitete Drahtgitter mit Sicherheit
in der gewünschten Höhe erhalten wird. Auf eine weitere Eigenschaft der starken Abbiegungen
EE1 des Drahtgitters wird bei Gelegenheit des Arbeitsganges der dargestellten
Walzvorrichtung eingegangen werden. Die im folgenden beschriebenen Walzvorrichtungen
entsprechen ebenfalls dem hergebrachten.
In den Fig. 1 bis 3 ist H der Walztisch, auf welchem das Glas zu einer Platte A mit
Hilfe einer polierten Walze / ausgewalzt wer-
den soll. Die Achse dieser Walze ist mit Zahnrädern L versehen, die in Zahnstangen k
an beiden Längsseiten des Walztisches angreifen und durch ein Handrad Pangetrieben,
werden. Die Walze I ist auf Führungsschienen J gelagert, deren Stärke die Dicke
der auszuwalzenden Glasplatte bestimmt, während ein mit der Walze I fortschreitender
Rahmen M die Breite der Platte festlegt.
ίο Vor dem Walzen wird das Drahtgitter B,
das aus einer Reihe von Drähten C mit Abbiegungen F hergestellt ist, auf dem Walztisch
H ausgebreitet und hierauf eine gewisse Menge flüssiger Glasmasse darüber geschüttet.
Beim Vorwärtsgange der Walze I wird nun nicht nur der überschüssige Teil der Glasmasse
N nach vorwärts geschoben, sondern hierbei auch infolge der Zähigkeit der Glasmasse
ein Zug in der Längsrichtung der Drähte C auf das Drahtgitter B ausgeübt, so
daß hinter der Walze / die durch die Glasmasse erwärmten Abbiegungen F gestreckt
werden und in das Innere der Glastafel zurücktreten. Der Erfolg ist also, daß durch
diesen Vorgang ein vollständiges Umschließen des Drahtgewebes erzielt wird.
Gemäß Fig. 4 bis 6, welche die zweite Ausführungsart des Walzverfahrens darstellen,
wird das verwendete Drahtgitter B der Walze I, hinter welcher eine in Lagern i des Rahmens
O lose drehbare Glättwalze I1 angeordnet
ist, von, oben her zugeführt, so daß das Gewebe nach Maßgabe des Vorrückens
der Walze / ebenfalls in die Glasmasse eingewalzt wird.
Die Wirkung der in diesem Falle vorzugsweise nach der Walze / gerichteten Abbiegungen
E des Drahtgitters ist auch in diesem Falle die, daß das Drahtgitter in die
Mitte der hergestellten Drahtglasplatte A gelangt, und daß infolge des beim Vorrücken
der Walze auf das Drahtgitter ausgeübten Zuges die abgebogenen Stellen der Drähte C
bei der Erwärmung durch die Glasmasse gestreckt werden, wodurch eine vollständige
Einbettung des Drahtgewebes in der Glasmasse erzielt wird.
Claims (3)
1. Verfahren zum Walzen von Drahtglas, bei welchem das Drahtgewebe durch
Stützen in der der mittleren Schicht der entstehenden Glastafel entsprechenden Lage
erhalten wird, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Drahtgeflechtes, bei welchem einzelne Drähte eine Abbiegung
aus der Ebene des Geflechtes heraus aufweisen, so daß das Geflecht ohne besondere
Stützen oder dergl. nur durch seine Ge- 60 , stalt in gewissem Abstand von den formgebenden
Flächen (Walztisch, Walzenumfläche) gehalten wird.
2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, bei welchem die stützenden
Abbiegungen an solchen Drahtstellen angebracht sind, auf welche beim Vorrücken der Walze ein Zug von der Längsrichtung
des Drahtes ausgeübt wird, so daß die vom Glase umgebenen und erweichten Abbiegungen sich strecken und
in das Innere der Glastafel zurücktreten.
3. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch 1 unter Verwendung des
bekannten Drahtgitters mit Maschen von der Form eines Sechseckes, bei welchem zwei Seiten aus je zwei umeinander "geschlungenen
Drähten bestehen, dadurch gekennzeichnet, daß die stützenden Abbiegungen in den aus einfachen Drähten
bestehenden Sechseckseiten angebracht sind.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE149509T | 1902-10-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE149509C true DE149509C (de) | 1904-03-28 |
Family
ID=34608445
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1902149509D Expired DE149509C (de) | 1902-10-21 | 1902-10-21 |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE149509C (de) |
-
1902
- 1902-10-21 DE DE1902149509D patent/DE149509C/de not_active Expired
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