DE149530C - - Google Patents

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DE149530C
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63JDEVICES FOR THEATRES, CIRCUSES, OR THE LIKE; CONJURING APPLIANCES OR THE LIKE
    • A63J5/00Auxiliaries for producing special effects on stages, or in circuses or arenas

Landscapes

  • Building Environments (AREA)
  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)
  • Farming Of Fish And Shellfish (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung, die den Zweck hat, den Personen, die sich in einem gewissen dazu bestimmten Räume aufhalten, die Vorstellung beizubringen, als ob der genannte Raum das Innere eines unterseeischen Bootes bilde, das, nachdem es sich in Bewegung gesetzt hat, mit größerer oder geringerer Geschwindigkeit eine Fahrt unter Wasser macht. Die Täuschung wird
ίο dadurch erreicht, daß die Teilnehmer an der scheinbaren Fahrt durch kleine runde Fenster, sogen. Ochsenaugen, in den Wandungen und in der Decke des erwähnten Raums Wasser rnit größerer oder geringerer Geschwindigkeit vorbeiströmen sehen' und dabei z. B: Bilder von Seetieren und dergl. erblicken, die ebenfalls an den Ochsenaugen vorbeigeführt . werden. Die Zuschauer werden für die Illusion ferner schon vor der Vorstellung vermittels eines einem unterseeischen Boot nachgebildeten Modellboots empfänglich gemacht, das während des Aufenthalts einer Gesellschaft in dem genannten Räume von einer für die Zuschauer unsichtbaren Stelle in der Nähe des genannten Raums aus nach einem Punkte unter der Wasseroberfläche gezogen wird, wo es liegen bleibt, bis die Vorstellung' beendet ist, um dann nach der vorher erwähnten Stelle zurückzukehren.
Durch diesen Kunstgriff bekommen die auf dem Lande stehenden Zuschauer, die sich also nicht selbst in dem unterseeischen Illusionsboot befinden, die \^orstellung, als ob die Personen, die sie in den oben erwähnten Zuschauerraum haben hineingehen sehen, tatsächlich eine Fahrt mit dem Modellboot vornähmen, das vor den Augen der Zuschauer wie ein wirkliches unterseeisches Boot im Wasser verschwindet.
Die Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt, und zwar zeigt
Fig. ι einen senkrechten-Schnitt durch die Vorrichtung und
Fig. 2 einen wagerechten Längsschnitt durch sie. .
Es ist α eine Plattform, die in passender Höhe über einer Wasserfläche angebracht ist. Der darunter befindliche Raum b ist an den Seiten vollständig abgedeckt, so daß man von außen nicht hineinsehen kann. In diesem Räume ist ein auf dem Wasser schwimmender Prahm c angebracht, zu dessen Innerem man durch überdeckte Eingangsluken d von der Plattform α aus Zutritt hat.
In der Mitte des Prahms c befindet sich ein als -Aufenthaltsraum für die Zuschauer dienender RaUm1/1, in dessen Seitenwandungen und Decke eine größere Anzahl sogenannter Ochsenaugen g angebracht sind. Außerhalb derselben sind am Schiffskörper Röhren h rechteckigen Querschnitts angebracht. Diese Röhren erstrecken sich sowohl längs der Ochsenaugen in den Seitenwandungen des Raums f als auch längs derjenigen in der j Decke. Die Röhren stehen untereinander, sowie mit einer Wasserpumpe i in Verbindung, welch letztere von einem Motor k angetrieben wird und einen Wasserstrom durch die Röhren h treibt, der durch eine in der Zeichnung nicht dargestellte Leitung nach der Pumpe i zurückströmt. Das Wasser strömt in einer der scheinbaren Bewegungsrichtung
des Boots entgegengesetzten Richtung durch die Leitungen h; seine Geschwindigkeit kann mittels des Motors geregelt werden.
Das Wasser in den Röhren h kann von den Zuschauern, die sich im Räume f aufhalten, durch die Ochsenaugen beobachtet werden. In den äußeren Seitenwandungen der Röhren h sind gerade vor den Ochsenaugen durchsichtige Platten angebracht, durch
ίο die die Zuschauer vom Räume f aus außerdem Panoramaleinwände m beobachten können, auf die verschiedene Gegenstände, wie Tiere, Pflanzen und dergl., die sich im Meere vorfinden, gemalt sind. Diese Leinwände m laufen über senkrechte Walzen n, die ebenfalls vom Motor ./.· aus in Drehung gesetzt werden. Der Prahm ist schließlich mit einer kleinen, vom Motor angetriebenen Schraube ρ versehen, die beim Beginn der Vorstellung in Drehung versetzt wird und ein leichtes Zittern des Prahms hervorruft, was bei den Zuschauern die Illusion einer Fahrt durch das Wasser steigert.
Außerhalb des Prahms ist im Wasser ein kleiner Schienenweg q angebracht, auf dem ein Modellboot r, daß im Äußeren wie ein unterseeisches Boot ausgestattet ist, durch Kabel s oder dergl., die vom Motor k beeinflußt werden, bewegt werden kann. - Am Modellboot r ist eine geschlossene Glasglocke t vorgesehen, innerhalb deren man das Bild eines Menschen sieht, der den Steuermann des Boots vorstellt. Der Schienenweg q geht von einem Punkte in der Wasseroberfläche,
3.5 und zwar in der Nähe des Prahms c im Räume b aus schräg abwärts und unter Wasser nach einem in der Nähe angebrachten Anker u. Wenn das Boot r aus. dem Räume b auf dem Schienenweg q hinuntergleitet, haben die Zuschauer auf dem Lande den Eindruck, als ob das Boot mit der Gesellschaft, die sie kürzlich durch den Eingang d hineingehen sahen, ganz wie ein unterseeisches Boot in das Wasser hinunterführe. Kurz vor dem Schluß' der Vorstellung kehrt das Boot auf dem Wege q zurück, taucht aus dem Wasser heraus und verschwindet im geschlossenen Räume b, aus dem kurz darauf die Personen, die der Abstellung im Räume f beigewohnt haben, durch die Luken d herausgehen.
Die Illusion dieser Personen kann dadurch gesteigert werden, daß. man während der Vorstellung nach und nach verschiedenfarbige Lampen anzündet, deren Licht durch die Ochsenaugen geworfen wird, was den Zuschauern die Vorstellung beibringt, als ob das Boot ins Wasser tauche und sich dabei von der Wasseroberfläche urid vom natürlichen Tageslicht mehr oder weniger entferne.

Claims (2)

60 Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zur Vortäuschung einer Unterwasserfahrt, dadurch gekennzeichnet, daß außerhalb eines geschlossenen Zuschauerraumes ff) Wasserleitungen (h) angeordnet sind, durch die Wasserströme mit passender Geschwindigkeit hindurchgetrieben werden können, während hinter denselben bewegliche Panoramaleinwände (m) mit darauf gemalten Gegenständen passender Art (Fische und andere Wassertiere und dergl.) angebracht sind, die während der Vorstellung an durch Glas- · scheiben verschlossenen Öffnungen (g) des Zuschauerraums (f) und der Wasserleitungen vorbeigeführt werden, so daß man sie vom Zuschauerräume aus beobachten kann.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Zuschauerraum in einem geschlossenen Räume (b) über Wasser angebracht ist, dessen Inneres von den Zuschauern auf dem Lande nicht beobachtet werden kann, wobei auf einem vom Räume (b) ausgehenden schrägen Schienenwege (q) oder dergl. ein im Äußeren wie ein unterseeisches Boot ausgestattetes Modell (r) bewegt werden kann, das, wenn es aus dem geschlossenen Räume (b) herausgekommen ist, vor den Augen der auf dem Lande stehenden Zuschauer unter das Wasser taucht und bis kurz vor ' dem Schluß der Vorstellung unterm Wasser verbleibt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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