DE1495584B2 - Verfahren zur Herstellung von endgruppenstabilisierten Polyoxyalkylenen und ihre Verwendung als Entschäumungsmittel - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von endgruppenstabilisierten Polyoxyalkylenen und ihre Verwendung als Entschäumungsmittel

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DE1495584B2 DE19621495584 DE1495584A DE1495584B2 DE 1495584 B2 DE1495584 B2 DE 1495584B2 DE 19621495584 DE19621495584 DE 19621495584 DE 1495584 A DE1495584 A DE 1495584A DE 1495584 B2 DE1495584 B2 DE 1495584B2
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Description

In den letzten Jahren hat die Verwendung von Entschäumungsmitteln, die Polyoxyalkylenverbindungen enthalten, in Detergentien, die für verschiedene Reinigungszwecke verwendet werden, weite Verbreitung gefunden. Die Wirkung dieser Stoffe besteht im Fall von Schäumen, die durch eine Verunreinigung durch Nahrungsmittel verursacht sind, darin, daß eine Entschäumung erreicht wird. Außerdem wirken diese Stoffe als oberflächenaktive Mittel und fördern somit das Reinigungsvermögen. Durch Verringerung des Schaums wird der Druck des Wassers in dem Pumpsystem erhöht und dadurch die Reinigungswirkung des Waschsystems beträchtlich gesteigert.
Ein schwerwiegender Nachteil der bekannten oberflächenaktiven und entschäumenden Mittel auf PoIyoxyalkylengrundlage, die allgemein in Detergenzzubereitungen verwendet werden, besteht darin, daß sie in Gegenwart von Leichtmetallhydroxyden ihr Entschäumungsvermögen rasch verlieren. Eine Reihe von technischen Reinigungsoperationen, insbesondere in der Milchwirtschaft, erfordert die Verwendung von stark kaustischen Detergentien, und die Brauchbarkeit der bekannten Polyoxyalkylenentschäumer ist wegen ihrer Unbeständigkeit in solchen Detergentien in starkem Maße begrenzt. Diese bekannten Entschäumungsmittel verlieren bei Verwendung in stark kaustischen Detergentien ihre Entschäumungseigenschaften häufig schon nach 1- oder 2wöchiger Lagerung.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, neue Stoffe mit oberflächenaktiven und entschäumenden Eigenschaften zu schaffen, die diese Eigenschaften in Gegenwart von kaustischen Stoffen, wie Natriumhydroxyd, wäh-
rend langer Zeitspannen bewahren.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von endgruppenstabilisierten Polyoxyalkylenen durch Mischen von 1 Mol-Äquivalent eines Polyoxyalkylens mit 2 Mol-Äquivalenten geschmol-
zenen metallischen Natriums, Erwärmen des Gemisches unter Rühren oder Schütteln auf eine Temperatur von 80 bis 1460C während einer Zeitspanne von 2 bis 24 Stunden, Umsetzens von 1 Mol-Äquivalent dieser Natriumalkoholatverbindung mit 2 Mol-Äqui-
valenten eines Benzylhalogenids 45 Minuten bis 3 Stunden bei einer Temperatur von 100 bis 145° C, das dadurch gekennzeichnet ist, daß als Polyoxyalkylen eine Verbindung der Formel
HO
CH2CH — O — (CH2CH2O),. —
CH,
CH2CHO — (CH2CH2 — O)}. — CH2CH — O — H (B)
verwendet wird, wobei χ eine ganze Zahl von solchem Wert ist, daß die dadurch zahlenmäßig definierten Oxypropylengruppen 27 bis 33 Gewichtsprozent der Verbindung ausmachen, y eine ganze Zahl von solchem Wert ist, daß die dadurch zahlenmäßig definierten Oxyäthylengruppen 31 bis 41 Gewichtsprozent der Verbindung ausmachen, ζ eine ganze Zahl von solchem Wert, daß die dadurch zahlenmäßig
CH3 Jx \ CH3
definierten Oxypropylengruppen 27 bis 36 Gewichtsprozent der Verbindung ausmachen, wobei x, y und ζ solche Werte besitzen, daß das mittlere Molekulargewicht der Verbindung zwischen 3600 und 4400 liegt. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltenen neuen Verbindungen können durch folgende allgemeine Formel wiedergegeben werden:
CH, — O —
CH2CH — O — (CH2CH2 — O), — CH2CH — O | -η
CH3 )._ [ CH3
- (CH2CH2 — O), — icH2CH — o\ — CH2
CH3
wobei x, y und ζ wie oben definiert sind, jedoch das mittlere Molekulargewicht der Verbindung im Bereich von etwa 3800 bis 4700 liegt.
Die im erfindungsgemäßen Verfahren als Ausgangsstoffe verwendeten Polyoxyalkylene haben folgende chemische und physikalische Eigenschaften:
Trübungspunkt 33 bis 34° C
Brechungsindex 1,4555
Hydroxylzahl 28,9 mg KOH/g
Substanz
Spezifisches Gewicht 1,038 bis 1.041
Mittleres Molekulargewicht... 3600 bis 4400
Ein bevorzugtes Beispiel für die Verbindungsklasse der angegebenen Formel ist ein Produkt, wobei
χ = eine ganze Zahl ist, die für Polyoxypropylen 32,8 Gewichtsprozent des
Gesamtmolekulargewichts bedeutet.
y — eine ganze Zahl ist, die für Polyoxyäthylen 32,6 Gewichtsprozent des
Gesamtmolekulargewichts bedeutet,
ζ = eine ganze Zahl ist, die für Polyoxypropylen 34,4 Gewichtsprozent des
Gesamtmolekulargewichts bedeutet.
Bei der Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens wird als Benzylhalogenid vorzugsweise Benzylchlorid verwendet.
Ein weiteres bevorzugt verwendetes Benzylhalogenid ist Benzylbromid.
Das bei der Umsetzung als Nebenprodukt gebildete Natriumhalogenid kann beispielsweise durch Filtrieren entfernt werden. Gegenstand der Erfindung ist ferner die Verwendung von 1 bis 10 Gewichtsprozent einer nach dem Verfahren von Anspruch 1 hergestellten Verbindung als Entschäumungsmittel neben einem
Leichtmetalldetergenz in Wasch- und Reinigungsmitteln.
Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung.
Beispiel 1
Etwa 198 g eines der Formel B entsprechenden Polyoxyalkylenpolymeren wurden in einen 500-ml-Kolben aus Glas, der mit einem Thermometer, einem Gaseinlaßrohr und einem Heizmantel versehen war, eingebracht. Das mittlere Molekulargewicht dieser flüssigen Polyoxyalkylengrundverbindung wurde durch Bestimmung der Hydroxylzahl ermittelt und betrug 3960. Die Basisverbindung wurde auf eine Temperatur von 1000C erhitzt, worauf etwa 2,3 g metallisches Natrium (0,1 Mol) langsam zugesetzt wurden, während Stickstoff durch die Lösung geleitet wurde. Die Zugabe des metallischen Natriums war nach 23/4 Stunden beendet, worauf das Gemisch eine weitere V2 Stunde gerührt wurde. Während dieses gesamten Zeitraums wurde die Temperatur zwischen etwa 100 und 12O0C gehalten. Das Durchleiten von Stickstoff durch die Lösung wurde abgebrochen, und etwa 12,66 g (0,1 Mol) Benzylchlorid wurden mit Hilfe eines Tropftrichters zugesetzt. Die Zugabe des Benzylchlorids erforderte etwa 1 Stunde 35 Minuten, während welcher Zeit die Temperatur bei etwa 100 bis 1200C gehalten wurde. Dann wurde während einer weiteren V2 Stunde gasförmiger Stickstoff durch die Lösung geleitet. Das schließlich erhaltene Benzylätherprodukt, das durch die Formel A veranschaulicht wird, ist eine viskose Flüssigkeit von bräunlicher Farbe mit einem mittleren Molekulargewicht von 4213.
Beispiel 2
Etwa 180 g eines Polyoxypropylenpolymeren entsprechend der Formel B wurden in einen 500-ml-Kolben eingebracht, der mit einem Rührer, einem Gaseinlaßrohr, einer Heizvorrichtung und einem Tropftrichter ausgestattet war. Das mittlere Molekulargewicht dieser Polyoxyalkylenbasisverbindung betrug entsprechend der Bestimmung durch die Hydroxylzahl 3600. Die Basisverbindung wurde auf 1000C erhitzt und unter Durchleiten von Stickstoff als inertem Gas durch die Lösung langsam während eines Zeitraums von 1 Stunde mit etwa 2,3 g metallischem Natrium (0,1 Mol) versetzt. Das Gemisch wurde dann weitere l'/2 Stunden gerührt. Etwa 12,7 g Benzylchlorid wurden während 3/4 Stunden tropfenweise zugegeben. Die Lösung wurde eine weitere V2 Stunde gerührt, ohne daß Stickstoff durchgeleitet wurde, und dann noch eine weitere 1J2 Stunde, während welcher Stickstoff durchgeleitet wurde. Der gebildete Benzyläther ist eine hellbraune viskose Flüssigkeit mit einem mittleren Molekulargewicht von 3853.
Beispiel 3
Etwa 203 kg der nach Beispiel 1 verwendeten Basispolyoxypropylenverbindung wurden in ein übliches Reaktionsgefäß aus korrosionsbeständigem Stahl mit einem Fassungsvermögen von etwa 378 1 eingebracht und unter Durchspülen mit einem inerten Gas auf 135 bis 1400C erhitzt. Dann wurden innerhalb von 10 Minuten etwa 2,26 kg metallisches Natrium zugesetzt. Das metallische Natrium blieb etwa 23 Stunden mit der Basispolyoxyalkylenverbindung in Berührung, während welcher Zeit die Temperatur des Reaktionsgemischs zwischen 80 und 146° C schwankte. Nach der Umsetzung des Natriums mit der Basisverbindung wurden etwa 12,55 kg Benzylchlorid während eines Zeitraums von etwa 3 Stunden zu dem Gemisch zugesetzt, wobei die Temperatur zwischen 100 und 145° C gehalten wurde. Es wurden etwa 218 kg des Benzylätherprodukts erhalten.
Beispiel 4
Etwa 2050 g eines der Formel B entsprechenden Basispolyoxypropylens mit einem mittleren Molekulargewicht von 4100 (durch Bestimmung der Hydroxylzahl) wurden in einen 4-1-Kolben eingebracht, der mit einem unter der Flüssigkeitsoberfläche endenden Gaseinlaßrohr, einer Thermometerhülse und einer Rührvorrichtung aus korrosionsbeständigem Stahl vom Flügeltyp ausgestattet war. Das Ausgangsmaterial wurde unter Durchleiten von Stickstoffgas durch die Flüssigkeit auf 145° C erhitzt. Nach Erreichen dieser Temperatur wurden 23,0 g metallischen Natriums unter Rühren zugesetzt und gleichmäßig in der flüssigen Grundverbindung dispergiert. Nach 3V2stündigem Mischen bei einer Temperatur von 135 bis 140° C war das Natrium vollständig umgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt wurde mit der tropfenweisen
40. Zugabe von 126,6 g Benzylchlorid begonnen, die 1V4 Stunden in Anspruch nahm. Hierbei wurde die Temperatur zwischen 135 und 1400C gehalten. Nach vollständiger Zugabe des Benzylchlorids wurde das Gemisch noch weitere 45 Minuten gerührt, um die
45. Umsetzung zu vervollständigen. Es wurden etwa 2176 g des Benzylätherprodukts erhalten.
Es sei darauf hingewiesen, daß die angegebenen Molekulargewichte durch die Hydroxylzahl bestimmt sind, wenn nichts anderes erwähnt ist.
Die chemischen und physikalischen Eigenschaften der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen und der Basisverbindungen, aus denen sie hergestellt werden, sind in der folgenden Tabelle I zusammengestellt.
Beispiel Trübungspunkt
1,0 g/100 ml H2O
Γ Q
Hydroxylzahl
mg K O H/g
Substanz
Brechungsindex
(25·= C)
Extinktions
koeffizient
l/g—cm
CCI-Lösung
3500 cm
Hydroxyliiquivalent
Millimoi OH/g
Substanz
Durchschnittliche Basis
verbindung entsprechend
Formel B
Produkt nach Beispiel I ...
Produkt nach Beispiel II ..
Produkt nach Beispiel III
Produkt nach Beispiel IV. .
33 bis 34
19 bis 20
17 bis 18
20
18 bis 19
28,9
6,4
4,4
. 9,1
5.9
1,4555
1,4612
1,4621
1,4626
1,4633
0,0290
0,0194
0.0085
0,0102
0.0074
0,50
0,35
0,15
0,18
0,13
Die in der vorstehenden Tabelle angegebenen Trübungspunkte können als Angaben über das Ausmaß der Umsetzung der Basisverbindung (Formel B) dienen. Die Bestimmung des Trübungspunkts wird folgendermaßen durchgeführt: Eine 1,0-g-Probe der Verbindung wird in ein Becherglas eingewogen und dann mit 100 ml Wasser versetzt. Die Verbindung wird durch Rühren und Abkühlen auf eine Temperatur unter dem Trübungspunkt in Lösung gebracht. Nach vollständiger Lösung wird langsam unter Rühren erwärmt, bis die Trübung so stark ist, daß ein dahintergehaltener Zeitungsdruck nicht mehr klar lesbar ist. Die Temperatur bei dem Punkt, wo es nicht mehr möglich ist, den Druck zu lesen, wird notiert und als Trübungspunkt bezeichnet. Mit dem Fortschreiten der Umsetzung der Basisverbindung fällt der Trübungspunkt ab, und eine Verringerung des Trübungspunkts auf einen Wert von etwa 20° C zeigt im allgemeinen an, daß die Basisverbindung eine praktisch vollständige Umsetzung unter Bildung des gewünschten Benzylätherprodukts erfahren hat.
Die als Milligramm Kaliumhydroxyd je Gramm Substanz definierte Hydroxylzahl zeigt gleichfalls das Ausmaß der Umsetzung der Basisverbindung an. Die Bestimmung der Hydroxylzahl erfolgt durch Um-Setzung der Hydroxylgruppen der Verbindung mit Phthalsäureanhydrid und Ermittlung der in die Umsetzung eingegangenen äquivalenten Menge, indem sowohl eine Blindprobe als auch die Probe selbst mit Alkalihydroxyd titriert wird. Dieser Wert wird dann in die entsprechenden Einheiten der Definition umgewandelt.
Die Bestimmung der Extinktionskoeffizienten wird folgendermaßen durchgeführt: Es wird eine Lösung des Entschäumungsmittels mit bekanntem Gewicht in analysenreinem Tetrachlorkohlenstoff hergestellt. Die Konzentration wird in g/l ausgedrückt. Dann wird ein Infrarotspektrum in einem Perkin-Elmer-Infrared-Nr. 137-Spektrophotometer gemessen, wobei der Kompensationsstrahl und eine angepaßte Natriumchloridzelle von festgelegter Stärke, die mit analysenreinem Tetrachlorkohlenstoff gefüllt ist, verwendet wird, um die auf das Lösungsmittel zurückzuführende Absorption auszugleichen. Die Probelösung wird in eine Zelle festgelegter Stärke aus Natriumchlorid eingebracht, die mit der Kompensationszelle übereinstimmt, und in den Bezugsstrahl eingebracht. Das Infrarotspektrum wird dann zwischen den Wellenzahlen 4000 bis 2000 cm"1 abgetastet. Die für die Hydroxylgruppe charakteristische Absorption erscheint zwischen 3600 und 3400 cm""1, und im Fall der alkalibeständigen Entschäumer findet sich diese Absorption bei 3500 cm"1. Die Tiefe dieser Durchlässigkeitsspitze wird gemessen, indem man zunächst eine Tangente an die Hydroxyldurchlässigkeitskurve bei etwa 3345 und 3700 cm"1 und dann eine weitere Tangente an die Basis der Durchlässigkeitskurve legt. Dann wird eine Gerade entlang der die beiden Tangenten schneidenden 35OO-cm"1-Linie gezogen. Der Wert zwischen den zwei Schnittpunkten wird dann als Prozent Durchlässigkeit abgelesen. Diese Ablesung wird von 100% abgezogen, wodurch man die adjustierte prozentuale Durchlässigkeit erhält, die der Hydroxylfunktion zugeordnet ist, wobei die Hintergrundsdurchlässigkeit ausgeschaltet wird. Die adjustierte prozentuale Durchlässigkeit dient dann zur Berechnung der Extinktionskoeffizienten in folgender Weise:
a(K) =
IQg10 1/Γ
bc
worin
a(K) T
b c
Extinktionskoeffizient 1/g-cm,
adjustierte prozentuale Durchlässigkeit/100,
Zelldicke (cm),
Konzentration g/l.
Die vorstehenden Berechnungen entsprechen denen, die durch das Joint Committee on Nomendature in Applied Spectroscopy vorgeschlagen und von der Society for Applied Spectroscopy und der American Society for Testing Materials entsprechend ihrem 1952 veröffentlichen Bericht anerkannt wurden.
Das Hydroxyäquivalent dient zur Charakterisierung der alkalibeständigen Entschäumer, da es gleichfalls eine ausgeprägte Eigenschaft dieser Substanzen ist. Es wird ebenfalls durch eine infrarotspektrophotometrische Messung erhalten. Die gleiche Arbeitsweise, wie sie zur Bestimmung des Extinktionskoeffizienten angewandt wird, wird bis zu dem Punkt, wo der Extinktionskoeffizient tatsächlich berechnet wird, durchgeführt. Sobald die adjustierte prozentuale Durchlässigkeit festgestellt ist, wird sie durch die folgende Berechnung in das Absorptionsvermögen (optische Dichte) übergeführt:
A = 1Og10VT,
worin
A = Absorptionsvermögen,
T = adjustierte prozentuale
Durchlässigkeit/100.
Vor der Durchführung der Messung des Absorptionsvermögens wurde eine Eichkurve hergestellt, indem man das Absorptionsvermögen gegen die Konzentration eines bekannten Alkohols in Tetrachlorkohlenstofflösung, ausgedrückt als mMol Hydroxylfunktion je Liter auftrug. Die Methode zur Bestimmung des Absorptionsvermögens des bekannten Alkohols ist die gleiche, wie sie oben beschrieben wurde.
Nach Feststellung des Absorptionsvermögens des alkalibeständigen Entschäumers wird es auf der Eichkurve eingetragen, und die mMol-Äquivalente Hydroxylfunktion je Liter werden abgelesen. Da die Konzentration des eingesetzten Entschäumers in g/l bekannt ist, läßt sich das Äquivalent der Hydroxylfunktion in mMol/g Substanz durch einfache Rechnung bestimmen.
Bewertung der oberflächenaktiven entschäumenden Mittel hinsichtlich ihrer Alkalibeständigkeit
Ein Entschäumungsmittel wird als ausreichend alkalibeständig angegeben, wenn es nach Vermischen mit Natriumhydroxyd in einem Verhältnis von etwa 1 bis 10 Teilen Entschäumer zu 99 bis 90 Teilen Natriumhydroxyd und wenigstens 1 monatiger Lagerung bei 110°C noch ausreichende Entschäumungseigenschaften besitzt.
Ausreichende Entschäumungseigenschaften werden als die Fähigkeit des Produkts definiert, eine Waschlösung von 0,3%igem Natriumhydroxyd in Gegenwart von wenigstens 0,2 Gewichtsprozent aus ganzen Eiern stammendem Schmutz zu entschäumen, wenn
der Entschäumer der Waschlösung in einer Menge von etwa 1 bis 5 Gewichtsprozent des vorhandenen Natriumhydroxyds zugesetzt wird.
Die Entschäumung wird als zufriedenstellend angesehen, wenn bei Verwendung der oben beschriebenen Waschlösung in Gegenwart des aus ganzen Eiern stammenden Schmutzes der Druck in dem Wasserumlaufsystem 40% oder mehr des Drucks beträgt, der bei einem mit reinem Wasser arbeitenden Umlaufsystem in Abwesenheit von· Schmutz oder Alkali vorliegt. Für den Entschäumungsversuch wurde eine gewerbliche Hobart-AN-Geschirrspülmaschine verwendet. . ■ ■·;. . ■ . ■ ; ; ■ .'
Eine Probe des Entschäumungsmittels wird zuerst mit Natriumhydroxydschuppen vermischt, so daß eine l%ige Mischung gebildet wird, die dann bei 43° C (110° F) in einem Behälter gelagert wird. Abgewogene
Proben werden nach verschiedenen Zeitabsfänden zur Prüfung entnommen. Die Prüfung selbst besteht aus zwei verschiedenen Ablesungen an einem Differentialmanometer, das mit einem Pitotschen Rohr verbunden ist, das in den Wascharm der Geschirrspülmaschine eingesetzt ist. Die erste erhaltene Druckablesung bezieht sich auf Wasser allein, die zweite Druckablesung erfolgt nach Zusatz des Gemisches aus Alkali und Entschäumer, und die dritte Druckablesung wird vorgenommen, nachdem der aus Eiern stammende Nahrungsmittelschmutz zugesetzt worden ist. . . .
Das Entschäumungsvermögen der erfindungsgemäßen Produkte und der Grund verbindung, aus der sie hergestellt sind, wird durch die vorstehend beschriebenen Prüfungen ermittelt und ist in der Tabelle II angegeben. '
Tabelle II
Entschäumer
Einwirkungszeit
von Alkali
(Wochen) Nahrungsmittelschmutz
(aus Ei)
Wasserdruck
im Vergleich
zu Wasser allein
Durchschnittliche Basisverbindung entsprechend
Formel B
Produkt von Beispiel I
Produkt von Beispiel II
Produkt von Beispiel III
Produkt von Beispiel IV '.
Diese Prüfungsergebnisse zeigen die ausgezeichneten Entschäumungswirkungen der nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen nach dem Vermischen mit Natriumhydroxyd und Lagern bei erhöhten Temperaturen. Wie ersichtlich, besitzen die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen sehr viel bessere Entschäumungseigenschaften in Gegenwart von kaustischen Stoffen, als die Basisverbindung, aus der sie hergestellt sind, die ihrerseits zufriedenstellende oberflächenaktive und entschäumende Eigenschaften in Abwesenheit von kaustischen Stoffen aufweist.
Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Verbindungen sind zur Verwendung als Entschäumungsmittel in Wasch- und Reinigungsmitteln von besonderem Vorteil, die einen hohen Anteil an kaustischen Stoffen, wie Natriumhydroxyd, enthalten. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Entschäumungsmittel besitzen ausgezeichnete oberflächenaktive und reinigende Eigenschaften und eignen sich daher besonders gut zur Verwendung in gewerblichen mechanischen Ger schirrspülmaschinen, Haushaltsgeschirrspülmaschinen, Waschmaschinen, Metallreinigungsanlagen und Lei-3
18
13
zugegen
zugegen
zugegen
zugegen
zugegen
10,4
64,5
43,2
46,8
41,4
tungsreinigungsmaschinen in der Milchwirtschaft. Bei der Verwendung als oberflächenaktive und entschäumende Mittel in Wasch- und Reinigungsmitteln, die alkalische Stoffe enthalten, werden die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellten Benzylätherverbindungen in Mengen eingesetzt, die zwischen etwa 1 und 10 Gewichtsprozent der Zusammensetzung liegen.

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von endgruppenstabilisierten Polyoxyalkylenen durch Mischen von 1 Mol-Äquivalent eines Polyoxyalkylene mit 2 Mol-Äquivalenten geschmolzenen metallischen Natriums, Erwärmen des Gemisches unter Rühren oder Schütteln auf eine Temperatur von 80 bis 146° C während einer Zeitspanne von 2 bis 24 Stunden, Umsetzens von 1 Mol-Äquivalent dieser Natriumalkoholatverbindung mit 2 Mol-Äquivalenten eines Benzylhalogenids 45 Minuten bis 3 Stunden bei einer Temperatur von 100 bis 145° C, dadurch gekennzeichnet, daß als PoIyoxyalkylen eine Verbindung der Formel
HO CH2CH — O — (CH2CH2OL — CH2CHO — (CH2CH2-O) - CH2CH — O — H
CH,
verwendet wird, wobei χ eine ganze Zahl von solchem Wert ist, daß die dadurch zahlenmäßig definierten Oxypropylengruppen 27 bis 33 Gewichtsprozent der Verbindung ausmachen, y eine ganze Zahl von solchem Wert ist, daß die dadurch CH3
zahlenmäßig definierten Oxyäthylengruppen 31 bis 41 Gewichtsprozent der Verbindung ausmachen, ζ eine ganze Zahl von solchem Wert, daß die dadurch zahlenmäßig definierten Oxypropylengruppen 27 bis 36 Gewichtsprozent der Verbin-
009 540/376
dung ausmachen, wobei χ, y und ζ solche Werte besitzen, daß das mittlere Molekulargewicht der Verbindung zwischen 3600 und 4400 liegt.
10
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Polyoxyalkylen eine Verbindung der Formel
HO CH2CH — O — (CH2CH2O), — CH2CH -O)- (CH2CH2 — O), — | CH2CH — O Λ CH3 )z \ CH3
■H
CH,
verwendet wird, wobei
χ = eine ganze Zahl, die für Polyoxypropylen 32,8 Gewichtsprozent des Gesamtmolekulargewichts bedeutet,
y = eine ganze Zahl, die für Polyoxyäthylen 32,6 Gewichtsprozent des Gesamtmolekulargewichts bedeutet,
ζ = eine ganze Zahl, die für Polyoxypropylen 34,4 Gewichtsprozent des Gesamtmolekulargewichts bedeutet.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß als Benzylhalogenid Benzylchlorid verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenhzeichnet, daß als Benzylhalogenid Benzylbromid verwendet wird.
5. Verwendung von 1 bis 10 Gewichtsprozent einer nach dem Verfahren von Anspruch 1 hergestellten Verbindung als Entschäumungsmittel neben einem Leichtmetalldetergenz in Wasch- und Reinigungsmitteln.
DE19621495584 1962-02-28 1962-10-24 Verfahren zur Herstellung von endgruppenstabilisierten Polyoxyalkylenen und ihre Verwendung als Entschäumungsmittel Pending DE1495584B2 (de)

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