DE1500596C - Dosierventilkappe - Google Patents
DosierventilkappeInfo
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Description
35
Die Erfindung bezieht sich auf eine Dosierventilkappe zum Aufsetzen auf die hohle Ventilstange eines
am oberen Ende eines unter Innendruck stehenden Flüssigkeitsbehälters angebrachten Auslaßventils für
konstanten Durchfluß, das durch axialen, nach dem Behälterinneren gerichteten Fingerdruck zu öffnen
ist, wobei in der eine nach der Unterseite offene sacklochartige Aussparung aufweisenden Kappe eine mit
der Ventilstangenbohrung verbundene Dosierkammer angeordnet ist, die über ein in Ruhestellung der
Kappe offenes und durch den Fingerdruck schließbares, am Stirnende der Ventilstange befindliches Abgabeventil
mit einer Auslaßöffnung der Kappe in Verbindung steht.
Es sind Dosierkappen dieser Art bekannt (USA.-Patentschrift 2 892 576), die entweder einstückig ausgebildet
sind oder aus einer Mehrzahl kompliziert zusammengesetzter Einzelteile bestehen. Diese bekannten
Kappen haben den Nachteil, daß sie nicht auf eine gewünschte Dosiermenge abstimmbar sind. Für
jede vorgegebene Dosiermenge muß eine besondere Herstellungsserie ganzer Kappen vorgesehen werden.
Ferner ist es bekannt (USA.-Patentschrift 138 301), durch eine relativ komplizierte Anordnung
von Einstellgewinden an einer Dosierkappe jederzeit eine Veränderung des Dosierraumes durch
den Benutzer vornehmen zu lassen. Häufig ist es jedoch erwünscht, eine dem Füllgut und seinem Verwendungszweck
angepaßte Optimaldosiermenge einzustellen. Bei der genannten Konstruktion könnte
diese durch unerfahrene Benutzer oder aus Versehen geändert werden. Abgesehen davon ist die bekannte
Kappe infolge der mit Präzision herzustellenden Gewinde relativ teuer und kompliziert.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine auf ein herkömmliches Druckbehälterauslaßventil mit
konstantem Durchfluß leicht aufsetzbare Dosierventilkappe der eingangs beschriebenen Art zu schaffen,
die es ermöglicht, unter Verwendung gleich gestalteter Kappenkörper Dosierventilkappen mit unterschiedlichem
Dosiervolumen herzustellen.
Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung dadurch gelöst, daß ein Teil des- Dosierkammervolumens
durch den Hohlraum eines in den Boden der sacklochartigen Aussparung des Kappenkörpers eingesetzten
ersten Einsatzteils gebildet ist und der Kappenkörper auf der hohlen Ventilstange mittels eines
in die Aussparung eingesetzten, mit dichtem Gleitsitz auf die Ventilstange aufgeschobenen, einen Dichtungsring
aufweisenden zweiten Einsatzteils gehalten wird.
Der Dosierinhalt der Dosierventilkappe kann ohne weiteres auf gewünschte Dosiermengen abgestimmt
werden, indem man erste Einsatzteile mit entsprechend bemessenen Hohlräumen in den Kappenkörper
einsetzt. Ebenso kann ein und dieselbe Kappe leicht an Ventilstangen verschiedener Abmessungen angepaßt
werden, indem man zweite Einsatzteile und die zugehörige Dichtungen mit entsprechenden Abmessungen
verwendet. Auf diese Weise ist es möglich, im billigen Massenproduktionsverfahren hergestellte
Kappen derselben Größe und Gestalt durch Einbau entsprechender Einsatzteile für die verschiedensten
Zwecke verwenden zu können.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist das erste Einsatzteil einen sich in die Bohrung
der Ventilstange hinein erstreckenden Rohransatz auf. Diese Maßnahme sorgt dafür, daß die Dosierventilkappe
auch bei außermittiger Betätigung stets bezüglich der hohlen Ventilstange zentriert ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung in schematischer Weise dargestellt. Es
zeigt
F i g. 1 einen Querschnitt durch eine Dosierventilkappe, die auf ein übliches Ventil konstanten Durchflusses
aufgesetzt ist, in einem das Ausströmen in die freie Atmosphäre zeigenden Zustand,
F i g. 2 die Dosierventilkappe der F i g. 1 in dem durch einen Finger niedergedrückten Zustand, in
welchem ein aus einem Druckbehälter kommendes Fluid in das Innere der Dosierkammer strömt.
Die Dosierventilkappe 1 ist auf ein Ventil konstanten Durchflusses 2 aufgesteckt, das von einer Ringhalterung
3 eines unter Druck stehenden, nicht dargestellten Behälters getragen wird. Das Ventil konstanten
Durchflusses 2 umfaßt ein Ventilgehäuse 4 mit einer hohlen, niederdrückbaren Ventilstange 5, die
durch eine Feder 6, die zwischen dem unteren Ende der Ventilstange und dem Ventilgehäuse liegt, nach
außen gedrückt wird. Ein Tauchrohr 7 erstreckt sich bis zum Boden des Behälters und bildet eine Zuleitung für Flüssigkeit, die über den Einlaß 8 in das
Ventilgehäuse 4 gelangt. Die Ventilstange 5 hat eine Einlaßöffnung 9, die durch eine Dichtung 10 abgedichtet
ist, wenn die Ventilstange 5 durch die Feder 6 aus dem Ventilgehäuse 4 herausbewegt ist.
Die Dosierventilkappe 1 umfaßt einen Kappenkör-
per 20, der in sich eine sacklochartige Aussparung 21
aufweist, die über eine Auslaßöffnung 22 mit der freien Atmosphäre in Verbindung steht. Ein käfigartiges
Einsatzteil 23 ist am oberen Ende der Aussparung 21 vorgesehen; es trägt eine Dichtung 24, die
dichtend am Umfang der Ventilstange 5 anliegt. Die Dichtung 24 hat die Form eines O-Ringes. Es können
jedoch auch flache Dichtungsscheiben oder andere Dichtungen an Stelle des in der Zeichnung dargestellten
O-Ringes verwendet werden. Das Einsatzteil 23 ist mit Schiebesitz in den Kappenkörper 20 eingebracht,
so daß die am Umfang des Einsatzteils 23 vorgesehene Rippe 25 in die Nut 26 des Kappenkörpers
20 einrastet. In der Kammer 21 ist ein weiteres Einsatzteil 27 mit einem Rohransatz 27' vorgesehen,
welch letzterer sich nach unten in das offene Ende der hohlen Ventilstange 5 erstreckt. Das Einsatzteil
27 trägt außerdem eine ringförmige Dichtung 28; sie wird dort in einer Ringnut 29 festgehalten. Diese
Dichtung kann in Berührung mit dem ringförmigen ao Ende der hohlen Ventilstange 5 gelangen und dieses
abdichten, wenn durch die Anlegung einer Kraft der Kappenkörper 20 nach unten bewegt wird. Das Einsatzteil
27 bildet innerhalb des Kappenkörpers · 20 einen Hohlraum 30, der in Verbindung mit dem Innenraum
der hohlen Ventilstange 5 steht, und zwar auf eine solche Weise, daß der Hohlraum 30 und der
Innenraum der Ventilstange 5 zusammen eine Dosierkammer bilden. Das Einsatzteil 27 ist mit Schiebesitz
in den Kappenkörper 20 so eingesetzt, daß seine Rippe 31 in die Nut 32 des Kappenkörpers 20
einrastet.
Die Wirkungsweise des Dosierventils geht am besten aus F i g. 2 hervor. Ein Fingerdurck wird dazu
benutzt, die hohle Ventilstange 5 nach unten zu drükken, wodurch die Einlaßöffnung 9 freigegeben wird,
so daß der unter Druck stehende Inhalt des Behälters durch das Tauchrohr 7 nach oben in das Innere der
hohlen Ventilstange 5 und in den Hohlraum 30 fließt. Die anfangs durch den Finger ausgeübte Kraft verursacht
zuerst, daß sich der Kappenkörper 20 nach unten auf die Ventilstange 5 zu bewegt, so daß die ringförmige
Dichtung 28 auf das ringförmige Ende der Ventilstange 5 zu liegen kommt und dieses abgedichtet
wird, ehe die Einlaßöffnung 9 freigegeben wird. ·
Hört der Fingerdruck auf, so kann die Feder 6 die Ventilstange 5 aus dem Ventilgehäuse 4 hinausbewegen, so daß die Einlaßöffnung 9 wieder abgedeckt
wird. Der Druck innerhalb des Hohlraums 30 und dem Innenraum der Ventilstange 5, die beide zusammen
die Dosierkammer darstellen, bewegt den Kappenkörper 20 relativ zur Ventilstange 5 nach oben, so
daß die Dichtung 28 vom ringförmigen Ende der Ventiistange5 freikommt (vgl. Fig. 1). Der unter
Druck stehende Inhalt der Dosierkammer fließt dann aus der Dosierkammer über die Auslaßöffnung 22
und durch die Sprühdüse 33 nach außen.
Die Dosierventilkappe 1 kann leicht an Ventilstangen verschiedener Abmessungen angepaßt werden,
indem man einfach Einsatzteile 23 und Dichtungen 24 und 28 mit entsprechenden Abmessungen verwendet.
Außerdem kann der Dosierinhalt der Dosierventilkappe 1 ohne weiteres gegebenen Verhältnissen angepaßt
werden, indem man Einsatzteile 27 mit entsprechend bemessenen Hohlräumen 30 in den Kappenkörper
20 einsetzt.
Die gezeigte Konstruktion erlaubt auch, daß man den unter Druck stehenden Behälter leicht auffüllen
kann. Man erreicht dies, indem man eine Füllvorrichtung auf das Ende der Ventilstange 5 aufsetzt, ehe die
Dosierkappe 1 aufgesteckt ist. Wenn der Behälter von der Füllvorrichtung abgezogen ist, kann die Dosierkappe
auf die Ventiistange 5 aufgesetzt werden, wodurch das Ventil kontinuierlichen Durchflusses in
ein Dosierventil verwandelt wird.
Die vorgeschlagene Konstruktion ist robust. Man kann sie auch mit außermittig angreifenden Kräften
betätigen, weil der Rohransatz 27' dafür sorgt, daß die Dosierventilkappe 1 bezüglich der hohlen Ventilstange
5 stets zentriert ist.
Darüber hinaus kann die Dosierventilkappe ohne weiteres aus gespritzten oder gegossenen Kunststoffteilen
bestehen, so daß man die verschiedenen Teile kaum oder, nicht nachbearbeiten muß. Es sind nämlich
keine übermäßig genauen Teiletoleranzen erforderlich, um das Ventil funktionstüchtig zu machen.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (2)
1. bosierventilkappe zum Aufsetzen auf die hohle Ventilstange eines am oberen Ende eines
unter Innendruck stehenden Flüssigkeitsbehälters angebrachten Auslaßventils für konstanten
Durchfluß, das durch axialen, nach dem Behälterinneren gerichteten Fingerdruck zu öffnen ist,
wobei in der eine nach der Unterseite offene sacklochartige Aussparung aufweisenden Kappe eine
mit der Ventilstangenbohrung verbundene Dosierkammer angeordnet ist, die über ein in Ruhestellung
der Kappe offenes und durch den Fingerdruck schließbares, am Stirnende der Ventilstange
befindliches Abgabeventil mit einer Auslaßöffnung der Kappe in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des
Dosierkammervolumens durch den Hohlraum (30) eines in den Boden der sacklochartigen Aussparrung
(21) des Kappenkörpers eingesetzten ersten Einsatzteils (27) gebildet ist und der Kappenkörper
(20) auf der hohlen Ventilstange (5) mittels eines in die Aussparung (21) eingesetzten, mit
dichtem Gleitsitz auf die Ventilstange aufgeschobenen, einen Dichtungsring (24) aufweisenden
zweiten Einsatzteiles (23) gehalten wird.
2. Dosierventilkappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das erste Einsatzteil
(27) einen sich in die Bohrung der Ventilstange (5) hinein erstreckenden Rohransatz (27')
aufweist.
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