DE1508955C2 - Verfahren und Einrichtung zur selbsttätigen elektrischen und stetigen Regelung der Füllstandshöhe in StranggieBkokillen mit Hilfe der Stopfenstellung in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur selbsttätigen elektrischen und stetigen Regelung der Füllstandshöhe in StranggieBkokillen mit Hilfe der Stopfenstellung in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter

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DE1508955C2
DE1508955C2 DE19661508955 DE1508955A DE1508955C2 DE 1508955 C2 DE1508955 C2 DE 1508955C2 DE 19661508955 DE19661508955 DE 19661508955 DE 1508955 A DE1508955 A DE 1508955A DE 1508955 C2 DE1508955 C2 DE 1508955C2
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DE
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control
controller
proportional
stopper
linear transmission
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DE19661508955
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7500 Karlsruhe Ewe.Kurt
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Siemens AG
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Siemens AG
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Description

Bei Stranggießanlagen muß eine möglichst gleichbleibende Füllstandshöhe in der Kokille gewährleistet sein, um zur Erreichung einer gleichmäßigen Abkühlung die Abzugsgeschwindigkeit konstant halten zu können. Es sind diskontinuierlich arbeitende Regelungen zur Konstanthaltung des Füllstands in Stranggießkokillen bekannt, die jedoch den neuerdings gestellten Forderungen nach hoher Abzugsgeschwindigkeit in Verbindung mit einer möglichst genauen Einhaltung des Soll-Füllstands nicht gerecht werden können. Das gleiche gilt für eine bekannte
ίο stetige Regelung, bei der jedoch nicht der Stopfen in einem Zwischenbehälter als Stellglied dient, sondern bei der die Schmelze direkt aus einer Gießpfanne in die Kokille eingefüllt wird und der die Kippbewegung der Gießpfanne bewirkende Motor mit dieser zusammen das Stellglied bildet.
Es besteht demgemäß die Aufgabe, ein möglichst schnelles Regelverfahren für die Füllstandshöhe in Stranggießkokillen anzugeben, bei der der Stopfen in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter als Stellglied wirken soll. Eine stetige und daher schnelle Regelung dieser Art wird auf Grund der schlechten Stelleigenschaften des Stopfens als schwierig angesehen. Der nutzbare Stellbereich des Stopfens, das ist ·' "der Bereich, in dem sich der Zufluß mittels der ,Stopfenstellung verändern läßt, beträgt im allgemeinen nur einige Millimeter. Durch Abbrand des keramischen Stopfens, Zusetzen oder Aufweiten der Zuflußöffnung kann sich der Anfangspunkt des Stell- ; bereichs in einem solchen Maße verschieben, daß dem Stellantrieb ein Stellweg zugeordnet werden muß, der etwa das Zwanzigfache des eigentlichen nutzbaren Stellbereichs beträgt. Mithin soll ein Verfahren zur selbsttätigen elektrischen stetigen Rege-■ lung der Füllstandshöhe in einer Stranggießkokille bzw. die Einrichtung dazu so ausgebildet werden, daß auch der veränderliche Arbeitspunktlage des Stopfens beim Einregelvorgang Rechnung getragen und ein Pendeln um den Sollwert möglichst vermieden wird.
Als Lösung der Aufgabe wird ein Verfahren zur selbsttätigen elektrischen und stetigen Regelung der Füllstandshöhen einer Stranggießkokille mit Hilfe der Stopfenstellung in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter vorgeschlagen, bei dem die Füllstandshöhe als Regelgröße gemessen wird und das dadurch gekennzeichnet ist, daß der Stopfen nach Füllung der Kokille in Schließstellung gefahren, daß dann ein der Schließstellung des Stopfens innerhalb seines Gesamtstellweges proportionales Rückmeldesignal gespeichert und beim Beginn des Stranggießens in einem auf den Stopfen als Stellglied wirkenden Proportionalregler einer Regelabweichung als Anfangsbedingung aufgeschaltet und daß nach Erreichen eines vorgegebenen Betrags der Regelabweichung dem Proportionalregler ein integral wirkendes Regelglied zugeschaltet wird. Dadurch wird erreicht, daß der Stopfen unabhängig von der zufälligen Lage seiner Schließstellung gemäß dem durch die Regelabweichung gegebenen Betrag über seine Schließstellung angehoben wird. Durch das Zuschalten eines Integralgliedes zu dem Proportionalregler, sobald die Regelabweichung xw einen eingestellten. Betrag unterschreitet, wird erreicht, daß jeweils die dem Abzug entsprechende Menge von Gießgut zugeführt wird. Bei einer Weiterbildung der Erfindung ist vorgesehen, daß zur Stabilisierung der Regelstrecke dem Integralregler ein nichtlineares Übertragungsglied vorgeschaltet ist, das in Abhängigkeit vom Betrag der Regelabweichung xw
3 4
die Nachstellzeit im I-Zweig in Richtung einer Ver- Stellwegs proportionale Spannung als Rückmelde-
größerung bei abnehmendem xw verändert. signal einem als Verzögerungsglied V2 wirkenden
Wird eine radioaktive Meßeinrichtung als Meß- Analogspeicher zugeführt und dort gespeichert. So-
fühler für die Füllstandshöhe verwendet, so kann das bald Schalter S3 seine untere Lage erreicht hat, wird
statistische Rauschen der Strahlungsquelle und damit 5 Schalter S1 geöffnet und das Verzögerungsglied V2
der Störpegel des Meßsignals zu unerwünschten mit dem Schalter S4 auf den Proportionalregler P ge-
Folgebewegungen des Proportionsreglers führen. Zur schaltet. Der Ausgangsstrom des Reglers P, dessen
Unterdrückung dieser Störungen und zur Stabilisie- Betrag von der anliegenden Regelabweichung, der am
rung der Regelstreckung wird weiter vorgeschlagen, P-Regler eingestellten Verstärkung und von der im
auch dem Proportionalregler ein nichtlineares Über- io Verzögerungsglied V2 gespeicherten Spannung ab-
tragungsglied vorzuschalten, das bei abnehmendem xw hängt, läßt nach entsprechender Verstärkung im
den Proportionalitätsbereich vergrößert. Regelverstärker V den Stopfen 8 unabhängig von
Zur Erläuterung der Erfindung ist in der Figur ein dessen zufälliger Schließlage im Stellweg vom Stell-
Ausführungsbeispiel der Erfindung schematisch dar- antrieb 9 in seinen Stellbereich fahren. Zur Dämpfung
gestellt und im folgenden erläutert. 15 des durch das statistische Rauschen der radioaktiven
Einer Kokille 1 einer Stranggießanlage mit durch Strahlungsquelle verursachten Störanteils im Meß-
den Pfeil angedeuteter Abzugsrichtung des Gieß- signal und zur Stabilisierung der Regelstrecke ist dem
stranges fließt über den Vorratsbehälter 2 das Gieß- Regler P ein nichtlineares Glied NL2 vorgeschaltet,
gut 3 durch die Öffnung 4 zu. Die Füllstandshöhe in dessen Übertragungsverhalten in Abhängigkeit des
der Kokille wird von dem radioaktiven Meßfühler 5 20 anliegenden Regelabweichungsbetrags sich derart
auf den Meßumformer 6 gegeben. Der Sollwert ist an ändert, daß das Verhältnis Ausgangssignal zu Ein-
dem Sollwertsteller 7 einstellbar. Der Zufluß durch gangssignal bei zunehmender Regelabweichung xw
die Öffnung 4 läßt sich durch einen koaxial zu dieser von etwa 0,3 bis 1 geht. Sinkt die Regelabweichung
Öffnung beweglichen keramischen Stopfen 8 beein- ·χ'£ unter einem am Grenzwertmelder GM2 einstellflussen, welcher von dem Stellantrieb 9 betätigt wird. 25. baren Betrag, so wird dem Regler P mit dem Schäl-
Der Stellantrieb 9 ist von solcher Art, daß er beim ter S4 ein Integralregler / zugeschaltet, dessen Ein-
Fehlen eines Eingangssignals das Stellglied in Schließ- gang über ein nichtlineares Glied NL1 an der die
stellung fährt. Regelabweichung führenden Leitung liegt. Das nicht-
Bei Gießbeginn wird durch eine Starttaste T eine lineare Übertragungsglied NL1 vergrößert bei abneh-Steuereinrichtung Si eingeschaltet, die mit dem Schal- 30 mender Regelabweichung xw die Nachstellzeit im ter S., an den Stellantrieb 9 angeschlossen ist und I-Zweig bis etwa um den Faktor 20.
von diesem den Stopfen 8 auffahren läßt. Erreicht der An Stelle der Verzögerungsschaltung V2 und des Füllstand in der Kokille den Meßbereichsanfang der Integralreglers / kann ein Zeitglied vorgesehen wer-Füllstandsmeßeinrichtung 5, schaltet der Grenzwert- den, das wahlweise als Verzögerungsglied — Schalmelder GM1 mit dem Schalter S3 den Eingang des 35 ter S4 in unterer Lage, Schalter S2 offen — oder als Stellantriebs 9 zeitverzögert von der Steuereinrich- /-Regler — Schalter S2 geschlossen, Schalter S4 in tung S/ auf den Ausgang des Regelverstärkers V um. oberer Lage, Schalter S1 offen — betrieben werden Währenddessen fährt der Stopfen 8 in Schließstellung, kann. Bei Verwendung eines solchen Zeitgliedes erSchalter S1 wird geschlossen und eine beispielsweise gibt sich der weitere Vorteil einer stoßfreien Umvon einem Potentiometerabgriff gewonnene, der 40 schaltung, da von der jeweils gleichen Ausgangsspan-Schließstellung des Stopfens 8 innerhalb des Gesamt- nung ausgegangen wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (7)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur selbsttätigen, elektrischen und stetigen Regelung der Füllstandshöhe in Stranggießkokillen mit Hilfe der Stopfenstellung in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter, wobei die Füllstandshöhe in der Kokille als Regelgröße gemessen wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Stopfen nach Füllung der Kokille in Schließstellung gefahren, daß dann ein der Schließstellung des Stopfens innerhalb seines Gesamtstellweges proportionales Rückmeldesignal gespeichert und beim Beginn des Strangabziehens in einem auf den Stopfen als Stellglied wirkenden Proportionalregler einer Regelabweichung als Anfangsbedingung aufgeschaltet und daß nach Erreichen eines vorgegebenen Betrags der Regelabweichung dem Proportionalregler ein integral wirkendes Regelglied zugeschaltet wird.
2. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine auf einen Stellantrieb (9) wirkende Steuereinrichtung (St) zum Auffahren des Stopfens (8) beim EinregelVorgang; einen von der Füllstandsmeßeinrichtung gesteuerten Grenzwertmelder (GM1) und Schalter (S3) zum Abschalten der Steuereinrichtung (St); eine der Schließstellung des Stopfens innerhalb des Stellwegs proportionale Spannung abgebende Rückmeldeeinrichtung, z. B. ein Potentiometerabgriff; einen das Rückmeldesignal speichernden Analogspeicher als Verzögerungsglied (Vz); einen einerseits mit der Füllstandsmeßeinrichtung (5), andererseits mit dem Verzögerungsglied (Vz) in Verbindung stehenden Proportionalregler (P); einen zweiten Grenzwertmelder (GM2) mit Schalter (S4), der wahlweise das Verzögerungsglied (V2) oder einen Integralregler (/) mit dem Proportionalregler (P) verbindet; einen dem Proportionalregler (P) nachgeschalteten Verstärker (V) für den Stellantrieb (9).
3. Abänderung des Regelkreises nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß statt des Verzögerungsglieds (F2) und des Integralreglers (/) ein Zeitglied vorgesehen ist, das wahlweise als Verzögerungsglied oder als Integralregler zu betreiben ist.
4. Regelkreis nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß dem Integralregler (/) ein nichtlineares Übertragungsglied (NL1) vorgeschaltet ist.
5. Verwendung eines nichtlinearen Übertragungsglieds beim Regelkreis nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtlineare Übertragungsglied (NL1) ein zwischen 0,05 und 1 veränderbares Übertragungsverhältnis aufweist.
6. Regelkreis nach Anspruch 2 oder folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß dem Proportionalregler (P) ein nichtlineares Übertragungsglied (NL.,) vorgeschaltet ist.
7. Verwendung eines nichtlinearen Übertragungsglieds beim Regelkreis nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das nichtlineare Übertragungsglied ein zwischen 0,3 und 1 veränderbares Übertragungsverhältnis aufweist.
DE19661508955 1966-09-26 1966-09-26 Verfahren und Einrichtung zur selbsttätigen elektrischen und stetigen Regelung der Füllstandshöhe in StranggieBkokillen mit Hilfe der Stopfenstellung in einem vorgeschalteten Zwischenbehälter Expired DE1508955C2 (de)

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DES0106109 1966-09-26

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DE1508955B1 DE1508955B1 (de) 1970-10-08
DE1508955C2 true DE1508955C2 (de) 1976-07-22

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