DE1519002B2 - Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle aus Polyvinylchloridplastisolen - Google Patents

Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle aus Polyvinylchloridplastisolen

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DE1519002B2
DE1519002B2 DE19621519002 DE1519002A DE1519002B2 DE 1519002 B2 DE1519002 B2 DE 1519002B2 DE 19621519002 DE19621519002 DE 19621519002 DE 1519002 A DE1519002 A DE 1519002A DE 1519002 B2 DE1519002 B2 DE 1519002B2
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polyvinyl chloride
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sealing compounds
plastisols
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DE1519002A1 (de
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Bjoern-Olaf 5158 Horrem Savary
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Deutsche Solvay Werke GmbH
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08FMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED BY REACTIONS ONLY INVOLVING CARBON-TO-CARBON UNSATURATED BONDS
    • C08F259/00Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of halogen containing monomers as defined in group C08F14/00
    • C08F259/02Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of halogen containing monomers as defined in group C08F14/00 on to polymers containing chlorine
    • C08F259/04Macromolecular compounds obtained by polymerising monomers on to polymers of halogen containing monomers as defined in group C08F14/00 on to polymers containing chlorine on to polymers of vinyl chloride

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Description

Sogenannte Plastisole, d. h. Dispersionen von' Polyvinylchlorid oder Mischpolymerisaten von Vinylchlorid mit Vinylacetat oder Vinylidenchlorid in Weichmachern, die bei erhöhter Temperatur gelieren, werden zum Abdichten von Schweißnähten und Fugen schon seit einiger Zeit benutzt. Die Gelierungstemperatur, bei der solche Plastisole ihre höchste Zähigkeit und Festigkeit erreichen, liegt bei 160 bis 180° C.
In der Automobilindustrie, wo solche Abdichtüngsmassen hauptsächlich verwendet werden, werden diese Temperaturen in Einbrennöfen für Lacke nicht erreicht, und man benötigt daher Dichtungsmassen, die schon bei niederer Temperatur fest werden. Zu diesem Zweck hat man neben reinem Polyvinylchlorid Mischpolymerisate des Vinylchlorids mit Vinylacetat oder Vinylidenchlorid zugesetzt. Durch solche Zusätze wird aber die Lagerstabilität der Dichtungsmassen sehr herabgesetzt und es besteht die Gefahr, daß solche Dichtungsmassen schon bei Raumtemperaturen soweit angelieren, daß eine Verarbeitung nicht möglich ist.
Die ausgelierten Plastisole haben eine nur sehr geringe Haftfestigkeit auf grundierten oder nicht grundierten Stahlblechen. Man hat auch versucht, durch ein Gelieren bei niederer Temperatur eine Erhöhung der Haftfestigkeit dadurch zu erzielen, daß man hitzehärtende Phenolharze den Dichrungsmassen zusetzt. Auch solche Zusätze verkürzen die Lagerbeständigkeit oft in erheblichem Maße.
Aus der britischen Patentschrift 855 756 ist es bereits bekannt, Überzüge durch Einbrennen von Polyvinylchloridplastisolen herzustellen, die neben Polyvinylchlorid und üblichen Weichmachern noch Acryl- bzw. Methacrylsäureester sowie gegebenenfalls Peroxide enthalten. Wie jedoch aus dem entsprechenden Versuchsbeispiel 5 hervorgeht, muß dabei für eine einwandfreie Trocknung eine Temperatur von 375° F = 180° C eingehalten werden.
In der deutschen Auslegeschrift 1 052 021 werden ebenfalls zur Herstellung von Lackierungen geeignete Plastisole beschrieben. In dem Versuchsbeispiel wird ein Plastisol aus einem Polyvinylchlorid mit einem K-Wcrt von 65 bis 80 genannt. Wie jedoch aus Spalte 2, Zeile 32 bis 33 dieser Litereaturstel.Ie hervorgeht, muß ein dieses Polyvinylchlorid enthaltendes Plastisol auf eine Temperatur von 160 bis-180° C erhitzt werden, um die erforderliche Härtung und damit die Filmbildung erzielen zu können. <
Es wurde nun gefunden, daß ausgehend von weichmacherhaltigen Plastisolen aus Polyvinylchlorid mit üblichen Zusatzstoffen und monomeren Acrylsäureestern, insbesondere Methacrylsäureestern sowie von Peroxiden, durch Verwendung eines Polyvinylchlorids mit einem K-Wert von 75 oder über 75 sowie von 10 bis 15°/o des Peroxidkatalysators, bezogen auf den monomeren Acryl- bzw. Methacrylsäureester die Pasten bereits bei etwa 110 bis 130° C Einbrenntemperatur eine solche Zähigkeit bzw. Haftfestigkeit erlangen, daß sie allen Beanspruchungen, die an eine Dichtungsmasse oder an ein Überzugsmittel für Metall gestellt werden, genügen.
Gegenstand der Erfindung sind demnach Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle aus Plastisolen von Polyvinylchlorid mit üblichen Zu- , satzstoffen und monomeren Acrylsäureestern, ins- \ besondere Methacrylsäureestern, sowie Peroxiden, wobei das kennzeichnende Merkmal darin besteht, daß sie als Polyvinylchlorid ein solches mit einem K-Wert von 75 oder über 75 und den Peroxidkatalysator in einer Menge von 10 bis 15%, bezogen auf den monomeren Acryl- bzw. Methacrylsäureester, enthalten.
Die erfindungsgemäßen Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle führen auch zu einer ausgezeichneten Haftfestigkeit auf grundiertem bzw. blankem Stahlblech, wenn sie bei den angegebenen niedrigen Temperaturen gehärtet werden. Den Dichtungsmassen oder Uberzugsmitteln werden als Katalysatoren anorganische oder organische Peroxide zugesetzt, daneben Inhibitoren, die eine Viskositätszunahme bei Lagerung bei Raumtemperatur verhindem. Als Inhibitoren können z. B. Hydrochinon oder Kresolverbindungen dienen. Die erfindungsgemäße Verwendung von Polyvinylchloridsorten mit höheren K-Werten (75 und darüber) liefert wegen der größeren Kettenlänge Dichtungen oder Überzüge mit einem (
besseren inneren Zusammenhalt. Sie konnten bisher wegen ihrer höheren Geliertemperatur zu diesem Zweck nicht eingesetzt werden. Solche Polyvinylchloridsorten sind z. B. verpastbare Suspensionsoder Emulsions-Polyvinylchloridtypen.
Durch die erfindungsgemäß hohe Zugabe von Peroxiden, die weit über die theoretische Menge hinausgeht, wird erreicht, daß die Dichtungsmasse oder das Überzugsmittel bereits bei einer Einbrenntemperatur von 110° C einwandfrei haftet. Normalerweise beträgt die Peroxidzugabe bei der Polymerisation monomerer Acrylsäureester etwa 1%, bezogen auf den Ester. Erfindungsgemäß werden dagegen 10 bis 15% verwendet.
Durch die beschriebene Arbeitsweise kann Heizenergie gespart werden, ohne daß die Eigenschaften der ausgegliederten Polyvinylchlorid-Plastisole darunter leiden. Neben der Kostenersparnis an Energie hat die beschriebene Arbeitsweise noch den Vorteil, daß man Dichtungsmassen oder Überzugsmittel nun-
mehr auch an denjenigen Stellen verwenden kann, , wo es bisher nicht möglich war, Temperaturen von 160° C anzuwenden. Die erfindungsgemäßen Massen sind auch vorzüglich als Klebstoffe geeignet.
3 4
. . !igen Homogenität geknetet. Die auf diese Weise er-
e l s P ' haltene Dichtungsmasse härtet nach dem Auftragen
200 kg Polyvinylchlorid mit einem K-Wert von 75 mit einer Fadenpistole bei 115° C in 20 Minuten auf
wurden mit 100 kg Dioctylphthalat, 150 kg Kreide, einem fettigen, phosphatierten oder grundierten
15 kg Methacrylsäureester und 1,5 kg tertiärem Bu- 5 Blech aus. Die ausgehärtete Masse hat eine einwand-
tylbenzoat in einem Kneter 15 Minuten bis zur völ- freie Haftung.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle aus Piastisolen von Polyvinylchlorid mit üblichen Zusatzstoffen und monomeren Acrylsäreestern, insbesondere Methacrylsäureestern, sowie Peroxiden, dadurch gekennzeichnet, daß sie ein Polyvinylchlorid mit einem K-Wert von 75 oder über 75 sowie 10 bis 15% des Peroxidkatalysators, bezogen auf den monomeren Acryl- bzw. Methacrylsäureester, enthalten.
DE19621519002 1962-04-05 1962-04-05 Dichtungsmassen oder Überzugsmittel für Metalle aus Polyvinylchloridplastisolen Withdrawn DE1519002B2 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3840955A1 (de) * 1987-01-29 1990-06-07 Toyo Kohan Co Ltd Zusammengesetzte polyvinylchlorid-plastisol-beschichtung und verfahren zu ihrem aufbringen auf ein metallblech

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE3840955A1 (de) * 1987-01-29 1990-06-07 Toyo Kohan Co Ltd Zusammengesetzte polyvinylchlorid-plastisol-beschichtung und verfahren zu ihrem aufbringen auf ein metallblech

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