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Verfahren zur Herstellung eines. Zwischenrasterbildes für die Prüfung
autotypischer Tiefdruckreproduktionen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung
eines Zwischenrasterbildes für die Prüfung autotypischer Tiefdruckreproduktionen.
Die autotypischen Tiefdruckverfahren basieren auf Rasterreproduktionen mit größenvariablen
Rasterpunkten mit der Besonderheit, daß sich die einzelnen Rasterpunkte nicht berühren
dürfen, d.Y. die Punkte müssen also stets durch ein Linien- oder Kreuzgitternetz
voneinander getrennt sein, das zur Bildung der späteren Rasterstege auf der Tiefdruckform
unerlässlich ist.
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Rastert man wie üblich zum Negativ, so ist die Bildung.von gedeckten
Rasterlinien erforderlich, die eine bestimmte Mindestdicke in den den dunklen Bildpartien
entsprechenden Stellen des Negativs nicht unterschreiten dürfen, die aber umgekehrt
in helleren Bildpartien dicker sein müssen, also nur kleinere Rasterpunkte offen
lassen dürfen oder sich ganz schließen sollen, wo später das Papier unbedruckt bleiben
soll.
Negative mit solcher, dem Tiefdruckverfahren angepaßten Rasterstruktur
können entstanden sein durch-direkte Rasteraufnahme der Vorlage mittels eines Spezial-Tiefdruck-Aufnahmerasters
oder durch Aufrasterung von Halbtondiapositiven bzw, im Falle von Farbreproduktionen
von Diapositiv-Sätzen.
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Bisher fehlt ein Verfahren das es möglich macht, das Ergebnis des
Rasterungsprozesses-vor Herstellung des relativ teuren Druckzylinders prüfen zu
können. Es war zwar möglich, ausgehend von Halbtondiapositiven photographische Kopien,
Lichtpausen bzw.- Farbkopien herzustellen, aber diese ließen etwaige Tonwertveränderungen,
die erst bei der Rasterung für den Tiefdruck entstehen können, nicht erkennen und
waren nicht mit Sicherheit auf die individuellen Kennlinien des Übertragungs-, Ätz-
und Druckvorgangs abzustimmen. Auch standen nicht alle Buntfarben für solche Farbkopierzwecke
zur Verfügung.
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Der naheliegende Vorschlag; die Tiefdruckrasternegative direkt für
eine Kopie auf eine Hoch- oder Flachdruckplatte zu verwenden und mit dieser einen
"Andruck" herzustellen, ist wegen der Stegstru.ktur nicht zu realisieren; denn man
würde von einem solchen Tiefdruckrasternegativ nur eine Druckform erhalten, deren-.dunkeister
druckender Rasterton etwa der Dichte 0,7 - 0,5 entspräche, womit keine Vergleichbarkeit
mit dem späteren Tiefdruckergebnis gegeben wäre, bei dem eine Druckdichte von z.B.
1,5 erreicht wird, also eine etwa zehnfach stärkere Schwärzung. Dieser Gegebenheit
liegt
zugrunde; daß beim Tiefdruck der Steg gewissermaßen von-der Druckfarbe überschwemmt
wird, d.h: es liegt-ein Vorgang vor, der mit kopiertechnischen Mitteln und beim
Hoch- und Flachdruck nicht analog erreicht werden kann.
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Neuerdings gibt es auch für eine-Art "Andruck" geeignete photochemische
Kopierverfahren, sowie elektrostatische Farbkopierverfahren, bei denen von Rasterpositiven
eine dem späteren.Offset- oder Hoch= druck sehr nahekommende Farbkopie auf Zinkoxydpapier
erhalten wird, aber ein Tiefdruck-Rasterpositivsatz mit Stegstruktur läßt sich wegen
des geringen Tonwertumfangs auch hiermit nicht zufriedenstellend kopieren.
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Mit der vorliegenden Erfindung soll demgemäß die Aufgabe gelöst werden,
ein Prüfverfahren zu schaffen, das den Erfolg der Reproduktionsarbeit nach Abschluß
der wesentlichen photographischen Arbeitsgänge vor Herstellung einer-Druckform erkennbar
macht, und zwar mit einer solchen Charakteristik, die der Charakteristik des Formherstellungs-
und Druckprozesses entspricht,, d.h. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren
zur Herstellung eines Zwisehenrasterbildes für die Prüfung autotypischer Tiefdruckreproduktionen
ohne Herstellung und Abdruck von Tiefdruckformen, wobei vorzugsweise von Tiefdruck-Rasternegativen
ausgegangen wird und die ein-oder mehrfarbige Probe entweder durch drucktechnische
Mittel im Hoch-oder Flachdruckverfahren hergestellt wird oder mit Hilfe eines der
bekannten autotypischen Farbkopierverfahren. Sowohl die drucktechnischen
Methoden
als auch die Farbkopie erfordern autotypisch gerasterte Kopiervorlagen mit voller
Tonskala im Gegensatz zur Tiefdruckrasterung mit Stegstruktur. Die entscheidende
Aufgabe besteht daher im Übergang von der Stegstruktur zur autotypischen Punktstruktur.
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Diese Aufgabe ist mit einem Verfahren gelöst, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß von den für Tiefdruck gerasterten Negativen oder Diapositiven mit Stegstruktur
und geringem Kontrast in einem photographischen Arbeitsgang autotypische, dem späteren
Druck hinsiehtlieh Kontrast und Gradation entsprechende Rasterpositive angefertigt
werden, wonach von diesen Rasterpositiven in bekannter Weise Farbkopien oder durch
Kopie Andruckplatten für Hoch- oder Flachdruck und damit gerasterte Probedrucke
von der Reproduktionsvorlage hergestellt werden.
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Dieses erfindungsgemäße Verfahren der Umrasterung arbeitet rein photographisch-in
einem einzigen Arbeitsgang und ist besonders gekennzeichnet durch Kombination der
"Fntrasterung" - d.h. der Unkenntlichmachung der Stegrasterstruktur des kontrastarmen
Tiefdruckrasternegativs oder- Positivs - mit gleichzeitiger autotypischer Rasterung
mit Punktstrukt@ur@in vollem Tonumfang unter Verwendung eines Spezial-Autotypie--Rasters:
mit der Charakteristik eines Negativrasters mit extremer Kontraststeigerung. Das
Verfahren kann bei Bedarf mit einer Größenänderung verbunden werden, wenn es in
einer Reproduktionskamera mit Durchleuchtungseinrichtung ausgeführt wird. Das Verfahren
eignet sich zur Standardisierung und gestattet
eine Anpassung an
die individuellen drucktechnischen Kennlinien. Die bevorzugte Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Umrasterungsverfahrens besteht darin, daß.ein Tiefdruck-Rasternegativ
oder--diapositiv (mit Stegstruktur) in der Dia-Einrichtung einer Kamera durchleuchtet,
über das Repro-Objektiv des Gerätes in üblicher Weise auf einen Film abgebildet
wird, der. auf dem Vakuumfilmhalter angesaugt ist, wobei sich erfindungsgemäß noch
mindestens zwei Elemente im Strahlengang befinden: 1: Eine Einrichtung zur Entrasterung,
z.B. eine Weichzeichner-Blende oder Streufolie im objektiv oder eine rotierende,
schwingende oder oszillierende Taumeischeibe aus dünnem planparallelen Glas vor
oder hinter dem Objektiv oder eine Mattfolie auf der zu entrasternden Vorlage: Als
optimal hat sich die Taumeischeiben-Entrasterung erwiesen.
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2: Ein Spezial-Autotypie-Raster mit der Charakteristik eines Negativrasters
mit extremer Kontraststeigerung.
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Es wurde gefunden, daß der Dichteumfang eines Tiefdruck-Rasternegativs
bei etwa 0,6 - 0,8, der eines Tiefdruck-Rasterpositivs bei etwa 0,3 - 0,5 liegt.
Das auf dem-Wehe der Umrasterung zu erzeugende autotypische Rasterpositiv muß aber
einen Dichteumfang von mindestens 1,4 - 1,7 haben. Zur Erzielung dieser in der Reprotechnik
außergewöhnlichen Kontrasterhöhung wurde ein Autotypie-Raster in der Formäeines_Farb-Kreuzlinienrasters
als besonders
vorteilhaft gefunden, mit der Maßgabe, daß entweder
die Linieneinfärbung als solche heller gehalten wird oder eine vorhandene dunklere
Färbung durch Einschaltung eines gleichfarbigen Filters in den Strahlengang aufgehellt
wird, Auch die Wahl eines offeneren Linienverhältnisses hat sich bewährt. Es ist
weiterhin vorteilhaft, den Spezial-Autotypie-Raster bei der Umrasterung von Farbsätzen
für Tiefdruck zwecks Moirevermeidung jeweils in eine versetzte, für normale Autotypien
übliche Winkelstellung zu drehen.
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Bei dieser Methode der Rasterung ist mit den bekannten aufnahmetechnischen
Mitteln eine Beeinflussung der Gradationskurve zur Angleichung an die Tiefdruck-Kennlinien
von Kopie, Übertragung, Ätzung und Druck möglich. Bei diesen Mitteln handelt es
sich - auPer dem bei der Rasterherstellung festzulegenden Linienverhältnis und der
Linieneinfärbung sowie dem Abstand des Spezialrasters von der Filmoberfläche - um:
Vorbelichtungsdauer, Blende, Filter, Beletungszeit, Hauptbelichtung, evtl. mit Teilbelichtungen
mit verschiedenen Blenden- Schluß- oder Hochlichtbelichtung.
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An Stelle des Glasrasters insbesondere des Farb-Kreuzlinienrasters
kann ein Negativ-Kontaktraster verwendet werden. Allerdings ist für eine solche
extreme Aufgabenstellung ein Spezialraster herzustellen mit gegenüber den handelsüblichen
Ausführungen stark reduzierter Dichte.
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Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich auch in einer Kontaktkopie
mit Kontaktraster durchführen, wobei die "Entrasterung" mit einer
Streufolie,
die zwischen dem Tiefdruckrasternegativ oder -diapositiv und dem Kontakraster einzulegen
ist, vorgenommen wird, allerdings mit größerem Schärfeverlust und weniger Steuerungsmöglichkeiten
zur Anpassung an die Tiefdruck-Kennlinien.
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Die durch die erfindungsgemäße Umrasterung erzeugten autotypischen
Rasternegative oder vorzugsweise -diapositive werden in bekannter Weise auf Druckplatten
kopiert; diese Platten werden dann geätzt bzw. druckfertig gemacht und auf einer
geeigneten Presse, insbesondere Andruckpresse gedruckt. Im Falle von Farbkopien
werden ebenfalls die üblichen Verfahren angewendet. Zur Verdeutlichung zeigt: Fig.
1 einen vergrößerten Ausschnitt aus einem Tiefdruckrasterpositiv mit Stegstruktur,
und zwar eine Stelle, die im Druck Vollton ergibt; Fig. 2 in weiterer Vergrößerung
das Flächenverhältnis Feld : Steg = ca. 56 : 44. (die integrale Dichte eines solchen
Tons beträgt ca. 0,36) Fig. 3 eine dunkle Stelle in autotypischer Punktrasterung
(Die',:. Fläche nimmt hier etwa 96%, die hellen Punkte etwa 4%-ein. Die Dichte dieses
Tons wäre 1,4); Fig,4,5 stark vergrößerte Ausschnitte aus Tiefdruck-Rasternegativen
bei verschiedenen Tonwerten;
Fig. 6 ein autotypisches Rasterpositiv,
und zwar einen Ausschnitt aus den Lichtern und Fig. 7 Diagramme, deren Abszisse
die Dichte einer Reproduktionsvorlage kennzeichnet, während die Ordinate die Dichte
der Reproduktion angibt; a) ist die Charakteristik eines Tiefdruck-Rasternegatives,
b) die eines davon im Kontakt hergestellten Posotives und c) das durch erfindungsgemäße
Umrasterung erhaltene Positiv in Übereinstimmung mit dem Tiefdruckergebnis.
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Unter Berücksichtigung dieser Rasterformen und Eigenschaften wird
also im Prinzip nach der Erfindung von der Vorlage ein Tiefdruckrasterpositiv oder
-negativ abgenommen, das dann einerseits, sofern das erfindungsgemäß hergestellte
Zwischenrasterbild ein befriedigendes Ergebnis zeigt, für die Herstellung des Druckzylinders
dient; andererseits wird aber das Tiefdruckpositiv oder -negativ als Ausgangsvorlage
für eine Umrasterung zugrundegelegt, deren Ergebnis nun insoweit dem zu erwartenden
Druckergebnis der herzustellenden Tiefdruckform entspricht, als das hergestellte
Zwischenrasterbild die sich aus der "Stegüberschwemmung" beim Tiefdruckergebenden
Druckeigenart berücksichtigt.